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«Rapamune®»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Rapamune gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Immunsuppressiva genannt wird. Es hilft die Immunantwort Ihres Körpers zu unterdrücken, nachdem Sie ein Organtransplantat erhalten haben. Es verhindert die Abstossung einer transplantierten Niere durch Ihren Körper, und wird normalerweise in Kombination mit Kortikosteroiden und vorübergehend mit Ciclosporin angewendet.

Dieses Medikament darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin eingenommen werden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Rapamune verringert durch seine Wirkungsweise die Widerstandskraft des Körpers gegen Infektionen; es ist daher wichtig, Infektionsrisiken zu vermeiden und dem behandelnden Arzt Infektionssymptome wie Schnupfen, Halsweh, eiternde Verletzungen usw. zu melden.

Rapamune darf nicht eingenommen werden, wenn Sie auf den Wirkstoff oder einen der Hilfsstoffe von Rapamune überempfindlich (allergisch) reagieren.


Wenn Sie Probleme mit der Leber haben, oder eine Krankheit hatten, die sich möglicherweise auf Ihre Leber ausgewirkt hat, teilen Sie dies bitte Ihrem Arzt mit, weil diese Umstände die Dosis von Rapamune, die Sie erhalten, beeinflussen können.

Ihr Arzt wird Labortests durchführen, um den Rapamune-Spiegel in Ihrem Blut zu überwachen. Während der Behandlung mit Rapamune wird Ihr Arzt ausserdem Labortests zur Überwachung der Nierenfunktion, der Blutfettwerte (Cholesterin und/oder Triglyzeride) und möglicherweise der Leberfunktion durchführen.

Immunosuppressive Arzneimittel können die Fähigkeit Ihres Körpers, Infektionen zu bekämpfen, beeinträchtigen, und können das Risiko, bösartige Geschwülste der lymphatischen Gewebe oder der Haut zu entwickeln, erhöhen.

Auch die Immunantwort auf Impfungen kann herabgesetzt werden. Konsultieren Sie Ihren Arzt bevor Sie sich impfen lassen.

Rapamune darf nicht mit Grapefruitsaft eingenommen werden.

Wegen des erhöhten Hautkrebsrisikos sollte die Einwirkung von Sonnen- und UV-Licht eingeschränkt werden durch das Tragen von schützender Kleidung und Verwendung von Sonnenschutzmitteln mit einem hohen Lichtschutzfaktor.

Es wurden keine spezifischen Studien zum Einfluss von Rapamune auf die Fahrtüchtigkeit oder das Bedienen von Maschinen durchgeführt. Obwohl keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit durch die Einnahme von Rapamune zu erwarten sind, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie irgendwelche Bedenken haben.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden (Externa) und zwar insbesondere:

Andere immunsuppressive Arzneimittel, ausser Ciclosporin oder Kortikosteroide.

Antibiotika oder Arzneimittel gegen Pilzinfektionen, z.B. Rifampicin, Clarithromycin, Erythromycin, Troleandomycin, Rifabutin, Clotrimazol, Fluconazol, Itraconazol, Ketoconazol, Voriconazol.

Bluthochdruckmittel oder Arzneimittel zur Behandlung von Herzkrankheiten, einschliesslich Nicardipin, Verapamil und Diltiazem.

Arzneimittel gegen Epilepsie, einschliesslich Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin.

Arzneimittel, die zur Behandlung von Magengeschwüren oder anderen Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt werden, wie Cisaprid, Cimetidin, Metoclopramid.

Bromocriptin (zur Behandlung der Parkinson-Krankheit und verschiedener hormoneller Beschwerden), Danazol (zur Behandlung von gynäkologischen Beschwerden) oder Proteasehemmer (zur HIV Behandlung).

Johanniskraut (Hypericum perforatum).

Die Anwendung von Rapamune kann zu erhöhten Konzentrationen von Cholesterin und Triglyceriden im Blut führen, die behandlungsbedürftig werden können. Arzneimittel, die als «Statine» und «Fibrate» bekannt sind und bei erhöhten Cholesterin- und Triglycerid-Werten angewendet werden, wurden mit einem erhöhten Risiko von Muskelabbau (Rhabdomyolyse) in Verbindung gebracht. Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Arzneimittel zur Senkung Ihrer Blutfettwerte einnehmen.

Rapamune überzogene Tabletten enthalten Laktose und Saccharose. Bitte informieren Sie Ihren Arzt, falls bei Ihnen eine Unverträglichkeit gegenüber Galaktose oder Fruktose, ein Laktasemangel, Glukose-Galaktose-Aufnahmestörungen oder ein Saccharase-Isomaltase-Mangel vorliegen.


Rapamune darf während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden.

Sie sollten während der Behandlung mit Rapamune und bis zu 12 Wochen nach Beendigung der Behandlung eine wirksame empfängnisverhütende Methode verwenden. Sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt, wenn Sie vermuten schwanger zu sein.

Eine verminderte Spermienzahl wurde mit der Einnahme von Rapamune in Zusammenhang gebracht. Diese normalisiert sich normalerweise nach Absetzen der Behandlung.

Wie wird es angewendet?

Rapamune ist ausschliesslich zur oralen Anwendung bestimmt. Nehmen Sie Ihr Arzneimittel immer so ein, wie Ihr Arzt es Ihnen verordnet hat. Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Es ist wichtig Rapamune stets zur gleichen Zeit mit oder ohne Nahrung einzunehmen.

Rapamune Trinklösung sollte nur mit Wasser oder Orangensaft verdünnt werden.

Rapamune darf nicht zusammen mit Grapefruitsaft eingenommen werden.

Die Tabletten dürfen nicht zerdrückt, zerkaut oder geteilt werden. Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Schwierigkeiten mit der Einnahme der Tabletten haben.

Es sollten nicht mehrere 0,5 mg Tabletten als Ersatz für die 1 mg Tablette oder anstelle anderer Stärken eingenommen werden.

Ihr Arzt wird genau festlegen, welche Dosis, wann und wie oft Sie Rapamune einnehmen müssen.

In der Regel wird Ihr Arzt für Erwachsene oder Jugendliche über 13 Jahre nach der Nierentransplantation eine Anfangsdosis von 6 mg Rapamune verschreiben. Danach werden Sie jeden Tag 2 mg Rapamune einnehmen müssen.

Wenn Sie auch Ciclosporin einnehmen, müssen Sie Rapamune 4 Stunden nach Ciclosporin einnehmen.

Wenn Sie eine grössere Menge Rapamune eingenommen haben als verordnet, suchen Sie sofort einen Arzt auf, oder gehen Sie in die nächste Krankenhaus-Notaufnahme. Bringen Sie immer die etikettierte Arzneimittelflasche mit, auch wenn diese leer ist.

Wenn Sie einmal die Einnahme einer Dosis vergessen haben, holen Sie diese nach, sobald Sie sich daran erinnern, ausser wenn Sie die nächste Dosis Ciclosporin schon innerhalb der nächsten 4 Stunden einnehmen müssen. In diesem Fall lassen Sie die vergessene Dosis Rapamune aus und nehmen Ihre Arzneimittel weiter zu den gewohnten Zeiten ein. Nehmen Sie keine doppelte Dosis, um die vergessene Dosis auszugleichen, und nehmen Sie Rapamune und Ciclosporin immer in einem Abstand von 4

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Rapamune auftreten:

Körper allgemein

Sehr häufig: Flüssigkeitsansammlung im Bereich der Nieren, Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme), Fieber, Schmerz.

Häufig: Wundheilungsstörungen; Infektionen (einschliesslich lebensbedrohlicher Infektionen).

Selten: Allergische Reaktionen, einschliesslich solcher, die lebensbedrohlich sind; Gesichtsschwellungen mit Einengung der Atemwege.

Funktionsstörungen des Nervensystems

Sehr häufig: Kopfschmerz.

Funktionsstörungen des Herzens

Häufig: Schneller Herzschlag.

Gelegentlich: Flüssigkeitsansammlung im Herzbeutel, die in einigen Fällen die Pumpfunktion des Herzens vermindern kann.

Funktionsstörungen des Kreislaufs

Sehr häufig: Erhöhter Blutdruck.

Häufig: Blutgerinnsel in den Beinvenen, die zu Gerinnseln in der Lunge führen können.

Gastrointestinale Beschwerden

Sehr häufig: Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung, Übelkeit.

Häufig: Mundschleimhaut-Entzündung, Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum.

Gelegentlich: Bauchspeicheldrüsen-Entzündung.

Störungen des Blut- und Lymphsystems

Sehr häufig: Verminderung der roten Blutkörperchen und der Blutplättchen.

Häufig: Nierenschädigung mit gleichzeitig verminderter Zahl an Blutplättchen und roten Blutkörperchen mit oder ohne Hautausschlag; verminderte Zahl an Zellen im Blut, die Infektionen abwehren (weisse Blutkörperchen); Verminderung der weissen Blutkörperchen, die als neutrophile Leukozyten bezeichnet werden.

Gelegentlich: Krebs des lymphatischen Gewebes, gleichzeitige Verminderung der roten und weissen Blutkörperchen sowie der Blutplättchen.

Selten: Flüssigkeitsansammlung im Gewebe aufgrund unregelmässiger Lymphfunktion.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr häufig: Erhöhter Cholesterinspiegel, erhöhte Blutzuckerwerte, erhöhte Blutfette, erniedrigter Kaliumwert im Blut, erniedrigter Phosphatspiegel im Blut, erhöhte Laktat-Dehydrogenase (LDH) im Blut, erhöhtes Kreatinin im Blut.

Häufig: Diabetes, anormale Leberfunktionstests, erhöhte Leberenzyme.

Funktionsstörungen der Gelenke und der Knochen

Sehr häufig: Gelenkschmerzen.

Häufig: Verschlechterung der Knochensubstanz.

Funktionsstörungen der Atemwege

Häufig: Nasenbluten; Pneumonie und andere Ursachen einer Entzündung, die zu einer Schädigung der Lunge führen können, Flüssigkeitsansammlung im Bereich der Lunge.

Gelegentlich: Blutungen in der Lunge.

Selten: Anhäufung von Eiweiss in den Lungenbläschen, welche die Atmung beeinträchtigen kann.

Funktionsstörungen der Haut

Sehr häufig: Akne.

Häufig: Ausschlag, Hautkrebs.

Selten: Schälen der Haut (exfoliative Dermatitis).

Funktionsstörungen der Nieren

Sehr häufig: Harnwegsinfektion.

Häufig: Niereninfektion, Eiweiss im Urin.

Gelegentlich: Nephrotisches Syndrom (Krankheitsbild mit viel Eiweiss im Urin und weiteren Nebenwirkungen wie z.B. Schwellungen).

Es gibt eine allgemeine Tendenz zur Flüssigkeitsansammlung in den verschiedenen Geweben.

Es wurde ferner über schwerwiegende Leberschädigung berichtet.

Es wurde über Narbenbildung in der Niere, welche die Nierenfunktion vermindern kann, berichtet.

Die oben genannten Nebenwirkungen können medizinische Massnahmen erforderlich machen, und einige können lebensbedrohlich oder tödlich sein. Sie sollten unverzüglich Ihren Arzt aufsuchen, wenn bei Ihnen Symptome wie Schwellung von Gesicht, Zunge und/oder Pharynx (Rachen) auftreten und/oder wenn Sie Atemnot bekommen (Angioödeme), oder wenn Ihre Haut sich schält (exfoliative Dermatitis).

Wenn Sie bei irgendwelchen Nebenwirkungen verunsichert sind, oder wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Nebenwirkungen, die Sie nicht selber bemerken können

Dabei handelt es sich vorwiegend um Veränderungen im Stoffwechsel, z.B. des Fett- und Cholesterinstoffwechsels (sehr häufig), oder Veränderungen des Blutes.

Es ist ausserordentlich wichtig, dass Sie sich allen durch Ihren Arzt angeordneten Kontrolluntersuchungen unterziehen, dazu gehören auch die Leber- und Nierenfunktionstests und Blutuntersuchungen.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Rapamune Trinklösung enthält 2 Vol.% Alkohol. Jede Dosis enthält bis zu 0,1 g Alkohol. Ein gesundheitliches Risiko besteht bei Alkoholkranken, Epileptikern, Hirngeschädigten, Schwangeren und Kindern. Alkohol kann die Wirkung anderer Arzneimittel beeinträchtigen oder verstärken.

Rapamune sollte für Kinderhand unerreichbar aufbewahrt werden.

Bewahren Sie Rapamune Trinklösung in der Originalverpackung, vor Licht geschützt und im Kühlschrank (+2 – +8

Zusätzliche Informationen

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen

Glasflaschen zu 60 ml Trinklösung.

Rapamune 0,5 mg, 1 mg und 2 mg: Packungen zu 30 und 100 überzogene Tabletten.


Bewertungen «Rapamune®»