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«Rabeprazol Eisai 20 mg»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

WAS IST PARIET SIEBEN UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?
Bei Pariet Sieben handelt es sich um Tabletten, die den Wirkstoff Rabeprazol-Natrium enthalten. Dieser gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Protonenpumpenhemmer bezeichnet werden. Diese bewirken eine Verringerung der Magensäureproduktion.
Pariet Sieben Tabletten werden zur Behandlung folgender Erkrankungen angewendet
• „Gastroösophageale Refluxkrankheit (als GERD abgekürzt) bzw. Refluxösophagitis. Dabei kann es unter anderem zu Sodbrennen kommen. Verursacht wird die GERD durch das Aufsteigen von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre (Ösophagus).
• Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre. Wenn diese Geschwüre mit bestimmten Bakterien infiziert sind, die als Helicobacter pylori (H. pylori) bezeichnet werden, erhalten Sie zusätzlich Antibiotika. Durch die gleichzeitige Behandlung mit Pariet Sieben Tabletten und Antibiotika lässt sich die Infektion beseitigen und eine Abheilung des Geschwürs erreichen. Ferner lässt sich damit auch das erneute Auftreten der Infektion und eines Geschwürs verhindern.
• Zollinger-Ellison-Syndrom: Bei dieser Erkrankung bildet der Magen zu viel Säure.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Pariet Sieben darf nicht eingenommen werden, wenn
• Sie überempfindlich (allergisch) gegen Rabeprazol-Natrium oder einen der sonstigen Bestandteile von Pariet Sieben sind (siehe Auflistung in Abschnitt 6 weiter unten).
• Sie schwanger sind oder vermuten, schwanger zu sein.
• Sie stillen.
Wenn einer der oben genannten Umstände auf Sie zutrifft, dürfen Sie Pariet Sieben nicht anwenden. Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie bitte vor der Einnahme von Pariet Sieben mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
Siehe auch Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit.
Kinder
Pariet Sieben soll bei Kindern nicht angewendet werden.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Pariet Sieben ist erforderlich
Sprechen Sie vor der Einnahme von Pariet Sieben mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn:
• Sie auf andere Protonenpumpenhemmer oder auf so genannte substituierte Benzimidazole allergisch reagieren.
• Hinweis: Bei manchen Patienten wurden Blutbildveränderungen und Leberprobleme beobachtet. Diese bilden sich nach Absetzen von Pariet Sieben aber häufig zurück.
• Sie an einem Magentumor leiden.
• Sie jemals Leberprobleme hatten.
• Sie wegen einer HIV-Infektion Atazanavir einnehmen.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob einer der oben genannten Umstände auf Sie zutrifft, sprechen Sie bitte vor der Einnahme von Pariet Sieben mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
Wenn Sie schwere (wässrige oder blutige) Durchfälle mit Fieber, Bauchschmerzen oder mit schmerzhaft gespannter Bauchdecke verspüren, müssen Sie Pariet Sieben sofort absetzen und unverzüglich einen Arzt aufsuchen.
Schwangerschaft und Stillzeit
• Sie dürfen Pariet Sieben nicht anwenden, wenn Sie schwanger sind oder vermuten, schwanger zu sein.
• Sie dürfen Pariet Sieben nicht anwenden, wenn Sie stillen oder vorhaben zu stillen.
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, wenn Sie schwanger sind oder stillen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Unter der Behandlung mit Pariet Sieben kann es zu Schläfrigkeit kommen. In diesem Fall dürfen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen.

Wie wird es angewendet?

WIE IST PARIET SIEBEN EINZUNEHMEN?
Nehmen Sie Pariet Sieben immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Wie ist dieses Arzneimittel einzunehmen?
• Drücken Sie erst dann eine Tablette aus der Blisterpackung heraus, wenn es Zeit für Ihre nächste Einnahme ist.
• Schlucken Sie die Tabletten unzerkaut mit etwas Wasser. Die Tabletten dürfen weder zerkaut noch zerstoßen werden.
• Ihr Arzt weist Sie an, wie viele Tabletten und wie lange diese einzunehmen sind. Dies hängt von der zu behandelnden Erkrankung ab.
• Wenn Sie dieses Arzneimittel längere Zeit einnehmen, werden Sie von Ihrem Arzt zu Kontrolluntersuchungen einbestellt.
Erwachsene und ältere Patienten
Bei „gastroösophagealer Refluxkrankheit (GERD)
Behandlung mittelstarker bis starker Beschwerden (symptomatische GERD)
• Die übliche Dosis beträgt einmal täglich eine Pariet Sieben 10 mg Tablette über bis zu 4 Wochen (hierfür steht Pariet Sieben 10 mg zur Verfügung).
• Nehmen Sie die Tablette morgens vor dem Frühstück ein.
• Wenn Ihre Beschwerden nach Abschluss der 4-wöchigen Behandlung erneut auftreten, werden Sie von Ihrem Arzt gegebenenfalls angewiesen, eine Pariet Sieben 10 mg Tablette je nach Bedarf einzunehmen.
Behandlung besonders starker Beschwerden (erosive oder ulzerative GERD)
• Die übliche Dosis beträgt einmal täglich eine Pariet Sieben 20 mg Tablette über 4 bis 8 Wochen.
• Nehmen Sie die Tablette morgens vor dem Frühstück ein.
Langzeitbehandlung der Beschwerden (Erhaltungstherapie bei GERD)
• Die übliche Dosis beträgt einmal täglich eine Pariet Sieben 10 mg oder 20 mg Tablette. Die Dauer der Behandlung wird vom Arzt bestimmt.
• Nehmen Sie die Tablette morgens vor dem Frühstück ein.
• Zur Kontrolle Ihrer Beschwerden und Überprüfung der Dosierung werden Sie von Ihrem Arzt in regelmäßigen Abständen zu Kontrolluntersuchungen einbestellt.
Bei Magengeschwüren (peptische Ulzera)
• Die übliche Dosis beträgt einmal täglich eine Pariet Sieben 20 mg Tablette über 6 Wochen.
• Nehmen Sie die Tablette morgens vor dem Frühstück ein.
• Wenn sich Ihre Beschwerden nicht bessern, werden Sie von Ihrem Arzt gegebenenfalls angewiesen, die Einnahme von Pariet Sieben über weitere 6 Wochen fortzusetzen.
Bei Zwölffingerdarmgeschwüren (Duodenalulzera)
• Die übliche Dosis beträgt einmal täglich eine Pariet Sieben 20 mg Tablette über 4 Wochen.
• Nehmen Sie die Tablette morgens vor dem Frühstück ein.
• Wenn sich Ihre Beschwerden nicht bessern, werden Sie von Ihrem Arzt gegebenenfalls angewiesen, die Einnahme von Pariet Sieben über weitere 4 Wochen fortzusetzen.
Bei Geschwüren, die auf eine H. pylori-Infektion zurückzuführen sind, sowie zur Vorbeugung eines Rückfalls solcher Geschwüre
• Die übliche Dosis beträgt zweimal täglich eine Pariet Sieben 20 mg Tablette über sieben Tage.
• Ihr Arzt verordnet Ihnen zusätzlich die Einnahme der Antibiotika Amoxicillin und Clarithromycin.
Nähere Einzelheiten zu den weiteren zur Behandlung der H. pylori-Infektion anzuwendenden Arzneimitteln finden Sie in den jeweiligen Packungsbeilagen.
Zollinger-Ellison-Syndrom mit überschüssiger Säurebildung im Magen
• Die übliche Anfangsdosis beträgt einmal täglich drei Pariet Sieben 20 mg Tabletten.
• Je nach Ihrem Ansprechen auf die Behandlung kann die Dosis später von Ihrem Arzt angepasst werden.
Unter einer Langzeitbehandlung werden Sie zur Überprüfung der Dosierung und Kontrolle Ihrer Beschwerden in regelmäßigen Abständen von Ihrem Arzt zu Kontrolluntersuchungen einbestellt.
Kinder. Das Arzneimittel soll bei Kindern nicht angewendet werden.
Patienten mit Leberproblemen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, damit dieser zu Beginn Ihrer Behandlung mit Pariet Sieben sowie im weiteren Therapieverlauf besondere Vorsichtsmaßnahmen treffen kann.
Wenn Sie eine größere Menge von Pariet Sieben eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie eine größere Menge von Pariet Sieben eingenommen haben, als Sie sollten, müssen Sie sich unverzüglich mit einem Arzt in Verbindung setzen oder ein Krankenhaus aufsuchen. Nehmen Sie dabei die Packung dieses Arzneimittels mit.
Wenn Sie die Einnahme von Pariet Sieben vergessen haben
• Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben, holen Sie diese nach, sobald Sie daran denken. Wenn es allerdings bereits beinahe Zeit für Ihre nächste Dosis ist, lassen Sie die vergessene Einnahme aus und setzen Sie Ihre Behandlung wie gewohnt fort.
• Wenn Sie die Einnahme dieses Arzneimittels mehr als 5 Tage lang vergessen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, bevor Sie das Arzneimittel erneut einnehmen.
• Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis (zwei Dosen auf einmal) ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie die Einnahme von Pariet Sieben abbrechen
Die Beschwerden bilden sich normalerweise bereits zurück, bevor das Geschwür vollständig abgeheilt ist. Es ist wichtig, dass Sie die Tabletten erst dann absetzen, wenn Sie von Ihrem Arzt dazu angewiesen werden.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Pariet Sieben mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel oder pflanzliche Arzneimittel handelt.
Insbesondere müssen Sie Ihren Arzt oder Apotheker informieren, wenn Sie mit einem der folgenden Arzneimittel behandelt werden:
• Ketoconazol oder Itraconazol – werden zur Behandlung von Pilzinfektionen angewendet. Pariet Sieben kann die Blutkonzentration dieser Arzneimittel herabsetzen. Ihr Arzt muss gegebenenfalls die Dosis anpassen.
• Atazanavir – wird zur Behandlung einer HIV-Infektion angewendet. Pariet Sieben kann die Blutkonzentration dieses Arzneimittels herabsetzen. Daher sollten diese beiden Arzneimittel nicht zusammen angewendet werden.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob einer der oben genannten Umstände auf Sie zutrifft, sprechen Sie bitte vor der Einnahme von Pariet Sieben mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
WELCHE Nebenwirkungen SIND MÖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann Pariet Sieben Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Die Nebenwirkungen sind in der Regel leicht und bilden sich ohne Absetzen des Arzneimittels wieder zurück.
Wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken, müssen Sie Pariet Sieben sofort absetzen und unverzüglich einen Arzt aufsuchen Sie benötigen unter Umständen dringend ärztliche Hilfe:
• Allergische Reaktionen diese können sich unter anderem äußern als: plötzliches Anschwellen des Gesichts, Atemschwierigkeiten oder Blutdruckabfall, der zu einem Schwächeanfall (Ohnmacht) oder Kreislaufzusammenbruch führen kann.
• Häufige Infektionen, wie zum Beispiel Halsschmerzen oder erhöhte Temperatur (Fieber) oder kleine Geschwüre bzw. wunde Stellen im Mund oder Rachen
• Erhöhte Neigung zu blauen Flecken oder Blutungen.
Diese Nebenwirkungen sind selten (betreffen weniger als 1 von 1.000 Behandelten).
• Schwere Hauterscheinungen mit Blasenbildung oder wunde Stellen bzw. Geschwüre im Mund und Rachen.
Diese Nebenwirkungen sind sehr selten (betreffen weniger als 1 von 10.000 Behandelten).
Weitere mögliche Nebenwirkungen:
Häufig (betreffen weniger als 1 von 10 Behandelten)
• Infektionen
• Schlaflosigkeit
• Kopfschmerzen oder Schwindel
• Husten, laufende Nase oder Rachenentzündung (Pharyngitis)
• Den Magen-Darm-Trakt betreffende Nebenwirkungen wie Magenschmerzen, Durchfall, Blähungen (Flatulenz), Übelkeit, Erbrechen oder Verstopfung
• Schmerzen oder Rückenschmerzen
• Schwächegefühl oder grippeähnliche Symptome
Gelegentlich (betreffen weniger als 1 von 100 Behandelten)
• Nervosität oder Schläfrigkeit
• Entzündung der Bronchien (Bronchitis)
• Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
• Mundtrockenheit
• Verdauungsstörungen oder Aufstoßen
• Hautausschlag oder -rötung
• Muskel-, Bein- oder Gelenkschmerzen
• Blasenentzündung (Harnwegsinfektion)
• Schmerzen im Brustkorb
• Schüttelfrost oder Fieber
• Leberfunktionsstörungen (nachweisbar in Blutuntersuchungen)
Selten (betreffen weniger als 1 von 1.000 Behandelten)
• Appetitlosigkeit (Anorexie)
• Depression
• Überempfindlichkeit (einschließlich allergische Reaktionen)
• Sehstörungen
• Mundschleimhautentzündung (Stomatitis) oder Geschmacksstörung
• Magenverstimmung oder Magenschmerzen
• Leberprobleme mit Gelbfärbung der Haut und des Augenweißes (Gelbsucht)
• Juckender Ausschlag oder Hauterscheinungen mit Blasenbildung
• Schwitzen
• Nierenprobleme
• Gewichtszunahme
• Veränderungen der Zahl der weißen Blutkörperchen (nachweisbar in Blutuntersuchungen), die zu einer erhöhten Infektanfälligkeit führen können.
• Abnahme der Zahl der Blutplättchen mit der Folge einer erhöhten Neigung zu blauen Flecken oder Blutungen.
Sonstige mögliche Nebenwirkungen (Häufigkeit nicht bekannt)
Vergrößerung der männlichen Brustdrüse
Flüssigkeitsansammlung (Flüssigkeitsretention)
• Erniedrigte Natriumkonzentration im Blut; diese kann zu Müdigkeit und Verwirrtheit, Muskelzuckungen, Krampfanfällen und Koma führen.
• Bei Patienten, die bereits einmal Leberprobleme hatten, kann es in sehr seltenen ällen zu Enzephalopathie (einer Hirnerkrankung) kommen.
Lassen Sie sich durch diese Aufzählung von Nebenwirkungen nicht verunsichern. Es kann gut sein, dass es bei Ihnen zu keiner einzigen der genannten Erscheinungen kommt. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

WIE IST PARIET SIEBEN AUFZUBEWAHREN?
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Dieses Arzneimittel nicht über 25C lagern.
Nicht im Kühlschrank aufbewahren
Sie dürfen Pariet Sieben nach dem auf dem Umkarton und der Blisterfolie angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Zusätzliche Informationen

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION ÜR DEN ANWENDER
PARIET Sieben 20 mg magensaftresistente Tabletten
Rabeprazol-Natrium
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
• Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
• Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
• Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
• Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:


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