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«Piperacillin-dura comp 2 g/0,25 g Pulver zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Die Wirkstoffe von Piperacillin-dura comp sind Piperacillin und Tazobactam.
Piperacillin gehört zur Arzneimittelgruppe der sogenannten „Breitspektrumpenicilline“, die viele Arten von Bakterien abtöten können. Tazobactam kann verhindern, dass bestimmte Bakterien resistent gegen Piperacillin werden. Das bedeutet, dass bestimmte Bakterien, die normalerweise nicht durch Piperacillin abgetötet werden, bei der gemeinsamen Gabe von Piperacillin und Tazobactam abgetötet werden können.
Piperacillin-dura comp wird angewendet bei Erwachsenen und Kindern im Alter ab 12 Jahren zur Behandlung von Infektionen, die durch Bakterien verursacht werden, darunter solche, die Lunge, Harnwege (Nieren und Blase), Bauchraum oder Haut betreffen.
Piperacillin-dura comp wird bei Kindern im Alter von Jahren zur Behandlung von bakteriellen Infektionen des Bauchraumes angewendet.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Piperacillin-dura comp darf nicht angewendet werden
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Piperacillin oder andere Beta-Laktam-Antibiotika (sogenannte Penicilline oder Cephalosporine) oder gegen Tazobactam oder andere sogenannte Beta-Laktamase-Hemmer sind.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Piperacillin-dura comp ist erforderlich
- wenn Sie Allergien haben. Wenn Sie an mehreren Allergien leiden, sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt oder Ihrer Krankenschwester, bevor Sie Piperacillin-dura comp erhalten.
- wenn Sie Nierenbeschwerden haben oder eine Hämodialyse erhalten. Ihr Arzt wird vor der Gabe dieses Arzneimittels unter Umständen Ihre Nierenfunktion untersuchen und diese Untersuchung während der Behandlung regelmäßig wiederholen.
- wenn Ihre Kaliumspiegel im Blut niedrig sind oder Sie ein Diuretikum (zur Behandlung von Herzbeschwerden und Bluthochdruck) oder ein Krebsmedikament einnehmen. Ihr Arzt wird unter Umständen ab und zu eine Blutprobe für Untersuchungen entnehmen.
- wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen (siehe Abschnitt 2 „Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Piperacillin-dura comp).
Bei Anwendung von Piperacillin-dura comp mit anderen Arzneimitteln:
Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/ angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt, da bestimmte Arzneimittel mit Piperacillin-dura comp in Wechselwirkung treten können. Dazu zählen:
- das Arzneimittel Probenecid (zur Behandlung von Gicht)
- Arzneimittel zur Blutverdünnung oder zur Auflösung von Blutgerinnseln (z. B. Heparin, Warfarin oder Acetylsalicylsäure),
- andere Antibiotika,
- muskelentspannende Arzneimittel (z. B. Vecuronium),
- das Arzneimittel Methotrexat (zur Behandlung von Krebserkrankungen, Arthritis oder Psoriasis).
Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie ein Narkosemittel erhalten sollen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie schwanger sind, glauben, dass Sie schwanger sein könnten oder wenn Sie stillen, da dieses Arzneimittel unter Umständen nicht für Sie geeignet ist.
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
Es wurden keine Studien zum Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und ähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Dennoch können Nebenwirkungen auftreten (z.B. Krämpfe), die Ihre Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen können.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Piperacillin-dura comp:
Dieses Arzneimittel enthält 4,70 mmol (108 mg) Natrium pro Durchstechflasche mit Pulver zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung.
Wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

Wie wird es angewendet?

WIE wird Piperacillin-dura comp angewendet?
Ihr Arzt hat festgelegt, welche Dosis und wie viele Dosen Sie erhalten sollen. Piperacillin-dura comp wird Ihnen unter der Aufsicht eines Arztes gegeben, der Ihnen mehr Informationen geben kann.
Dosierung
Erwachsene und Kinder im Alter von Jahren
Bei Erwachsenen beträgt die übliche Dosis von Piperacillin-dura comp 4 g/0,5 g alle 8 Stunden. Ihr Arzt wird die genaue Dosis abhängig davon festlegen, wie schwer Ihre Infektion ist.
Bei Kindern berechnet der Arzt die Dosis nach dem Körpergewicht.
Im Falle von schweren Infektionen kann die Dosis von Piperacillin-dura comp auf 4 g/0,5 g alle 6 Stunden erhöht werden.
Wenn Ihr Körper nicht in der Lage ist, Infektionen gut zu bekämpfen, kann Piperacillin-dura comp zusammen mit einem anderen Arzneimittel, einem sogenannten „Aminoglykosid“ angewendet werden, das ebenfalls in eine Vene gegeben wird.
Kinder unter 2 Jahren:
Piperacillin-dura comp wird aufgrund unzureichender Sicherheitsdaten nicht zur Anwendung bei Kindern unter 2 Jahren empfohlen.
Wenn Sie Nierenbeschwerden haben
Wenn Sie Nierenbeschwerden haben, muss Ihr Arzt möglicherweise die Dosis von Piperacillin-dura comp oder die Häufigkeit der Anwendung anpassen. Ihr Arzt wird unter Umständen auch Bluttests durchführen um sicherzustellen, dass die Behandlung wirkt. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn Sie Piperacillin-dura comp über längere Zeit erhalten.
Art der Anwendung
Vor der Anwendung wird aus dem Pulver eine Lösung hergestellt. Es wird Ihnen als langsame Injektion oder Infusion in eine Vene gegeben.
Dauer der Anwendung
Sie erhalten Piperacillin-dura comp so lange, bis die Zeichen der Infektion abgeklungen sind. Die Behandlung dauert in der Regel 5 bis 14 Tage.
Wenn Sie eine größere Menge von Piperacillin-dura comp erhalten haben, als Sie sollten
Piperacillin-dura comp wird Ihnen von einem Arzt oder einer Krankenschwester gegeben. Es ist daher unwahrscheinlich, dass Sie eine falsche Dosis erhalten. Informieren Sie aber umgehend Ihren Arzt, wenn bei Ihnen starke Nebenwirkungen auftreten oder Sie den Eindruck haben, dass Sie eine größere Menge erhalten haben, als Sie sollten.
Wenn die Anwendung von Piperacillin-dura comp vergessen wurde
Sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt, wenn Sie meinen, dass bei Ihnen eine Anwendung von Piperacillin-dura comp vergessen wurde.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder andere medizinische Fachkräfte.
Anweisungen für die Herstellung und Handhabung
Intravenöse Injektion
1 Durchstechflasche Piperacillin-dura comp 2 g/0,25 g wird mit 10 ml eines der folgenden Lösungsmittel vermischt:
• steriles Wasser für Injektionszwecke
• 9 mg/ml (0,9 %) Natriumchlorid für Injektionszwecke
Schütteln bis das Pulver aufgelöst ist. Die Lösung ist klar und farblos.
Die intravenöse Injektion sollte über mindestens Minuten erfolgen.
Intravenöse Infusion
1 Durchstechflasche Piperacillin-dura comp 2 g/0,25 g wird mit 10 ml eines der oben genannten Lösungsmittel vermischt.
Die hergestellte Lösung wird auf mindestens 50 ml verdünnt: mit einem der genannten Lösungsmittel oder mit einer 5%igen Dextroselösung (in Wasser).
Nur zur einmaligen Anwendung bestimmt. Nicht verwendete Lösung verwerfen.
Die Herstellung der gebrauchsfertigen Lösung muss unter aseptischen Bedingungen erfolgen. Die Lösung ist vor der Anwendung visuell auf Partikel und Verfärbungen zu untersuchen. Die Lösung darf nur verwendet werden, wenn sie klar und frei von Partikeln ist.
Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Lösung wurde für 18 Stunden bei 25°C und für 48 Stunden bei Aufbewahrung im Kühlschrank (28°C) nachgewiesen. Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Lösung sofort verwendet werden. Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort eingesetzt wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich, die nicht mehr wie 24 Stunden bei 2 bis 8°C betragen sollte, es sei denn die Herstellung/Verdünnung erfolgte unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Piperacillin-dura comp Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn bei Ihnen eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt:
Häufige Nebenwirkungen (bei 1 bis 10 von 100 Behandelten) sind:
Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Hautausschlag.
Gelegentlich auftretende Nebenwirkungen (bei 1 bis 10 von 1.000 Behandelten) sind:
Superinfektion mit Candida (Soor), Abnahme der weißen Blutkörperchen und der Blutplättchen, allergische Reaktionen, niedriger Blutdruck, Phlebitis/Thrombophlebitis (Entzündung einer Vene mit oder ohne Bildung von Blutgerinnseln), Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Verstopfung, Bauchschmerzen oder Beschwerden, Entzündung der Mundschleimhaut, Anstieg bestimmter Leberenzymwerte im Blut, Gelbsucht (Nebenwirkung, die mit einer gelblichen Verfärbung der Haut und der Augen beginnt), Juckreiz, Nesselsucht, Erythem (großflächige Rötung der Haut), erhöhte Kreatininwerte im Blut (als Hinweis auf eine Nierenschädigung), Fieber, Reaktionen an der Injektionsstelle.
Seltene Nebenwirkungen (bei 1 bis 10 von 10.000 Behandelten) sind:
Abnahme der roten Blutkörperchen, Blutungen, Anstieg bestimmter weißer Blutkörperchen, schwere allergische Reaktionen (einschließlich Schock), Gesichtsröte (Flush), Muskelschwäche, Halluzinationen, Krampfanfälle, Mundtrockenheit, Magenschmerzen, Dickdarmentzündung, Anstieg bestimmter Leberenzymwerte oder des Bilirubins im Blut, Hepatitis (Leberschädigung), vermehrtes Schwitzen, Ekzem oder andere Formen von Hautreaktionen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Nierenentzündung, Nierenversagen, Schüttelfrost, Müdigkeit, Ödem (Wasseransammlung im Gewebe).
Sehr seltene Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 10.000 Behandelten) sind:
Starke Blutbildveränderungen, Gerinnungsstörungen (die das Risiko für Blutungen und/oder Blutgerinnsel erhöhen), Abnahme der Kalium-, Albumin-, Zucker- oder Eiweißspiegel im Blut, schwere Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, erhöhte Blut-Harnstoff-Stickstoffwerte.
Piperacillin ist bei Patienten mit Mukoviszidose (Erbkrankheit) mit einem verstärkten Auftreten von Fieber und Hautausschlägen assoziiert.
Piperacillin-dura comp kann eine Abnahme der Anzahl der weißen Blutkörperchen verursachen und dadurch kann sich Ihre ähigkeit Infektionen zu bekämpfen verringern. Wenn Sie Infektionsanzeichen wie Fieber und starke Verschlechterung Ihres Allgemeinbefindens oder Fieber mit lokalen Anzeichen einer Infektion wie Schmerzen im Hals/ Rachen/ Mund oder Beschwerden der Harnwege bemerken, gehen Sie bitte sofort zum Arzt. Ein Bluttest wird durchgeführt, um eine mögliche Abnahme der weißen Blutkörperchen (Agranulozytose) zu untersuchen. Es ist wichtig, dass Sie den Arzt über die Einnahme dieses Arzneimittels informieren.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder andere medizinische Fachkräfte, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett auf der Durchstechflasche und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Pulver:
Nicht über 25°C lagern.
Hergestellte/verdünnte Lösung:
Sobald aus dem Pulver eine gebrauchsfertige Lösung hergestellt wurde, wird Ihnen diese normalerweise sofort gegeben. In manchen ällen kann die Lösung auch über Stunden aufbewahrt werden.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Zusätzliche Informationen

Piperacillin-dura comp 2 g/0,25 g Pulver Gebrauchsinformation
Mylan dura GmbH
Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben
Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Piperacillin-dura comp 2 g/0,25 g Pulver zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung
Wirkstoffe: Piperacillin und Tazobactam
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden haben wie Sie.
- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Piperacillin-dura comp Pulver zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung wird nur von medizinischem Fachpersonal gegeben, das alle Fragen, die Sie unter Umständen nach dem Lesen dieser Packungsbeilage haben, beantworten kann.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:


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