Medikamente Online-Informationen
Medikamente und Krankheiten Referenzindex

Drugs and diseases reference index
Suche
DE


Medikamente A-Z

Krankheiten & Heilung List

Medizin-Lexikon

Vollständiger Artikel

Beliebte Medikamente

Popular Krankheiten & Heilung

«Ramipril/Piretanid STADA 5mg/6mg Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Ramipril/Piretanid STADA® wird angewendet
zur Behandlung des nicht organbedingten Bluthochdrucks (essentielle Hypertonie). Ramipril/Piretanid STADA® ist angezeigt bei Patienten, deren Blutdruck mit Ramipril allein nicht ausreichend gesenkt werden konnte.
Da keine ausreichenden Therapieerfahrungen vorliegen, darf Ramipril/Piretanid STADA® nicht angewendet werden bei
Nierenerkrankungen, die mit Steroiden, nichtsteroidalen Antiphlogistika, Immunmodulatoren und/oder zytotoxischen Substanzen behandelt werden
schweren Nierenfunktionsstörungen (Serum-Kreatinin > 1,8 mg/dl bzw. Kreatinin-Clearance < 30 ml/min)
Dialysepatienten
unbehandelter Herzleistungsschwäche (dekompensierte Herzinsuffizienz)
Kindern.
Die gleichzeitige Anwendung von Ramipril/Piretanid STADA® oder anderen ACE-Hemmern und bestimmten Behandlungsmethoden (extrakorporale Therapieverfahren), die zum Kontakt von Blut mit negativ geladenen Oberflächen führen, ist zu vermeiden, da schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktoide Reaktionen) bis hin zum lebensbedrohlichen Schock auftreten können (siehe folgende Beispiele).
So darf während der Behandlung mit Ramipril/Piretanid STADA® keine Blutwäsche (Dialyse oder Hämofiltration) mit Poly(acrylonitril,natrium-2-methylallylsulfonat)-high-flux-Membranen (z.B. „AN 69) und keine LDL(low-density lipoprotein)-Apherese mit Dextransulfat erfolgen.
Im Falle einer notfallmäßigen Dialyse oder Hämofiltration oder der Notwendigkeit einer LDL-Apherese muss deshalb vorher auf ein anderes Arzneimittel gegen hohen Blutdruck (Hypertonie) - keinen ACE-Hemmer - umgestellt werden, oder eine andere Dialysemembran verwendet werden.
Teilen Sie Ihren Ärzten mit, dass Sie mit Ramipril/Piretanid STADA® behandelt werden bzw. Dialysen benötigen, damit die Ärzte dies bei der Behandlung berücksichtigen können.
Während einer Therapie zur Schwächung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft (Hyposensibilisierungstherapie) gegen Insektengifte (z.B. von Bienen oder Wespen) und gleichzeitiger Anwendung eines ACE-Hemmers können z.T. lebensbedrohliche Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Blutdruckabfall, Atemnot, Erbrechen, allergische Hautreaktionen) auftreten. Überempfindlichkeitsreaktionen können auch nach Insektenstichen (wie Bienen- oder Wespenstich) vorkommen.
Falls eine Hyposensibilisierungstherapie gegen Insektengifte notwendig ist, ist der ACE-Hemmer vorübergehend durch andere Arzneimittel gegen Bluthochdruck zu ersetzen.
Was ist zu Beginn der Behandlung zu beachten?
Da es bei der Umstellung von der Monotherapie auf die Kombination Ramipril/Piretanid STADA® und bei Erhöhung der Dosierung von Ramipril bzw. Piretanid - insbesondere bei Patienten mit Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel (z.B. Erbrechen/Durchfall, Diuretikavorbehandlung), Herzleistungsschwäche oder schwerem Bluthochdruck - zu einem übermäßigen Blutdruckabfall kommen kann, sind diese Patienten mindestens 8 Stunden ärztlich zu überwachen.
In der Regel wird die fixe Kombination Ramipril/Piretanid STADA® nach vorangegangener Therapie mit der freien Kombination aus Ramipril und Piretanid angewendet, wenn die Erhaltungsdosen der Einzelwirkstoffe denen der fixen Kombination entsprechen und damit eine Normalisierung des Blutdrucks bewirkt werden konnte. In den meisten ällen beträgt die Dosierung täglich 1 Tablette (entsprechend 5 mg Ramipril und 6 mg Piretanid). Die tägliche Maximaldosis von 2 Tabletten (entsprechend 10 mg Ramipril und 12 mg Piretanid) sollte nicht überschritten werden.
Bei Patienten, die mit einem Diuretikum vorbehandelt sind und bisher noch keinen ACE-Hemmer erhalten haben, ist zu erwägen, dieses wenigstens 2 bis 3 Tage vor Beginn der Behandlung mit Ramipril/Piretanid STADA® abzusetzen oder zumindest in der Dosis zu verringern.
Bei Patienten mit schwerwiegender Verlaufsform des Bluthochdrucks (maligne Hypertonie) soll die Einstellung der Behandlung mit Ramipril/Piretanid STADA® im Krankenhaus erfolgen.
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance ml/min) und ältere Patienten
Die Dosiseinstellung ist besonders sorgfältig vorzunehmen (Titration der Einzelkomponenten). Die Erhaltungsdosis beträgt täglich Tablette. Hierfür können Sie die Tablette in 2 gleiche Hälften teilen. Die Maximaldosis beträgt täglich 1 Tablette Ramipril/Piretanid STADA®.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Ramipril/Piretanid STADA® darf NICHT eingenommen werden
Nehmen Sie Ramipril/Piretanid STADA® nicht ein, wenn einer der nachfolgend genannten Umstände auf Sie zutrifft, da sonst das Arzneimittel wahrscheinlich mehr schaden als nutzen wird. Eine Einnahme darf nicht erfolgen
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Ramipril, einen anderen ACE-Hemmer, Piretanid sowie Sulfonamide (mögliche Kreuzreaktionen beachten) oder einen der sonstigen Bestandteile von Ramipril/Piretanid STADA® sind
wenn Sie zu Gewebeschwellung (angioneurotisches Ödem, auch infolge einer früheren ACE-Hemmer-Therapie) neigen
wenn bei Ihnen eine Nierenarterienverengung (beidseitig bzw. einseitig bei Einzelniere) vorliegt
im Zustand nach Nierentransplantation
wenn Sie an einer den Blutfluss behindernden (hämodynamisch relevante) Aorten- oder Mitralklappenverengung bzw. anderen Ausflussbehinderungen der linken Herzkammer (z.B. hypertrophe Kardiomyopathie) leiden
bei primär erhöhten Aldosteron-Konzentration im Blut
bei schweren Leberfunktionsstörungen (Praecoma/Coma hepaticum) oder primären Lebererkrankungen
bei schweren Elektrolytstörungen, die sich durch Behandlung mit Ramipril/Piretanid STADA® verschlechtern können (z.B. Hyponatriämie, Hypokaliämie)
bei verminderter zirkulierender Blutmenge (Hypovolämie)
in der Schwangerschaft (vorheriger Ausschluss sowie Verhütung des Eintritts einer Schwangerschaft!)
in der Stillzeit (Abstillen!).
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Ramipril/Piretanid STADA® ist erforderlich
Ramipril/Piretanid STADA® darf nur nach sehr kritischer Nutzen-Risiko-Abwägung unter regelmäßiger Kontrolle von bestimmten klinischen Befunden und Laborwerten angewendet werden bei
vermehrter Eiweißausscheidung im Urin (mehr als 1 g/Tag)
gestörter Immunreaktion oder Kollagenkrankheit (z.B. Lupus erythematodes, Sklerodermie)
gleichzeitiger Therapie mit Arzneimitteln, die die Abwehrreaktionen unterdrücken (z.B. Kortikoide, Zytostatika, Antimetabolite), Allopurinol, Procainamid oder Lithium
Gicht oder erhöhtem Harnsäurespiegel im Blut
bereits erkannter oder verborgener Zuckerkrankheit (manifester oder latenter Diabetes mellitus)
Verengung der Hirngefäße (zerebrale Gefäßsklerose)
Verengung der Herzkranzgefäße (Koronarsklerose)
eingeschränkter Leberfunktion
Patienten mit einer Harnabflussbehinderung (z.B. bei Prostatahyperplasie, Hydronephrose, Ureterstenose)
Patienten mit Leberzirrhose und gleichzeitiger Nierenfunktionseinschränkung
Patienten mit vermindertem Eiweißgehalt im Blut (Hypoproteinämie z.B. bei nephrotischem Syndrom).
Bei Patienten mit Blasenentleerungsstörungen (z.B. bei Prostatahyperplasie) darf Ramipril/Piretanid STADA® nur angewendet werden, wenn für freien Harnabfluss gesorgt wird, da eine plötzlich einsetzende Harnflut zu einer Harnsperre mit Überdehnung der Blase führen kann.
Bei Patienten mit erhöhter Aktivität des Renin-Angiotensin-Systems (ein komplexes Blutdruckregulationssystem des Körpers) besteht das Risiko, dass ein plötzlicher ausgeprägter Blutdruckabfall und eine Verschlechterung der Nierenfunktion aufgrund der ACE-Hemmung auftreten. Wenn Ramipril/Piretanid STADA® in solchen ällen zum ersten Mal oder erstmals in höherer Dosierung angewendet wird, ist der Blutdruck so lange sorgfältig zu kontrollieren, bis keine weitere akute Blutdrucksenkung mehr zu erwarten ist.
Eine erhöhte Aktivität des Renin-Angiotensin-Systems ist beispielsweise zu erwarten bei
mit harntreibenden Arzneimitteln (Diuretika) vorbehandelten Patienten
Patienten mit Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel
Patienten mit schwerem Bluthochdruck
Patienten mit gleichzeitig vorhandener Herzleistungsschwäche
Patienten mit Ein- oder Ausflussbehinderung der linken Herzkammer (z.B. Aorten- oder Mitralklappenverengung, hypertrophe Kardiomyopathie)
Patienten mit einer den Blutfluss behindernden (hämodynamisch relevante) Nierenarterienverengung. (Das Absetzen einer bestehenden Diuretika-Behandlung kann erforderlich sein.)
Zu Behandlungsbeginn sind auch folgende Patienten besonders sorgfältig zu überwachen
ältere Patienten (über 65 Jahre)
Patienten, die durch einen unerwünscht starken Blutdruckabfall besonders gefährdet würden (z.B. Patienten mit Verengungen der Herzkranzgefäße oder der hirnversorgenden Gefäße).
Ein Salz-/Flüssigkeitsmangel (z.B. durch kochsalzarme Diät, Erbrechen, Durchfall oder Vorbehandlung mit Diuretika) muss vor Beginn der Therapie ausgeglichen werden.
Vor Anwendung von Ramipril/Piretanid STADA® muss die Nierenfunktion überprüft worden sein. Es wird empfohlen, die Nierenfunktion besonders in den ersten Wochen der Behandlung zu überwachen. Dies gilt insbesondere für
Patienten mit Herzleistungsschwäche
Patienten mit einseitiger Nierenarterienverengung (in diesem Fall kann bereits ein geringer Serum-Kreatinin-Anstieg Hinweis auf den Ausfall der betroffenen Niere sein; siehe auch unter 2. Ramipril/Piretanid STADA® darf NICHT eingenommen werden)
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion.
Während der Therapie mit Ramipril/Piretanid STADA® sollten die Serumelektrolyte (insbesondere Kalium, Natrium, Calcium), die Harnsäure sowie der Blutzucker und die Leukozytenzahl regelmäßig kontrolliert werden. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sind häufigere Kontrollen der Serum-Kalium-Konzentration erforderlich.
Insbesondere zu Behandlungsbeginn und bei Risikopatienten (Patienten mit Diabetes mellitus, Nierenfunktionsstörungen, Kollagenerkrankungen, ältere Patienten) und bei Behandlung mit Arzneimitteln, die die Abwehrreaktionen unterdrücken (Immunsuppressiva, Zytostatika), oder mit Allopurinol, Procainamid, Herzglykosiden, Glukokortikoiden sowie Abführmitteln sind Kontrollen der Serumelektrolyte, des Serumkreatinins, der Harnsäure, des Blutzuckers bzw. des Blutbildes kurzfristig angezeigt.
Sollten im Verlauf der Therapie mit Ramipril/Piretanid STADA® Symptome wie Fieber, Lymphknotenschwellungen und/oder Halsentzündungen bzw. eine erhöhte Blutungsneigung (z.B. schwer stillbares Zahnfleischbluten) auftreten, muss umgehend das Blutbild untersucht werden.
Bei der gleichzeitigen Anwendung von Ramipril/Piretanid STADA® und bestimmten Behandlungsmethoden (extrakorporale Therapieverfahren), die zum Kontakt von Blut mit negativ geladenen Oberflächen führen (z.B. Dialyse oder Hämofiltration mit bestimmten Dialysemembranen oder LDL-Apherese mit Dextransulfat), besteht die Gefahr, dass schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktoide Reaktionen) bis hin zum lebensbedrohlichen Schock auftreten können. Dies gilt auch für eine Therapie zur Schwächung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft (Hyposensibilisierungstherapie) gegen Insektengifte.
Ramipril/Piretanid STADA® darf nicht zusammen mit Poly(acrylonitril,natrium-2-methylallylsulfonat)-high-flux-Membranen (z.B. „AN 69), während einer LDL-Apherese mit Dextransulfat oder während einer Hyposensibilisierungsbehandlung mit Insektengiften angewendet werden (siehe auch unter 2. Ramipril/Piretanid STADA® darf NICHT eingenommen werden).
Wenn plötzlich Gewebeschwellungen (angioneurotische Ödeme) während der Behandlung auftreten, muss Ramipril/Piretanid STADA® sofort abgesetzt werden. Ein durch ACE-Hemmer ausgelöstes angioneurotisches Ödem kann mit Beteiligung von Kehlkopf, Rachen und/oder Zunge verlaufen (siehe auch unter 4. Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind). Gewebeschwellungen der Lippen, des Gesichts, der Gliedmaßen und des Darms können ebenfalls auftreten.
Kinder
Da keine ausreichenden Therapieerfahrungen vorliegen, darf Ramipril/Piretanid STADA® bei Kindern nicht angewendet werden (siehe auch unter 2. Ramipril/Piretanid STADA® darf NICHT eingenommen werden).
Ältere Menschen
Die Therapie älterer Patienten (über 65 Jahre) sollte mit Vorsicht erfolgen (siehe auch unter 3. Wie ist Ramipril/Piretanid STADA® einzunehmen?).
Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von Ramipril/Piretanid STADA® kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von Ramipril/Piretanid STADA® als Dopingmittel können nicht abgesehen werden, schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft
Vor Anwendung von Ramipril/Piretanid STADA® ist bei Frauen im gebährfähigen Alter eine Schwangerschaft auszuschließen. Während einer Behandlung mit Ramipril/Piretanid STADA® müssen bei diesen Frauen geeignete Maßnahmen zur Schwangerschaftsverhütung getroffen werden. Wird dennoch unter der Behandlung mit Ramipril/Piretanid STADA® eine Schwangerschaft festgestellt, muss so früh wie möglich unter ärztlicher Beratung eine Umstellung auf andere, für das Kind risikoärmere Therapiemöglichkeiten erfolgen. Andernfalls kann es bei Einnahme von Ramipril/Piretanid STADA®, insbesondere während der letzten 6 Monate der Schwangerschaft, zu einer Schädigung des Kindes, auch mit Todesfolge, kommen.
Stillzeit
Die Wirkstoffe von Ramipril/Piretanid STADA® (Ramipril und Piretanid) gehen in die Muttermilch über. ür ACE-Hemmer liegen keine Erfahrungen beim Menschen mit einer Anwendung in der Stillzeit vor. Für harntreibende Mittel ist bekannt, dass sie die Produktion der Muttermilch (Laktation) hemmen können. Daher ist Folgendes zu beachten: Wird gestillt, darf Ramipril/Piretanid STADA® nicht eingenommen werden.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Die Behandlung des Bluthochdrucks mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen so weit verändert sein, dass die ähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt im verstärkten Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Ramipril/Piretanid STADA® einzunehmen?
Nehmen Sie Ramipril/Piretanid STADA® immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
Wie Sie Ramipril/Piretanid STADA® einnehmen sollen, sagt Ihnen Ihr Arzt. Er wird sich im Allgemeinen an folgenden Empfehlungen orientieren:
Grundsätzlich sollte die Behandlung des Bluthochdrucks mit einem Einzelwirkstoff in niedriger Dosierung einschleichend begonnen werden.
Die Gabe der fixen Kombination Ramipril/Piretanid STADA® wird erst nach vorangegangener individueller Dosiseinstellung (Dosistitration) mit den Einzelsubstanzen (d.h. Ramipril und Piretanid) empfohlen. Wenn klinisch vertretbar, kann eine direkte Umstellung von der Monotherapie auf die fixe Kombination in Erwägung gezogen werden.
Art der Anwendung
Ramipril/Piretanid STADA® Tabletten sind unzerkaut und mit ausreichend Flüssigkeit (etwa Glas Wasser) vor, während oder nach einer Mahlzeit einzunehmen. Grundsätzlich wird empfohlen, die verordnete Tagesmenge morgens auf einmal einzunehmen.
Dauer der Anwendung
Die Dauer der Anwendung bestimmt der behandelnde Arzt.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Ramipril/Piretanid STADA® zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Ramipril/Piretanid STADA® eingenommen haben, als Sie sollten
Bei dringendem Verdacht einer Überdosierung benötigen Sie umgehend ärztliche Hilfe!
In Abhängigkeit vom Ausmaß der Überdosierung sind z.B. folgende Symptome möglich
stark erhöhte Harnausscheidung
starker Blutdruckabfall
verlangsamte Herzschlagfolge
Kreislaufschock
Elektrolytstörungen
Nierenversagen.
Wenn Sie die Einnahme von Ramipril/Piretanid STADA® vergessen haben
Wenn Sie einmal vergessen haben sollten, Ramipril/Piretanid STADA® einzunehmen, nehmen Sie beim nächsten Mal nicht zusätzlich mehr Tabletten ein, sondern setzen Sie die Behandlung mit der verordneten Dosis fort.
Wenn Sie die Einnahme von Ramipril/Piretanid STADA® abbrechen
Sie sollten die Behandlung mit Ramipril/Piretanid STADA® nicht ohne Anordnung des Arztes unterbrechen oder vorzeitig beenden, denn Sie gefährden sonst den Behandlungserfolg.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt und Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Ramipril/Piretanid STADA® mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Folgende Wechselwirkungen können bei gleichzeitiger Anwendung von Ramipril/Piretanid STADA®, ACE-Hemmern oder Piretanid und den nachfolgend genannten Arzneimitteln bzw. Substanzen auftreten
Nephrotoxische bzw. ototoxische Arzneimittel (z.B. Aminoglykosid-Antibiotika, Cisplatin): Verstärkung der nierenschädigenden bzw. gehörschädigenden Wirkung dieser Substanzen durch Piretanid. Auftretende Hörstörungen können irreversibel sein. Die gleichzeitige Anwendung der vorgenannten Arzneimittel sollte daher vermieden werden.
Kaliumsalze, kaliumsparende Diuretika (z.B. Amilorid, Triamteren, Spironolacton): Verstärkte Zunahme der Serum-Kalium-Konzentration. (Wenn eine gleichzeitige Behandlung mit diesen Arzneimitteln angezeigt ist, erfordert dies eine engmaschige Überwachung des Serum-Kaliums.)
Heparin: Möglicher Anstieg der Serum-Kalium-Konzentration
Blutdrucksenkende Arzneimittel (z.B. andere harntreibende Mittel, Betarezeptorenblocker) und andere Arzneimittel mit blutdrucksenkendem Potenzial (z.B. Nitrate, Vasodilatatoren, Barbiturate, Phenothiazine, tricyclische Antidepressiva): Verstärkung der blutdrucksenkenden Wirkung von Ramipril/Piretanid STADA®
Schlafmittel, Betäubungsmittel (Hypnotika, Narkotika, Anästhetika): Verstärkter Blutdruckabfall (ggf. Information des Narkosearztes über die Therapie mit Ramipril/Piretanid STADA®)
Katecholamine (z.B. Epinephrin): Mögliche Abschwächung der blutdrucksenkenden Wirkung von Ramipril/Piretanid STADA® (engmaschige Blutdruckkontrollen empfohlen). Außerdem kann Piretanid die Wirkung der Katecholamine abschwächen.
Probenecid: mögliche Abschwächung der blutdrucksenkenden Wirkung von Piretanid
Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen (nichtsteroidale Antiphlogistika, Analgetika, z.B. Indometacin, Acetylsalicylsäure): Mögliche Abschwächung der blutdrucksenkenden Wirkung von Ramipril/Piretanid STADA®; möglicherweise erhöhtes Risiko einer Verschlechterung der Nierenfunktion und eines Anstiegs der Serum-Kalium-Konzentration. Insbesondere bei verminderter zirkulierender Blutmenge kann ein akutes Nierenversagen ausgelöst werden.
hochdosierte Salicylatgaben: Verstärkung der das zentrale Nervensystem schädigenden Wirkung von Salicylaten durch Piretanid
Lithium: Erhöhung der Serum-Lithium-Konzentration und dadurch Verstärkung der herz- und nervenschädigenden (kardio- und neurotoxischen) Wirkung von Lithium (regelmäßige Kontrolle der Serum-Lithium-Konzentration erforderlich!)
Allopurinol, Procainamid oder Arzneimittel, die die Abwehrreaktionen unterdrücken (Zytostatika, Immunsuppressiva, systemische Kortikoide), sowie andere Arzneimittel, die das Blutbild verändern können: Erhöhte Wahrscheinlichkeit von Blutbildveränderungen, insbesondere Abnahme der weißen Blutzellen (Leukopenie)
Kaliumausscheidende harntreibende Mittel (z.B. Furosemid), Glucocorticoide, ACTH, Carbenoxolon, größere Mengen von Lakritze und andere vermehrt Kalium-ausscheidende Arzneimittel (z.B. Amphotericin B, Penicillin G) oder Abführmittelmissbrauch: erhöhte Kalium- und/oder Magnesiumverluste durch Piretanid
Digitalisglykoside: Wirkungen und Nebenwirkungen von Digitalisglykosiden können bei vorhandenem Kalium- und/oder Magnesiummangel verstärkt werden
Blutzuckersenkende Arzneimittel zum Einnehmen (z.B. Sulfonylharnstoffe, Biguanide), Insulin: Wirkungsabschwächung durch Piretanid oder Verstärkung des blutzuckersenkenden Effektes durch Ramipril möglich. (Eine Dosisanpassung von oralen Antidiabetika oder Insulin kann erforderlich sein; zu Behandlungsbeginn wird eine besonders sorgfältige Kontrolle des Blutzuckers empfohlen.)
Muskelrelaxanzien vom Curaretyp: Verstärkung und Verlängerung der muskelrelaxierenden Wirkung durch Piretanid (Information des Narkosearztes über die Therapie mit Ramipril/Piretanid STADA®!).
Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewendete Arzneimittel gelten können.
Bei Einnahme von Ramipril/Piretanid STADA® zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Kochsalz: Abschwächung der blutdrucksenkenden Wirkung von Ramipril/Piretanid STADA®
Alkohol: Verstärkung der Blutdrucksenkung und der Alkoholwirkung
Größere Mengen von Lakritze: Erhöhte Kaliumverluste.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Ramipril/Piretanid STADA® Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
Sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten
Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Selten: Insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, Kollagenkrankheiten oder gleichzeitiger Therapie mit Allopurinol, Procainamid oder bestimmten Arzneimitteln, die die Abwehrreaktionen unterdrücken oder anderen Arzneimitteln, die das Blutbild beeinträchtigen können, kann es zu einer krankhaften Verringerung oder sonstigen Veränderungen der Blutzellenzahl (Anämie, Thrombozytopenie, Leukopenie, Neutropenie, Eosinophilie) kommen.
Sehr selten: Insbesondere bei den o.g. Patientengruppen kann es zu einem völligen Verlust bestimmter oder aller Blutzellen (Agranulozytose oder Panzytopenie; z.B. infolge Myelosuppression) kommen. Hämolytische Anämie/Hämolyse (auch im Zusammenhang mit Glukose-6-PDH-Mangel), Leukozytose und/oder erhöhte Titer antinukleärer Antikörper, erhöhter Blutsenkungsgeschwindigkeit.
Häufigkeit nicht bekannt: Hämoglobinkonzentration, Hämatokrit, weiße Blutzellen- oder Blutplättchenzahl können abfallen.
Hinweis
Die o.g. Laborwerte sollen vor und regelmäßig während der Behandlung mit Ramipril/Piretanid STADA® kontrolliert werden.
Erkrankungen des Nervensystems
Gelegentlich: Zum Teil durch Wasser- und Elektrolytstörungen Kopfschmerzen, Gleichgewichtsstörungen, Benommenheit.
Selten: Übermächtige Schläfrigkeit (Somnolenz), Kribbeln, Taubheits- und Kältegefühl an den Gliedmaßen (Parästhesien), Zittern (Tremor), sowie Geruchsstörungen, Geschmacksveränderungen oder vorübergehender Geschmacksverlust.
Augenerkrankungen
Gelegentlich: Bindehautreizung (Konjunktivitis).
Selten: Zum Teil durch Wasser- und Elektrolytstörungen kann verschwommenes Sehen auftreten.
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
Selten: Zum Teil durch Wasser- und Elektrolytstörungen können Hörstörungen (z.B. Ohrensausen) auftreten.
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Häufig: trockener Reizhusten.
Selten: krampfartige Verengung der Bronchien (Bronchospasmus), Atemnot, Bronchitis, Entzündung der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) oder Schnupfen (Rhinitis).
Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts
Gelegentlich: Beschwerden wie Magenschmerzen, Übelkeit, Oberbauchbeschwerden (in manchen ällen mit Erhöhung der Pankreasenzyme) und Verdauungsstörungen.
Selten: Erbrechen, Durchfall, Verstopfung und Appetitlosigkeit, Entzündungen der Mund- bzw. Zungenschleimhaut oder des Magen-Darm-Trakts, Mundtrockenheit und Durst, Erhöhung der Pankreasenzyme.
Sehr selten: Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis), Gewebeschwellungen im Bereich des Darms (intestinales Angioödem), Darmverschluss (Subileus, Ileus).
Hinweis
Die o.g. Laborwerte sollen vor und regelmäßig während der Behandlung mit Ramipril/Piretanid STADA® kontrolliert werden.
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Gelegentlich: Nierenfunktionsstörungen können auftreten oder verstärkt werden.
Selten: Vermehrte Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie), teilweise mit gleichzeitiger Verschlechterung der Nierenfunktion.
Sehr selten: Akutes Nierenversagen.
Häufigkeit nicht bekannt: Insbesondere zu Beginn der Therapie kann es zu einer vermehrten Flüssigkeitsausscheidung kommen.
Bei Patienten mit gestörter Blasenentleerung oder Prostatahyperplasie können die Symptome einer Harnabflussbehinderung erstmals in Erscheinung treten bzw. verstärkt werden.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Gelegentlich: Zum Beispiel als Ausdruck einer allergischen Reaktion können Haut- und Schleimhautreaktionen wie Ausschlag (selten makulopapuläre oder lichenoide Ex- und Enantheme), Nesselsucht (Urtikaria), Juckreiz (Pruritus) oder ein angioneurotisches Ödem mit Beteiligung von Lippen, Gesicht und/oder Extremitäten auftreten und zum Absetzen von Ramipril/Piretanid STADA® zwingen. Auch leichtere nicht-angioneurotische Ödeme, z.B. im Bereich der Sprunggelenke, sind möglich.
Selten: Erythema multiforme, Lichtüberempfindlichkeit der Haut (Photosensibilität), Haarausfall (Alopezie), Gewebeschwellungen (angioneurotische Ödeme) mit Beteiligung von Kehlkopf, Rachen und/oder Zunge (siehe unten: Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind). Im Vergleich zu nicht-schwarzen Patienten wurde bei schwarzen Patienten eine höhere Inzidenz von Gewebeschwellungen (Angioödemen) unter der Behandlung mit ACE-Hemmern beobachtet.
Sehr selten: Schwerwiegende Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom oder toxische epidermale Nekrolyse, schwere blasenbildende Hauterkrankung (Pemphigus), Verschlimmerung einer Schuppenflechte (Psoriasis), schuppige oder blasige (psoriasiforme oder pemphigoide) Haut- oder Schleimhautveränderungen, Nagelablösungen (Onycholyse).
Häufigkeit nicht bekannt: Manche Hautveränderungen können mit Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen (Myalgien, Arthralgien, Arthritis), Gefäßentzündungen (Vaskulitiden) und bestimmten Laborwertveränderungen (Eosinophilie, Leukozytose und/oder erhöhten Titern antinukleärer Antikörper, erhöhter Blutsenkungsgeschwindigkeit) einhergehen.
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Selten: Es kann zu Muskelkrämpfen, Schwäche der Skelettmuskulatur, Muskelschmerzen sowie infolge eines Magnesium- oder Calciummangels im Blut zu neuromuskulärer Übererregbarkeit und Tetanie kommen.
Sehr selten: Gelenkschmerzen und Gelenkentzündungen.
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Gelegentlich: Insbesondere bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen können die Serumkonzentrationen von Harnstoff, Kreatinin und Kalium ansteigen sowie die Natriumkonzentration im Serum abfallen. Bei Patienten mit manifester Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) wurde unter ACE-Hemmern ein Serum-Kalium-Anstieg beobachtet.
Häufigkeit nicht bekannt: Aufgrund des Piretanid-Anteils kann eine übermäßige Flüssigkeitsausscheidung (insbesondere bei höherer Dosierung) zu einem Mangel an Körperwasser (Dehydratation) und einer Verminderung der zirkulierenden Blutmenge (Hypovolämie) führen. ührt der Flüssigkeitsverlust zur Bluteindickung (Hämokonzentration), so kann es insbesondere bei älteren Patienten zur Thromboseneigung kommen.
Der Bestandteil Piretanid kann - insbesondere bei höherer Dosierung - einen Kalium-, Chlorid-, Magnesium- oder Calciummangel im Blut, Glukoseausscheidung im Urin und eine stoffwechselbedingte Alkalose hervorrufen.
Die Harnsäurekonzentration im Serum kann zunehmen, was vor allem bei Patienten mit zuvor schon erhöhtem Harnsäurespiegel zu Gichtanfällen führen kann. Erhöhungen von Cholesterin und Triglyceriden im Serum sowie von Blutzucker wurden beobachtet. Der Blutzuckerhaushalt kann verändert werden (Verschlechterung der Glukose-Toleranz). Eine Zuckerkrankheit im Vorstadium (latenter Diabetes mellitus) kann in Erscheinung treten, eine bestehende Zuckerkrankheit kann sich verschlechtern.
Im Urin kann eine vermehrte Eiweißausscheidung auftreten.
Hinweis
Die o.g. Laborwerte sollen vor und regelmäßig während der Behandlung mit Ramipril/Piretanid STADA® kontrolliert werden.
Gefäßerkrankungen
Gelegentlich: Insbesondere zu Beginn der Therapie mit Ramipril/Piretanid STADA® sowie bei Patienten mit Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel (z.B. Erbrechen/Durchfall, Vorbehandlung mit harntreibenden Arzneimitteln), Herzleistungsschwäche, schwerem Bluthochdruck, aber auch bei Erhöhung der Dosierung von Ramipril/Piretanid STADA®, kann eine übermäßige Blutdrucksenkung (Hypotonie, Orthostase), eventuell bis hin zum Schock, auftreten. Schwindel, Leeregefühl im Kopf - unter Umständen mit Konzentrationsstörungen -, Schwitzen, Schwächegefühl und Sehstörungen, selten auch Bewusstseinsverlust (Synkope) können Symptome der übermäßigen Blutdrucksenkung sein.
Selten: Gesichtsrötung (Flush), Zunahme oder Auslösung der Gefäßkrämpfe bei Raynaud-Krankheit.
Sehr selten: Gefäßentzündung (Vaskulitis).
Im Zusammenhang mit einem verstärkten Blutdruckabfall können folgende Nebenwirkungen auftreten
Gelegentlich: Erhöhte Herzschlagfolge (Tachykardie).
Selten: Herzklopfen (Palpitationen) und Brustschmerz (Angina pectoris).
Sehr selten Herzinfarkt, kurzfristige symptomatische Mangeldurchblutung des Gehirns (TIA), Schlaganfall (ischämischer zerebraler Insult).
Häufigkeit nicht bekannt: Herzrhythmusstörungen können auftreten oder verstärkt werden; Durchblutungsstörungen infolge einer Gefäßverengung können sich unter Behandlung mit Ramipril/Piretanid STADA® verschlechtern.
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Gelegentlich: Zum Teil durch Wasser- und Elektrolytstörungen können Müdigkeit und Schwäche auftreten.
Sehr selten: Fieber.
Erkrankungen des Immunsystems
Sehr selten: Anaphylaktische Reaktionen bis hin zum Schock. Unter Wirkung von ACE-Hemmern können anaphylaktische und anaphylaktoide Reaktionen eher auftreten und schwerer verlaufen. Dies muss bei einer Hyposensibilisierungsbehandlung bedacht werden (siehe unter 2. Ramipril/Piretanid STADA® darf NICHT eingenommen werden).
Leber- und Gallenerkrankungen
Gelegentlich: Erhöhung der Bilirubin- und Leberenzymkonzentrationen, „Gallenstauung“ (intrahepatische Cholestase).
Sehr selten: Leberfunktionsstörungen (einschließlich akutes Leberversagen), Leberentzündung (Hepatitis), akute Entzündung der Gallengänge (Cholangitis). Unter der Behandlung mit ACE-Hemmern wurde sehr selten ein Syndrom beobachtet, das mit Gelbsucht durch Gallestau (cholestatischer Ikterus) beginnt und bis zum Absterben von Leberzellen (hepatische Nekrose; manchmal mit tödlichem Ausgang) fortschreitet.
Hinweise
Die o.g. Laborparameter sollen vor und regelmäßig während der Behandlung mit Ramipril/Piretanid STADA® kontrolliert werden.
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Selten: Zum Teil durch Wasser- und Elektrolytstörungen kann Impotenz auftreten.
Psychiatrische Erkrankungen
Selten: Zum Teil durch Wasser- und Elektrolytstörungen können Apathie, Depressionen, Schlafstörungen, Libidoabnahme, Verwirrtheit, Angstgefühl, Nervosität, Unruhe auftreten.
Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind
Bei durch ACE-Hemmer ausgelösten Gewebeschwellungen (angioneurotisches Ödem) mit Beteiligung von Kehlkopf, Rachen und/oder Zunge ist die Behandlung sofort abzubrechen. Auch andere ACE-Hemmer oder entsprechende Kombinationspräparate dürfen in solchen ällen nicht angewendet werden. Es müssen sofort 0,3 mg bis 0,5 mg Epinephrin subkutan bzw. 0,1 mg Epinephrin (Verdünnungsanweisung beachten!) langsam intravenös unter EKG- und Blutdruckkontrolle gegeben werden, im Anschluss daran Glukokortikoidgabe.
Ferner wird die intravenöse Gabe von Antihistaminika und H2-Rezeptorantagonisten empfohlen. Zusätzlich zur Epinephrin-Anwendung kann bei bekanntem C1-Inaktivator-Mangel die Gabe von C1-Inaktivator erwogen werden.
Der Patient sollte ins Krankenhaus eingewiesen und mindestens 12 bis 24 Stunden lang überwacht werden. Er sollte erst entlassen werden, wenn die Symptome sich vollständig zurückgebildet haben.
Beim Auftreten von Gelbsucht (Ikterus) oder bei einem deutlichen Anstieg der Leberenzyme ist die Therapie mit Ramipril/Piretanid STADA® abzubrechen und der Patient ärztlich zu überwachen.
Bei Verdacht auf eine schwerwiegende Hautreaktion muss sofort der behandelnde Arzt aufgesucht und ggf. die Therapie mit Ramipril/Piretanid STADA® abgebrochen werden.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie eine der anderen aufgeführten Nebenwirkungen oder andere unerwünschte Wirkungen unter der Behandlung mit Ramipril/Piretanid STADA® bemerken. Einige Arzneimittelnebenwirkungen (z.B. übermäßiger Blutdruckabfall, angioneurotisches Ödem) können unter Umständen lebensbedrohlich werden. Darum informieren Sie bitte umgehend einen Arzt, falls eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich unerwartet stark entwickelt. Nehmen Sie das Mittel auf keinen Fall ohne ärztliche Aufsicht weiter ein.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Durchdrückpackung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden.
Nicht über +25°C lagern.
Arzneimittel sollten nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Zusätzliche Informationen

GEBRAUCHSINFORMATION: Information für den Anwender
Ramipril/Piretanid STADA® 5 mg/6 mg Tabletten
Zur Anwendung bei Jugendlichen und Erwachsenen
Wirkstoffe: Ramipril und Piretanid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden haben wie Sie.
Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:
Ramipril/Piretanid STADA® ist ein Arzneimittel gegen zu hohen Blutdruck, das aus einem ACE-Hemmer (Ramipril) und einem Schleifendiuretikum (Piretanid) besteht. Die blutdrucksenkenden Wirkungen beider Komponenten ergänzen sich.


Bewertungen «Ramipril/Piretanid STADA 5mg/6mg Tabletten»