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«Pramipexol G.L. 0,35 mg - Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Pramipexol G.L. gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Dopaminagonisten genannt wer-den und die die Dopaminrezeptoren des Gehirns stimulieren. Die Stimulation der Dopaminrezepto-ren löst Nervenimpulse im Gehirn aus, die dabei helfen, Körperbewegungen zu kontrollieren.

Pramipexol G.L. wird angewendet

  • zur Behandlung der Beschwerden bei idiopathischer (ohne erkennbare Ursache entstandener) Parkinson-Krankheit (bestimmte Erkrankung des Nervensystems). Es kann entweder allein oder in Kombination mit einem bestimmten anderen Antiparkinsonmittel (Levodopa) angewen-det werden.
  • zur Behandlung der Beschwerden des mittelgradigen bis schweren idiopathischen (ohne er-kennbare Ursache entstandenen) Restless-Legs-Syndroms (RLS; Syndrom der unruhigen Beine).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Pramipexol G.L. darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Pramipexol oder einen der sonstigen Be-standteile von Pramipexol G.L. sind (siehe Abschnitt 6 „Weitere Informationen“).

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Pramipexol G.L. ist erforderlich Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Beschwerden oder Symptome haben (hatten) oder ent-wickeln, insbesondere in den nachfolgend angeführten Fällen:

  • Nierenerkrankung.
  • Halluzinationen (Dinge sehen, hören oder fühlen, die gar nicht da sind). Die meisten Hal-luzinationen sind visueller Art (werden mit den Augen wahrgenommen).
  • Motorische Fehlfunktionen (Dyskinesien; z.B. abnorme, unkontrollierte Bewegungen der Gliedmaßen). Wenn Sie an fortgeschrittener Parkinson-Krankheit leiden und zusätzlich Le-vodopa einnehmen, könnten Sie während der schrittweisen Erhöhung der Dosierung von Pramipexol G.L. motorische Fehlfunktionen (Dyskinesien) entwickeln.
  • Schläfrigkeit und plötzliche Einschlafattacken.
  • Verhaltensänderungen, z.B. Spielsucht (pathologisches Spielen), zwanghaftes Einkau-fen sowie gesteigertes sexuelles Verlangen (erhöhte Libido), Essattacken.
  • Psychosen (z.B. vergleichbar mit Beschwerden wie bei Schizophrenie).
  • Sehstörungen. Lassen Sie während der Behandlung mit Pramipexol G.L. Ihre Augen in regelmäßigen Abständen untersuchen.
  • Schwere Herz- oder Blutgefäßerkrankungen. Ihr Blutdruck sollte regelmäßig überprüft werden, besonders zu Beginn der Behandlung. Damit soll ein Abfall des Blutdrucks beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie) vermieden werden.
  • Augmentation. Sie stellen möglicherweise fest, dass die Beschwerden zu einer früheren Tageszeit eintreten als üblicherweise, intensiver sind und auch andere Gliedmaße betref-fen.

Bei Einnahme von Pramipexol G.L. mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einneh-men/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben. Dies umfasst auch Arzneimit-tel, pflanzliche Mittel, Reformkost oder Nahrungsergänzungsmittel, die nicht verschreibungspflich-tig sind.

Sie sollten die Einnahme von Pramipexol G.L. zusammen mit antipsychotischen Arzneimitteln (bestimmten Arzneimitteln mit Wirkung auf die Psyche) vermeiden.

Seien Sie vorsichtig, wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen:

  • Cimetidin (zur Behandlung bei erhöhter Magensäure und Magengeschwüren),
  • Amantadin (kann zur Behandlung der Parkinson-Krankheit angewendet werden),
  • Mexiletin(zur Behandlung des unregelmäßigen Herzschlags, der sogenannten ventrikulären Arrhythmie).

Wenn Sie Levodopa einnehmen, wird eine Verringerung der Dosis von Levodopa zu Beginn der Behandlung mit Pramipexol G.L. empfohlen.

Seien Sie vorsichtig, wenn Sie Arzneimittel mit beruhigender (sedierender) Wirkung einnehmen oder wenn Sie Alkohol trinken. In diesen Fällen könnte Pramipexol G.L. Ihre Fähigkeit, ein Fahr-zug zu lenken oder eine Maschine zu bedienen, beeinträchtigen.

Bei Einnahme von Pramipexol G.L. zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Seien Sie vorsichtig, wenn Sie während der Behandlung mit Pramipexol G.L. Alkohol trinken. Pramipexol G.L. kann zu oder unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Informieren Sie Ihren Arzt wenn Sie schwanger sind, glauben schwanger zu sein oder beabsichti-gen schwanger zu werden. Ihr Arzt wird dann mit Ihnen besprechen, ob Sie die Einnahme von Pramipexol G.L. fortsetzen sollen.

Die Auswirkung von Pramipexol G.L. auf das ungeborene Kind ist nicht bekannt. Nehmen Sie da-her Pramipexol G.L. nicht ein wenn Sie schwanger sind, es sei denn Ihr Arzt gibt Ihnen entspre-chende Anweisung.

Pramipexol G.L. sollte während der Stillzeit nicht eingenommen werden. Pramipexol G.L. kann die Milchbildung hemmen. Darüber hinaus kann es in die Muttermilch übertreten und zum Säugling gelangen. Wenn eine Behandlung mit Pramipexol G.L. für notwendig erachtet wird, sollte abgestillt werden.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Pramipexol G.L. kann Halluzinationen (Dinge sehen, hören oder fühlen, die gar nicht da sind) her-vorrufen. Wenn Sie davon betroffen sind, dürfen Sie weder ein Fahrzeug lenken noch Maschinen bedienen.

Pramipexol G.L. wird mit Schläfrigkeit und plötzlichen Einschlafattacken in Verbindung gebracht, insbesondere bei Patienten mit Parkinson-Krankheit. Wenn derartige Nebenwirkungen bei Ihnen auftreten sollten, dürfen Sie weder ein Fahrzeug lenken noch Maschinen bedienen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn diese Nebenwirkungen auftreten.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Pramipexol G.L. immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Ihr Arzt wird Sie be-züglich der richtigen Dosierung beraten. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie nicht ganz sicher sind.

Pramipexol G.L. kann zu oder unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Nehmen Sie die Tabletten mit Wasser ein.

Parkinson-Krankheit
Die Tagesgesamtdosis wird in drei gleiche Dosen aufgeteilt eingenommen.

Während der ersten Woche beträgt die übliche Dosis 3mal täglich 1 Tablette Pramipexol G.L. 0,088 mg (entsprechend einer Tagesdosis von 0,264 mg):

Die Tagesdosis wird alle 5 bis 7 Tage nach Anweisung Ihres Arztes erhöht, bis Ihre Beschwerden unter Kontrolle sind (Erhaltungsdosis).

Die übliche Erhaltungsdosis beträgt 1,1 mg pro Tag. Es kann jedoch sein, dass Ihre Dosis noch weiter erhöht werden muss. Ihr Arzt kann die Dosis gegebenenfalls auf maximal 3,3 mg Pramipe-xol pro Tag erhöhen. Eine niedrigere Erhaltungsdosis von 3 Tabletten Pramipexol G.L. 0,088 mg pro Tag ist ebenso möglich.

Patienten mit Nierenerkrankung
Wenn Sie eine mittelgradige oder schwere Nierenerkrankung haben, wird Ihr Arzt Ihnen eine nied-rigere Dosis verschreiben. In diesem Fall müssen Sie die Tabletten nur 1mal oder 2mal täglich einnehmen. Bei mittelgradiger Nierenerkrankung beträgt die übliche Anfangsdosis 2mal täglich 1 Tablette Pramipexol G.L. 0,088 mg. Bei schwerer Nierenerkrankung beträgt die übliche Anfangs-dosis 1mal täglich 1 Tablette Pramipexol G.L. 0,088 mg.

Restless-Legs-Syndrom
Die Einnahme erfolgt üblicherweise 1mal täglich am Abend, 2 bis 3 Stunden vor dem Zubettgehen.

Während der ersten Woche beträgt die übliche Dosis 1mal täglich 1 Tablette Pramipexol G.L. 0,088 mg (entsprechend einer Tagesdosis von 0,088 mg):

Die Tagesdosis wird alle 4 bis 7 Tage nach Anweisung Ihres Arztes erhöht, bis Ihre Beschwerden unter Kontrolle sind (Erhaltungsdosis).

Die tägliche Dosis sollte 6 Tabletten Pramipexol G.L. 0,088 mg oder eine Dosis von 0,54 mg (0,75 mg Pramipexol-Salz) nicht überschreiten.

Wenn Sie die Tabletten länger als ein paar Tage absetzen und erneut mit der Behandlung begin-nen möchten, müssen Sie wieder mit der niedrigsten Dosis anfangen. Sie können dann die Dosis wieder erhöhen, wie Sie es beim ersten Mal gemacht haben. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

Ihr Arzt wird die Behandlung nach drei Monaten beurteilen, um zu entscheiden, ob die Behandlung fortgesetzt wird oder nicht.

Patienten mit Nierenerkrankung
Wenn Sie eine schwere Nierenerkrankung haben, ist die Behandlung mit Pramipexol G.L. mögli-cherweise nicht für Sie geeignet.

Wenn Sie eine größere Menge von Pramipexol G.L. eingenommen haben, als Sie sollten Sollten Sie versehentlich zu viele Tabletten eingenommen haben

  • wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt oder an die Notfallabteilung des nächstgelegenen Krankenhauses.
  • können Sie Erbrechen, Ruhelosigkeit oder andere der in Abschnitt 4 beschriebenen Nebenwir-kungen entwickeln.

Wenn Sie die Einnahme von Pramipexol G.L. vergessen haben
Lassen Sie die vergessene Dosis aus und setzen Sie die Behandlung zum nächsten Zeitpunkt fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Pramipexol G.L. abbrechen
Brechen Sie die Einnahme von Pramipexol G.L. nicht ab, ohne zuerst mit Ihrem Arzt gesprochen zu haben. Wenn Sie die Einnahme dieses Arzneimittels abbrechen müssen, wird Ihr Arzt die Dosis schrittweise verringern. Auf diese Weise wird das Risiko hinsichtlich einer Verschlechterung der Beschwerden herabgesetzt.

Wenn Sie an der Parkinson-Krankheit leiden, sollten Sie die Behandlung mit Pramipexol G.L. nicht plötzlich abbrechen. Der plötzliche Abbruch kann bei Ihnen einen Krankheitszustand hervorrufen, der malignes neuroleptisches Syndrom genannt wird und ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar-stellen kann. Zu den Beschwerden zählen:

  • herabgesetzte oder fehlende Muskelbewegungen (Akinesie),
  • Muskelsteifheit,
  • Fieber,
  • instabiler Blutdruck,
  • erhöhte Herzfrequenz (Tachykardie),
  • Verwirrtheit,
  • eingeschränktes Bewusstsein (z.B. Koma).

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Pramipexol G.L. Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auf-treten müssen. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Wenn Sie an der Parkinson-Krankheit leiden, können folgende Nebenwirkungen bei Ihnen auftre-ten:

Sehr häufig:

  • motorische Fehlfunktionen (Dyskinesie; z.B. abnorme, unkontrollierte Bewegungen der Glied-maßen)
  • Schläfrigkeit
  • Schwindel

− Übelkeit

  • niedriger Blutdruck (Hypotonie)

Häufig:

  • Drang, sich ungewöhnlich zu verhalten
  • Halluzinationen (Dinge sehen, hören oder fühlen, die gar nicht da sind)
  • Verwirrtheit
  • Müdigkeit
  • Schlaflosigkeit (Insomnie)
  • Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe, üblicherweise in den Beinen (peripheres Ödem)
  • Kopfschmerzen
  • abnorme Träume
  • Verstopfung
  • Ruhelosigkeit
  • Gedächtnisstörung (Amnesie)
  • Sehstörungen
  • Erbrechen
  • Gewichtsabnahme

Gelegentlich:

  • Paranoia (z.B. übertriebene Angst um das eigene Wohlbefinden)
  • Wahnvorstellungen − übermäßige Schläfrigkeit während des Tages und plötzliches Einschlafen
  • erhöhter Bewegungsdrang und Unfähigkeit, sich ruhig zu verhalten (Hyperkinesie)
  • Gewichtszunahme
  • verändertes sexuelles Verlangen (z.B. gesteigerte Libido)
  • allergische Reaktionen (z.B. Hautausschlag, Juckreiz, Überempfindlichkeit)
  • ohnmächtig werden
  • Spielsucht, insbesondere wenn Sie hohe Dosen von Pramipexol G.L. einnehmen − übermäßige sexuelle Aktivität (Hypersexualität)
  • zwanghaftes Einkaufen
  • Atemnot (Dyspnoe)
  • Lungenentzündung (Pneumonie)

Häufigkeit nicht bekannt:

  • vermehrtes Essen (Essattacken)

Wenn Sie an dem Restless-Legs-Syndrom leiden, können folgende Nebenwirkungen bei Ihnen auftreten:

Sehr häufig:
− Übelkeit

Häufig:

  • Veränderungen des Schlafverhaltens, wie z.B. Schlaflosigkeit (Insomnie) und Schläfrigkeit
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • abnorme Träume
  • Verstopfung
  • Schwindel
  • Erbrechen

Gelegentlich:

  • Halluzinationen (Dinge sehen, hören oder fühlen, die gar nicht da sind)
  • Verwirrtheit − übermäßige Schläfrigkeit während des Tages und plötzliches Einschlafen
  • Gewichtszunahme
  • verändertes sexuelles Verlangen (z.B. gesteigerte Libido)
  • niedriger Blutdruck (Hypotonie)
  • Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe, üblicherweise in den Beinen (peripheres Ödem)
  • allergische Reaktionen (z.B. Hautausschlag, Juckreiz, Überempfindlichkeit)
  • ohnmächtig werden
  • Ruhelosigkeit
  • Sehstörungen
  • Gewichtsabnahme
  • Atemnot (Dyspnoe)

Häufigkeit nicht bekannt:

  • Spielsucht, insbesondere wenn Sie hohe Dosen von Pramipexol G.L. einnehmen − übermäßige sexuelle Aktivität (Hypersexualität)
  • Drang, sich ungewöhnlich zu verhalten
  • vermehrtes Essen (Essattacken)
  • motorische Fehlfunktionen (Dyskinesie; z.B. abnorme, unkontrollierte Bewegungen der Glied-maßen)
  • erhöhter Bewegungsdrang und Unfähigkeit, sich ruhig zu verhalten (Hyperkinesie)
  • Paranoia (z.B. übertriebene Angst um das eigene Wohlbefinden)
  • Wahnvorstellungen
  • Gedächtnisstörung (Amnesie)
  • zwanghaftes Einkaufen
  • Lungenentzündung (Pneumonie)

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der angeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinfor-mation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf Blisterpackung und Faltkarton angegebenen Verfallda-tum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maß-nahme hilft die Umwelt zu schützen.


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