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«Prednisolon "Nycomed" 5 mg - Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Prednisolon, der Wirkstoff von Prednisolon "Nycomed" ist ein Hormon, das von der Nebennierenrinde gebildet wird (ein sogenanntes „Corticosteroid“ oder mit Cortison verwandtes Arzneimittel). Es gehört zur Gruppe der sogenannten Glucocorticoide und dient dem Körper zur Bewältigung von Stresssituationen. Es beeinflusst lebenswichtige Vorgänge wie z. B. den Flüssigkeitshaushalt, den Mineralstoffwechsel und die Anpassung des Körpers an Belastungssituationen. Außerdem hemmt Prednisolon entzündliche und allergische Vorgänge im Körper unabhängig von der Art einer zugrunde liegenden Erkrankung.

Prednisolon wird in Abhängigkeit vom Anwendungsgebiet und der vom Wirkstoff abhängigen Dosierung angewendet bei allen Erkrankungen, die eine allgemeine Glucocorticoidbehandlung erfordern, wie

  • Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises einschließlich bestimmter Erkrankungen des Immunsystems (sog. Kollagenosen).
  • Schwere allergische Reaktionen (z. B. Heuschnupfen, Asthma bronchiale, juckende Schwellungen (sog. „Nesselsucht“), Arzneimittelallergien).
  • Erkrankungen der Atemwege: Chronische Bronchitis (mit gleichzeitiger Anwendung bakterientötender Arzneimittel).
  • Lungenfibrosen (Erkrankung, bei der Lungengewebe zu bindegewebigen Strukturen umgebaut wird), Sarkoidose (Erkrankung des Bindegewebes mit Knötchenbildung).
  • Entzündliche Darmerkrankungen wie ulzerative Illeitis/Colitis.
  • Bestimmte Nierenerkrankungen, wie minimal proliferierende Glomerulonephritis (Lipoidnephrose), nephrotisches Syndrom.
  • Akute schwere Hauterkrankungen, wie Pemphigus vulgaris, Erythrodermie, Lyell-Syndrom.
  • Bluterkrankungen, wie thrombopenische Purpura, chronische Lymphadenose mit Autoimmunphänomenen (hämolytische Anämie, Thrombopenie).
  • Zusammen mit einer Chemotherapie bei Tumorerkrankungen

Außerdem wird Prednisolon "Nycomed" angewendet bei Erkrankungen bei denen eine Ersatzbehandlung mit Prednisolon angezeigt ist, und zwar

  • bei Unterfunktion der Nebenniere (Morbus Addison) und des Hirnanhangsdrüsen-Vorderlappens (Sheehan-Syndrom), der die Ausschüttung der Hormone der Nebenniere steuert. Bei dieser Erkrankung kann Prednisolon, das in diesem Fall in zu geringen Mengen von der Nebenniere gebildet wird, durch Einnahme von Prednisolon"Nycomed" ersetzt werden.
  • zur Hemmung der Hormonausschüttung aus der Nebenniere bei androgenitalem Syndrom (bei dieser Erkrankung besteht eine zu hohe Ausschüttung bestimmter Hormone, unter anderem auch aus bestimmten Teilen der Nebenniere, die zu einer Vermännlichung des weiblichen Körpers führen kann).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Prednisolon "Nycomed" 5 mg darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Prednisolon oder ähnliche Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile von Prednisolon "Nycomed 5 mg sind.
  • wenn Sie an einer den ganzen Körper betreffenden Pilzerkrankung (systemische Mykose) leiden.
  • bei Impfungen mit bakteriellen oder viralen Lebendimpfstoffen bei Patienten, die eine die Immunabwehr unterdrückende Corticoid-Behandlung erhalten (da der ungenügende Aufbau der Schutzwirkung durch Lebendimpfstoffe Infektionen hervorrufen kann). - über einen längeren Zeitraum:
  • bei Zwölffingerdarmgeschwür
  • bei Magengeschwür
  • bei schwerem Knochenschwund (Osteoporose)
  • bei schweren Muskelerkrankungen (ausgenommen Myasthenia gravis)
  • wenn Sie an psychiatrischen Erkrankungen leiden
  • bei akuten Virusinfektionen (Gürtelrose, Fieberbläschen, Feuchtblattern)
  • bei einer bestimmten Form der Leberentzündung (HBsAg-positive chronisch aktive Hepatitis)
  • bei grünem Star
  • bei Kinderlähmung
  • bei Lymphknotenentzündung nach einer Tuberkulose-Impfung
  • circa 8 Wochen vor bis 2 Wochen nach Schutzimpfungen

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Prednisolon"Nycomed"5 mg ist erforderlich, unter folgenden Umständen:

  • Kommt es während der Behandlung zu besonderen körperlichen Belastungen, wie fieberhaften Erkrankungen, Unfällen oder Operationen, so ist sofort der Arzt zu verständigen oder der Notarzt über die laufende Behandlung zu unterrichten. Es kann eine vorübergehende Anpassung der täglichen Corticoiddosis notwendig werden.
  • Bei Magen-/Darmerkrankungen wie Entzündungen und Geschwüren (mit möglicher Durchbruchsgefahr), eitrigen Infektionen, frischen Darmoperationen.
  • bei Bluthochdruck und/oder Herzerkrankungen mit Blutstauung, Herzinsuffizienz (Unvermögen des Herzens, bei Belastung oder schon in Ruhe den für den Stoffwechsel erforderlichen Blutauswurf aufzubringen). Prednisolon kann zu hohen Wasser- und Salzmengen im Körper führen,
  • bei Osteoporose (Knochenschwund), da Hormone der Nebennierenrinde eine Osteoporose verstärken können (erhöhte Gefahr für Knochenbrüche),
  • bei bekannten oder vermuteten Infektionen,
  • bei vorliegenden Lymphtumoren
  • bei Lebererkrankungen,
  • bei Unterfunktion der Schilddrüse,
  • bei Funktionsstörungen der Nieren
  • bei Myasthenia gravis (Erkrankung der Muskulatur), da diese Erkrankung verschlimmert werden kann,
  • bei Malaria (Infektionskrankheit, sog. "Wechselfieber"): Ein Koma kann verlängert sein, es kann zu Lungenentzündung oder Magen-/Darmblutungen kommen.
  • Bei Neigung zu Krampfanfällen (latente Epilepsie),
  • bei Überfunktion der Nebenschilddrüsen (da Prednisolon diese verstärken und dadurch zu Beschwerden führen kann),
  • bei Behandlung mit Aspirin (Acetylsalicylsäure) oder ähnlichen schmerz- und entzündungshemmenden Arzneimitteln („Antirheumatika“) (aufgrund des vergrößerten Risikos für ein Magen-/Darmgeschwür),
  • bei Anwendung von entwässernden Arzneimitteln,
  • Glucocorticoide können auf Grund der unterdrückenden Wirkung des körpereigenen Abwehrsystems die Entwicklung des Kaposi Sarkoms (bestimmte Krebserkrankung) beschleunigen.
  • Das Risiko von Sehnenerkrankungen, Sehnenentzündungen und Sehnenrissen nimmt mit gleichzeitiger Einnahme von Fluoroquinolonen (Antibiotika) und Corticosteroiden zu.
  • Bei einer lang andauernden Therapie sind regelmäßige ärztliche Kontrollen (einschließlich augenärztlicher Kontrollen in dreimonatigen Abständen) angezeigt.

Spezielle Warnhinweise:

  • Außer bei einer Ersatzbehandlung wirken Corticosteroide nicht heilend, sondern durch ihre entzündungshemmenden und die Immunabwehr unterdrückenden Wirkungen lindernd. Längere Anwendung ist, abhängig von der Dosierung und der Behandlungsdauer, mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit des Auftretens von unerwünschten Wirkungen verbunden. Patienten, die eine längere Behandlung mit Corticosteroiden erhalten, sind daher regelmäßig durch Ihren Arzt zu überwachen.
  • Nach einer längeren Anwendung von Corticosteroiden muss die Behandlung ausschleichend beendet werden, um Entzugserscheinungen zu verhindern. Im Falle von körperlichen Stresssituationen (Operationen, Erkrankungen) während der Zeit des langsamen Absetzens der Behandlung, kann eine Ersatzbehandlung erforderlich sein.
  • Durch ihre entzündungshemmenden und die Abwehr unterdrückenden Wirkungen führen Corticosteroide in höheren Dosierungen, als die für eine Ersatzbehandlung benötigten Dosen, zu einem höheren Infektionsrisiko. Sie können daher eine bestehende Infektion verschlimmern und eine schlummernde Infektion aktivieren. Die entzündungshemmende Wirkung kann Zeichen für eine Infektion verschleiern, bis die Infektion ein großes Ausmaß erreicht hat.
  • Eine Corticosteroid-Behandlung kann das Risiko des Auftretens einer Tuberkulose (Erkrankung durch Infektion mit Tuberkelbakterien) bei Patienten mit schlummernder Tuberkulose erhöhen. Diese Patienten müssen hinsichtlich eines Wiederauftretens einer Tuberkulose engmaschig überwacht werden. Corticosteroide dürfen bei Patienten mit aktiver Tuberkulose nur bei einer Verschlimmerung dieser Erkrankung angewendet werden.
  • Eine Corticoid-Behandlung kann das Risiko für schwere oder tödliche Infektionen bei Personen erhöhen, die Kontakt zu Personen mit Viruserkrankungen wie Windpocken oder Masern haben (die Patienten müssen gewarnt werden, Kontakt mit diesen Personen zu vermeiden und umgehend medizinischen Rat einzuholen, wenn ein Risiko für sie besteht). Corticosteroide können bakterielle Infektionen und Pilzinfektionen (Candida-Infektionen) begünstigen. Corticoide können verborgene Infektionen mit Amöben (Parasiten, die in den Tropen vorkommen) aktivieren. Daher ist es ratsam, mögliche schlummernde Infektionen mit Amöben (z. B. nach Tropenreisen) vor Beginn einer Corticoid-Behandlung auszuschließen.
  • Ungefähr ein Fünftel der Patienten, die mit hoch dosierten Steroiden behandelt werden, entwickeln eine gutartige Zuckerkrankheit "Steroiddiabetes". Nach Absetzen der Behandlung verschwindet ein gutartiger Steroiddiabetes wieder.

Bei bekannter Zuckerkrankheit muss die Insulindosierung angepasst werden.

  • Die Langzeitbehandlung mit Prednisolon kann das Osteoporoserisiko erhöhen.
  • Bei Kindern erhöht eine wenige Wochen dauernde Prednisolon-Behandlung das Risiko einer Wachstumsverzögerung.
  • Corticoide können psychische Störungen, eingeschlossen Hochstimmung, Schlaflosigkeit, Stimmungsschwankungen, Persönlichkeitsveränderungen, Depressionen und Wahnvorstellungen verursachen.
  • Längere Anwendung von Glucocorticoiden kann den Augeninnendruck erhöhen. Dadurch kann es zu Grünem oder Grauem Star, einer Verschlimmerung dieser Erkrankungen und einem höheren Infektionsrisiko der Augen kommen. Bei Verletzungen und Geschwüren der Hornhaut des Auges ist eine engmaschige augenärztliche Überwachung und Therapie notwendig.

Ältere Patienten:
Bei älteren Patienten sollte vom Arzt eine besondere Nutzen/Risiko-Abwägung erfolgen und insbesondere auf Nebenwirkungen wie Osteoporose (Abbau des Knochengewebes) oder Sehnenerkrankungen geachtet werden.

Kinder:
Bei Kindern sollte die Behandlung wegen des Risikos einer Wachstumsverzögerung nur bei Vorliegen zwingender medizinischer Gründe erfolgen.

Dopingwarnhinweis:
Die Anwendung des Arzneimittels Prednisolon „Nycomed“ 5 mg - Tabletten kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Bei Einnahme von Prednisolon "Nycomed" 5 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor Kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Folgende Arzneimittel können bei gleichzeitiger Verabreichung mit Prednisolon Wechselwirkungen auslösen:

  • Arzneimittel wie Rifampicin (Behandlung von Tuberkulose und Vorbeugung von bestimmten Hirnhautentzündungen), Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanfällen), Primidon, Carbamazepin (zur Behandlung von Epilepsie), Barbiturate (beruhigende Arzneimittel), Aminoglutethimid (Stoffe mit Hemmwirkung gegenüber den weiblichen Hormonen - Östrogenen) vermindern die Wirkung von Prednisolon.
  • Arzneimittel wie estrogenhaltige Empfängnisverhütungsmittel, Ketoconazol (zur Behandlung von Pilzerkrankungen), Ritonavir (Arzneimittel gegen AIDS), bestimmte Antibiotika wie Erythromycin und Troleandomycin verstärken die Wirkung von Prednisolon.
  • Blutzucker-senkende Arzneimittel
  • Entwässernde Arzneimittel (sogenannte Diuretika wie Thiazide, Furosemid usw.)
  • Herzglykoside (z.B. Digitalis)
  • ACE-Hemmer (bestimmte blutdrucksenkende Arzneimittel)
  • Protirelin (Mittel, das zur Untersuchung der Schilddrüsenfunktion und der Hirnanhangdrüse verwendet wird)
  • Wachstumshormon (Somatropin)
  • Amphotericin B (zur Behandlung schwerer Pilzerkrankungen)
  • Aspirin (Acetylsalicylsäure) und ähnliche schmerz- und entzündungshemmende Arzneimittel („Antirheumatika“). Diese sind als magenbelastend bekannt, und Prednisolon kann diese unerwünschten Wirkungen verdecken.
  • Bupropion (zur Raucherentwöhnung)
  • Methotrexat (zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen und Krebserkrankungen)
  • Ciclosporin (wird v.a. bei Transplantationen eingesetzt)
  • Bestimmte Impfstoffe (bakterielle oder virale Lebendimpfstoffe)
  • Cumarin-Abkömmlinge (zur „Blutverdünnung“)
  • Theophyllin (zur Asthma-Behandlung)
  • Cyclophosphamid (zur Behandlung von Erkrankungen des körpereigenen Abwehrsystems und bei Krebserkrankungen)
  • Thalidomid (v.a. bei bestimmten Bluterkrankungen)
  • Praziquantel (gegen Wurmbefall)
  • Atropin (z.B. zur Pupillenerweiterung)
  • Lakritze (Süßholz)
  • Arzneimittel zur Muskelerschlaffung (im Rahmen einer Narkose)
  • Cholinesterasehemmer (bei Alzheimer-Demenz)
  • Blutdrucksenkende Arzneimittel
  • Fluorchinolone (Antibiotika): Risiko von Sehnenerkrankungen ist erhöht
  • Quetiapin (zur Behandlung von Schizophrenie)
  • Ephedrin (Wirkstoff zur Behandlung von Asthma und Kreislaufschwäche)
  • Abführmittel − β-Sympathomimetika
  • Malariamittel wie Chloroquin, Hydroxychloroquin, Mefloquin: Erhöhtes Risiko des Auftretens von Erkrankung des Herzmuskels und anderen schweren entzündlichen oder degenerativen (Skelett-)Muskelerkrankungen (Myopathien, Kardiomyopathien).
  • Einfluss auf Untersuchungsmethoden: Hautreaktionen auf Allergietests können unterdrückt werden.

Bei Einnahme von Prednisolon "Nycomed" 5 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Die Wirkung von Prednisolon "Nycomed" wird durch Nahrungsaufnahme nicht beeinflusst. Um Magenbeschwerden zu vermeiden, können Prednisolon "Nycomed" – Tabletten mit einer Mahlzeit eingenommen werden.
Die Ernährung sollte kalium-, eiweiß- und vitaminreich, dabei fett-, kohlenhydrat- und kochsalzarm sein.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Es besteht für das Ungeborene ein geringes Risiko, wenn Prednisolon in der Schwangerschaft angewendet wird. Allerdings sollte eine Behandlung mit Prednisolon in der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Nutzen/Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt erfolgen.
Bei Behandlung zum Ende der Schwangerschaft besteht für das Ungeborene die Gefahr einer Schrumpfung der Nebennierenrinde, sodass eine ausschleichende Ersatzbehandlung beim Neugeborenen erforderlich sein kann.

Während der Behandlung mit Prednisolon "Nycomed" darf nicht gestillt werden, da Prednisolon in Mengen in die Muttermilch übertritt, die beim Säugling Wachstumsstörungen auslösen können. Sind aus Krankheitsgründen höhere Dosierungen erforderlich, sollte abgestillt werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Prednisolon hat keinen oder vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Prednisolon "Nycomed 5 mg – Tabletten
Dieses Arzneimittel enthält Lactose (Milchzucker). Wenn Ihnen Ihr Arzt gesagt hat, dass Sie einige Zucker nicht vertragen, fragen Sie Ihren Arzt bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Prednisolon "Nycomed" 5 mg immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Art der Anwendung: Die Tabletten werden mit etwas Flüssigkeit eingenommen.

Dosierung aufgrund der Art der Erkrankung:
Erwachsene

Bei Einnahme :
Entzündungserkrankungen: Die übliche Dosierung liegt zwischen 5-60 mg täglich, abhängig von der zu behandelnden Erkrankung.
Im Allgemeinen sollte die gesamte Tagesdosis frühmorgens zwischen 6 und 8 Uhr eingenommen werden.

Ersatzbehandlung:Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 5 mg, verteilt auf 2 Einzeldosen morgens und abends.

Dosierung bei speziellen Patientengruppen:

Dosierung bei Unterfunktion der Schilddrüse:
Bei Unterfunktion der Schilddrüse kann eine Dosisverringerung erforderlich sein.

Dosierung bei Leberbeeinträchtigung
Das Auftreten schwerer Nebenwirkungen ist wahrscheinlicher. Eine Dosisanpassung kann erforderlich sein.

Dosierung bei Nierenbeeinträchtigung:
Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Dosierung bei Kindern:
Es gibt keine Erfahrungen bei Kindern. Kinder werden als besonders risikobehaftet betrachtet, was eine Wachstumsverzögerung betrifft, deshalb sollte die Anwendung bei Kindern vom Arzt besonders sorgfältig überlegt werden.
Im Wachstumsalter soll die Behandlung grundsätzlich wechselnd oder mit Unterbrechungen erfolgen. Es ist überaus wichtig, die Dosierung schrittweise zu verringern zu einer Dosierung, die eine befriedigende Wirkung und ein Minimum an unerwünschten Wirkungen hat.

Gewünschte entzündungshemmende oder die Immunabwehr unterdrückende Wirkungen: Die übliche Dosierung von Prednisolon beträgt 0,1-2 mg pro kg Körpergewicht und Tag. Die Dosis kann geteilt werden und 1 -4mal täglich verabreicht werden. Die niedrigste Dosis ist im Allgemeinen durch die Wirkungen beim Patienten bestimmt.

Akutes Asthma: Die übliche Dosis von Prednisolon beträgt 1-2 mg pro kg Körpergewicht und Tag. Diese Dosis kann geteilt werden und 1-2mal pro Tag für bis zu 3-5 Tage verabreicht werden.

Ersatzbehandlung: Die übliche Dosis beträgt 4-5 mg/m² Körperoberfläche täglich.

Nierenerkrankung (Nephrotisches Syndrom): Die übliche Dosis beträgt 2 mg pro kg Körpergewicht und Tag (Maximaldosis: 60-80 mg täglich, verabreicht in 2-4 Dosen).

Dosierung bei älteren Patienten:
Längere Anwendung von Corticosteroiden bei älteren Patienten kann eine Verschlimmerung von Zuckerkrankheit, Bluthochdruck, verminderter Pumpkraft des Herzens (Herzinsuffizienz), Osteoporose (Knochenschwund) hervorrufen, oder Depressionen verursachen. Es ist überaus wichtig, die Dosis so weit zu verringern, dass die gewünschte Wirkung bei einem Minimum an unerwünschten Wirkungen aufrecht erhalten werden kann.

Ihr Arzt wird die für Sie geeignete Behandlungsdauer und die Dosierung von Prednisolon "Nycomed" festlegen. Er wird Sie vor Behandlungsbeginn untersuchen und während der Behandlung die notwendigen Kontrollen durchführen und Ihren Krankheitszustand überwachen. Bitte halten Sie diese Kontrolltermine ein, da Glucocorticoide nur so lange und nur in so niedriger Dosierung angewendet werden sollen, wie es zur Erzielung und Erhaltung der gewünschten Wirkungen unbedingt erforderlich ist.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Prednisolon "Nycomed" 5 mg zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Prednisolon"Nycomed" 5 mg eingenommen haben, als Sie sollten
Informieren Sie bitte in einem solchen Fall Ihren Arzt.
Berichte über akute Vergiftung und/oder Tod durch Überdosierung sind selten. Ein spezielles Gegenmittel steht nicht zur Verfügung. Im Falle einer Überdosierung werden die Anzeichen und Auswirkungen derselben behandelt.

Wenn Sie die Einnahme von Prednisolon "Nycomed" 5 mg vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Prednisolon "Nycomed" 5 mg abgebrochen haben Ihr Arzt wird die für Sie geeignete Dosierung und die Behandlungsdauer genau festlegen und den Behandlungserfolg kontrollieren. Brechen Sie nicht von sich aus die Behandlung mit Prednisolon "Nycomed" ab, sondern beraten Sie sich vorher unbedingt mit Ihrem Arzt, da bei länger dauernder Behandlung ein langsames (sogenanntes „ausschleichendes“) Absetzen des Arzneimittels unbedingt erforderlich ist.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt und Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Prednisolon "Nycomed" 5 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Das Auftreten von Nebenwirkungen von Prednisolon ist abhängig von der Höhe der Dosis und der Behandlungsdauer. Nebenwirkungen können durch Verabreichung der niedrigsten wirksamen Dosis über einen kürzest möglichen Zeitraum verringert werden.

Die Häufigkeiten der möglichen Nebenwirkungen werden wie folgt angegeben:
Sehr häufig mehr als 1 von 10 Behandelten.
Häufig weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten.

Gelegentlich weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten.
Selten weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten. Sehr selten weniger als 1 von 10 000 Behandelten.
Nicht bekannt Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.

Sehr häufig: Erhöhtes Infektionsrisiko (aufgrund der die Abwehr unterdrückenden und antientzündlichen Wirkung von Prednisolon), Verschlechterung einer bestehenden Infektion, von latenten Infektionen, Maskierung von Infektionssymptomen, Verringerte Anzahl weißer Blutzellen, Verdeckung oder Verschlimmerung von bestehenden Erkrankungen, Unterfunktion der Nebennierenrinde bei längerer Anwendung von Prednisolon, Entzugserscheinungen aufgrund von Nebennierenrindenunterfunktion (Kopfschmerzen, Übelkeit, Benommenheit, Appetitlosigkeit, Schwäche, Stimmungsschwankungen, Teilnahmslosigkeit), erhöhter Blutzucker bei Patienten mit bestehender Zuckerkrankheit, Wachstumsverzögerung bei Kindern, Erhöhter Augeninnendruck (bei bis zu 40 % der mit Prednisolon-Tabletten behandelten Patienten), Katarakte (Grauer Star) bei 30 % der mit Prednisolon-Tabletten über lange Zeit behandelten Patienten), Lungenabszess bei Lungenkrebspatienten (12 %), Pilzerkrankung im Mund (Candida-Pilz), speziell bei Krebspatienten (33 % der Behandelten), Pilzinfektionen der Schleimhäute (30 %), Osteoporose (Knochenschwund) verbunden mit Rückenschmerzen, eingeschränkter Mobilität, akuten Schmerzen, Wirbeleinbrüchen und Verringerung der Körpergröße, Oberschenkelhalsbrüche (25 % der Behandelten mit Langzeiteinnahme). Muskelerkrankungen (10 % der Behandelten) nach hoch dosierter Behandlung.

Häufig: Erhöhte Anzahl von weißen Blutzellen und Blutplättchen, Vermännlichung des Körpers (Cushing-Syndrom) bei längerer Einnahme von sehr hohen Dosen (gewöhnlich mehr als 50 mg täglich), zu niedriger Kaliumblutspiegel, Ausbleiben der Regelblutung, erhöhte Blutfette bei hoch dosierter Einnahme, Appetitsteigerung und Gewichtszunahme, Hochstimmung, Depression, Psychose (seelische Erkrankung, bei 5 % der Behandelten), Bluthochdruck, Verschlechterung bestehender Herzerkrankungen, erhöhtes Tuberkuloserisiko (Infektion mit Tuberkelbakterien), Verschlechterung entzündlicher Darmerkrankungen bei gleichzeitiger Einnahme von Acetylsalicylsäure oder nichsteroidalen Antirheumatika (NSAR), Risse im Unterhautgewebe (Striae), Akne, Auftreten blauer Flecken, Entzündungen und Ausschläge, vermehrte Körperbehaarung, beeinträchtigte Wundheilung, vermehrtes Schwitzen, Bildung von Äderchen und Verdünnung der Haut, Verdeckung oder Verschlechterung bestehender Hauterkrankungen, Vermehrtes nächtliches Harnlassen

Gelegentlich: Allergische Reaktionen, Zuckerkrankheit (weniger als 1 % der Behandelten) bei niedrig dosierter Einnahme, erhöhte Blutspiegel von Blutfetten und bestimmten Eiweißstoffen bei niedrig dosierter Einnahme, Schlaflosigkeit, Stimmungsschwankungen, Persönlichkeitsveränderungen, Manie (krankhafte Veränderung der Stimmungslage mit Erregung, Enthemmung, Bewegungs- und Rededrang), Wahrnehmungsstörungen, Erkrankung der Atemmuskulatur, Magen-/Darmgeschwüre bei Patienten, die mit Aspirin (Acetylsalicylsäure) oder ähnlichen schmerz- und entzündungshemmenden Arzneimittel („Antirheumatika“; siehe Abschnitt „Bei Einnahme von Prednisolon mit anderen Arzneimitteln“) behandelt werden, Magen-/Darmblutungen (0,5 % der Behandelten), Durchbrüche von Geschwüren, Zerstörungen der Knochenstruktur, Bildung von Harnsteinen.

Selten: Erhöhung des Risikos für Gefäßverschlüsse aufgrund von Verklebung der Blutplättchen, Störungen der Schilddrüsenfunktion, bei Malaria des Gehirns (Infektionskrankheit, Tropenreisen!) kann ein Koma verlängert sein, Verfall der geistigen Leistungsfähigkeit (Demenz), Beeinträchtigung des Gedächtnis, epidorale Lipomatose (Fettablagerungen um das Rückenmark, bei Behandlung mit Prednisolon besteht bei Augeninfektionen mit Herpesviren ein vergrößertes Risiko für Hornhautzerstörungen aufgrund einer Verdeckung dieser Infektion, Grüner Star (Glaukom) bei langer Einnahme,

Sehr selten: Stoffwechselerkrankungen (wie Ketoazidose und hyperosmolares Koma, Porphyrie), eine leichte Überfunktion der Nebenschilddrüsen kann zu Beschwerden führen, Krampfanfälle,

Pseudotumor cerebri (gutartiger Anstieg des Schädelinnendrucks mit Kopfschmerzen und Sehstörungen), Hervortreten der Augen (nach Langzeitbehandlung), Erkrankung des Herzmuskels mit dem Risiko einer verminderten Herzleistung, Herzrhythmusstörungen, Entzündung der Bauchspeicheldrüse nach hoch dosierter Langzeitbehandlung, die Haut zerstörende Erkrankungen wie Epidermale Nekrolyse, Steven-Johnson-Syndrom, Tumorlysesyndrom (Stoffwechselveränderungen nach Chemotherapie), Kreislaufkollaps, Irritationen der Sehnen u. Sehnenansätze (Tendinopathie, v.a. der Achilles- oder Patellarsehne)

Nicht bekannt: Gefäßentzündungen; diese können auch nach Langzeitbehandlung auftreten, Störungen der Sexualhormonsekretion (Menstruationsstörungen, Hirsutismus (männlicher Behaarungstyp bei Frauen, Impotenz), Erhöhung des Arteriosklerose- und Thromboserisikos, Geschwüre der Speiseröhre, Pilzerkrankung in der Speiseröhre, Verminderung der Skelettmuskelmasse, Sehnenerkrankungen, Sehnenentzündungen, Sehnenrisse, Appetitstörung

Hinweis:
Bei zu rascher Dosisreduktion nach langdauernder Behandlung kann es zu Beschwerden wie Muskel- und Gelenkschmerzen, Fieber, Nasenschleimhautentzündung, Entzündung der Bindehaut und Gewichtsverlust kommen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Vor Licht schützen.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Schachtel und dem Behältnis nach {MM/JJJJ} angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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