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«Pulmicort® Dosieraerosol»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Pulmicort Dosieraerosol enthält den Wirkstoff Budesonid, der zur Gruppe der sogenannten Kortikosteroide gehört. Budesonid hat eine entzündungshemmende Wirkung und dient zur inhalativen Behandlung von entzündlichen Atemwegserkrankungen wie Asthma und chronischer Bronchitis.

Pulmicort Dosieraerosol darf nur auf Verschreibung und unter ständiger Kontrolle des Arztes bzw. der Ärztin angewendet werden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Besonderer Hinweis für Raucher

Sie können die Wirksamkeit von Pulmicort unterstützten, indem Sie auf das Rauchen verzichten! Das gilt vor allem für Patientinnen und Patienten, die bereits an Lungenblähung (Emphysem) leiden.

Pulmicort Dosieraerosol darf bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Budesonid oder einem der Hilfsstoffe nicht angewendet werden.


Die Wirkung von Pulmicort Dosieraerosol tritt erst mit einer Verzögerung von mehreren Stunden ein. Die maximale Wirkung wird erst nach 1–2 Wochen erreicht. Aus diesen Gründen ist Pulmicort zur Behandlung akuter Asthmaanfälle oder einer akuten Verschlimmerung von chronischer Bronchitis nicht geeignet. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin weiss, was in solchen Fällen zu tun ist.

Die Verwendung von Wirkstoffen vom Typ der Kortikosteroide verringert die Körperabwehr gegenüber Infektionskrankheiten. Das Risiko einer Infektionskrankheit ist zwar bei der inhalativen Anwendung von Pulmicort Dosieraerosol geringer als bei einer oralen Behandlung mit anderen Kortikosteroiden (z.B. Tabletten). Trotzdem sollten Sie darauf achten, während der Behandlung mit Pulmicort mögliche Quellen von Infektionskrankheiten zu vermeiden.

Wenn Sie an infektiösen Lungenkrankheiten, einschliesslich Lungentuberkulose und Pilzinfektion der Lunge (Lungenmykose) erkrankt sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin unverzüglich, wenn im Laufe der Behandlung mit Pulmicort Dosieraerosol eine Infektionskrankheit auftritt, oder wenn Sie Probleme mit der Leber haben. Insbesondere Windpocken und Masern können eine schwere Verlaufsform annehmen, die vom Arzt bzw. von der Ärztin entsprechend behandelt werden muss.

Bei übermässigem Gebrauch oder Langzeitanwendung bei Kindern kann die Möglichkeit einer Wachstumsverzögerung nicht ausgeschlossen werden. Der Arzt bzw. die Ärztin wird deshalb die Wachstumsentwicklung von Kindern, welche über längere Zeit mit Pulmicort Dosieraerosol behandelt werden, sorgfältig überwachen.

Bei der gleichzeitigen Einnahme gewisser Arzneimittel über eine längere Zeit zur Behandlung von Pilzerkrankungen (z.B. Ketoconazol) ist Vorsicht geboten.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.


Informieren Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, ob Sie schwanger sind oder es gerne werden möchten, bevor Sie Pulmicort Dosieraerosol anwenden.

Falls Sie schwanger sind, sollten Sie mit dem Gebrauch von Arzneimitteln generell sehr vorsichtig sein. Es gibt keine Hinweise, dass Pulmicort Dosieraerosol der Mutter oder dem ungeborenen Kind schaden könnte. Falls Sie jedoch während der Behandlung mit Pulmicort Dosieraersol schwanger werden, sollten Sie so bald als möglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren.

Informieren Sie ebenfalls Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls Sie Ihr Kind stillen.

Wie wird es angewendet?

Der Arzt bzw. die Ärztin wird aufgrund regelmässiger Untersuchungen die für Sie zutreffende Dosierung festlegen.

Üblicherweise gelten folgende Dosierungsrichtlinien:

Kinder von 2–7 Jahren: 2× täglich 1 Sprühstoss.

Kinder von 7–12 Jahren: 2× täglich 2–4 Sprühstösse.

Erwachsene, ältere Patienten und Jugendliche über 12

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Pulmicort Dosieraerosol auftreten:

Gelegentlich können leichte Reizungen der Rachenschleimhaut mit Schluckbeschwerden, Husten und Heiserkeit auftreten.

Selten können in Zusammenhang mit einer örtlichen Kortison-Behandlung Hautausschläge auftreten.

Vereinzelt tritt bei der Anwendung ein leicht bitterer Geschmack auf.

Vereinzelt kommen Gesichtshautirritationen bei Gebrauch einer Vorschaltkammer mit einer Gesichtsmaske vor. Um solchen Gesichtshautirritationen vorzubeugen, wird empfohlen, nach jeder Inhalation das Gesicht zu waschen. In seltenen Fällen kann die Behandlung zu einer örtlichen Pilzbesiedlung (Soor) der Mund- und Rachenschleimhaut führen, welche sich als weisser Belag zeigt. Hier empfiehlt sich, sofort den behandelnden Arzt bzw. die behandelnde Ärztin um Rat zu fragen. Durch das Spülen des Mundes mit Wasser nach der Anwendung ist das Auftreten eines Pilzbefalls erfahrungsgemäss seltener.

Nervosität, Unruhe, Depression und Verhaltensstörungen und Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautirritationen konnten beobachtet werden. Selten kann es zu schwerwiegenden allergischen Reaktionen kommen.

In seltenen Fällen können Arzneimittel zur Inhalation Krämpfe in den Atemwegen (Bronchospasmen) auslösen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Der Pulmicort Dosieraerosol ist zwischen 15 °C und 30

Zusätzliche Informationen

Pulmicort Dosieraerosol erhalten Sie in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Es gibt Packungen zu 120 Einzeldosen mit 200 µg Bude­sonid.


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