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«Ramipril/HCT "Interpharm" 2,5 mg/12,5 mg - Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Ramipril/HCT „Interpharm“ ist eine Kombination des blutdrucksenkenden Ramiprils (aus der Wirkstoffgruppe der sog. ACE-Hemmer) und des harntreibenden Hydrochlorothiazids. Ra-mipril/HCT „Interpharm“ hat daher sowohl eine blutdrucksenkende als auch eine harntrei-bende Wirkung.

Ramipril/HCT „Interpharm“ wird zur Behandlung des Bluthochdrucks angewandt, wenn die Behandlung mit den einzelnen Wirkstoffen alleine keinen ausreichenden Behandlungserfolg gezeigt hat.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Ramipril/HCT „Interpharm“ darf NICHT eingenommen werden,

  • wenn Sie Überempfindlich (allergisch) gegen Ramipril, Hydrochlorothiazid oder einen der sonstigen Bestandteile von Ramipril/HCT sind,
  • wenn früher plötzliche Gesichtsschwellungen (ev. auch von Mund, Rachen und Kehl-kopf, u. U. mit Atemnot) nach der Einnahme von sog. ACE-Hemmern oder auch ohne Medikamenteneinnahme aufgetreten sind,
  • bei schweren Nierenfunktionsstörungen,
  • bei Dialysepatienten,
  • bei starken Verengungen der Blutgefäße der Nieren (bei beiden Nieren oder bei einer Einzelniere),
  • nach einer Nierentransplantation,
  • bei starker Verengung der Herzklappen bzw. bei schwerer Herzmuskelerkrankung,
  • bei verminderter Blutmenge,
  • bei nicht behandelter Herzmuskelschwäche,
  • bei Kalium- oder Natriummangel,
  • bei übermäßiger Produktion eines bestimmten Hormons der Nebennieren (Aldoste-ron),
  • bei schweren Leberfunktionsstörungen und Lebererkrankungen und/oder Gallenstei-nen,
  • von Kindern und Jugendlichen (da keine ausreichenden Erfahrungen mit dieser Be-handlung vorliegen),
  • wenn Sie im zweiten oder dritten Trimester schwanger sind (siehe auch Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit),
  • wenn Sie stillen (siehe auch Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit).

Spezifische Methoden zur Behandlung einer schweren Fettstoffwechselstörung dürfen un-ter der Einnahme von Ramipril/HCT „Interpharm“ nicht durchgeführt werden.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Ramipril/HCT „Interpharm“ ist erforderlich

  • bei niedrigem Blutdruck und gestörtem Flüssigkeits- und ElektrolythaushaltWenn Sie an niedrigem Blutdruck leiden (mögliches Anzeichen dafür ist ein Schwäche- oder Schwindelgefühl, vor allem beim Aufstehen), informieren Sie Ihren Arzt. Die Behandlung mit Ramipril/HCT „Interpharm“ kann bereits nach der ersten Dosis zu einem starken Sinken des Blutdrucks führen. Dies ist vor allem bei Patienten mit Flüssigkeitsmangel der Fall.

Behandlungsbeginn und Dosisanpassungen müssen immer unter ärztlicher Kontrolle stattfinden.

Wenn Sie mit Diuretika behandelt werden, entscheidet Ihr Arzt, ob Sie diese Behandlung abbrechen müssen, bevor Sie mit der Einnahme von Ramipril/HCT „Interpharm“ begin-nen, da dieses Arzneimittel Hydrochlorothiazid enthält.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an Herzkreislauf-Erkrankungen leiden, da ein starker Rückgang des Blutdrucks einen Herzinfarkt oder Schlaganfall verursachen kann.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie verengte Blutgefäße im Bereich der Blutversorgung des Herzens oder einen vergrößerten Herzmuskel haben.

  • bei eingeschränkter Nierenfunktion :Wenn Sie an eingeschränkter Nierenfunktion leiden, muss die Anwendung von Ramipril/HCT „Interpharm“ vor Beginn der Behandlung genau abgewogen, und die Harnstoffkonzentration und Harnausscheidung häufig kontrolliert werden.

Bei einseitiger oder beidseitiger Verengung der Blutgefäße in den Nieren und daraus resultierender blockierter oder verminderter Durchblutung, darf Ramipril/HCT „Interpharm“ nicht angewendet werden. Wird eine Verengung der Blutgefäße in den Nieren vermutet, wird Ihre Niere vor Beginn der Behandlung kontrolliert werden (Renographie).

  • bei Allergie :Informieren Sie Ihren Arzt über mögliche, gegenwärtige oder vergangene, starke Allergien mit Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge und/oder Schwellungen des Halses, die Schluck- oder Atembeschwerden oder niedrigen Blutdruck zur Folge haben. Diese Art von Allergie kann tödlich verlaufen. Ramipril (einer der Wirkstoffe von Ramipril/HCT „Interpharm“) verursacht diese allergischen Reaktionen häufig bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe.

Starke allergische Reaktionen können auch bei der gleichzeitigen Einnahme von Ramipril/HCT „Interpharm“ und einer Desensibilisierungsbehandlung (Allergie-Impfung) gegen Insektengift (z. B. von Bienen und Wespen) auftreten.

Allergische Reaktion können auch im Magen-Darm-Trakt auftreten und äußern sich in Übelkeit und Erbrechen aufgrund von Schwellungen der Darmschleimhaut.

  • bei gesteigerter Produktion der Nebennierenrindenhormone (primärer Hyperaldosteronismus) :Wenn Sie an primärem Hyperaldosteronismus leiden, wird die Behandlung mit Ramipril/HCT „Interpharm“ nicht empfohlen.
  • bei Lebererkrankungen :Informieren Sie Ihren Arzt darüber, wenn Sie an eingeschränkter Leberfunktion leiden. Wenn sich Ihre Haut während der Behandlung mit Ramipril/HCT „Interpharm“ gelblich verfärbt, müssen Sie sofort Ihren Arzt verständigen.

Veränderungen in Ihrem Flüssigkeits- oder Elektrolythaushalt können
Lebererkrankungen beschleunigen und zur Bewusstlosigkeit führen.

  • bei Gefahr eines erheblichen Blutdruckabfalls :Bei einer Verengung der Blutgefäße, die den Herzmuskel oder das Gehirn versorgen, besteht das Risiko eines erheblichen Blutdruckabfalls. Daher muss der Behandlungsbeginn stets ärztlich überwacht werden.
  • bei hochgradiger Herzschwäche :Wenn Sie an hochgradiger Herzschwäche (schwere Herzinsuffizienz, Klasse IV) leiden, wird Ihre Behandlung eng überwacht und eine niedrige Anfangsdosis gewählt werden.
  • bei Operationen :

Vor Operationen und Narkosen (auch beim Zahnarzt) muss der Arzt oder Zahnarzt darüber informiert werden, dass Sie Ramipril/HCT „Interpharm“ einnehmen, da im Zusammenhang mit der Narkose ein plötzlicher Blutdruckabfall auftreten kann.

  • bei Diabetes :Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an Diabetes leiden, da eine Dosisanpassung des Diabetes-Arzneimittels erforderlich sein kann.
  • bei Hauterkrankungen :Schwere, chronische Hauterkrankungen können ausbrechen oder verstärkt werden.
  • bei Laborbefunden :Informieren Sie Ihren Arzt vor Blut- und Urinuntersuchungen immer darüber, dass Sie mit Ramipril/HCT „Interpharm“ behandelt werden.

Während einer Behandlung mit Diuretika muss der Natriumhaushalt häufig kontrolliert werden.

Bei Diabetespatienten kann eine häufigere Blutzuckerkontrolle erforderlich werden, da die Blutzuckerkonzentration schwanken kann.

Wenn Sie mit Ramipril/HCT „Interpharm“ behandelt werden, kann Ihr Kaliumblutspiegel erhöht sein, insbesondere wenn Sie an eingeschränkter Nierenfunktion oder Diabetes leiden.

Die Behandlung mit Ramipril/HCT „Interpharm“ muss vor einer
Schilddrüsenfunktionsuntersuchung abgesetzt werden, da das Medikament den Kalziumspiegel im Blut erhöhen kann.

Informieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie Ramipril/HCT „Interpharm“ einnehmen, wenn Sie glauben schwanger zu sein oder eine Schwangerschaft planen.

Ramipril/HCT „Interpharm“ sollte während des ersten Trimesters der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, und darf während des zweiten und dritten Trimesters nicht eingenommen werden, da es Ihrem Kind in diesem Stadium ernsthaft schaden könnte.

Die Anwendung von Ramipril/HCT „Interpharm“ kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Bei Einnahme von Ramipril/HCT „Interpharm“ mit anderen Arzneimitteln Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Dialyse : Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie ein Dialyse-Patient sind, da bei Patienten, die mit Ra-mipril/HCT „Interpharm“ behandelt werden, bestimmte Dialysemembranen (High-Flux-Membranen, z. B. AN69) starke Allergien verursachen können.

Harntreibende Arzneimittel : Bei der gleichzeitigen Einnahme von anderen harntreibenden Arzneimitteln mit Ra-mipril/HCT „Interpharm“ kann es zu einem erheblichen Blutdruckabfall kommen.

Kaliumsparende Diuretika und Kaliumzusatzstoffe : Die gleichzeitige Einnahme von kaliumsparenden harntreibenden Arzneimitteln, Kaliumzu-satzstoffen oder kaliumhaltigen Salzersatzprodukten kann die Kaliumkonzentration im Blut erhöhen. Die Kaliumkonzentration im Blut muss häufig kontrolliert werden.

Lithium : Die gleichzeitige Behandlung mit Lithium (Wirkstoff gegen Depressionen) wird nicht emp-fohlen.

Andere Medikamente : Die gleichzeitige Einnahme von Ramipril/HCT „Interpharm“ und:

  • Glyceroltrinitrat (Wirkstoff in gefäßerweiternden Arzneimitteln), Arzneimitteln gegen Depres-sionen, Beruhigungsmitteln, Schlafmitteln, Antipsychotika und Anästhetika kann ein weite-res Absinken des Blutdrucks verursachen.
  • entzündungshemmenden Schmerzmitteln, die kein Cortison und keine Sympathomimetika (Wirkstoffe, die einen bestimmen Teil des zentralen Nervensystems beeinflussen) enthalten, vermindert die blutdrucksenkende Wirkung von Ramipril/HCT „Interpharm“.
  • Arzneimitteln gegen Gicht (Wirkstoff: Allopurinol) kann das Risiko für Nierenschäden er-höhen und das Blutbild verändern.
  • Arzneimitteln, die das Immunsystem nach einer Organtransplantation unterdrücken (Wirkstoff: Ciclosporin), erhöht das Risiko für einen Nierenschaden und erhöhte Kalium-konzentrationen im Blut.
  • Arzneimitteln gegen Krebs (sog. „Zytostatika“) und gegen Herzrhythmusstörungen (Wirkstoff: Procainamid) und Arzneimitteln, die das Immunsystem unterdrücken, kann das Blutbild verändern.
  • harntreibenden Arzneimitteln mit Trimethoprim (Wirkstoff gegen Harnwegsinfektionen) steigert das Risiko für erhöhte Kaliumkonzentrationen im Blut.
  • Nebennierenrindenhormonen, steroidartigen Arzneimitteln oder Abführmitteln kann Stö-rungen im Elektrolythaushalt verstärken und vor allem zu niedrigen Kaliumkonzentratio-nen im Blut führen.
  • Lakritze kann zu einer geringen Kalium- und Magnesiumkonzentration im Blut führen.
  • Methyldopa (Wirkstoff gegen Bluthochdruck) wurde mit der Bildung von Antikörpern gegen den Wirkstoff Hydrochlorothiazid in Verbindung gebracht.
  • Kontrastmitteln, die Iod enthalten, kann eine akute Niereninsuffizienz verursachen, insbe-sondere hohe Dosen solcher Kontrastmittel.
  • Arzneimittel gegen Diabetes (einschließlich Insulin) kann die blutzuckersenkende Wir-kung verstärken oder abschwächen (eine häufige Kontrolle des Blutzuckers ist erforder-lich).
  • einigen Arzneimitteln zur Muskelerschlaffung bei Operationen (sog. „ Curarederivate“) kann die Wirkung dieser Arzneimittel verstärken.
  • Lovastatin (Wirkstoff, um das Cholesterin im Blut zu reduzieren) erhöht das Risiko für einen zu hohen Kaliumspiegel im Blut.
  • Kalziumsalzen/Vitamin D erhöht die Serumkonzentration von Kalzium im Blut infolge der verminderten Ausscheidung.

Eine erhöhte Natriumaufnahme kann die blutdrucksenkende Wirkung von Ramipril/HCT „In-terpharm“ schwächen.

Arzneimittel, welche die Fettkonzentration im Blut senken (Wirkstoffe: Cholestyramin und Colestipol) müssen mindestens 4 Stunden nach Ramipril/HCT „Interpharm“ eingenommen werden.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie mit anderen Herzmitteln (Wirkstoff: Digitalis) oder Arzneimitteln gegen erhöhten Blutdruck (Wirkstoff: Sotalol) behandelt werden.

Bei der Einnahme von Ramipril/HCT „Interpharm“ zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Ramipril/HCT „Interpharm“ verstärkt die Wirkung von Alkohol, und Alkohol verstärkt die blutdrucksenkende Wirkung von Ramipril/HCT „Interpharm“.

Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft:
Informieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie Ramipril/HCT „Interpharm“ einnehmen, wenn Sie glauben schwanger zu sein oder eine Schwangerschaft planen. In der Regel wird Ihnen Ihr Arzt anweisen, die Einnahme von Ramipril/HCT „Interpharm“ zu beenden, sobald Sie wis-sen, dass Sie schwanger sind und er wird Ihnen ein anderes Medikament anstelle von Ra-mipril/HCT „Interpharm“ verschreiben.
Ramipril/HCT „Interpharm“ sollte während des ersten Trimesters der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, und darf während des zweiten und dritten Trimesters nicht eingenom-men werden, da es Ihrem Kind in diesem Stadium ernsthaft schaden könnte.

Stillzeit:
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie stillen, oder wenn Sie vorhaben zu stillen. Ra-mipril/HCT „Interpharm“ ist für Mütter die stillen nicht empfehlenswert, insbesondere wenn Ihr Kind neugeboren ist oder frühzeitig geboren wurde. Ihr Arzt wird Ihnen ein anderes Me-dikament verschreiben.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und

!

Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und einem Wechsel des Arzneimittels sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Ramipril/HCT „Interpharm“ immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Falls vom Arzt nicht anders verordnet ist die übliche Dosis:

Erwachsene Anfangsdosis: 1 Tablette Ramipril/HCT „Interpharm“ 2,5 mg/12,5 mg pro Tag.

Diese Dosis kann in Zeitintervallen von mindestens 3 Wochen und nur auf Rat Ihres Arztes hin erhöht werden.

Erhaltungsdosis : 1-2 Tabletten Ramipril/HCT „Interpharm“ 2,5 mg/12,5 mg einmal täglich.
Empfohlene Maximaldosis pro Tag: 2 Tabletten Ramipril/HCT „Interpharm“ 2,5 mg/12,5 mg.

Eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion : Es ist erforderlich, die Dosis anzupassen. Folgen Sie der Anweisung Ihres Arztes. Bei stark eingeschränkter Nierenfunktion darf Ramipril/HCT „Interpharm“ nicht eingenom-men werden.

Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren) : Es liegen keine Erfahrungsberichte über die Anwendung von Ramipril/HCT „Interpharm“ bei Kindern vor. Das Medikament darf bei dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.

Ältere Personen (über 65 Jahre) : Eine Dosierungsanpassung bei älteren Personen kann erforderlich sein. Die Dosis sollte so niedrig wie möglich gehalten werden.

Beachten Sie stets die Anweisungen Ihres Arztes. Die Dosis muss bei jedem Patienten indivi-duell angepasst werden.

Art und Dauer der Anwendung Nehmen Sie Ramipril/HCT „Interpharm“ unzerkaut und zusammen mit ausreichend Flüssig-keit vor, während oder nach dem Frühstück ein.

Wenn Sie eine größere Menge von Ramipril/HCT „Interpharm“ eingenommen haben, als Sie sollten
Wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder die Notaufnahme des nächstgelegenen Kran-kenhauses, falls Sie eine größere Menge von Ramipril/HCT „Interpharm“ eingenommen ha-ben, als von Ihrem Arzt verordnet wurde. Beschwerden bei Überdosierung von Ramipril/HCT „Interpharm“ sind erheblicher Rückgang des Blutdrucks, niedriger Puls, verzögertes Wasser-lassen, gestörter Elektrolythaushalt, eingeschränkte Nierenfunktion, Herzrhythmusstörungen, Bewusstseinstrübungen und Bewusstlosigkeit, Krämpfe, teilweise Lähmung, Flüssigkeits-mangel und Aussetzen der Darmfunktion.

Hinweise für den Arzt befinden sich am Ende dieser Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Ramipril/HCT „Interpharm“ vergessen haben Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie stattdessen die Behandlung wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Einnahme von Ramipril/HCT „Interpharm“ abbrechen
Ändern Sie bitte auf keinen Fall von sich aus die Dosierung und hören Sie nicht plötzlich mit der Anwendung des Medikaments auf.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Ramipril/HCT „Interpharm“ Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Zur Abschätzung der Häufigkeit von Nebenwirkungen wird folgende Einteilung verwendet:

Häufig(tritt bei weniger als 1 von 10, aber bei mehr als 1 von 100 Patienten auf): Zu niedriger Kaliumgehalt im Blut, erhöhter Blutzucker, Husten, Bronchitis, Schwindel, Mü-digkeit, Kopfschmerzen, Schwäche, niedriger Blutdruck, allergische Reaktionen wie Aus-schlag, erhöhter Harnstoffgehalt im Blut, Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Verdau-ungsstörungen, Gicht.

Gelegentlich(tritt bei weniger als 1 von 100, aber bei mehr als 1 von 1.000 Patienten auf): Erhöhter Kalzium- und Chlorgehalt im Blut, zu niedriger Kalium-, Natrium- und Magnesi-umgehalt im Blut, Nervosität, Schläfrigkeit, Abgestumpftheit oder verminderte Reaktionsfä-higkeit, Bindehautentzündung, Entzündung der Augenlidränder, Bauchkrämpfe, Durst, Ver-stopfung, Durchfall, Appetitlosigkeit, Lichtempfindlichkeit, Juckreiz, Nesselausschlag, Prote-in im Urin, erhöhter Harnzuckerwert, Libidoverlust.

Selten(tritt bei weniger als 1 von 1.000, aber bei mehr als 1 von 10.000 Patienten auf): Störungen des Blutbilds mit reduzierten Hämoglobinwerten, weißen Blutkörperchen und Blutplättchen; Störungen des Flüssigkeits- und Natriumgleichgewichts (vor allem bei Patien-ten, die schon vor der Behandlung an Nierenerkrankungen litten), zu niedriger Chlorgehalt im Blut, hoher pH-Wert des Blutes (Alkalose), Angst, Verwirrung, Depression, Schlafstörungen, Ruhelosigkeit, Schwindel, Kribbeln, brennendes Gefühl, vorübergehende Kurzsichtigkeit oder Verschwommensehen, kurzfristige Ohnmacht, Thromboseneigung, Atemnot, Entzündungen der Atemwege, Bronchospasmus, allergiebedingte Lungenentzündung, Mundtrockenheit, Erbrechen, Geschmacksstörungen, Geruchsstörungen, Gleichgewichtsstörungen, Ohrgeräu-sche, Entzündungen der Schleimhaut von Mund und Zunge, Speicheldrüsenentzündung, er-höhte Leberenzymwerte und/oder Bilirubinwerte im Blut, Hitzewallungen, Schwitzen, Über-empfindlichkeitsreaktion mit Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge, Hals, Schleimhäuten und/oder Armen und Beinen, Muskelschmerzen, Muskelkrämpfe, Muskelschwäche, Gelenk-schmerzen, Entzündungen der Gelenke, eingeschränkte Nierenfunktion, zu hohe Harnstoff-werte und Kreatininwerte (Substanz, deren Wert bei eingeschränkter Nierenfunktion steigt) im Blut, Flüssigkeitsmangel, Impotenz.

Sehr selten(tritt bei weniger als 1 von 10.000 Patienten auf, einschließlich Einzelfälle):Starke allergische Reaktion mit unter Umständen lebensbedrohlicher Verengung der Atem-wege und Lungenödem, die sofortige medizinische Behandlung erfordert; Nierenerkrankun-gen einschließlich akutes Nierenversagen, verminderte Urinausscheidung, teilweise Lähmung, starke Störungen des Blutbilds (teilweise durch eingeschränkte Knochenmarksfunktion); chronische Entzündung der Nieren, Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, Schlaganfall, erhöh-te Fett- und Amylasewerte im Blut, Verschlechterung eines bestehenden Diabetes, Angina pectoris, Herzklopfen, erhöhte Pulsfrequenz, vorübergehend verminderte Blutversorgung des Gehirns, Verschlechterung einer geringen Durchblutung von Fingern und Zehen (Raynaud-

Phänomen), Venenerkrankungen, Venenentzündung, Thrombose, Darmverschluss (blutig), Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Hepatitis, Gallengangsentzündung (bei Patienten mit vorhandenen Gallensteinen), Gelbsucht, Lebernekrose, starke allergische Hautreaktionen, Steven-Johnson-Syndrom (starke Hautreaktionen mit Ausschlag, die besonders im Gesicht, der Mundschleimhaut und an den Extremitäten auftreten, oft begleitet von Fieber und rheuma-tischen Beschwerden), Lupus erythematodes (Erkrankung des Immunsystems), Haarausfall, Verschlechterung einer Psoriasis (Schuppenflechte), Nagelablösung.

Unbekannte Häufigkeit: Starke allergische Reaktionen auf Insektengift.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkun-gen Sie erheblich beeinträchtigt oder Nebenwirkungen auftreten, die nicht in dieser Ge-brauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25°C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Blister nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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