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«Risperidon easypharm 4 mg Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Risperidon easypharm 4 mg gehört zur Gruppe der Arzneimittel, die als atypische Neuroleptika bezeichnet werden. Neuroleptika sind arzneilich wirksame, d.h. aktive Substanzen, die einen beruhigenden Effekt haben und Zeichen einer psychotischen Erkrankung wie Wahnvorstellungen und Halluzinationen mindern oder diesen vorbeugen können.

Anwendungsbereiche
Risperidon easypharm 4 mg wird angewendet:

  • zur Behandlung der Schizophrenie (einer schweren psychischen Erkrankung, die durch Symptome wie Wahnideen, Trugbilder (Halluzinationen) und eine allmähliche Persönlichkeitsveränderung gekennzeichnet ist);
  • um eine Schizophrenie nach dem Abklingen der Symptome zu beherrschen und um einem Rückfall in die volle Erkrankung vorzubeugen;
  • zur Behandlung schwerer Aggressivität bei Patienten mit einer fortgeschrittenen Form der Demenz;
  • zur Behandlung der Symptome mittelschwerer bis schwerer Manien.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Risperidon easypharm 4 mg darf nicht eingenommen werden,
wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Risperidon oder einen der sonstigen Bestandteile der Tablette sind.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Risperidon easypharm 4 mg ist erforderlich, wenn einer oder mehrere der folgenden Umstände zutreffen:

  • Sie sollten wissen, dass Studien bei älteren Patienten mit Demenz ergeben haben, dass sich die Behandlung mit antipsychotisch wirksamen Medikamenten wie Risperidon Tabletten (sogenannten atypischen Neuroleptika) schädlich auf die Gesundheit dieser Patienten auswirken kann. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt, um dies zu besprechen. Risperidon kann sich besonders schädlich auf die Gesundheit von älteren Patienten mit Demenz auswirken, wenn es zusammen mit anderen Furosemid-haltigen Arzneimitteln eingenommen wird. Furosemid ist ein in der Behandlung von Bluthochdruck und

Schwellungen (Ödemen) aufgrund von Wassereinlagerung im Körper zum Einsatz kommendes Medikament. Bitte informieren Sie Ihren Arzt wenn Sie ein Medikament einnehmen, das Furosemid enthält.

  • Wenn Sie demenzkrank sind und bereits einmal eine Hirnblutung (Schlaganfall oder zerebrovaskuläres Ereignis oder eine zeitweise Minderversorgung des Gehirns mit Sauerstoff [TIA]) erlitten haben, einen extrem niedrigen Blutdruck oder hohe Blutzuckerwerte (Diabetes) haben: In diesem Fall wird die Anwendung von Risperidon nicht empfohlen. Sie oder die Sie versorgenden Personen/Familienangehörigen müssen sofort Ihren Arzt verständigen, wenn Zeichen wie Schwäche oder Taubheit in den Wangen, Schwäche in den Armen oder Beinen, Sprachschwierigkeiten oder Sehstörungen unter der Behandlung mit Risperidon auftreten. Es kann sein, dass die Behandlung mit Risperidon dann beendet werden muss.
  • Wenn Sie Neuroleptika schon lange (und insbesondere in hohen Dosen) einnehmen: Es können motorische Fehlfunktionen besonders im Gesichtsbereich (z.B. von Zunge, Mund, Kiefer) oder von Armen und Beinen, bisweilen zusammen mit einem Zittern auftreten (tardive Dyskinesie). Diese Symptome können sich vorübergehend verschlimmern oder erstmals erst nach Beendigung der Behandlung auftreten. Ihr Arzt wird diesbezüglich alle 3-6 Monate nach Beginn der Behandlung regelmäßige Kontrollen durchführen. Wenn Symptome einer tardiven Dyskinesie auftreten, kann Ihr Arzt einen Abbruch der Behandlung erwägen. Das Risiko einer bleibenden Störung ist bei älteren Patienten und Patienten mit einer organischen Hirnschädigung erhöht.
  • Wenn Sie an bestimmten Veränderungen der Nervenzellen des Gehirns (Lewy-Body-Demenz) oder Parkinson’scher Krankheit leiden, wird Ihr Arzt die durch die Therapie zu erwartenden Vorteile gegen die möglichen Risiken einer durch die Neuroleptikaeinnahme bedingten schweren Erkrankung abwägen, die sich in Form einer Muskelsteifigkeit, Überaktivität, hohem Fieber, Schwitzen, vermehrter Speichelbildung und einer eingeschränkten Bewusstseinslage äußern können (malignes neuroleptisches Syndrom).
  • Wenn Sie an der Parkinson-Krankheit leiden: Vorsicht ist erforderlich bei der Anwendung von Neuroleptika wie Risperidon, da sich die Zeichen und Symptome der Parkinson-Krankheit verschlechtern können.
  • Wenn Sie an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung leiden (dazu gehören eine unzureichende Pumpfunktion des Herzens, ein Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, eine Gewebeaustrocknung (Dehydrierung), eine unzureichende Menge von im Kreislauf zirkulierendem Blut (Hypovolämie) oder eine Gefäßerkrankung im Gehirn): Risperidon ist mit Vorsicht anzuwenden, insbesondere zu Beginn der Behandlung, da ein plötzlicher Blutdruckabfall im Zusammenhang mit Schwindel auftreten kann (zum Beispiel beim schnellen Aufstehen aus dem Sitzen oder Liegen). Die Dosierung muss genau angepasst werden.
  • Wenn Sie einen niedrigen Blutdruck haben (Hypotonie): Die Dosis muss möglicherweise herabgesetzt werden.
  • Wenn Ihre Leber- oder Nierenfunktion eingeschränkt ist: Es wird empfohlen, sowohl die Anfangsdosis als auch die Dosiserhöhungen zu halbieren. Dies gilt auch für die älteren Menschen zu verabreichende Dosis (siehe auch Abschnitt 3 „Wie ist Risperidon easypharm 4 mg einzunehmen?”).
  • Wenn Sie an Symptomen wie hohem Fieber, übermäßigem Schwitzen, schwerer Muskelsteifigkeit, vermehrter Speichelbildung, einer beschleunigten Atmung, Veränderungen in der Bewusstseinslage oder Schwäche, Muskelkrämpfen und einer rötlich-braunen Verfärbung des Urins (Zeichen eines malignen neuroleptischen Syndroms) leiden: Kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt.
  • Wenn bei Ihnen eine organische Hirnschädigung (psychoorganische Störungen) vorliegt: Das Risiko für Nebenwirkungen ist erhöht.
  • Wenn Sie an einer Epilepsie leiden: Risperidon muss mit Vorsicht angewendet werden, da die Wahrscheinlichkeit für epileptische Anfälle erhöht ist.
  • Wenn bei Ihnen eine Gewichtszunahme auftritt: Unter der Einnahme von Risperidon besteht das Risiko einer Gewichtszunahme. Falls erforderlich, nehmen Sie eine Ernährungsberatung in Anspruch.
  • Wenn Sie in fortgeschrittenem Alter sind: Schwindel, ein übermäßig niedriger Blutdruck und Verletzungen durch erhöhte Sturzneigung treten bei älteren Menschen häufiger auf als bei jüngeren. Es liegen wenige Erfahrungen zur Anwendung von Risperidon bei älteren Patienten vor.
  • Bei Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren mit Schizophrenie: Da keine Erfahrungen zur Anwendung von Risperidon in der Schizophrenie-Therapie bei Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren vorliegen, wird die Behandlung mit Risperidon bei dieser Patientengruppe nicht empfohlen.
  • Es liegen keine Erfahrungen für die Behandlung von manischen Episoden bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren vor.
  • Wenn Zeichen wie Agitiertheit, Unruhe und Aggressivität sich verschlechtern: Neuroleptika können dies bisweilen verursachen. In diesem Fall kann eine Herabsetzung der Dosis oder die Beendigung der Behandlung erforderlich werden.
  • Wenn Sie an mittelschweren bis schweren manischen Episoden leiden und mit Arzneimitteln behandelt werden, die Natriumvalproat oder Lithium enthalten, ist für die kombinierte Anwendung von Risperidon zusammen mit diesen Arzneimitteln Vorsicht geboten, da zu diesen Kombinationsbehandlungen nur beschränkte Erfahrungen vorliegen. Fernerhin liegen keine Erfahrungen zur Kombinationstherapie über einen Zeitraum von mehr als 3 Wochen vor.
  • Wenn Sie Carbamazepin (ein Medikament zur Behandlung der Epilepsie) begleitend zu Risperidon einnehmen, kann dies die Wirkung von Risperidon beeinträchtigen. Sie müssen daher Ihren Arzt informieren, wenn dies der Fall sein sollte. Es kann sein, dass Ihnen Risperidon dann in einer anderen Dosis verabreicht werden muss (siehe dazu auch unter „Bei Einnahme von Risperidon easypharm 4 mg mit anderen Arzneimitteln“).
  • Wenn Sie hohe Blutzuckerwerte (Diabetes) haben: Unter der Behandlung mit Risperidon kann es zu einem übermäßigen Anstieg des Zuckergehalts im Blut (Hyperglykämie) oder zu einer Verschlechterung eines bestehenden Diabetes kommen.
  • Wenn Sie Medikamente einnehmen, die die QT-Zeit verlängern können (Ihr Arzt oder Apotheker können Ihnen mehr dazu sagen) oder wenn Sie eine Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen oder einen zu niedrigen Kaliumspiegel im Blut haben: Risperidon muss mit Vorsicht angewendet werden.
  • Wenn Sie einen Prolaktin-abhängigen Tumor, einen speziellen Geschwulsttyp, haben: Risperidon muss mit großer Vorsicht angewendet werden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn einer oder mehrere der obigen Warnhinweise auf Sie zutreffen oder in der Vergangenheit auf Sie zugetroffen haben.

Bei Einnahme von Risperidon easypharm 4 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Unter Wechselwirkung zwischen Arzneimitteln wird verstanden, dass Medikamente, wenn sie zusammen eingenommen werden, sich gegenseitig in ihrer Wirkung/ihren Wirkungen und/oder ihren Nebenwirkungen beeinflussen können. Die folgenden Aussagen können auch für die Anwendung von Medikamenten in der Vergangenheit oder in der nahen Zukunft gelten. Zu einer Wechselwirkung kann es kommen, wenn Risperidon zusammen mit den folgenden Medikamenten eingenommen wird:

  • sonstige Medikamente, die auf das Zentralnervensystem wirken, wie Alkohol, Opiate (starke Schmerzmittel), Antihistaminika (Medikamente gegen Überempfindlichkeitsreaktionen) und Benzodiazepine (Medikamente mit beruhigenden, schlaffördernden und/oder muskelentspannenden Eigenschaften):Die Wirkung dieser Arzneimittel kann verstärkt werden.
  • sonstige antipsychotisch wirksame Medikamente, Lithium (ein Wirkstoff gegen manische Depressionen), Medikamente gegen schwere Depressionen (Antidepressiva) und Medikamente gegen die Parkinson’sche Krankheit:Das Risiko von Nebenwirkungen wie Bewegungsstörungen wird erhöht.
  • Levodopa und andere Medikamente, die die Menge von Dopamin (einer speziellen Substanz im Gehirn) erhöhen (Medikamente zur Behandlung der Parkinson’schen Krankheit):Risperidon kann die Wirkung dieser Medikamente herabsetzen.
  • Medikamente, die die Lebertätigkeit anregen wie Carbamazepin (ein Arzneimittel zur Behandlung von Anfallsleiden), Barbiturate (Medikamente zur Behandlung der Epilepsie und Schlaflosigkeit), Phenytoin (ein Medikament zur Behandlung der Epilepsie):Diese Medikamente schränken die Wirkung von Risperidon ein. Wenn eines dieser Medikamente abgesetzt wird, muss möglicherweise die Dosierung von Risperidon angepasst werden.
  • bestimmte Medikamente zur Behandlung des erhöhten Blutdrucks wie Phenoxybenzamin, Labetalol, Methyldopa und Reserpin:Risperidon kann die blutdrucksenkende Wirkung dieser Medikamente erhöhen.
  • Guanethidin (ein Medikament zur Behandlung des Bluthochdrucks):Risperidon kann die blutdrucksenkende Wirkung von Guanethidin einschränken.
  • bestimmte Diuretika (Entwässerungstabletten) wie Furosemid und Chlorothiazid:Die Ausscheidung von Wasser, Mineralstoffen (wie Natrium) und bisweilen auch Salzen (Chloriden) kann erhöht sein.
  • Antazida (Medikamente zum Binden der Magensäure):Säurehemmer setzen die Wirkung von Neuroleptika wie Risperidon herab.
  • Medikamente, die ebenfalls die QT-Zeit verlängern wie
  • bestimmte Antiarrhythmika (gegen Herzrhythmusstörungen),
  • Makrolid-Antibiotika (gegen Infektionen),
  • Antimalariamittel (gegen Malaria),
  • Antihistaminika (gegen Überempfindlichkeitsreaktionen),
  • Antidepressiva (gegen schwere Depressionen) und
  • Medikamente, die die Kaliumkonzentration im Blut reduzieren (wie bestimmte Entwässerungstabletten):Die gleichzeitige Verabreichung zusammen mit Risperidon muss vermieden werden, da ansonsten der Kaliumgehalt des Blutes zu stark abfallen könnte.

Sie müssen wissen, dass Ihnen diese Medikamente unter einem anderen Namen, meist dem Handelsnamen, geläufig sein dürften. In diesem Abschnitt wird nur der Wirkstoff oder die therapeutische Gruppenzugehörigkeit des Medikamentes (Substanzklasse) genannt, nicht einzelne Handelsnamen. Schauen Sie sich aus diesem Grund immer sorgfältig die Verpackung und Packungsbeilage der Arzneimittel an, die Sie einnehmen. So können Sie in Erfahrung bringen, um welchen Wirkstoff oder welche Substanzklasse es sich handelt.

Bei Einnahme von Risperidon easypharm 4 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Die Wirkung von alkoholischen Getränken wird verstärkt. Daher wird der Genuss von Alkohol unter der Behandlung mit Risperidon nicht empfohlen.
Wenn Sie Alkohol trinken möchten, sollten Sie dies berücksichtigen und besser vorher Ihren Arzt oder Apotheker um Rat fragen.

Schwangerschaft
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Es liegen keine ausreichenden Daten zur Anwendung von Risperidon bei schwangeren Frauen vor, um mögliche schädliche Wirkungen beurteilen zu können. Die längerfristige Anwendung bis zur Geburt kann beim Neugeborenen zu Bewegungsstörungen und Entzugserscheinungen führen.
Risperidon darf während der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Nutzen/Risiko-Abwägung durch den Arzt angewendet werden.

Wenn Sie während der Therapie mit Risperidon schwanger werden möchten oder vermuten, schwanger geworden zu sein, informieren Sie bitte Ihren Arzt, so dass dieser entscheiden kann, ob die Behandlung mit Risperidon noch erforderlich ist oder ob ein anderes Arzneimittel gewählt werden muss.

Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Risperidon geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Ihr Arzt wird den Nutzen des Stillens gegen das mögliche Risiko für das Kind sorgfältig abwägen.

Verkehrstüchtigkeit (Fahrtüchtigkeit) und das Bedienen von Maschinen

Sie sollten keine Fahrzeuge führen und keine Maschinen bedienen, da Neuroleptika wie Risperidon Ihr Reaktionsvermögen negativ beeinflussen können. Wenn Sie dennoch ein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen möchten, setzen Sie sich mit Ihrem Arzt in Verbindung, damit er beurteilen kann, inwieweit Sie durch diese Nebenwirkung beeinträchtigt sind. Danach kann er entscheiden, ob es für Sie sicher ist, Auto zu fahren oder Maschinen zu bedienen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Risperidon easypharm 4 mg Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Risperidon easypharm 4 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie wird es angewendet?

Dosierung
Die Dosis muss vom Arzt festgelegt werden. Sie ist abhängig vom jeweiligen Anwendungsbereich. Nehmen Sie Risperidon easypharm 4 mg immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Die übliche Dosis ist:

Schizophrenie: Umstellung von anderen Neuroleptika auf Risperidon: Das andere Neuroleptikum sollte allmählich abgesetzt werden. Bei Umstellung von Depotneuroleptika auf Risperidon wird empfohlen, die Behandlung mit Risperidon zum Zeitpunkt der nächsten vorgesehenen Injektion zu beginnen.

Erwachsene Die Behandlung sollte mit 2 mg Risperidon täglich begonnen werden. Am zweiten Behandlungstag sollte die Dosis auf 4 mg Risperidon täglich erhöht und ab dem dritten Behandlungstag die optimale Dosierung von 6 mg Risperidon täglich eingenommen werden. Die übliche optimale Dosis liegt zwischen 4 und 6 mg Risperidon täglich. Bei einigen Patienten kann jedoch eine niedrigere Dosis vorteilhaft sein.

Ältere Patienten Es wird empfohlen, die Behandlung mit 0,5 mg Risperidon zweimal täglich zu beginnen. Diese Dosis kann in Schritten von 0,5 mg Risperidon zweimal täglich auf bis zu 1-2 mg Risperidon zweimal täglich individuell angepasst werden. Da die klinischen Erfahrungen bei älteren Patienten begrenzt sind, sollte die Anwendung mit Vorsicht erfolgen.

Kinder und Jugendliche bis zu 15 Jahren Es liegen keine Erfahrungen zur Anwendung von Risperidon bei Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren mit Schizophrenie vor, so dass der Einsatz von Risperidon in dieser Patientengruppe nicht empfohlen wird.

Bei Patienten mit eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 0,5 mg Risperidon zweimal täglich. Diese Dosis kann in Schritten von 0,5 mg Risperidon zweimal täglich auf bis zu 1-2 mg Risperidon zweimal täglich individuell angepasst werden. Da die klinischen Erfahrungen bei diesen Patienten begrenzt sind, sollte die Anwendung mit Vorsicht erfolgen.

Schwere Aggressivität bei Patienten mit Demenz:
Es wird eine Anfangsdosis von 0,25 mg Risperidon zweimal täglich empfohlen. Diese Dosis kann durch Dosissteigerung in Schritten von 0,25 mg Risperidon zweimal täglich individuell angepasst werden. Falls erforderlich, soll eine Dosisanpassung alle zwei Tage erfolgen.
Bei den meisten Patienten liegt die optimale Dosis bei 0,5 mg Risperidon zweimal täglich. Für einige Patienten können Dosierungen bis zu 1 mg Risperidon zweimal täglich erforderlich sein.

Die langfristige Behandlung von aggressiven Demenz-Patienten mit Risperidon muss regelmäßig vom Arzt kontrolliert werden.

Manische Episoden:
Es wird eine Anfangsdosis von 2 mg einmal täglich empfohlen. Ihr Arzt wird erforderlichenfalls eine Dosisanpassung in 24-stündigen Abständen und in Schritten von 1 mg pro Tag vornehmen. Die meisten Patienten profitieren von Dosen zwischen 2 und 6 mg.

Kinder und Jugendliche Es liegen keine Erfahrungen zur Behandlung manischer Episoden bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren vor.

Für Dosen, die mit dieser Stärke nicht realisierbar/praktikabel sind, stehen weitere Dosierstärken dieses Arzneimittels zur Verfügung.

Art der Anwendung
Zum Einnehmen
Die Tabletten sollen ein- oder zweimal täglich (morgens und/oder abends) mit einer ausreichenden Menge Wasser oder sonstigen Flüssigkeit eingenommen werden. Die Tabletten können nüchtern oder zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden.

Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Risperidon easypharm 4 mg zu stark oder zu schwach ist, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber.

Wenn Sie eine größere Menge von Risperidon easypharm 4 mg eingenommen haben als Sie sollten
Wenn Sie zu viel Risperidon easypharm 4 mg eingenommen haben, setzen Sie sich unverzüglich mit Ihrem Arzt oder Apotheker in Verbindung.
Zeichen einer Überdosierung sind: Benommenheit, Schläfrigkeit, beschleunigter Herzschlag, erniedrigter Blutdruck, starkes Zittern, starke Muskelsteifigkeit.

Wenn Sie die Einnahme von Risperidon easypharm 4 mg vergessen haben
Wenn Sie die Einnahme von Risperidon easypharm 4 mg einmal vergessen haben, sollen Sie diese baldmöglichst nachholen. Wenn Sie die vergessene Einnahme erst kurz vor dem Zeitpunkt bemerken, zu dem die Einnahme der nächsten Dosis ansteht, dürfen Sie die vergessene vorherige Dosis nicht mehr nachholen sondern müssen die nächste Dosis wie vorgesehen einnehmen, so als wäre nichts geschehen. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis Risperidon easypharm 4 mg ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Risperidon easypharm 4 mg abbrechen
Wenn die Behandlung mit hochdosierten Neuroleptika wie Risperidon abrupt beendet wird, werden (in seltenen Fällen) die folgenden Zeichen und Symptome berichtet: Übelkeit, Erbrechen, Schwitzen und Schlaflosigkeit. Psychotische Reaktionen wie Wahnideen und Trugbilder (Halluzinationen) können erneut auftreten. Auch können Bewegungsstörungen (unwillkürliche Zuckungen und ruckartige Bewegungen) auftreten. Aus diesem Grund wird empfohlen, die Behandlung mit Risperidon schrittweise abzusetzen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Risperidon easypharm 4 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Patienten auftreten müssen.

Die folgenden Nebenwirkungen können auftreten:

Infektionen Gelegentlich: Nasenschleimhautentzündung (Rhinitis), einhergehend mit einer verstopften und laufenden Nase sowie Niesreiz.

Blut Sehr selten: Auffälligkeiten im Blutbild(Mangel an weißen Blutkörperchen), einhergehend mit einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen (Neutropenie), Auffälligkeiten im Blutbild (Mangel an Blutplättchen) einhergehend mit Blutergüssen und erhöhter Blutungsneigung (Thrombozytopenie).

Endokrines System Gelegentlich: Anstieg des Prolaktingehalts (eines Hormons) im Blut.

Stoffwechsel Sehr selten: Stark erhöhte Blutzuckerwerte (Hyperglykämie), Verschlechterung eines bestehenden Diabetes.

Psychiatrische Erkrankungen Häufig: Schlaflosigkeit, innere Unruhe, Angst.
Gelegentlich: Konzentrationsstörungen.

Nervensystem Häufig: Kopfschmerzen, Benommenheit oder Schläfrigkeit (Sedierung).
Gelegentlich: Muskelzittern, Beben, verlangsamtes Denken und körperliche Fortbewegung, körperliche Unruhe (zum Beispiel Unfähigkeit zum Ruhigsitzen).

Auge Gelegentlich: Verschwommenes Sehen.

Gleichgewichtsorgan und Ohren

Gelegentlich: Schwindel.

Herz Gelegentlich:
Beschleunigter Herzschlag. Diese Nebenwirkung tritt vor allem bei den höheren Anfangsdosen auf. Sehr selten: Stark erhöhter Blutdruck, Verlängerung der QT-Zeit, die zu einer schweren Herzkrankheit (sogenannten Torsade de pointes) führen kann.

Blutgefäße Gelegentlich: Blutdruckabfall, zum Beispiel beim raschen Aufstehen aus dem Sitzen oder Liegen, bisweilen einhergehend mit Schwindel (orthostatische Hypotonie).
Selten: Erkrankungen der das Gehirn versorgenden Gefäße einschließlich Schlaganfall/Hirninfarkt, auch bezeichnet als zerebrovaskuläre Ereignisse, vorübergehende Minderversorgung des Gehirns, die kaum oder keine Spuren hinterlässt (TIA).

Atemwege und Brustraum Gelegentlich: übermäßige Speichelbildung.

Magen und Darm Gelegentlich: Verstopfung,Dyspepsie (Verdauungsstörungen in Form von Völlegefühl im Oberbauch, Magenschmerzen, Aufstoßen, Übelkeit und Sodbrennen), Bauchschmerzen.
Sehr selten: Erbrechen.

Haut und Unterhautgewebe Gelegentlich: Hautausschlag und sonstige Überempfindlichkeitsreaktionen.
Sehr selten: Wiederkehrende Episoden von vorübergehenden, juckenden Flüssigkeitseinlagerungen (Ödembildung) in die Haut und/oder Schleimhäute (Angioödem).

Muskeln Gelegentlich: Steifigkeit, Bewegungsstörungen wie unwillkürliche Zuckungen/Bewegungen, unwillkürliches Zittern und Beben.

Nieren und Harntrakt Sehr selten: Unwillkürlicher Abgang von Urin (Enurese).

Geschlechtsorgane und Brüste Gelegentlich: Erektionsstörungen, Probleme mit der Ejakulation oder dem Erreichen eines Orgasmus, Impotenz (sexuelles Unvermögen beim Mann) bei Männern, die bis dahin keine sexuellen Funktionsstörungen hatten. Selten: Milchsekretion, Entwicklung von Brüsten bei Männern,
Störungen des Menstruationszyklus und Ausbleiben der Monatsblutung.
Sehr selten:
Anhaltende, häufig schmerzhafte Erektion des Penis (Priapismus).

Allgemeine Erkrankungen Gelegentlich: Schläfrigkeit, Erschöpfung.
Sehr selten: Flüssigkeitseinlagerung (Ödem).

Untersuchungen: Selten: Gewichtszunahme.
Sehr selten: Erhöhung der Leberwerte.

Bewegungsstörungen:
Nach der Langzeitanwendung von Neuroleptika (Monate bis Jahre) können bestimmte Bewegungsstörungen (insbesondere die tardive Dyskinesie) während sowie nach der Behandlung auftreten (siehe auch unter „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Risperidon easypharm 4 mg ist erforderlich“). Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Verwirrtheit, Muskelkrämpfe, Anfälle/Krampfanfälle und bisweilen Koma können auftreten. Diese wurden durch gesteigertes Durstempfinden und übermäßige Flüssigkeitsaufnahme (Polydipsie) oder einen bestimmten Hormon-Mangel (SIADH) verursacht.
Anfälle/Krampfanfälle, eine Verschlechterung von Depressionen (starke Niedergeschlagenheit), bedrückte gereizte Stimmung, Störung der Körpertemperatur und Zeichen wie hohes Fieber, vermehrtes Schwitzen, extreme Muskelsteifigkeit, beschleunigte Atmung sowie eine Bewusstseinseintrübung können auftreten (siehe dazu auch unter „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Risperidon easypharm 4 mg ist erforderlich„).

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen Risperidon easypharm 4 mg nach dem auf dem Blister und dem Umkarton nach „Verw. bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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