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«Qlaira®»

Qlaira®
Qlaira®
Qlaira®


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Qlaira ist ein Arzneimittel zur hormonalen Empfängnisverhütung

Qlaira wird auch angewendet zur Behandlung von verstärkten Menstruationsblutungen (die nicht durch eine Erkrankung der Gebärmutter verursacht werden) bei Frauen, die eine orale Empfängnisverhütung wünschen.

Qlaira ist ein sogenanntes kombiniertes orales Kontrazeptivum bzw. die «Pille». Jede farbige Filmtablette enthält eine geringe Menge weiblicher Hormone, entweder Estradiolvalerat, oder Estradiolvalerat und Dienogest.

Die weissen Filmtabletten enthalten keinen Wirkstoff.

Qlaira bietet bei vorschriftsmässiger Anwendung auf mehrfache Weise Schutz vor einer Schwangerschaft: Im Allgemeinen wird verhindert, dass ein befruchtungsfähiges Ei heranreift. Ausserdem bleibt der Schleim im Gebärmutterhals verdickt, so dass das Aufsteigen des männlichen Samens erschwert wird. Weiterhin ist die Schleimhaut der Gebärmutter für eine Schwangerschaft nicht vorbereitet.

Die kombinierte Pille kann auch positive Auswirkungen haben, die über die Empfängnisverhütung hinausgehen. Ihre Menstruation kann schwächer und kürzer sein. Die Gefahr eines Eisenmangels kann sich dadurch verringern. Beschwerden während der Menstruation werden leichter oder verschwinden ganz und die Zyklen werden regelmässiger.

Darüber hinaus wurden einige schwerwiegende Erkrankungen bei Frauen, die Pillen mit 0,05 mg Ethinylestradiol oder mehr («hochdosierte Pillen») einnehmen, weniger häufig beobachtet. Dies betrifft gutartige Brusterkrankungen, Eierstockzysten, Infektionen im Beckenbereich, ektopische Schwangerschaften (Schwangerschaften, bei denen sich der Embryo ausserhalb der Gebärmutter einnistet) während der Anwendung sowie Krebs der Gebärmutterschleimhaut und der Eierstöcke während und nach der Anwendung. Möglicherweise ist dies auch bei niedriger dosierten Pillen der Fall, konnte aber noch nicht nachgewiesen werden.

Qlaira Filmtabletten dürfen nur auf Verschreibung eines Arztes oder einer Ärztin angewendet werden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Bevor Sie mit der Einnahme hormonaler Mittel zur Schwangerschaftsverhütung beginnen, sollte Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin eine sorgfältige Eigen- und Familienanamnese (Vorkommnisse von eigenen Krankheiten und von Krankheiten in der Familie) erheben sowie eine gründliche allgemeine und gynäkologische Untersuchung durchführen. Eine Schwangerschaft ist auszuschliessen.

Während der Anwendung von Qlaira empfehlen sich regelmässige ärztliche Kontrolluntersuchungen.

Beachten Sie, dass Sie die Angaben zur Anwendung exakt befolgen. Aufgrund des Einnahmeschemas (4-Phasen-Präparat) ist es sehr wichtig, dass Sie die Tabletten von Qlaira in der vorgesehenen Reihenfolge einnehmen, um eine ungewollte Schwangerschaft zu vermeiden.

Wie alle hormonalen Empfängnisverhütungsmittel schützt Qlaira nicht vor HIV-Infektionen (AIDS) und anderen Geschlechtskrankheiten.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird entscheiden, ob bei Ihnen irgendwelche medizinischen Gründe dafür vorliegen, dass Sie Qlaira nicht einnehmen dürfen.

Qlaira darf nicht angewendet werden bei:

vorhandenen oder vorausgegangenen Blutgerinnseln, z.B. in den Beinen (Thrombose), Lunge (Embolie) oder anderen Organen;

vorausgegangenem Herzinfarkt oder Schlaganfall oder bei Vorstadien einer Thrombose (z.B. bei vorübergehenden Durchblutungsstörungen, Angina pectoris);

bei Vorliegen einer Erkrankung, die das Risiko für Blutgerinnsel in den Arterien erhöht. Dies gilt für folgende Erkrankungen:

– Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) mit geschädigten Blutgefässen,

– sehr hoher Blutdruck,

– sehr hohe Blutfettwerte (Cholesterin oder Triglyzeride);

bei einer Blutgerinnungsstörung (z.B. Protein-C-Mangel);

Migräne, die mit Empfindungs-, Wahrnehmungs- und/oder Bewegungsstörungen einhergeht (Migraine accompagnée);

bestehender oder vorausgegangener Bauchspeicheldrüsenentzündung begleitet von hohen Blutfettwerten;

bestehenden oder vorausgegangenen schweren Leberfunktionsstörungen, solange die Leberwerte abnormal sind;

bestehenden oder vorausgegangenen gutartigen oder bös­artigen Lebertumoren;

bestehendem oder vermutetem Brust- oder Gebärmutterkrebs, wenn Geschlechtshormone eine Rolle spielen;

ungeklärten Scheidenblutungen;

bestehender oder vermuteter Schwangerschaft;

Überempfindlichkeit gegenüber einem Inhaltsstoff von Qlaira.


Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren, wenn folgende Krankheiten bestehen oder einmal bestanden haben (vgl. auch «Beeinflussung der Blutgerinnung, Risiko für Gefässerkrankungen»):

Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Migräne, Depressionen, Herz- und Nierenfunktionsstörungen, Gelbsucht, hämolytisch-urämisches Syndrom (eine Erkrankung der Blutgefässe, Blutzellen und der Nieren), chronische entzündliche Darmerkrankungen, Leber- oder Gallenblasenerkrankungen, Porphyrie (eine Stoffwechselkrankheit), Lupus erythematodes (SLE), Epilepsie, Mittelohrschwerhörigkeit, Sichelzellenanämie, Veitstanz (Chorea minor), Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck,

Wie wird es angewendet?

Die Kalenderpackung enthält 26 farbige aktive und 2

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin über alle unerwünschten Ereignisse, insbesondere ernsthafte oder lang andauernde Beschwerden, oder über Änderungen Ihres Gesundheitszustandes, als deren Ursache Sie die Pille vermuten.

Schwerwiegende Reaktionen auf die Pilleneinnahme sowie damit verbundene Symptome sind in den Abschnitten «Beeinflussung der Blutgerinnung, Risiko für Gefässerkrankungen» und «Tumorerkrankungen» und der Rubrik «Wann ist bei der Anwendung von Qlaira Vorsicht geboten?» beschrieben. Bitte lesen Sie diese Abschnitte und informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin unverzüglich, wenn Sie glauben, dass etwas davon auf Sie zutrifft.

Folgende weiteren Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Qlaira auftretenHäufig

Kopfschmerzen, Blähungen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Akne, ausbleibende Monatsblutungen, Brustbeschwerden (wie z.B. Spannungsgefühl oder Schmerzen), schmerzhafte Monatsblutungen, unregelmässige Blutungen, Gewichtszunahme.

Gelegentlich

Pilzinfektion (z.B. der Scham und der Scheide), Infektion der Scheide, verstärkter Appetit, Gewichtsabnahme, Depression, depressive Verstimmung, emotionale Störungen, Schlaflosigkeit, vermindertes Interesse an Sex, Stimmungsschwankungen, Benommenheit, erhöhter Blutdruck, Migräne, Hitzewallungen, Durchfall, Erbrechen, erhöhte Leberwerte, Haarausfall, übermässiges Schwitzen (Hyperhidrose), Juckreiz, Hautausschlag, Muskelkrämpfe, Vergrösserung der Brust, knotige Gewebeveränderung in der Brust, anormales Zellwachstum am Muttermund (Zervixdysplasie), Blutungsstörung, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, starke Monatsblutung, Eierstockzysten, Unterleibsschmerzen, prämenstruelles Syndrom, Vergrösserung in der Gebärmutter, Blutungen aus der Gebärmutter bzw. der Scheide einschliesslich Schmierblutungen, Scheidenausfluss, trockene Vulva und Scheide, Müdigkeit, Reizbarkeit, Schwellung von Körperteilen, z.B. Knöchel (Ödeme).

Selten

Oraler Herpes (Fieberbläschen), eine Gefässerkrankung des Auges ähnlich einer Pilzinfektion (vermutetes Histoplasmose-Syndrom des Auges), eine Pilzinfektion der Haut (Tinea versicolor), Harnwegsinfektion, eine bakterielle Entzündung der Scheide, Flüssigkeitsansammlung, Zunahme bestimmter Blutfette (Triglyceride), Aggression, Angst, Gefühl des Unglücklichseins, gesteigerte Lust auf Sex, Nervosität, Albträume, Unruhe, Schlafstörungen, verminderte Aufmerksamkeit, Ameisenlaufen, Schwindelgefühl, Kontaktlinsenunverträglichkeit, trockene Augen, Schwellung der Augen, Herzinfarkt, Herzklopfen, niedriger Blutdruck, schmerzhafte Venen, Blutung in einer Krampfader, Entzündung oberflächlicher Venen, Nasenbluten, Atemnot, Asthma, Verstopfung, Mundtrockenheit, Verdauungsstörungen, Sodbrennen, Leberknoten (fokale noduläre Hyperplasie), chronische Entzündung der Gallenblase, allergische Hautreaktionen, gold-braune Flecken auf der Haut (Chloasma) und andere Pigmentstörungen, übermässiger Haarwuchs, Hautveränderungen wie Dermatitis und Neurodermitis, Schuppen und ölige Haut (Seborrhö), Rückenschmerzen, Kieferschmerzen, Schweregefühl in den Beinen, Brustkrebs im Frühstadium, Zysten in der Brust, Polypen des Gebärmutterhalses, Blutungen beim Geschlechtsverkehr, spontaner Milchfluss, Geni­tal­ausfluss, schwächere Periode, verspätete Periode, Zerreissen einer Eierstockzyste, Brennen in der Scham und Scheide, Geruch der Scheide, Beschwerden im äusseren Schambereich und der Scheide, geschwollene Lymphknoten, Schmerzen im Brustkorb, allgemeines Unwohlsein, Fieber.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel sind sorgfältig aufzubewahren und vor Kindern zu sichern.

Qlaira soll in seiner Originalpackung und nicht über 30 °C gelagert werden.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Zusätzliche Informationen

Qlaira gibt es in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Es gibt Packungen zu 1× 28, 3× 28 und 6× 28 Tabletten.


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