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«Sali-Adalat® Filmtabletten»

Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Das Medikament ist eine Kombination aus den Wirkstoffen Mefrusid und Nifedipin. Es wird bei erhöhtem Blutdruck eingesetzt.Der Blutdruck wird laufend durch ein kompliziertes System aus verschiedenen Botenstoffen den Bedürfnissen des Körpers angepasst. Beim Schlafen wird z.B. ein wesentlich niedrigerer Blutdruck benötigt, um das Gewebe mit Nährstoffen und Sauerstoff zu versorgen, als beim Sport. Der Mineralstoff Kalzium hat eine wichtige Aufgabe in diesem Regelsystem: Er steuert die Tätigkeit der Muskelzellen in der Wand der Blutgefäße.Spezielle Kanäle in der Zellwand der Muskelzellen lassen auf bestimmte Signale hin Kalzium in die Zellen einströmen. Im Zellinneren löst das Kalzium dann die Anspannung der Muskelzellen aus. Durch die angespannten Muskeln verengen sich die Gefäße, und der Blutdruck steigt.Nifedipin ist ein Kalzium-Antagonist, auch Kalzium-Kanalblocker genannt. Er blockiert diese Kanäle in der Wand der Gefäßmuskulatur und verhindert, dass Kalzium in die Muskelzellen einströmt. Die Muskelzellen entspannen sich, und die Blutgefäße werden erweitert. Dadurch wird die Durchblutung verbessert, und der Blutdruck sinkt. Mefrusid ist ein Entwässerungsmittel (Diuretikum). Es fördert die Salz- und Wasserausscheidung über die Niere. Durch Abnahme des Wasseranteils im Blut verringert sich die Blutmenge, die vom Herzen durch den Körper gepumpt wird. Dadurch wird das Herz entlastet und der Blutdruck gesenkt. Wasser, dass aus den Blutgefäßen in das Gewebe übergetreten ist (Ödeme), wird ausgeschwemmt.Weiterlesen:Anwendungsgebiete

Anwendungsgebiete

  • Bluthochdruck (Hypertonie)

Packungsgrößen

  • 50 Filmtbl. (N2)
  • 100 Filmtbl. (N3)

Warnhinweise!

  • Die Behandlung des Bluthochdrucks mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Durch individuell auftretende, unterschiedliche Reaktionen kann die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?

  • Besteht eine Überempfindlichkeit gegen Antibiotika aus der Gruppe der Sulfonamide, kann auch bei Anwendung des o. g. Präparats eine Überempfindlichkeit bestehen (Kreuzreaktion).
  • Frischer Herzinfarkt
  • Instabile Herzenge (Angina pectoris, Stenokardie)
  • Kinder
  • Schwere Leber- und Nierenfunktionsstörungen
  • Sehr schwere Herzschwäche (dekompensierte Herzinsuffizienz)
  • Störungen des Mineralstoff- und Wasserhaushalts
  • Verengung der Hauptschlagader (Aortenstenose)
  • Vorsicht bei Personen, die zu erhöhten Harnsäurewerten neigen (Gicht).

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Während der Schwangerschaft und der Stillzeit darf das Medikament nicht angewendet werden.

Nebenwirkungen

Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

  • Störungen des Gehirns unterschiedlicher Ursache wie z.B. Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Schlafstörungen (Gelegentlich)
  • Wasseransammlung in den Knöcheln und Beinen (Ödeme) (Gelegentlich)
  • Magen-Darm-Beschwerden (Gelegentlich)
  • Flüssigkeitsverlust führt zu Mundtrockenheit, Müdigkeit und Kopfschmerzen. Bei starken Flüssigkeitsmangel sind Verwirrtheit und Blutdruckabfall mit Kollapsneigung möglich. (Gelegentlich)
  • Verminderung des Kaliumspiegels im Blut (Hypokaliämie) mit Symptomen wie Benommenheit, Muskelschwäche, Magen-Darm-Beschwerden, Verstopfung, Herzrhythmusstörungen (Gelegentlich)
  • Hautrötung mit Hitzegefühl (Flush) (Gelegentlich)
  • Störungen im Mineralstoffhaushalt, z.B. Natrium, Kalium, Magnesium, Kalzium (Gelegentlich)

Wechselwirkungen

Andere blutdrucksenkende Arzneimittel wie Betablocker oder gefäßerweiternde Medikamente werden in ihrer blutdrucksenkenden Wirkung verstärkt.Alkohol verstärkt ebenfalls die blutdrucksenkende Wirkung.Nifedipin darf nicht gleichzeitig mit Rifampicin, einem Arzneistoff gegen Tuberkulose, eingenommen werden.Entzündungshemmende Medikamente aus der Arzneistoffgruppe der Nichtsteroidalen Antiphlogistika wie Diclofenac oder Ibuprofen vermindern die harntreibende und blutdrucksenkende Wirkung.Die gleichzeitige Einnahme von Kortison oder von Abführmittel führt möglicherweise zu Kaliumverlusten.Nifedipin sollte nicht zusammen mit Grapefruitsaft eingenommen werden. Grapefruitsaft verhindert den Abbau von Nifedipin im Körper und verstärkt die blutdrucksenkende Wirkung.Das Präparat kann die Wirkung weiterer Medikamente verstärken oder abschwächen oder selbst verstärkt oder abgeschwächt werden. Halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie noch andere Medikamente einnehmen.


Bewertungen «Sali-Adalat® Filmtabletten»