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«Prednison 5 mg/-20 mg/-50 mg GALEN® Tabletten»

Prednison 5 mg/-20 mg/-50 mg GALEN® Tabletten


Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Prednison ist ein künstlicher Abkömmling des körpereigenen Hormons Kortison und hemmt unspezifische das gesamte Immunsystem. Dadurch unterdrückt Prednison die körpereigene Abwehrreaktionen und wirkt entzündungshemmend.Weiterlesen:Anwendungsgebiete

Anwendungsgebiete

  • Rheumatologische Erkrankungen
  • Entzündliche Hautkrankheiten
  • Maligne Bluterkrankungen
  • Entzündliche Atemwegserkrankungen
  • Entzündliche Nierenerkrankungen
  • Entzündliche Magen-Darm-Erkrankungen
  • Entzündliche Augenerkrankungen
  • Entzündliche neurologische Erkrankungen
  • nach Transplantation und bei Transplantatabstoßung
  • Unterfunktion der Nebenniere oder der Hirnanhangsdrüse

Warnhinweise!

  • Kommt es während der Prednison-Behandlung zu besonderen körperlichen Belastungen wie fieberhaften Erkrankungen, Unfällen oder Operationen, kann eine vorübergehende Steigerung der täglich einzunehmenden Dosis notwendig werden.
  • Für die Anwendung von Prednison bei Kindern sollte der Arzt Nutzen und Risiko der Behandlung abwägen.

Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?

Für die kurzfristige Anwendung bei lebensbedrohlichen Erkrankungen gibt es keine Gegenanzeigen. Gegenanzeigen für eine längerfristige Anwendung sind:

  • akute Virusinfektionen (z. B. Herpes simplex, Herpes zoster, Kinderlähmung, Windpocken)
  • chronisch-aktive Hepatitis B
  • Etwa acht Wochen vor bis zwei Wochen nach Schutzimpfungen
  • Komplikationen nach Tuberkulose-Impfung
  • Bei vielen chronischen Erkrankungen wie Osteoporose oder Diabetes muss eine sorgfältiger Nutzen/Risiko- Abwägung erfolgen.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Während bestimmter Phasen der Schwangerschaft sollte das Medikament nur angewendet werden, wenn Ihr Arzt dies für dringend erforderlich hält. Halten Sie daher vor der Anwendung des Medikaments Rücksprache mit Ihrem Arzt.
  • Während der Stillzeit sollte das Medikament möglichst nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unbedingt erforderlich.

Nebenwirkungen

Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

Die Gefahr von Nebenwirkungen ist bei der kurzfristigen Prednisontherapie gering. Nebenwirkungen treten vor allem während einer Langfristtherapie mit Prednison auf:

  • Verdünnung der Haut, Akne
  • Muskelschwund
  • Osteoporose
  • Grüner und grauer Star
  • Depressionen, Gereiztheit, Euphorie, Appetit- und Antriebssteigerung
  • Magen-Darm-Geschwüre, Blutungen im Magen-Darm-Trakt
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Vollmondgesicht, Stammfettsucht, Diabetes mellitus, Wassereinlagerung
  • Bluthochdruck, Erhöhung des Arteriosklerose- und Thromboserisikos, Gefäßentzündung
  • Verminderung der Zahl der weißen Blutkörperchen, Schwächung der Immunabwehr
  • bei Kindern: Wachstumsverzögerung

Wechselwirkungen

Bei zusätzlicher Anwendung folgender Medikamente können die Nebenwirkungen verstärkt werden oder die Medikamentenwirkung verändert werden:

  • Nichtsteroidale Antiphlogistika/Antirheumatika: Erhöhte Blutungsgefahr im Magen-Darm-Trakt
  • Atropin und andere Anticholinergika: zusätzliche Augeninnendrucksteigerung möglich
  • Herzglykoside (z.B. Digitalis): Wirkungsverstärkung durch möglichen Kaliummangel
  • ACE-Hemmstoffe: Erhöhtes Risiko von Blutbildveränderungen
  • Chloroquin, Hydroxychloroquin, Mefloquin: Erhöhtes Risiko für Herzmuskelerkrankungen
  • Ciclosporin: Erhöhte Gefahr epileptischer Anfälle durch Erhöhung der Ciclosporin-Konzentration im Blut
  • Östrogenhaltige Kontrazeptiva („Pille“): verstärkt die Prednisonwirkung
  • Bestimmte Antibiotika wie Rifampicin: vermindern die Prednisonwirkung
  • Orale Antidiabetika und Insulin: Blutzuckersenkung vermindert.

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