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«Rytmonorma 150 mg - Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Rytmonorma enthält als Wirkstoff Propafenonhydrochlorid und dient zur Behandlung bestimmter Arten unregelmäßiger oder zu rascher Herztätigkeit/Herzrhythmusstörungen (tachykarde supraventrikuläre Herzrhythmusstörungen, schwerwiegende symptomatische ventrikuläre tachykarde Herzrhythmusstörungen, wenn diese lebensbedrohend sind, ventrikuläre Extrasystolen).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Rytmonorma 150 mg - Filmtabletten dürfen nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Propafenonhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile von Rytmonorma 150 mg – Filmtabletten sind;
  • bei ausgeprägter Herzmuskelschwäche;
  • bei vom Herzen ausgehendem Schockzustand, der nicht durch eine Störung der Herztätigkeit bedingt ist;
  • bei starker Verlangsamung der Herztätigkeit bzw. bei bestimmten unregelmäßigen Herztätigkeiten (bestehende höhergradige sinuatriale, atrioventrikuläre und intraventrikuläre Störungen der Erregungsleitung (Adams-Stokes-Anfälle, ohne Schrittmacherimplantation), Sinusknotensyndrom (Bradykardie-Tachykardie-Syndrom, ohne Schrittmacherimplantation));
  • in den ersten drei Monaten nach einem Herzinfarkt oder bei eingeschränkter Herzleistung, außer bei Patienten mit lebensbedrohlichen Herzkammer-Rhythmusstörungen;
  • bei besonders niedrigem Blutdruck;
  • bei Überdosierung mit dem Wirkstoff „Digitalis“ (Präparate zur Kräftigung des Herzmuskels);
  • bei Störungen des Salz- und Wasserhaushalts;
  • bei schwerer, die Atemwege verengender Lungenerkrankung;
  • bei einer bestimmten Art von Muskelschwäche (Myasthenia gravis);
  • bei gleichzeitiger Einnahme von 800-1200 mg Ritonavir/Tag (Medikament zur Behandlung von HIV-Infektionen).

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Rytmonorma 150 mg – Filmtabletten ist erforderlich
Informieren Sie Ihren Arzt über Krankheiten, Allergien, Schwangerschaft und Stillperiode sowie über die Einnahme von Medikamenten.

  • Falls bei Ihnen eine Narkose (z.B. Operation oder andere Eingriffe) geplant ist, informieren Sie den Narkosearzt darüber, dass Sie Rytmonorma einnehmen.
  • Wenn Sie an Leber- oder Nierenfunktionsstörungen leiden, darf dieses Medikament je nach Schweregrad nur in reduzierter Dosis und unter sorgfältiger Überwachung Ihres Arztes verabreicht werden. Gegebenenfalls wird Ihr Arzt vor allem zu Beginn der Behandlung eine Blutuntersuchung empfehlen.
  • Wenn Sie an einer nicht ausgeglichenen Herzschwäche leiden, und dadurch bedingt z.B. Wasseransammlungen in den Beinen haben oder schon in Ruhe Luftnot verspüren, ist vor Behandlung mit Rytmonorma eine Wiederherstellung der Herzfunktion erforderlich. Ihr Arzt wird die notwendige Behandlung empfehlen.
  • Eine Änderung bestimmter Herzrhythmusstörungen ist möglich.
  • Wenn Sie Träger eines Herzschrittmachers sind, muss bei der Behandlung mit Rytmonorma die Funktion Ihres Schrittmachers überprüft und gegebenenfalls neu programmiert werden.
  • Bei Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen des Herzmuskels können schwere Nebenwirkungen durch die Behandlung mit Rytmonorma auftreten.

Dieses Medikament wurde Ihnen persönlich verordnet. Sorgen Sie dafür, dass es nicht von anderen Personen eingenommen wird.

Bei Einnahme von Rytmonorma 150 mg – Filmtabletten mit anderen Arzneimitteln Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Die gleichzeitige Gabe von Rytmonorma mit folgenden Präparaten kann zu
Wechselwirkungen führen:

  • Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika, z.B. Amiodaron, Chinidin);
  • Blutdruckmittel (ß-Blocker, Calciumantagonisten);
  • Mittel, welche die Fähigkeit des Herzmuskels, sich zusammenzuziehen, hemmen oder die Häufigkeit der Herzschläge reduzieren;
  • Antidepressiva (Präparate zur Stimmungsaufhellung);
  • orale Antikoagulantien (blutgerinnungshemmende Präparate);
  • Cimetidin (Arzneistoff gegen zuviel Magensäure);
  • Ciclosporin (das Immunsystem hemmende Präparate);
  • Digoxin (Arzneimittel zur Stärkung des Herzmuskels);
  • Leberstoffwechsel stimulierende Substanzen wie z. B. Rifampicin (Antibiotikum);
  • Barbiturate (Medikamente gegen Epilepsie, Schlafmittel);
  • Lokalanästhetika (Präparate zur örtlichen Betäubung, z.B. beim Zahnarzt);
  • Narkotika (Präparate zur Erzeugung einer Narkose);
  • Neuroleptika (stark beruhigende Medikamente);
  • Parasympatholytika (das autonome Nervensystem beeinflussende Medikamente);
  • Ritonavir (Medikament zur Behandlung von HIV-Infektionen);
  • Theophyllin (Medikament zur Behandlung von Asthma);
  • Muskelentspannende Medikamente.

Bei Einnahme von Rytmonorma 150 mg – Filmtabletten zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Wenn mehrere Arzneimittel (oder Arzneimittel und Genussmittel, wie z.B. Alkohol, Grapefruitsaft) eingenommen werden, kann es zu einer Abschwächung oder Verstärkung der Wirkung (oder auch der Nebenwirkungen) der Arzneimittel kommen, selbst dann, wenn Sie die Arzneimittel zu unterschiedlichen Zeiten einnehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit:
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Der Eintritt oder das Vorliegen einer Schwangerschaft bzw. der Stillzeit ist dem behandelnden Arzt mitzuteilen, um die Notwendigkeit der Einnahme des Präparates zu prüfen. Während der Schwangerschaft ist Rytmonorma nur in unbedingt notwendigen Fällen einzunehmen; darüber entscheidet nur Ihr Arzt! Während einer Rytmonorma-Behandlung ist abzustillen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Durch die Einnahme von Rytmonorma kann das Reaktionsvermögen so weit verändert werden, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies sollte besonders zu Beginn der Behandlung sowie bei Änderungen der Medikation und im Zusammenwirken mit Alkohol berücksichtigt werden

Wie wird es angewendet?

Abhängig von Art und Schwere Ihrer Erkrankung wird Ihnen Ihr Arzt eine individuelle Dosierung verordnen. Nehmen Sie Rytmonorma 150 mg – Filmtabletten immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie

sich nicht ganz sicher sind. Unterziehen Sie sich rechtzeitig den von Ihrem Arzt angeordneten Kontrolluntersuchungen (z.B. EKG).

Dosierung:

Erwachsene Oral:Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt folgendes:
Die folgende Richtlinie gilt für Patienten mit einem ungefähren Körpergewicht von 70 kg (bei geringerem Gewicht wird Ihr Arzt Ihre Dosis verringern):

Rytmonorma soll wegen des bitteren Geschmacks ungelutscht und unzerkaut kurz nach den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit eingenommen werden.

Die orale Anwendung von Rytmonorma – Filmtabletten ist eine Dauertherapie. Außer im Notfall ist abruptes Absetzen zu vermeiden. Stattdessen wird Ihr Arzt bei Bedarf die Dosierung langsam reduzieren.

Patienten mit eingeschränkter Leber- und/oder Nierenfunktion Ihr Arzt wird nach Ihren individuellen Bedürfnissen die richtige Dosis verordnen. Eine bestehende eingeschränkte Leberfunktion beeinflusst das Ansprechen auf das Arzneimittel. Bei eingeschränkter Nierenfunktion wird Ihr Arzt die Behandlung mit Rytmonorma – Filmtabletten unter EKG-Kontrolle führen.

Ältere Patienten (>65 Jahre) Bei Patienten in höherem Lebensalter oder mit stark vorgeschädigtem Herzmuskel soll Rytmonorma in der Einstellungsphase besonders vorsichtig – einschleichend – dosiert werden.

Kinder und Jugendliche Die Anwendung von Rytmonorma 150 mg – Filmtabletten wurde bei Kindern und Jugendlichen nicht untersucht und wird daher nicht empfohlen.

Wenn Sie eine größere Menge von Rytmonorma 150 mg – Filmtabletten eingenommen haben, als Sie sollten
Falls Sie versehentlich zu viele Filmtabletten eingenommen haben (Überdosierung), informieren Sie sofort Ihren Arzt.

Die Beschwerden treten im allgemeinen in den ersten drei Stunden nach der Einnahme auf, diese können sein:
Kopfschmerzen, Schwindel, Sehstörungen, Muskelzittern, Missempfindungen, Übelkeit, Verstopfung des Darmes, Mundtrockenheit, niedriger Blutdruck, Schläfrigkeit, langsame Herztätigkeit, unregelmäßige Herztätigkeit, durch Pumpversagen des Herzens bedingter Schock, sowie in seltenen Fällen tiefe Bewusstlosigkeit, Atemstillstand und Krämpfe, die zum Tod führen können.

Wenn Sie die Einnahme von Rytmonorma 150 mg – Filmtabletten vergessen haben Sollten Sie einmal eine Filmtablette vergessen haben, nehmen Sie beim nächsten Mal nicht die doppelte Menge der verordneten Dosis ein, sondern führen Sie die Einnahmen wie in der Dosierungsanleitung beschrieben fort.

Wenn Sie die Einnahme von Rytmonorma 150 mg – Filmtabletten abbrechen Eine Dosisänderung oder ein Absetzen der Behandlung sollte ohne vorherige Rückfrage beim Arzt nicht vorgenommen werden. Die orale Anwendung von Rytmonorma – Filmtabletten ist eine Dauertherapie. Außer im Notfall ist abruptes Absetzen zu vermeiden. Stattdessen wird Ihr Arzt bei Bedarf die Dosierung langsam reduzieren.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel können Rytmonorma 150 mg - Filmtabletten Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Beim Auftreten von Nebenwirkungen ist auch an Wechselwirkungen zu denken. Die Nebenwirkungen können aber auch nur den Eintritt der erwünschten Wirkungen anzeigen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Untenstehend aufgeführte Nebenwirkungen wurden nach der Häufigkeit ihres Auftretens wie folgt klassifiziert:

Folgende Nebenwirkungen sind aufgetreten, auf Grundlage der verfügbaren Daten aber nicht abschätzbar: Überempfindlichkeitsreaktionen, abnormale Laborparameter (ADH), Hyponatriämie, Taubheitsgefühl im Mund, Benommenheit, kardiovaskuläre Reaktionen, ventrikuläre Funktionsstörung, Gelbsucht, Nesselausschlag (Urtikaria), Schwäche, Rückgang der Spermienzahl, EKG-Veränderungen, QT-Verlängerung und Verlängerung der PQ-Zeit. Eine bestehende Herzmuskelschwäche kann sich verschlechtern und zu einer bestimmten Art der Herzmuskelschwäche führen (dekompensierte Herzinsuffizienz).

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Verpackung angegebenen Verfalldatum nicht mehr einnehmen.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


Bewertungen «Rytmonorma 150 mg - Filmtabletten»