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«Periactin - Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Periactin ist ein Serotonin- und Histaminantagonist, der zur Linderung allergischer Beschwerden und Kopfschmerzen, die durch starke Gefäßerweiterung verursacht werden, geeignet.

Periactin wird daher eingesetzt zur Behandlung von

  • allergischen Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Ekzemen, leichten allergisch-bedingten Reaktionen durch Insektenstiche, Heuschnupfen und anderen, jahreszeitlich bedingten Allergien, allergisch bedingter Bindehautentzündung, plötzlichen Schwellungen im Gesicht und/oder der Schleimhäute (mit und ohne Juckreiz), allergischen Arzneimittel-Reaktionen
  • Kopfschmerzen, bedingt durch starke Erweiterung der Blutgefäße (vaskulär bedingte Kopfschmerzen)

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Periactin-Tabletten dürfen nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Cyproheptadin oder einen der sonstigen Bestandteile von Periactin sind
  • wenn Sie gleichzeitig einen so genannten MAO-Hemmer zur Behandlung von Depressionen einnehmen Periactin-Tabletten 1 2008-09-23 PIL-V0120080923
  • wenn Sie an einer bestimmten Form von "grünen Star" leiden (Engwinkelglaukom)
  • wenn Sie an einer bestimmten Form eines Magengeschwürs (stenosierendes peptisches Ulkus), an einer Verengung zwischen Magenausgang und Zwölffingerdarm (Pylorusduodenalstenose) oder des Harnblasenhalses leiden
  • wenn Ihre Prostata vergrößert ist
  • bei fortgeschrittenem Alter oder stark geschwächtem, körperlichem Zustand
  • bei Neugeborenen und Frühgeborenen, da es zu Schwierigkeiten bei der Atmung bis hin zum Atemstillstand kommen kann
  • bei akutem Asthma-Anfall
  • Kinder unter 6 Jahre

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Periactin ist erforderlich, wenn Sie

  • in der Vergangenheit an Asthma gelitten haben
  • einen erhöhten Augeninnendruck haben
  • an einer Überfunktion der Schilddrüse leiden
  • an einer Herz-Kreislauferkrankung oder Bluthochdruck leiden

Vor und während einer Behandlung können verschiedene Untersuchungen erforderlich sein – lassen Sie diese Kontrollen wie vom Arzt verordnet durchführen.

Aufgrund der appettitsteigernden Wirkung von Periactin kann es während der Behandlung zu einer Gewichtszunahme kommen.

Bei Einnahme von Periactin mit anderen Arzneimitteln Einige Arzneimittel können die Wirkung von Periactin beeinflussen oder Periactin kann die Wirkungsweise anderer Arzneimittel beeinflussen.

Informieren Sie Ihren Arzt vor allem dann, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen

  • Arzneimittel, die dämpfend wirken (wie Beruhigungsmittel, Schlafmittel, Arzneimittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (MAO-Hemmer, trizyklische Antidepressiva)

Alkohol ist während der Behandlung mit Periactin möglichst zu vermeiden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie noch andere Arzneimittel einnehmen bzw. erst vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei Einnahme von Periactin zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Die gleichzeitige Einnahme von Nahrung und Getränken hat keinen Einfluss auf die Wirkung von Periactin.

Schwangerschaft und Stillzeit Periactin darf während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden.
Ist währnd der Stillzeit eine Behandlung mit Periactin-Tabletten erforderlich, ist abzustillen.

Informieren Sie daher umgehend Ihren Arzt, falls Sie schwanger sind, eine Schwangerschaft planen oder stillen.
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Periactin Periactin enthält Milchzucker (Laktose). Sollten Sie an einer seltenen Unverträglichkeit für bestimmte Zuckerarten leiden, informieren Sie bitte vor Behandlungsbeginn Ihren Arzt.

Wie wird es angewendet?

Wenden Sie Periactin immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Allergische Erkrankungen Erwachsene Die Dosierung beträgt 3 x täglich 1 Tablette, die jedoch bis auf 4 Tabletten erhöht werden kann.
Eine Tagesdosis von maximal 8 Tabletten darf nicht überschritten werden.

Kinder von 7-14 Jahre Die übliche Dosierung beträgt 2-3 x täglich 1 Tablette.
Eine Tagesdosis von maximal 4 Tabletten darf nicht überschritten werden.

Vorbeugung und Behandlung von Kopfschmerzen Es wird eine Dosis von 1 x 1 Tablette empfohlen. Falls erforderlich kann nach einer halben Stunde eine weitere Tablette eingenommen werden. Innerhalb von 4-6 Stunden dürfen jedoch nicht mehr als 2 Tabletten eingenommen werden.
Durch Einnahme von 1 Tablette alle 4-6 Stunden kann die Linderung aufrechterhalten werden.

Die Tabletten werden unzerkaut, nach den Mahlzeiten, mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen.

Wenn Sie eine größere Menge von Periactin-Tabletten eingenommen haben, als Sie sollten Falls Sie irrtümlich zu viele Tabletten eingenommen haben, verständigen Sie umgehend einen Arzt, der gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen ergreifen wird.

Wenn Sie die Einnahme von Periactin vergessen haben Es ist wichtig, dass Sie Periactin wie verordnet einnehmen.
Wenn Sie die Einnahme einer Tablette vergessen haben, nehmen Sie beim nächsten Mal nicht die doppelte Dosis, sondern setzen Sie die Einnahme wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Einnahme von Periactin abbrechen

Fragen Sie zuerst Ihren Arzt und brechen Sie die Einnahme von Periactin nicht von sich aus ab. Wenn Sie glauben, dass Arzneimittel wirkt zu stark oder zu schwach, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel, können Periactin-Tabletten Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Müdigkeit und Schläfrigkeit sind häufig auftretende Nebenwirkungen. Bei vielen Patienten klingt diese Wirkung jedoch bei regelmäßiger Einnahme nach 3-4 Tagen ab.

Nach Markteinführung wurde über nachfolgend angeführte Nebenwirkungen berichtet.

Die Häufigkeiten beruhen auf folgender Einteilung:
Sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1000, < 1/100), selten (≥ 1/10.000, < 1/1000), sehr selten (<1/10.000; nicht bekannt, Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)</i>

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Sehr selten: schwere, unter Umständen lebensbedrohliche Veränderungen des Blutbilds (hämolytische Anämie, Leukopenie, Agranulozytose, Thrombozytopenie)

Erkrankungen des Nervensystems Häufig: (voübergehende) Schläfrigkeit, Müdigkeit
Gelegentlich: Gedämpftheit, Koordinationsstörungen, Verwirrung, Ruhelosigkeit, Erregung, Nervosität, Zittern, Reizbarkeit, aggressives Verhalten, Schlaflosigkeit, Schwäche, Kopfschmerzen, heitere Gemütsverfassung
Selten: Kribbeln und Einschlafen der Gliedmaßen, Nervenentzündung, Krampfanfälle, Halluzinationen, Hysterie

Augenerkrankungen Selten: verschwommenes Sehen, Doppeltsehen

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths Gelegentlich: Schwindel
Selten: Ohrenklingen, Ohrenentzündung

Herzerkrankungen Selten: verstärktes Herzklopfen, Blutdruckabfall, beschleunigter Herzschlag
Sehr selten: unregelmäßiger Herzschlag (Extrasystolen)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums Selten: Nasen- und Rachentrockenheit, Verdickung der Flüssigkeit in den Bronchien, Brustbeklemmungen, keuchender Atem, verstopfte Nase, Nasenbluten

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Selten: Mundtrockenheit, Störungen im Bereich des Magens, Appetitlosigkeit, vermehrter Appetit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung

Leber- und Gallenerkrankungen Sehr selten: Gelbsucht, Gallenstauung, Leberversagen, Leberentzündung,
Leberfunktionsstörungen

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Selten: vermehrtes Schwitzen, juckender Hautausschlag (Urtikaria), Lichtempfindlichkeit

Erkrankungen der Nieren und Harnwege Selten: vermehrtes Harnlassen, Beschwerden beim Harnlassen, Harnverhaltung (Harnretention)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes allergisch-bedingte Hautausschläge und Flüssigkeitsansammlung im Gewebe

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse Selten: vorzeitige Menstruation

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort: Selten: Schüttelfrost, Gewichtszunahme

Ihr Arzt oder Apotheker verfügt über eine genauere Auflistung möglicher Nebenwirkungen. Informieren Sie daher bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der angeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung unter "Verwendbar bis" angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


Bewertungen «Periactin - Tabletten»