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«Piritramid-hameln 7,5 mg/ml Injektionslösung»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Piritramid-hameln ist ein stark wirksames Schmerzmittel (Analgetikum) aus der Gruppe der Opioide. Piritramid-hameln wird zur Linderung starker und sehr starker Schmerzen eingesetzt.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Piritramid-hameln darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Piritramid oder einen der sonstigen Bestandteile von Piritramid-hameln sind (Liste der sonstigen Bestandteile siehe unter „6. Weitere Informationen“).
  • wenn Sie an Bewusstseinsstörung oder -verlust (Koma) leiden.
  • wenn die Funktion Ihrer Atmung eingeschränkt ist.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Piritramid-hameln ist erforderlich:

Informieren Sie Ihren Arzt vor der Anwendung mit Piritramid-hameln, wenn bei Ihnen Folgendes vorliegt:

  • eine Vorgeschichte von Opioidabhängigkeit
  • Erkrankungen mit erhöhtem Hirndruck
  • ein niedriger Blutdruck (Hypotonie) aufgrund von reduziertem Blutvolumen (Hypovolämie)
  • eine vergrößerte Prostata (Prostatahypertrophie) mit Entstehung von Restharn
  • eine eingeschränkte Gallenfunktion (Gallenstörung)
  • eine teilweise oder vollständige Darmblockade und eine entzündliche Darmerkrankung
  • einen Nebennierentumor (Phäochromozytom)
  • eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)
  • eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
  • eine Unterfunktion der Nebenniere (Nebenniereninsuffizienz)
  • eine Erkrankung namens „akute hepatische Porphyrie“

Vorsicht ist geboten, wenn Piritramid-hameln bei Kleinkindern unter einem Jahr angewendet wird.

Es sollte ein Gegenmittel (Opioidantagonist) für Piritramid-hameln, das dessen Wirkung blockiert, zur sofortigen Anwendung zur Verfügung stehen.
Zur Überwachung und Beatmung von Patienten, denen hohe Dosen Piritramid-hameln verabreicht wurden, sollten qualifiziertes Personal und adäquate Einrichtungen vorhanden sein.

Die Anwendung des Arzneimittels Piritramid-hameln kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Bei Anwendung von Piritramid-hameln mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Medikamente einnehmen oder bis vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht
verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Dies ist besonders bei den folgenden Arzneimitteln wichtig:

  • Beruhigungsmittel, die auf das zentrale Nervensystem wirken (angstlösende Medikamente, die beruhigen oder Schlaf herbeiführen, wie Barbiturate, Benzodiazepine, Phenothiazine, Anästhetika zur Inhalation)
  • Muskelrelaxanzien (z. B. Pancuronium und Vecuronium)
  • Antidepressiva (MAO-Hemmer). Die Anwendung von MAO-Hemmern muss mindestens 10 Tage vor der Behandlung mit Piritramid gestoppt werden.
  • Schmerzmittel (Pentazocin)

Bei Anwendung von Piritramid-hameln mit Nahrungsmitteln und Getränken Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Alkohol getrunken haben, bevor Ihnen dieses Arzneimittel verabreicht wird.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Piritramid-hameln darf in der Schwangerschaft oder Stillzeit nur angewendet werden, wenn der potenzielle Nutzen die Risiken überwiegt. Eine wiederholte Anwendung dieses Arzneimittels während der Schwangerschaft kann bei einem Neugeborenen zu Abhängigkeit und Entzugssymptomen führen.

Es wird empfohlen, nach der Anwendung von Piritramid-hameln 24 Stunden lang nicht zu stillen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Über einen Zeitraum von mindestens 6 bis 8 Stunden nach einer Einzeldosis Piritramid-hameln bzw. mindestens 12 bis 24 Stunden nach einer wiederholten Verabreichung dürfen weder Fahrzeuge gelenkt, Maschinen bedient oder Arbeiten ausgeführt werden, die ein sicheres Gleichgewicht erfordert.

Wie wird es angewendet?

Dosierung bei Erwachsenen

  • Die übliche Einzeldosis beträgt 15 - 30 mg, wenn das Arzneimittel in einen Muskel oder unter die Haut verabreicht wird.
  • Einzeldosen von 7,5 - 22,5 mg werden langsam in eine Vene verabreicht.

Dosierung bei Kindern

  • Die übliche Einzeldosis beträgt 0,05 - 0,2 mg pro kg Körpergewicht, wenn das Arzneimittel in einen Muskel oder unter die Haut verabreicht wird.
  • Die übliche Einzeldosis sollte 0,05 - 0,1 mg pro kg Körpergewicht betragen, wenn Piritramid-hameln in eine Vene verabreicht wird.

Dosierung bei besonderen Patientengruppen
Bei älteren Patienten, Patienten mit Leberfunktionsstörung und Patienten mit schlechtem Allgemeinzustand sollte die Dosis reduziert werden.

Für eine angemessene Schmerzlinderung können Einzeldosen generell alle 6 - 8 Stunden verabreicht werden. Dieses Arzneimittel kann als Injektion in einen Muskel, unter die Haut oder in eine Vene gegeben werden. Ihr Arzt wird die für Sie richtige Dosis ermitteln.

Wenn Sie eine größere Menge Piritramid-hameln erhalten haben, als Sie sollten Da Piritramid-hameln normalerweise unter sorgfältig kontrollierten Bedingungen verabreicht wird, ist es unwahrscheinlich, dass Sie zu viel erhalten oder dass Sie eine Dosis verpassen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Piritramid-hameln Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die möglichen Nebenwirkungen werden in abnehmender Häufigkeit gemäß folgender Definition aufgelistet:

Sehr häufig (betrifft mehr als 1 Behandelten von 10)

  • Schläfrigkeit (Sedierung) - Übelkeit
  • Erbrechen

Häufig (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100)

  • Schwindel
  • Juckreiz (Pruritus) und Schwitzen

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000)

  • niedriger Blutdruck (Hypotonie)
  • flache Atmung (Atemdepression)
  • Mundtrockenheit
  • schwere Verstopfung
  • Nesselausschlag (Urtikaria)

Selten (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000)

  • Verengung der Atemwege (Bronchospasmus), die zu Husten oder Atembeschwerden führt
  • Schluckauf (Singultus)
  • Unfähigkeit zu urinieren (Miktionsstörung)

Sehr selten (betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000)

  • Pupillenverengung (Miosis)
  • langsamer Herzschlag (Bradykardie)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

  • Eine erhöhte Muskelspannung in der Harnblase, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse kann auftreten und zu Krämpfen führen.
  • Hautausschläge (Exanthem) wurden in Einzelfällen berichtet.

Weitere mögliche Nebenwirkungen
Die Anwendung von Piritramid kann möglicherweise zu Folgendem führen:

  • Euphorie und Arzneimittelabhängigkeit, besonders nach wiederholter Verabreichung hoher Dosen.
  • Toleranzentwicklung bei Langzeitbehandlung (möglicherweise sind höhere Dosen nötig, um denselben Grad an Schmerzlinderung zu erzielen).
  • Kreuztoleranz mit anderen Opioiden. Entzugssymptome können nach Beendigung einer wiederholten Verabreichung, Ersatz durch ein schwächer wirkendes Opioid oder Anwendung eines Opioidantagonisten (Arzneimittel, das die Wirkung von Piritramid hemmt) eintreten.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen Piritramid-hameln nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton hinter „Verw. bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Nicht über 25°C aufbewahren. Nicht einfrieren. Die Ampullen im Originalkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Informationen zur Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen entnehmen Sie bitte dem Abschnitt „Herstellungsanleitung“ für medizinisches Fachpersonal.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.


Bewertungen «Piritramid-hameln 7,5 mg/ml Injektionslösung»