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«Pransam 15 mg - Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Pransam enthält Escitalopram und wird zur Behandlung von Depressionen (Episoden einer Major Depression) und Angststörungen (wie Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie, sozialer Angststörung, generalisierter Angststörung [Langzeit-Angststörung und innere Unruhe] und Zwangsstörung [Zwanghafte Gedanken und Zwanghaftes Verhalten]) verwendet.

Pransam gehört zu einer Gruppe von Antidepressiva, die selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRIs) genannt werden. Diese Arzneimittel wirken auf das Serotonin-System im Gehirn, indem sie den Serotonin-Spiegel erhöhen. Störungen im Serotonin-System werden als ein wichtiger Faktor bei der Entstehung einer Depression und damit verbundenen Erkrankungen angesehen

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Pransam darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) Escitalopram oder einen der sonstigen Bestandteile von Pransam sind (siehe Abschnitt 6 „Weitere Informationen“).
  • wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die zur Gruppe der so genannten MAO-Hemmer gehören, einschließlich Selegilin (zur Behandlung der Parkinson`schen Erkrankung), Moclobemid (zur Behandlung von Depression) und Linezolid (ein Antibiotikum).

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Pransam ist erforderlich, Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren

Escitalopram sollte normalerweise nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden. Außerdem sollten Sie wissen, dass Patienten unter 18 Jahren ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie Suizidversuche, Suizidgedanken und Feindseligkeit (vorwiegend Aggression, oppositionelles Verhalten [gekennzeichnet durch negatives Verhaltensmuster, Feindseligkeit, Eigensinnigkeit, Widerstand gegenüber Respektpersonen, Lehrern und in einigen Fällen gegen Vorgesetzte] und Wut) aufweisen, wenn sie Medikamente dieser Klasse einnehmen. Dennoch kann Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren Escitalopram verschreiben, wenn er entscheidet, dass dieses Arzneimittel im bestmöglichen Interesse des Patienten ist. Wenn Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren Escitalopram verschrieben hat und Sie darüber sprechen möchten, wenden Sie sich bitte erneut an Ihren Arzt. Sie sollten Ihren Arzt benachrichtigen, wenn bei einem Patienten unter 18 Jahren, der Escitalopram einnimmt, eines der in dieser Packungsbeilage aufgeführten Symptome auftritt oder sich verschlimmert. Darüber hinaus sind die langfristigen sicherheitsrelevanten Auswirkungen von Escitalopram bei Kindern und Jugendlichen dieser Altersgruppe in Bezug auf Wachstum, Reifung sowie kognitive Entwicklung und Verhaltensentwicklung bisher nicht untersucht worden.

Gedanken, sich das Leben zu nehmen (Suizidgedanken) und Verschlechterung der

Depression oder Angststörung
Wenn Sie an Depressionen und/oder an Angststörungen leiden, kann es manchmal zu Gedanken, sich das Leben zu nehmen oder sich selbst zu verletzen, kommen. Dies kann verstärkt auftreten, wenn Sie mit einer Antidepressiva-Therapie beginnen, da diese Medikamente erst nach einer gewissen Zeit wirken. Normalerweise wird die Wirkung der Therapie erst nach zwei Wochen bemerkbar, manchmal dauert dies jedoch länger. Möglicherweise können Sie verstärkt diese Gedanken entwickeln:

  • wenn Sie schon einmal daran gedacht haben sich das Leben zu nehmen oder sich selbst zu verletzen.
  • wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Informationen von klinischen Studien haben ein erhöhtes Risiko von suizidalen Verhalten bei Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen, die jünger als 25 Jahre alt sind und eine Therapie mit Antidepressiva erhalten, gezeigt. Wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt an Selbstverletzung oder Suizid denken, kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder suchen Sie das nächste Krankenhaus auf.

Es könnte für Sie hilfreich sein einem Angehörigen oder engen Freund zu erzählen, dass Sie depressiv sind oder eine Angststörung haben. Bitten Sie diese Vertrauensperson diese Gebrauchsinformation zu lesen. Sie könnten diese Person auch ersuchen, Ihnen mitzuteilen, ob sie denkt, dass sich Ihre Depression oder Angststörung verschlechtert hat, oder ob sie über Änderungen in Ihrem Verhalten besorgt ist.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt über etwaige weitere Erkrankungen oder gesundheitliche Beeinträchtigungen, da der Arzt diese gegebenenfalls berücksichtigen muss. Informieren Sie Ihren Arzt insbesondere, wenn

  • Sie an Epilepsie leiden. Die Behandlung mit Escitalopram sollte beendet werden, wenn es bei Ihnen zu Krampfanfällen kommt oder die Anfallshäufigkeit zunimmt (siehe auch Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).
  • Ihre Leber- oder Nierenfunktion eingeschränkt ist. Ihr Arzt muss eventuell Ihre Dosis anpassen.
  • wenn Sie an Diabetes leiden. Die Behandlung mit Escitalopram kann Ihren Blutzuckerspiegel verändern. Die Dosis von Insulin und/oder oral einzunehmenden blutzuckersenkenden Arzneimitteln ist gegebenenfalls anzupassen.
  • wenn Ihre Natriumspiegel im Blut vermindert sind.
  • wenn Sie zu Blutungen oder Blutergüssen neigen.
  • wenn Sie eine elektrokonvulsive Therapie erhalten.
  • wenn Sie an koronarer Herzkrankheit leiden.

Einige Patienten mit manisch-depressiver Erkrankung können in eine manische Phase geraten. Diese ist durch ungewöhnliche und rasch wechselnde Ideen, übertriebene Hochstimmung und körperliche Überaktivität gekennzeichnet. In solchen Fällen suchen Sie bitte Ihren Arzt auf.
Während der ersten Behandlungswochen können sich auch Symptome wie Ruhelosigkeit oder Unfähigkeit, still zu sitzen oder zu stehen, entwickeln. Benachrichtigen Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie solche Symptome bemerken.

Bei Einnahme von Pransam mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie folgende Arzneimittel anwenden:

  • Nichtselektive Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer), die die Wirkstoffe Phenelzin, Iproniazid, Isocarboxazid, Nialamid oder Tranylcypromin enthalten. Wenn Sie eines dieser Arzneimittel angewendet haben, müssen Sie 14 Tage warten, bevor Sie mit der Einnahme von Escitalopram beginnen können. Sie dürfen diese Arzneimittel erst 7 Tage nach Beendigung der Therapie mit Escitalopram einnehmen.
  • Reversible selektive MAO-A-Hemmer, die Moclobemid enthalten (werden ebenfalls zur Behandlung von Depressionen angewendet).
  • Irreversible MAO-B-Hemmer, die Selegilin enthalten (zur Behandlung der Parkinson-Krankheit). Diese erhöhen das Risiko von Nebenwirkungen.
  • Das Antibiotikum Linezolid.
  • Lithium(zur Behandlung der manisch-depressiven Erkrankung) und Tryptophan.
  • Imipramin und Desipramin(beide zur Behandlung der Depression).
  • Sumatriptan und ähnliche Arzneimittel(zur Behandlung von Migräne) und Tramadol(zur Behandlung von starken Schmerzen). Diese Arzneimittel erhöhen das Nebenwirkungsrisiko.
  • Cimetidin und Omeprazol (zur Behandlung von Magengeschwüren), Fluvoxamin (ein Antidepressivum) und Ticlopidin (zur Verminderung des Schlaganfallrisikos). Diese können den Escitalopram-Spiegel im Blut erhöhen.
  • Johanniskraut (Hypericum perforatum), eine Heilpflanze, die bei Depressionen angewendet wird.
  • Acetylsalicylsäure und nichtsteroidale Antirheumatika(NSAR) (Arzneimittel zur Schmerzlinderung oder Blutverdünnung, sogenannte Antikoagulantien). Diese können die Blutungs-Tendenz erhöhen.
  • Warfarin, Dipyridamol und Phenprocoumon (Arzneimittel zur Blutverdünnung, sogenannte Antikoagulantien). Ihr Arzt wird wahrscheinlich Ihre Gerinnungswerte überprüfen, wenn Sie die Behandlung mit Escitalopram beginnen bzw. beenden, um sicherzustellen, dass Sie nach wie vor die richtige Dosis des Gerinnungshemmers erhalten.
  • Mefloquin (zur Behandlung von Malaria), Bupropion (zur Behandlung von Depressionen) und Tramadol (zur Behandlung von starken Schmerzen) aufgrund des möglichen Risikos einer erniedrigten Krampfschwelle.
  • Neuroleptika(Arzneimittel zur Behandlung von Schizophrenie, Psychosen) aufgrund des möglichen Risikos, die Krampfschwelle zu senken, sowie Antidepressiva(Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen).
  • Flecainid, Propafenon und Metoprolol (zur Behandlung von Herz/Kreislauf-Erkrankungen) sowie Desipramin, Clomipramin und Nortriptylin(Antidepressiva), außerdem Risperidon, Thioridazin und Haloperidol (Antipsychotika). Die Dosis von Escitalopram muss möglicherweise angepasst werden.

Bei Einnahme von Pransam zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Pransam kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden (siehe Abschnitt 3 „Wie ist Pransam einzunehmen?“).

Wie bei vielen Arzneimitteln wird eine Einnahme von Pransam zusammen mit Alkohol nicht empfohlen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen. Sie dürfen Pransam nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind, es sei denn, Sie haben mit Ihrem Arzt über die entsprechenden Nutzen und Risiken gesprochen.

Wenn Sie Pransam während der letzten drei Monate Ihrer Schwangerschaft einnehmen, dann sollten Sie wissen, dass Ihr Neugeborenes folgende Anzeichen zeigen könnte: Probleme bei der Atmung, bläuliche Haut, Krampfanfälle, Schwankungen der Körpertemperatur, Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme, Erbrechen, niedriger Blutzuckerspiegel, steife oder schwache Muskeln, impulsive Reflexe, Zittern, Überspanntheit, Reizbarkeit, Lethargie, anhaltendes Weinen, Schläfrigkeit und Schlafschwierigkeiten. Wenn Ihr Neugeborenes eines dieser Anzeichen zeigt, kontaktieren Sie bitte sofort Ihren Arzt.

Stellen Sie sicher, dass Ihre Hebamme und/oder Ihre Ärztin/Ihr Arzt wissen, dass Sie Pransam einnehmen. Während der Schwangerschaft, besonders während der letzten drei Monate der Schwangerschaft, kann die Einnahme von Pransam das Risiko einer schweren Erkrankung bei Säuglingen erhöhen. Die persistierende pulmonale Hypertonie des Neugeborenen führt zu einer beschleunigten Atmung und das Kind kann bläulich aussehen. Diese Symptome beginnen normalerweise während der ersten 24 Stunden nach der Geburt. Wenn Sie bei Ihrem Kind derartiges beobachten, kontaktieren Sie sofort Ihre Hebamme oder Ihren Arzt.

Wenn Sie Pransam während der Schwangerschaft einnehmen, dürfen Sie die Behandlung niemals plötzlich abbrechen.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Sie sollten kein Fahrzeug lenken und keine Maschinen bedienen, bis bekannt ist, wie Sie auf Pransam reagieren.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Pransam Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Nehmen Sie Pransam erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Pransam immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Pransam kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Nehmen Sie die Tabletten mit einem Glas Wasser ein.

Wenn notwendig, können die Tabletten in drei gleiche Teile geteilt werden.

Erwachsene
Depression
Die im Allgemeinen empfohlene Dosis Pransam beträgt 10 mg einmal täglich. Diese kann von Ihrem Arzt auf maximal 20 mg täglich erhöht werden.

Panikstörung
Die Anfangsdosis beträgt 5 mg einmal täglich in der ersten Behandlungswoche, bevor sie auf 10 mg einmal täglich erhöht werden kann. Diese kann von Ihrem Arzt auf maximal 20 mg täglich weiter erhöht werden.

Soziale Angststörung
Die im Allgemeinen empfohlene Dosis beträgt 10 mg einmal täglich. Ihr Arzt kann diese entweder auf 5 mg pro Tag senken oder sie auf maximal 20 mg pro Tag erhöhen, je nachdem, wie Sie auf das Arzneimittel ansprechen.

Langzeit-Angststörung und innere Unruhe (generalisierte Angststörung)
Die Anfangsdosis beträgt 10 mg einmal täglich. Diese kann von Ihrem Arzt auf maximal 20 mg täglich erhöht werden.

Zwanghafte Gedanken und Zwanghaftes Verhalten (Zwangsstörung)
Die Anfangsdosis beträgt 10 mg einmal täglich. Die Dosis kann von Ihrem Arzt auf maximal 20 mg täglich erhöht werden.

Ältere Patienten (über 65 Jahre)
Die übliche Anfangsdosis beträgt 5 mg einmal täglich. Es sollte eine niedrigere Höchstdosis angewendet werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren)
Pransam sollte nicht bei Kindern und Jugendlichen angewendet werden (siehe Abschnitt 2. „Was müssen Sie vor der Einnahme von Pransam beachten?“).

Dauer der Behandlung

  • Es kann einige Wochen dauern, bevor Sie beginnen, sich besser zu fühlen. Führen Sie daher die Behandlung mit Pransam weiter fort, auch wenn es einige Zeit dauert, bis Sie eine Besserung feststellen.
  • Verändern Sie nicht die Dosierung Ihres Arzneimittels, ohne vorher mit Ihrem Arzt zu sprechen.
  • Nehmen Sie die Tabletten so lange ein, wie Ihr Arzt es Ihnen empfiehlt. Wenn Sie die Behandlung zu früh abbrechen, können Ihre Symptome zurückkehren. Die Behandlung sollte noch mindestens 6 Monate lang fortgeführt werden, nachdem es Ihnen wieder gut geht.

Wenn Sie eine größere Menge von Pransam eingenommen haben, als Sie sollten Wenn Sie eine größere Menge von Pransam eingenommen haben, als Sie sollten, verständigen Sie bitte sofort Ihren Arzt oder suchen Sie die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses auf, auch wenn Sie keine Beschwerden haben. Anzeichen einer Überdosierung können sein: Schwindel, Zittern, Erregung, Krämpfe, Koma, Übelkeit, Erbrechen, Herzrhythmusstörungen, niedriger Blutdruck und Störungen des Flüssigkeits-/Salzhaushalts des Körpers. Nehmen Sie die Pransam-Schachtel/Packung mit zum Arzt bzw. ins Krankenhaus.

Wenn Sie die Einnahme von Pransam vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben und dies bemerken, bevor Sie zu Bett gehen, nehmen Sie die Dosis sofort ein. Führen Sie am nächsten Tag die Einnahme wie gewohnt fort. Sollten Sie erst während der Nacht oder am nächsten Tag bemerken, dass Sie die Einnahme vergessen haben, lassen Sie die fehlende Einnahme aus und nehmen Sie Pransam wie gewohnt ein.

Wenn Sie die Einnahme von Pransam abbrechen
Beenden Sie die Einnahme von Pransam erst auf Aufforderung Ihres Arztes. Wenn Sie Ihre Behandlung durchlaufen haben, ist es ratsam, die Dosis von Pransam schrittweise über einige Wochen zu reduzieren.

Wenn Sie die Einnahme von Pransam abbrechen, vor allem, wenn dies abrupt geschieht, kann es zu Absetzsymptomen kommen. Diese treten häufig auf, wenn die Behandlung mit Pransam abgebrochen wird. Das entsprechende Risiko ist höher, wenn Pransam über einen längeren Zeitraum oder in hohen Dosen eingenommen wurde oder wenn die Dosis zu schnell reduziert wird. Bei den meisten Patienten sind die Symptome nur leicht ausgeprägt und klingen innerhalb von 2 Wochen von selbst wieder ab. Bei einigen Patienten können sie jedoch auch stärker ausgeprägt sein oder über einen längeren Zeitraum anhalten (2 bis 3 Monate oder länger). Wenn Sie nach Ende der Einnahme von Pransam schwerwiegende Absetzsymptome bemerken, informieren Sie bitte Ihren Arzt. Er wird Sie vielleicht bitten, die Einnahme vorübergehend fortzuführen und die Dosis dann langsamer zu verringern.

Absetzsymptome können sein: Schwindel (Gleichgewichtsstörungen), Gefühl des Ameisenlaufens, Brennens und (weniger häufig) stromschlagähnliche Empfindungen, auch im Kopf, Schlafstörungen (lebhaftes Träumen, Alpträume, Schlaflosigkeit), Angst, Kopfschmerzen, Unwohlsein (Übelkeit), Schwitzen (auch nächtliches Schwitzen), Gefühl der Ruhelosigkeit oder Erregung, Tremor (Zittern), Gefühl der Verwirrtheit oder Desorientierung, emotionale Instabilität oder Reizbarkeit, Durchfall (weicher Stuhl), Sehstörungen, rasender oder pochender Herzschlag (Palpitationen).

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Pransam Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die Nebenwirkungen sind im Allgemeinen nur leicht ausgeprägt und klingen gewöhnlich nach wenigen Behandlungswochen ab. Bitte bedenken Sie, dass viele Erscheinungen auch Symptome Ihrer Erkrankung sein können und diese daher abklingen, sobald es Ihnen wieder besser geht.

Bitte benachrichtigen Sie sofort Ihren Arzt oder suchen Sie ein Krankenhaus auf, wenn Sie während der Behandlung folgende Nebenwirkungen bemerken:

Gelegentlich (Betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1000)

  • Ungewöhnliche Blutungen einschließlich gastrointestinaler Blutungen (Blutungen im Magendarmtrakt).

Selten (Betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000)

  • Schwellungen der Haut, Zunge, Lippen oder des Gesichts bzw. Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken (allergische Reaktion).
  • Hohes Fieber, Erregung, Verwirrtheit, Zittern und plötzliche Muskelzuckungen; dies können Anzeichen des seltenen sogenannten Serotoninsyndroms sein.

Häufigkeit unbekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen.
  • Krampfanfälle (siehe auch Abschnitt 2. „Was müssen Sie vor der Einnahme von Pransam beachten?“).
  • Gelbfärbung von Haut und Augenweiß als Zeichen einer beeinträchtigten Leberfunktion/Hepatitis. Darüber hinaus wurden die folgenden Nebenwirkungen gemeldet: Sehr häufig (Betrifft mehr als 1 Behandelten von 10) • Übelkeit.

Häufig (Betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100)

  • Verstopfte oder laufende Nase (Sinusitis).
  • Verminderter oder verstärkter Appetit.
  • Angst, Unruhe, abnormes Träumen, Einschlafstörungen, Schläfrigkeitsgefühl, Schwindel, Gähnen, Zittern, Kribbeln auf der Haut.
  • Durchfall, Verstopfung, Erbrechen, Mundtrockenheit. • Übermäßiges Schwitzen.
  • Muskel- und Gelenkschmerzen (Arthralgie und Myalgie).
  • Störungen der Sexualfunktion (verzögerte Ejakulation, Erektionsstörungen, Minderung des sexuellen Interesses, Orgasmusstörungen bei Frauen).
  • Erschöpfung, Fieber.
  • Gewichtszunahme.

Gelegentlich (Betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1000)

  • Nesselsucht (Urtikaria), Hautausschlag, Juckreiz (Pruritus).
  • Zähneknirschen, Erregung/Unruhe, Nervosität, Panikattacken, Verwirrtheit.
  • Geschmacksstörungen, Schlafstörungen, Ohnmacht (Synkope).
  • Erweiterte Pupillen (Mydriasis), Sehstörungen, Ohrgeräusche (Tinnitus).
  • Haarausfall.
  • Scheidenblutung.
  • Gewichtsabnahme.
  • Beschleunigter Herzschlag.
  • Schwellung von Armen oder Beinen.
  • Nasenbluten.

Selten (Betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000)

  • Aggression, Gefühl der Selbstentfremdung (Depersonalisation), Trugwahrnehmungen (Halluzinationen).
  • Langsamer Herzschlag.

Häufigkeit unbekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar) Bei manchen Patienten wurden die folgenden Nebenwirkungen beobachtet:

  • Selbstverletzungs- oder Suizidgedanken (siehe auch Abschnitt „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Escitalopram Sandoz ist erforderlich“).
  • Verminderte Natriumspiegel im Blut (Anzeichen sind Unwohlsein mit Muskelschwäche oder Verwirrtheit).
  • Schwindel beim Aufstehen infolge eines Blutdruckabfalls (orthostatische Hypotonie).
  • Abnorme Leberfunktionswerte (Anstieg der Konzentration von Leberenzymen im Blut).
  • Bewegungsstörungen (unwillkürliche Bewegungen).
  • Schmerzhafte Erektion (Priapismus).
  • Blutungsstörungen einschließlich Haut- und Schleimhautblutungen (Ekchymosen) und niedriger Blutplättchenspiegel (Thrombozytopenie).
  • Plötzliche Schwellungen der Haut oder Schleimhaut (Angioödeme).
  • Vermehrtes Harnvolumen (Syndrom der inadäquaten Sekretion des antidiuretischen Hormons).
  • Absonderungen von Milch aus der Brust von Frauen, die nicht stillen.
  • Phasen mit übertriebener Hochstimmung und Überaktivität (Manie).

Daneben gibt es noch eine Reihe von Nebenwirkungen, die für ähnlich wie Escitalopram (Wirkstoff dieses Arzneimittels) wirkende Arzneimittel bekannt sind. Dabei handelt es sich um:

  • Unfähigkeit, still zu sitzen oder zu stehen (Akathisie).
  • Appetitmangel (Anorexie).
  • Erhöhtes Risiko für Knochenbrüche

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen Pransam nach dem Außenkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

HDPE-Flasche
Nach dem ersten Öffnen können die Tabletten in der geöffneten HDPE-Flasche über einen Zeitraum von höchstens 6 Monaten aufbewahrt werden. Geöffnete Flaschen nicht über 25°C lagern.
Nach Ablauf dieses 6-monatigen Zeitraums dürfen in der geöffneten HDPE-Flasche verbliebene Tabletten nicht mehr verwendet werden, sondern sind zu entsorgen.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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