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«Ramipril Actavis 10 mg Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Ramipril Actavis enthält den Wirkstoff Ramipril und wird zur Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie) und von Nierenerkrankungen angewendet. Ramipril Actavis wird auch angewendet, um Komplikationen in Zusammenhang mit einer Verhärtung der Arterien (Blutgefäße, die vom Herzen zu den Geweben führen) oder einer Diabeteserkrankung vorzubeugen.

Ramipril Actavis gehört zur Arzneimittelgruppe der sogenannten ACE-Hemmer.
Ramipril Actavis beugt der Bildung von Substanzen vor, die den Blutdruck erhöhen. Dadurch werden die Blutgefäße erweitert und der Blutdruck gesenkt. Ramipril Actavis vermindert die Gefahr, nach einem Herzinfarkt (Myokardinfarkt) an Herzversagen zu sterben. Ramipril Actavis senkt bei Patienten mit einer Verhärtung der Arterien und bei Patienten mit Diabetes, die einen oder mehrere zusätzliche Risikofaktoren haben (Rauchen, hohe Blutfettwerte, Bluthochdruck oder Eiweiß im Harn), das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden oder an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Ramipril Actavis darf nicht eingenommen werden,
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Ramipril, andere ACE-Hemmer oder einen der sonstigen Bestandteile von Ramipril Actavis sind (siehe Abschnitt 6 für weitere Informationen zu den sonstigen Bestandteilen von Ramipril Actavis).
wenn Sie in der Vergangenheit - entweder erblich bedingt oder infolge einer ACE-Hemmer-Therapie - schon einmal Schwellungen der Beine, Arme, des Gesichtes, der Schleimhäute oder der Zunge (ein Angioödem) hatten.
ab dem vierten Monat der Schwangerschaft. (Es wird empfohlen, auch in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft Ramipril Actavis nicht einzunehmen, siehe auch Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit).

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Ramipril Actavis ist erforderlich,
Informieren Sie bitte Ihren Arzt über alle Erkrankungen, die Sie haben oder hatten, insbesondere wenn Sie:
eine Nierenerkrankung (einschließlich Nierentransplantation), Blutkrankheiten, Diabetes, Leberprobleme oder noch andere Herzerkrankungen (z.B. bestimmte Herzklappenfehler) haben oder wenn Sie ein Dialyse-Patient sind.
Allergien haben oder schon einmal eine allergische Reaktion hatten, die verbunden war mit Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge und/oder Rachen (Angioödem). Solche Reaktionen können z.B. durch Nahrungsmittel, Bienen- oder Wespenstiche oder Medikamente ausgelöst werden.
eine Behandlung erhalten, um Ihre Überempfindlichkeit gegen Bienen- und Wespengift zu verringern (Desensibilisierungstherapie), oder wenn bei Ihnen eine sogenannte LDL-Apherese durchgeführt wird, da Ramipril Actavis in diesen Fällen eine schwere allergische Reaktion auslösen kann.
an schwerem Erbrechen oder Durchfall leiden oder entwässernde Mittel (Diuretika), kaliumhaltige Nahrungsergänzungsmittel, kaliumsparende Mittel oder kaliumhaltige Salzersatzstoffe einnehmen oder eine salzarme Diät einhalten.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Zahnarzt über die Behandlung mit Ramipril Actavis, wenn bei Ihnen eine chirurgische oder zahnärztliche Behandlung durchgeführt werden soll, da unter Ramipril Actavis die Gefahr besteht, dass während der Narkose oder Lokalanästhesie Ihr Blutdruck sehr stark abfällt.

Informieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie Ramipril Actavis einnehmen, wenn Sie glauben, schwanger zu sein oder eine Schwangerschaft planen.
Ramipril Actavis sollte während des ersten Trimesters der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, und darf während des zweiten und dritten Trimesters nicht eingenommen werden, da es Ihrem Kind in diesem Stadion ernsthaft schaden könnte (siehe auch Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit).

Bei Einnahme von Ramipril Actavis mit anderen Arzneimitteln
Die gleichzeitige Einnahme von bestimmten anderen Arzneimitteln kann Auswirkungen auf Ihre Behandlung mit Ramipril Actavis haben. Bevor Sie andere Arzneimittel gleichzeitig mit Ramipril Actavis anwenden, fragen Sie Ihren Arzt um Rat.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Für Ihren Arzt ist es besonders wichtig zu wissen, ob Sie zurzeit mit einem der folgenden Arzneimittel behandelt werden:
andere blutdrucksenkende Mittel oder kaliumsparende entwässernde Arzneimittel (Diuretika wie Spironolacton, Triamteren oder Amilorid) - oder wenn Sie kaliumhaltige Nahrungsergänzungsmittel oder kaliumhaltige Salzersatzstoffe verwenden. Mittel zur „Verdünnung“ des Blutes (Heparin), da Ramipril Actavis die Kaliummenge im Blut erhöhen kann.
Schmerzmittel und entzündungshemmende Mittel aus der Gruppe der sog. NSAR (z.B. Ibuprofen), da durch sie die Wirkung von Ramipril Actavis abgeschwächt werden kann. abschwellende Mittel für die Nasenschleimhaut oder Mittel zur Behandlung eines Glaukoms (Sympathomimetika).
Insulin und Tabletten, die bei Diabetes eingenommen werden, da Ramipril Actavis die Wirkung dieser Mittel verstärken kann. Dies gilt insbesondere in der ersten Woche der gemeinsamen Anwendung.
Mittel gegen Depressionen und/oder Beruhigungsmittel, da einige dieser Mittel die blutdrucksenkende Wirkung von Ramipril Actavis verstärken können.
Lithium (zur Behandlung der manisch-depressiven Krankheit), da Ramipril Actavis die Menge an Lithium im Blut erhöhen kann.

Bei Einnahme von Ramipril Actavis zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Wenn Sie während der Behandlung mit Ramipril Actavis Alkohol trinken, können Sie Schwindelgefühl/Ohnmacht, Müdigkeit oder Erschöpfung verspüren, da Alkohol die Wirkung von Ramipril Actavis verstärken kann und dadurch der Blutdruck zu stark gesenkt wird. Eine sehr salzhaltige Kost kann die Wirkung von Ramipril Actavis verringern.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme / Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

SchwangerschaftInformieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie Ramipril Actavis einnehmen, wenn Sie glauben, schwanger zu sein oder eine Schwangerschaft planen. In der Regel wird Sie ihr Arzt anweisen, die Einnahme von Ramipril Actavis bereits vor der Schwangerschaft oder sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, zu beenden, und er wird Ihnen ein anderes Medikament anstelle von Ramipril Actavis verschreiben. Ramipril Actavis sollte während des ersten Trimesters der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, und darf während des zweiten und dritten Trimesters nicht eingenommen werden, da es Ihrem Kind in diesem Stadion ernsthaft schaden könnte.

Stillzeit
Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie stillen oder wenn Sie vorhaben, zu Stillen. Die Anwendung von Ramipril Actavis ist für stillende Mütter nicht empfehlenswert und Ihr Arzt wird Ihnen daher, so lange Sie stillen, ein anderes Medikament verschreiben, insbesondere wenn Ihr Kind noch neugeboren ist oder frühzeitig geboren wurde.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Ramipril Actavis Dieses Arzneimittel enthält Lactose (siehe Abschnitt 6 für weitere Informationen). Wenn bei Ihnen schon einmal eine Unverträglichkeit gegen bestimmte Zuckerarten festgestellt wurde, halten Sie bitte vor der Einnahme von Ramipril Actavis Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Wie wird es angewendet?

Die Tabletten müssen im Ganzen mit mindestens einem halben Glas Wasser eingenommen werden. Tabletten nicht zerkauen oder zerdrücken.

Die Tabletten können in gleiche Hälften geteilt werden.

Nehmen Sie Ramipril Actavis immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
bei Erwachsenen mit hohem Blutdruck einmal täglich 2,5 - 5 mg. Nehmen Sie nicht mehr als 10 mg pro Tag ein.
zur Behandlung von Herz- und Blutgefäßerkrankungen 2,5 mg pro Tag. Der Arzt wird möglicherweise die Dosis schrittweise auf bis zu 10 mg erhöhen.

Die Anwendung von Ramipril Actavis bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen.

Wenn Sie eine größere Menge von Ramipril Actavis eingenommen haben, als Sie sollten Wenden Sie sich umgehend an einen Arzt, an die nächstgelegene Notaufnahme eines Krankenhauses oder an eine Vergiftungsinformationszentrale und lassen Sie sich dort beraten.

Wenn Sie die Anwendung von Ramipril Actavis vergessen haben
Holen Sie die vergessene Einnahme nicht nach, sondern nehmen Sie die nächste Dosis wie gewohnt zum nächsten Zeitpunkt ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Ramipril Actavis abbrechen
Brechen Sie die Einnahme von Ramipril Actavis nicht ab, außer wenn Ihr Arzt dies ausdrücklich angeordnet hat. Wenn Sie die Einnahme von Ramipril Actavis abbrechen, kann Ihr Blutdruck ansteigen und die Herz- und Nierenfunktion beeinträchtigen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Ramipril Actavis Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Die folgenden Nebenwirkungen können auftreten:

Häufig (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100):
Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, niedriger Blutdruck, Husten, Durchfall, Erbrechen, verminderte Nierenfunktion

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000):
Stimmungsschwankungen, Benommenheit, Kribbeln der Haut (Parästhesie),
Geschmacksveränderungen, Schlafstörungen, Herzattacke oder Schlaganfall, Herzklopfen, beschleunigter Herzschlag (Tachykardie), Raynaud-Phänomen (bläuliche Färbung/Blässe der Zehen und Finger), Schnupfen, Atemnot, Übelkeit, Bauchschmerzen oder Verdauungsstörungen, Appetitlosigkeit, Hautausschlag, Juckreiz, Impotenz, Müdigkeit, Schwächegefühl. Veränderung der Blutwerte (z.B. Anstieg von Serum-Kreatinin, Harnstoff, Kalium und/oder der Leberenzyme).

Selten (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000):
Verwirrung, Mundtrockenheit, Überempfindlichkeitsreaktionen mit Gewebeschwellungen von Gesicht, Armen und Beinen, Lippen, Zunge, und/oder Rachen, Atemnot oder Schluckbeschwerden (Angioödem), Nesselausschlag (Urtikaria), Haarausfall, Psoriasis, Anstieg des Harnstoffspiegels im Blut, akutes Nierenversagen, Vergrößerung der Brustdrüsen.

Sehr selten (betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000):
Anämie, Blutbildveränderungen (z.B. Agranulozytose), Erkrankung der Lymphknoten, Autoimmunerkrankungen, niedriger Blutzucker, Luftröhrenkrampf, Nebenhöhlenentzündung, Lungen- oder Bauchspeicheldrüsenentzündung, Gelbsucht, Schwitzen, Hautreaktionen wie Rötung oder Blasenbildung und Infektionen der Haut mit großflächiger Abschälung von Hautflocken, verringerte Harnmenge.

Nehmen Sie Ramipril Actavis nicht weiter ein und wenden Sie sich umgehend an einen Arzt, wenn Sie ein Schwindel- oder Ohnmachtsgefühl, Müdigkeit oder Schwäche (Symptome für zu niedrigen Blutdruck) spüren, kontaktieren Sie Ihren Arzt so bald wie möglich. Wenn bei Ihnen Schwellungen von Gesicht, Armen und Beinen, Lippen, Zunge und/oder Rachen sowie Atemnot oder Schluckbeschwerden auftreten, müssen Sie Ramipril Actavis sofort absetzen und unverzüglich einen Arzt aufsuchen.
wenn Sie eine Infektion mit Symptomen wie Fieber und starker Verschlechterung des Allgemeinzustandes oder Fieber mit Halsschmerzen oder wunden Stellen im Mund, oder mit Problemen beim Wasserlassen bekommen. Der Arzt kann durch eine Blutuntersuchung feststellen, ob die Anzahl Ihrer weißen Blutzellen möglicherweise verringert ist (Agranulozytose).

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Ramipril Actavis nicht über 30°C lagern.

Blisterpackungen:In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Flaschen:Die Flasche fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.


Bewertungen «Ramipril Actavis 10 mg Tabletten»