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«Ramipril Sandoz®»

Ramipril Sandoz®
Ramipril Sandoz®
Ramipril Sandoz®


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Ramipril Sandoz ist ein Arzneimittel, das auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin bei folgenden Krankheiten eingesetzt wird:

zur Behandlung des zu hohen Blutdrucks (Hypertonie);

zur Behandlung der Herzmuskelschwäche;

zur Nachbehandlung des Herzinfarktes;

zur Verminderung des Risikos von Herzinfarkt, Schlaganfall und Herz- Kreislauf bedingtem Tod bei erhöhtem Herz-Kreislauf-Risiko und/oder bei nicht insulinabhängiger Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus vom Typ 2);

zur Behandlung von bestimmten Nierenfunktionsstörungen; Ramipril Sandoz verlangsamt das Fortschreiten der Nierenfunktionsstörung und die Entwicklung eines endgültigen Nierenversagens.

Ramipril, der Wirkstoff von Ramipril Sandoz bzw. Ramiprilat, der aktive Metabolit, hemmt körpereigene Substanzen, die an der Entstehung des Bluthochdrucks beteiligt sind (ACE-Hemmer). Der Blutdruck wird gesenkt und die Herzleistung wird verbessert. Ramipril ist ein langwirksamer ACE-Hemmer. Die blutdrucksenkende Wirkung zeigt sich 1–2 Stunden, ihre stärkste Wirkung 3–6 Stunden nach Einnahme. Die Wirkung einer Einzeldosis hält meist über 24

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Zur Behandlung des zu hohen Blutdrucks kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin weitere Massnahmen wie Gewichtsabnahme, Kochsalzreduktion und sportliche Aktivitäten empfehlen.

Ramipril Sandoz darf nicht gegeben werden:

bei Überempfindlichkeit gegen Ramipril, andere ACE-Hemmer, Stärke oder einen anderen Hilfsstoff;

falls früher bei der Einnahme eines Blutdruckmittels Schwellungen im Gesicht, an Lippen, Zunge oder Rachen (Schluck- oder Atembeschwerden) auftraten (Gefahr der Auslösung eines lebensbedrohlichen angioneurotischen Ödems);

wenn Sie sich einer Dialyse unterziehen müssen, so müssen Sie den zuständigen Arzt bzw. die zuständige Ärztin, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Dialysestation informieren, dass Sie Ramipril Sandoz Tabletten (einen ACE-Hemmer) einnehmen, da gewisse Blutfiltermembrane in diesem Fall nicht benutzt werden dürfen. Aus dem gleichen Grund müssen Patienten und Patientinnen den Arzt bzw. die Ärztin informieren, die sich einer LDL-Apherese (Entfernung von Fett aus dem Blut durch Filtration) unterziehen, dass sie Ramipril Sandoz Tabletten einnehmen;

bei gewissen schweren Nieren- und Herzerkrankungen.

Zum Einsatz von Ramipril Sandoz bei Kindern, bei Patienten und Patientinnen mit schweren Nierenfunktionsstörungen sowie bei Dialysepatienten und -patientinnen allgemein liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor.


Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen!

Die Behandlung mit Ramipril Sandoz erfordert regelmässige ärztliche Kontrollen, insbesondere in bestimmten Risikosituationen muss eine erste Dosis oder eine erste Dosiserhöhung durch eine enge Blutdrucküberwachung begleitet werden.

In seltenen Fällen sind bei Patienten und Patientinnen unter ACE-Hemmer-Therapie lebensbedrohliche allergische Reaktionen während der Desensibilisierung mit Insektengift aufgetreten. Teilen Sie dem behandelnden Arzt bzw. der Ärztin vor der Desensibilisierung mit, dass Sie Ramipril Sandoz Tabletten einnehmen. Diese Reaktionen konnten vermieden werden, wenn die Behandlung mit dem ACE-Hemmer vor der Desensibilisierung vorübergehend unterbrochen wurde. Selten kann es auch nach Insektenstichen zu allergischen Reaktionen kommen.

Falls Sie operiert werden müssen, sollten Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mitteilen, dass Sie Ramipril Sandoz einnehmen.

Ramipril kann die Wirkung von Alkohol verstärken.

Gewisse Arzneimittel können die Wirkung von Ramipril Sandoz Tabletten beeinflussen, insbesondere harntreibende, kaliumhaltige oder entzündungshemmende (z.B. gegen Rheuma) Arzneimittel sowie Präparate, welche gegen Depressionen eingesetzt werden oder die Abwehrreaktion des Körpers vermindern.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie Kochsalz durch kaliumhaltige Diätsalze ersetzen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen!


Ramipril Sandoz darf während einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Vor Beginn der Behandlung mit Ramipril Sandoz ist daher eine Schwangerschaft auszuschliessen.

Frauen im gebärfähigen Alter sollen während der Behandlung mit Ramipril Sandoz Tabletten eine zuverlässige Schwangerschaftsverhütung einhalten. Falls Sie während der Behandlung mit Ramipril Sandoz schwanger werden, müssen Sie sofort Ihren Arzt oder Ihre Ärztin informieren.

Ist während der Stillzeit eine Behandlung mit Ramipril erforderlich, darf nicht gestillt werden, um zu verhindern, dass das Kind über die Muttermilch geringe Mengen Ramipril aufnimmt.

Wie wird es angewendet?

Übliche Dosierung

Die Dosierung richtet sich nach erwünschtem Effekt und Verträglichkeit im Einzelfall. Die Dosierung und Dauer der Behandlung mit Ramipril Sandoz bestimmt im Einzelfall der Arzt oder die Ärztin.

Bluthochdruck

Es wird empfohlen, Ramipril Sandoz einmal täglich einzunehmen, beginnend mit einer Tablette Ramipril Sandoz 2,5 mg und die Dosis kann vom Arzt oder der Ärztin, wenn nötig, langsam gesteigert werden.

Übliche Erhaltungsdosis sind 1–2 Tabletten Ramipril Sandoz 2,5 mg oder 1 Tablette Ramipril Sandoz 5 mg täglich, die höchstzulässige Tagesdosis ist 10 mg Ramipril.

Herzmuskelschwäche

Die empfohlene Anfangsdosierung beträgt eine Tablette Ramipril Sandoz 1,25 mg einmal täglich. Wenn nötig, wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin die Dosierung steigern.

Nachbehandlung des Herzinfarktes

Die Dosierung wird nach Ihrem individuellen Ansprechen vom Arzt bzw. von der Ärztin angepasst und verordnet.

Verminderung des Risikos von Herzinfarkt, Schlaganfall und Herz-Kreislauf bedingtem Tod bei erhöhtem Herz-Kreislauf-Risiko

Die empfohlene Anfangsdosierung beträgt eine Tablette Ramipril Sandoz 2,5 mg einmal täglich. Je nach Verträglichkeit wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin die Dosierung stufenweise erhöhen. Die übliche Erhaltungsdosis beträgt 10 mg Ramipril (2 Tabletten Ramipril Sandoz 5 mg oder 1 Tablette Ramipril Sandoz 10 mg).

Nierenfunktionsstörungen

Die empfohlene Anfangsdosierung beträgt eine Tablette Ramipril Sandoz 1,25 mg einmal täglich. Je nach Verträglichkeit wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die Dosierung steigern. Die maximal zulässige Tagesdosis beträgt 5 mg Ramipril.

Spezielle Dosierung

Wenn Sie vor der Behandlung mit Ramipril Sandoz Tabletten ein wasser- treibendes Arzneimittel (Diuretikum) eingenommen haben, wird der Arzt bzw. die Ärztin das Absetzen des Diuretikums 2 bis 3 Tage vor Beginn der Einnahme von Ramipril Sandoz anordnen oder die Dosierung des Diuretikums oder von Ramipril Sandoz verringern.

In besonderen Fällen, zum Beispiel bei schweren Nieren- oder Leberleiden, bei Flüssigkeitsmangel, schwerem Bluthochdruck und bei erhöhtem Risiko durch einen Blutdruckabfall, wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Ihnen eine niedrigere Dosierung verschreiben.

Einnahme

Ramipril Sandoz Tabletten sind unzerkaut und mit ausreichend Flüssigkeit (etwa 1 Glas Wasser) einzunehmen. Die Einnahme kann vor, während oder nach einer Mahlzeit erfolgen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Ramipril Sandoz auftreten:

Bei empfindlichen Patienten können gelegentlich Magen-Darm-Störungen, z.B. Übelkeit, Magenschmerzen, Verdauungsstörungen, selten Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, entzündliche Reaktionen in der Mundhöhle und im Magen-Darm-Trakt und Mundtrockenheit, auftreten.

Sehr selten wurde eine Bauchspeicheldrüsen- oder eine Leberentzündung und Gelbsucht beobachtet. Anzeichen einer Leberentzündung sind Müdigkeit, Schwächegefühl, Unwohlsein, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Gelbfärbung der Haut oder Bindehaut und entfärbter Stuhl.

Gelegentlich treten als Folge der Blutdrucksenkung schneller Puls, Herzklopfen, Kreislaufbeschwerden beim Aufstehen (z.B. mit Schwäche oder selten Ohnmacht), periphere Ödeme (Wasseransammlung im Gewebe), Schwindelgefühle, Kopfschmerzen, Leeregefühl im Kopf, Müdigkeit, Hör- und Sehstörungen und selten Gleichgewichtsstörungen auf.

Häufig kann ein trockener, nicht produktiver Reizhusten, selten Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündung, Bronchitis, Atemnot, Halsentzündung, Heiserkeit und insbesondere bei Patienten mit Reizhusten, krampfartige Verengung der Bronchien auftreten.

Es können gelegentlich Haut- und Schleimhautausschlag, Nesselsucht und Juckreiz, Schwitzen, Bindehautreizung, selten Haarausfall, Nagelablösung, Lichtüberempfindlichkeit, Verschlimmerung einer Psoriasis (Schuppenflechte), Verstärkung einer Raynaud Symptomatik (anfallsartige stärkere Durchblutungsstörungen mit z.B. Blässe von Zehen und Fingern) auftreten. In diesem Fall müssen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin benachrichtigen. Bei schweren Hauterscheinungen oder Schwellungen (Hals, Zunge, Gesicht, Kehlkopf, Stimmapparat) unterbrechen Sie die Einnahme von Ramipril Sandoz sofort und benachrichtigen unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, besonders wenn das Atmen beeinträchtigt wird.

Treten bei Ihnen Anzeichen einer Infektion (Fieber, Halsweh) auf, sollten Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin aufsuchen. Durch eine Blutuntersuchung kann er/sie feststellen, ob diese Zeichen in Zusammenhang mit der Behandlung mit Ramipril Sandoz entstehen.

Sonstige unerwünschte Wirkungen

Selten Nervosität, Kribbelgefühl, Zittern, Schlafstörungen, Verwirrtheit, Appetitlosigkeit, Gemütsschwankungen, Geruchs- und Geschmacksstörungen, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie – wie generell bei ungewohnt niederem Blutdruck möglich – Impotenz und Abnahme des sexuellen Verlangens.

Da gewisse Nebenwirkungen von Ihnen nicht wahrgenommen werden können (eventuelle Probleme mit dem Blut oder der Nieren- oder Leberfunktion), sollten Sie die regelmässigen Termine für Kontrolluntersuchungen, die Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin vornimmt, einhalten.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Ramipril Sandoz bei Raumtemperatur (15–25 °C), in der Originalpackung und ausser Reichweite von Kindern lagern.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «Exp.» bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Zusätzliche Informationen

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Ramipril Sandoz 1,25 / 2,5 / 5 / 7,5 / 10 mg: Packungen zu 20 und 100 Tabletten (mit Bruchrille).


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