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«Sali-Prent 20 mg / 400 mg»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

WAS IST SALI-PRENT UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?
Sali-Prent ist eine Kombination aus zwei Substanzen, die auf unterschiedlichen Wegen zu einer Senkung des Blutdruckes führen: Acebutolol lässt vor allem unter Belastung das Herz langsamer und schwächer schlagen, Mefrusid steigert die Ausscheidung von Salz und Wasser.
Sali-Prent wird angewendet bei
Bluthochdruck (Hypertonie).
Diese fixe Kombination ist indiziert für Patienten, deren Blutdruck mit Acebutolol allein nicht ausreichend kontrolliert werden kann.
Sali-Prent ist nicht zum Einstieg in die Behandlung geeignet.
Wie und wann sollten Sie Sali-Prent einnehmen?
Sali-Prent wird 1-mal täglich oral mit reichlich Flüssigkeit (z.B. einem Glas Wasser) vor dem Frühstück eingenommen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Sali-Prent darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Acebutolol, einem anderen Betablocker, Mefrusid, andere Thiazide oder Sulfonamide oder einem der sonstigen Bestandteile von Sali-Prent sind,
- bei Schock (Zeichen eines Schocks sind z. B. Blutdruckabfall, Pulsjagen, Schwindel, Benommenheit, Atemnot und kalter Schweiß)
- bei dekompensierter Herzinsuffizienz, (schwersten Formen der Herzmuskelschwäche, Herzinsuffizienz NYHA III und IV)
- bei frischem Herzinfarkt
- bei AV-Block 2. und 3. Grades (erheblichen Störungen der elektrischen Erregungsleitung zwischen Herzvorhöfen und -kammern)
- bei Sick-Sinus-Syndrom (komplizierten Herzrhythmusstörungen infolge Funktionsstörungen des natürlichen Herzschrittmachers)
- bei sinuatrialem Block (Störungen der elektrischen Erregungsleitung zwischen dem natürlichen Herzschrittmacher und den Herzvorhöfen)
- bei stark verlangsamtem Puls (ausgeprägter Bradykardie, weniger als 50 Schläge pro Minute)
- bei krankhaft erniedrigtem Blutdruck
- bei Spätstadien peripherer Durchblutungsstörungen
- bei Lupus erythematodes disseminatus (Bindegewebserkrankung, Schmetterlingsflechte)
- bei Krampfneigung im Bereich der Atemwege (obstruktiven Atemwegserkrankungen, Asthma bronchiale)
- Neigung zu Bronchialkrampfung (bronchialer Hyperreagibilität)
- bei Leberversagen mit Bewusstseinstrübung (Coma hepaticum)
- bei schwerer Nierenfunktionsstörung (Niereninsuffizienz mit Anurie oder stark eingeschränkter Harnproduktion, Kreatinin-Clearance kleiner als 30 ml/min und/oder Serumkreatinin über 1,8 mg/100 ml)
- bei akuter Glomerulonephritis (Nierenentzündung)
- bei erhöhter Kalziumkonzentration im Blut (Hyperkalzämie)
- bei schwer behandelbarem Kaliummangel (therapieresistenter Hypokaliämie)
- bei schwerem Natriummangel (Hyponatriämie)
- bei Übersäuerung des Blutes (Azidose)
- bei gleichzeitiger Einnahme von MAO-Hemmstoffen (bestimmten antriebssteigernden, stimmungsaufhellenden Mitteln)
- gleichzeitige intravenöse Verabreichung von Calciumantagonisten vom Verapamil- und Diltiazem-Typ oder anderen Antiarrhythmika (Mittel gegen Herzrhythmusstörungen wie Disopyramid), ausgenommen im Rahmen der Intensivmedizin
- in der Schwangerschaft und Stillzeit
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Sali-Prent nach sehr sorgfältiger Nutzen-Risiko Abwägung ist erforderlich,
- wenn bei Ihnen oder in Ihrer Familie Schuppenflechte (Psoriasis) aufgetreten ist, da Arzneimittel, die Beta-Rezeptorenblocker enthalten (z. B. Sali-Prent), in Einzelfällen die Symptome der Schuppenflechte verstärken können.
- wenn Sie bereits auf verwandte Substanzen wie z. B. Sulfonamid-Antibiotika oder Sulfonylharnstoff-Antidiabetika überempfindlich reagiert haben, da in diesem Fall auch bei der Einnahme von Sali-Prent Überempfindlichkeitsreaktionen nicht auszuschließen sind (Kreuzallergie).
- wenn bei Ihnen schwere Überempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte auftraten und Sie sich einer Desensibilisierungstherapie (Behandlung zur Schwächung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft) unterziehen (Vorsicht, überschießende anaphylaktische Reaktionen!). Beta-Rezeptorenblocker können die Empfindlichkeit gegenüber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen, d. h. akuter allergischer Allgemeinreaktionen, erhöhen.
Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich,
- wenn bei Ihnen ein AV-Block 1. Grades (verzögerte Erregungsüberleitung von den Herzvorhöfen zu den -kammern) vorliegt.
- wenn Sie an Zuckerkrankheit leiden und Ihre Blutzuckerwerte stark schwanken, (Zustände mit stark erniedrigtem Blutzucker möglich). Hinweis: Da die Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers – insbesondere erhöhte Herzfrequenz (Tachykardie) und Zittern (Tremor) – verschleiert werden können, sind regelmäßige Blutzuckerkontrollen erforderlich (siehe Abschnitt 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?).
- wenn Sie streng fasten oder bei schwerer körperlicher Belastung (Zustände mit stark erniedrigtem Blutzucker möglich).
- wenn Sie an Gicht leiden.
- wenn Sie an schweren Fettstoffwechselstörungen leiden.
- wenn Sie an Leberfunktionsstörungen leiden. Hinweis: Sie sollten bei einer Dauerbehandlung mit Sali-Prent Ihre Laborwerte regelmäßig von Ihrem Arzt kontrollieren lassen.
- wenn Sie an Nierenfunktionsstörungen leiden.
- wenn Sie, bedingt durch den Acebutolol-Anteil antinukleäre (gegen Zellkernmaterial gerichtete) Antikörper (ANA) entwickeln. Hinweis: Sie sollten regelmäßig klinisch unter Kontrolle der Laborparameter überwacht werden.
Wenn Ihr Bluthochdruck auf einen Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom) zurückzuführen ist, darf in diesem Fall eine Behandlung mit Sali-Prent erst nach Vorbehandlung mit bestimmten Arzneimitteln (-Blockade) erfolgen.
Durch kaliumarme Ernährung, Erbrechen, Durchfälle oder übermäßigen Gebrauch von Abführmitteln kann die Kaliumverarmung besonders begünstigt werden. Auch Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Erkrankungen der Leber oder Nebennieren sowie die Behandlung mit Cortison-Präparaten fördern Kaliumverluste. Eine diesbezügliche Überwachung und entsprechende Gegenmaßnahmen (z. B. kaliumreiche Ernährung) sind deshalb empfehlenswert.
Wegen des Auftretens kleinfleckiger Einblutungen in Haut und Schleimhäute mit und ohne gleichzeitige Verminderung der Blutplättchen (thrombozytopenische und nicht-thrombozytopenische Purpura) unter Behandlung mit anderen Beta-Rezeptorenblockern sollte auch unter der Therapie mit Sali-Prent auf entsprechende Anzeichen geachtet werden.
Beim Tragen von Kontaktlinsen ist die Möglichkeit eines unter Sali-Prent verminderten Tränenflusses zu beachten.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Sie dürfen Sali-Prent während der gesamten Schwangerschaft nicht einnehmen.
Sie dürfen Sali-Prent während der Stillzeit nicht einnehmen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
Die Behandlung des Bluthochdrucks mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Durch individuell unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen so weit verändert sein, dass die ähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen sowie zum Arbeiten ohne festen Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Wie wird es angewendet?

WIE IST SALI-PRENT EINZUNEHMEN?
Die erforderliche Dosis wird von Ihrem behandelnden Arzt entsprechend Ihren persönlichen Erfordernissen vor allem nach der Pulsfrequenz und dem Behandlungserfolg festgelegt. Nehmen Sie Sali-Prent immer genau nach Anweisung des Arztes ein.
Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Bitte halten Sie sich an die Einnahmevorschriften, da Sali-Prent sonst nicht richtig wirken kann!
Diese fixe Kombination ist vorgesehen für Patienten, deren Blutdruck mit Acebutolol allein nicht ausreichend kontrolliert werden kann.
Falls der Blutdruck auf die Einzeltherapie mit Acebutolol in einer Dosierung von mg pro Tag unzureichend anspricht, kann die blutdrucksenkende Therapie auf die fixe Kombination Sali-Prent aus 20 mg Mefrusid und 400 mg Acebutolol (entsprechend 1 Filmtablette Sali-Prent) direkt umgestellt werden.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Erhaltungsdosis der fixen Kombination 20 mg Mefrusid und 400 mg Acebutolol (entsprechend 1 Filmtablette Sali-Prent) pro Tag. Dies ist auch die maximale Tagesdosis.
Bei leichteren Formen der Hypertonie kann eine Dosis der fixen Kombination von 10 mg Mefrusid und 200 mg Acebutolol (entsprechend Filmtablette Sali-Prent) pro Tag auch in der Erhaltungstherapie ausreichend sein.
Bei eingeschränkter Nieren- und Leberfunktion muss Sali-Prent vorsichtig dosiert werden. (Siehe Abschnitt 2. Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich).
Die Erfahrung mit Kindern ist begrenzt.
Wie lange sollten Sie Sali-Prent einnehmen?
Über die Dauer der Einnahme entscheidet Ihr behandelnder Arzt. Sie richtet sich nach Schwere und Verlauf Ihrer Hochdruckerkrankung. Die Behandlung des Bluthochdrucks erfordert in der Regel eine Langzeitanwendung. Wird Sali-Prent nach längerer Einnahmedauer abgesetzt, so soll die Behandlung nicht abrupt, sondern langsam ausschleichend beendet werden.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Sali-Prent zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge von Sali-Prent eingenommen haben, als Sie sollten
a) Intoxikationssymptome
Bei akuten Überdosierungen können Blutdruckabfall, Herz-Kreislaufschock und verlangsamte Herzschlagfolge auftreten. Zusätzlich können Atembeschwerden, Bronchospasmen, Erbrechen, Bewusstseinsstörungen, gelegentlich auch generalisierte Krampfanfälle auftreten. Verständigen Sie bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort einen Arzt, damit dieser über das weitere Vorgehen entscheiden kann. Neben Maßnahmen zur Wirkstoffentfernung - wie Magenspülung - müssen Kreislauf- und Atemfunktion überwacht und gegebenenfalls unterstützt werden.
b) Therapie von Intoxikationen
Zur medikamentösen Unterstützung kommen in Betracht:
- Bei hypovolämischem Schock (Kreislaufzusammenbruch durch zu großen Flüssigkeitsverlust): Flüssigkeitsersatz unter Kontrolle des Zentralvenendrucks.
- Bei Hypokaliämie (Kaliumverarmung): Kaliumsubstitution 10 mval/h oder 200 mval/24 h unter
ständiger EKG- und kurzfristiger Kontrolle des Kaliumspiegels.
- Bei Kreislaufinsuffizienz (Pumpschwäche des Herzens): Atropin 0,5 - 2,0 mg intravenös als
Bolus und -Sympathomimetika (Dopamin, Dobutamin, Orciprenalin oder Adrenalin) in einer
Dosierung in Abhängigkeit vom Körpergewicht und Effekt.
- Bei therapierefraktärer Hypotonie (Blutdruckabfall, der nicht auf die Behandlung anspricht):
Glukagon initial 0,05 - 0,2 mg/kg Körpergewicht langsam über 1 Minute intravenös als Bolus,
anschließend 0,07 mg/kg Körpergewicht pro Stunde, in Abhängigkeit von den klinischen
Symptomen.
- Bei Bronchospasmus: 2-Sympathomimetika als Aerosol (bei ungenügender Wirkung auch i.v.)
oder Theophyllin bzw. Aminophyllin intravenös.
- Bei generalisierten Krampfanfällen: Diazepam langsam intravenös.
- Bei lebensbedrohlichen Vergiftungen kommen außerdem in Betracht:
Schrittmacherbehandlung (bei schwer zu therapierender verlangsamter Herzschlagfolge),
künstliche Beatmung sowie Hämodialyse oder Hämoperfusion
(Blutwäsche) bzw. beide Verfahren in Kombination.
Wenn Sie die Einnahme von Sali-Prent vergessen haben
Nehmen Sie beim nächsten Mal nicht zusätzlich mehr Filmtabletten ein, sondern setzen Sie die Behandlung mit der verordneten Dosis fort.
Wenn Sie die Einnahme von Sali-Prent abbrechen:
Falls Sie die Behandlung mit Sali-Prent unterbrechen oder vorzeitig beenden wollen, z. B. weil bei Ihnen Nebenwirkungen aufgetreten sind, sprechen Sie bitte vorher auf jeden Fall mit Ihrem Arzt. Wenn Sie Sali-Prent eigenmächtig absetzen, kann der Blutdruck wieder steigen, und Ihr Zustand kann sich verschlechtern.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Sali-Prent mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Wirkungsverstärkung und –abschwächung von Sali-Prent durch andere Arzneimittel:
Trizyklische Antidepressiva, Barbiturate, Phenothiazine, Diuretika, Vasodilatatoren, andere blutdrucksenkende Mittel
Bei gleichzeitiger Einnahme von Sali-Prent und trizyklischen Antidepressiva (stimmungsaufhellende Mittel), Barbituraten (Mittel gegen epileptische Krämpfe) und Phenothiazinen (bestimmte Psychopharmaka) sowie Diuretika (harntreibende und blutdrucksenkende Mittel), Vasodilatatoren (gefäßerweiternde Mittel) und anderen blutdrucksenkenden Mitteln kann es zu einem verstärkten Blutdruckabfall kommen. Wenn unter einer bestehenden Behandlung mit Sali-Prent zusätzlich ACE-Inhibitoren (Mittel gegen Bluthochdruck und zur Behandlung der Herzmuskelschwäche) eingenommen werden, kann anfangs ein stark überschießender Blutdruckabfall auftreten.
Calciumantagonisten vom Nifedipin-Typ
Bei gleichzeitiger Einnahme von Sali-Prent und Calciumantagonisten vom Nifedipin-Typ (Mittel gegen Bluthochdruck) kann es zu einer verstärkten Blutdrucksenkung und gelegentlich zur Ausbildung einer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) kommen.
Johanniskraut-Präparate
Bei gleichzeitiger Anwendung von Sali-Prent und Johanniskraut-Präparaten kann die blutdrucksenkende Wirkung vermindert werden.
Antiarrhythmika
Die herzleistungsdämpfenden (kardiodepressiven) Wirkungen von Sali-Prent und Antiarrhythmika (Mittel gegen Herzrhythmusstörungen) können sich addieren.
Bei gleichzeitiger Einnahme von Sali-Prent und Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ (Mittel gegen bestimmte Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck und Angina Pectoris) oder anderen Antiarrhythmika (Mittel gegen Herzrhythmusstörungen, wie Disopyramid) ist eine sorgfältige Überwachung der Patienten angezeigt, da es zu unerwünscht starkem Blutdruckabfall (Hypotension), verlangsamter Herztätigkeit (Bradykardie) oder anderen Herzrhythmusstörungen kommen kann. Die Ausscheidung von Chinidin (Mittel gegen bestimmte Herzrhythmusstörungen) kann vermindert werden.
Hinweis: Während der Behandlung mit Sali-Prent sollte die intravenöse Gabe von Calciumantagonisten und Antiarrhythmika unterbleiben (Ausnahme Intensivmedizin). Siehe Abschnitt 2, Was müssen Sie vor der Einnahme von Sali-Prent beachten? Sali-Prent darf nicht eingenommen werden.
Bei gleichzeitiger Einnahme von Sali-Prent und Herzglykosiden (Mittel gegen Herzmuskelschwäche), andere blutdrucksenkende Arzneimittel wie Reserpin, alpha-Methyldopa, Moxonidin, Guanfacin oder Clonidin kann es zu einem stärkeren Absinken der Herzfrequenz bzw. zu einer Verzögerung der Überleitung kommen.
Analgetika, nichtsteroidale Antiphlogistika (z. B. Salicylsäurederivate, Indometacin)
Bei gleichzeitiger Einnahme von Salicylsäurederivaten oder anderen antirheumatischen Präparaten aus der Klasse der nichtsteroidalen Entzündungshemmer (Antiphlogistika) wie z.B. Indometacin kann die blutdrucksenkende Wirkung von Sali-Prent abgeschwächt sein. Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann es zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion kommen. Bei hochdosierter Salicylateinnahme kann die schädigende (toxische) Wirkung des Salicylats auf das zentrale Nervensystem verstärkt werden.
Colestyramin
Die gleichzeitige Einnahme von Sali-Prent und Colestyramin (Mittel zur Senkung der Blutfettspiegel) vermindert die Aufnahme von Mefrusid in den Körper.
Wirkungsverstärkung und –abschwächung anderer Arzneimittel durch Sali-Prent:
Insulin oder orale Antidiabetika
Bei gleichzeitiger Anwendung von Sali-Prent und Insulin (blutzuckersenkendes Hormon) oder oralen Antidiabetika (Mittel zum Einnehmen gegen Zuckerkrankheit) können - vor allem bei körperlicher Belastung - Unterzuckerungen (Hypoglykämien) hervorgerufen sowie die Anzeichen der Unterzuckerung (z. B. schneller Puls, Zittern, Schwitzen) verschleiert werden. Daher sollte der Blutzucker regelmäßig kontrolliert werden.
Kaliuretische Arzneimittel
Bei gleichzeitiger Einnahme von Glukokortikoiden (bestimmte entzündungshemmende, antiallergische Mittel) oder Abführmitteln können erhöhte Kaliumverluste auftreten. Wirkungen und Nebenwirkungen von Digitalisglykosiden (Mittel gegen Herzmuskelschwäche) können bei Kalium- und Magnesiummangel verstärkt werden. Deshalb ist bei einer Behandlung mit Herzglykosiden, Glukokortikoiden oder Abführmitteln auf ausreichende Kaliumzufuhr zu achten.
Lithium
Bei gleichzeitiger Behandlung mit Lithium (Mittel bei bestimmten psychischen Erkrankungen) kann die schädigende Wirkung des Lithiums auf Herz und Nerven (kardio- und neurotoxische Wirkung) verstärkt sein.
Muskelrelaxantien vom Curaretyp
Bei gleichzeitiger Behandlung mit Muskelrelaxantien vom Curaretyp kann die muskelrelaxierende Wirkung verstärkt und verlängert sein. ür den Fall, dass Sali-Prent vor geplanten Operationen in Allgemeinnarkose oder vor der Anwendung von peripheren Muskelrelaxantien nicht abgesetzt werden kann, muss der Narkosearzt über die Behandlung mit Sali-Prent informiert werden.
Harnsäuresenkende Arzneimittel
Bei gleichzeitiger Gabe von Sali-Prent und Urikostatika (Mittel zur Senkung des Harnsäurespiegels) kann deren Wirkung herabgesetzt werden.Norepinephrin, Epinephrin
Bei gleichzeitiger Behandlung mit Sali-Prent und Norepinephrin oder Epinephrin (kreislaufanregende Mittel) kann deren Wirksamkeit herabgesetzt werden.
Bei Einnahme von Sali-Prent zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Die gleichzeitige Anwendung mit Alkohol kann zu verstärkter Blutdrucksenkung führen; deshalb sollte unter der Behandlung mit Sali-Prent auf Alkoholgenuss verzichtet werden.
WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann Sali-Prent Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der Verfügbarkeit der Daten nicht abschätzbar

Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten Nebenwirkungen betroffen sind, nehmen Sie Sali-Prent nicht weiter ein und suchen Sie Ihren Arzt möglichst umgehend auf.
Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind:
Einige der aufgeführten Nebenwirkungen (z. B. Herzrhythmusstörungen, Unterzuckerung) können unter Umständen lebensbedrohlich werden. Sie sollten deshalb unverzüglich einen Arzt informieren, falls derartige Ereignisse auftreten.
Andere mögliche Nebenwirkungen
Acebutolol
Unerwünschte Wirkungen, die bei Acebutolol berichtet wurden, sind:
Allgemein
gelegentlich: Bauchschmerzen, Schüttelfrost, Schwächegefühl, Kopfschmerzen.
selten: Ödeme.
sehr selten: Beta-Rezeptorenblocker können die Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion (Thyreotoxikose) maskieren.
Beta-Rezeptorenblocker können die Empfindlichkeit gegenüber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen erhöhen (siehe auch Abschnitt 2 – Besondere Vorsicht). Haut-, Muskel- und Gelenkreaktionen (Lupus-erythematodes-ähnliches Syndrom) unter höherer Dosierung und Langzeitbehandlung (bei Absetzen reversibel).
Nervensystem
häufig: Schwindel.
gelegentlich: Nervosität, Benommenheit, Halluzinationen, Parästhesie, Schlafstörungen (Alpträume), depressive Verstimmung.
Magen-Darm-Trakt
gelegentlich: Magen-Darm-Störungen (Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Durchfall).
selten: Appetitlosigkeit, Mundtrockenheit.
sehr selten: Erhöhung der Leberenzymspiegel [AST (GOT), ALT (GPT)], der alkalischen Phosphatase und der Bilirubinwerte.
Stoffwechsel- und Ernährungssystem
selten: Hypokaliämie, Verschlechterung einer diabetischen Stoffwechsellage oder Manifestation eines latenten Diabetes mellitus.
sehr selten: gesteigerte Hypoglykämieneigung bei Diabetikern, Triglyceridanstieg und Verminderung des HDL-Cholesterins bei meist normalem Gesamtcholesterin..
Herz-Kreislauf
gelegentlich: Verstärkung einer bestehenden Herzinsuffizienz, AV-Überleitungsstörungen (Herzblock), Bradykardie, Hypotonie, Palpitationen, Kältegefühl in Händen und üßen, Synkope.
selten: Arrhythmie.
sehr selten: Verstärkung der Anfälle bei Patienten mit Angina pectoris; Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit Morbus Raynaud ist nicht auszuschließen; bei Patienten mit Claudicatio intermittens kann es anfänglich zu einer vorübergehenden Verstärkung der Beschwerden kommen.
Atemorgane
selten: Atemnot infolge Erhöhung des Atemwiderstandes bei Patienten mit Neigung zu bronchospastischen Reaktionen z. B. bei asthmoider Bronchitis.
sehr selten: Überempfindlichkeitsreaktionen der Lunge (allergische Pneumonitis) mit Symptomen wie Fieber, Luftnot etc., die sich in der Regel nach Absetzen zurückbilden, Pleuraerguss.
Bewegungsapparat
selten: Muskelschwäche, Muskelkrämpfe (Wadenkrämpfe).
Haut
gelegentlich: Schwitzen, Überempfindlichkeitsreaktionen (Hautausschlag, Juckreiz).
sehr selten: Psoriasis, Verschlechterung von Psoriasis-Symptomen, psoriasiforme Exantheme.
Sinnesorgane
selten: Konjunktivitis oder verminderter Tränenfluss (beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten).
sehr selten: Sehstörungen.
Blut- und Lymphsystem
sehr selten: antinukleäre Antikörper (ANA).
Urogenital-Trakt
sehr selten: Libido- und Potenzstörungen.
Mefrusid
Unerwünschte Wirkungen, die bei Mefrusid berichtet wurden, sind:
Allgemein
gelegentlich: Schwächegefühl, Kopfschmerzen.
Nervensystem
häufig: Schwindel.
Magen-Darm-Trakt
häufig: Magen-Darm-Störungen (Übelkeit, Erbrechen, Mundtrockenheit, Verstopfung, Durchfall), Appetitlosigkeit.
selten: hämorrhagische Pankreatitis, Cholezystitis (bei bestehender Cholelithiasis).
Stoffwechsel- und Ernährungssystem
gelegentlich: Elektrolytverschiebungen (Hypokaliämie, Hypercalcämie, Hyponatriämie, Hypomagnesiämie, Hypochlorämie).
selten: Hypercholesterinämie, Hyperlipidämie, Verschlechterung einer diabetischen Stoffwechsellage oder Manifestation eines latenten Diabetes mellitus.
Herz-Kreislauf
gelegentlich: Palpitationen.
selten: Vaskulitis.
Bewegungsapparat
häufig: Muskelkrämpfe (Wadenkrämpfe).
Haut
gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen (photoallergisches Exanthem, Urtikaria).
Sinnesorgane
selten: Verschlimmerung einer bestehenden Kurzsichtigkeit.
Blut- und Lymphsystem
sehr selten: Thrombosen, Embolien (bei hoher Dosierung insbesondere bei Venenerkrankungen).
Urogenital-Trakt
selten: interstitielle Nephritis.
Laborbefunde
sehr häufig: vor allem zu Behandlungsbeginn reversibler Anstieg stickstoffhaltiger Stoffe (Harnstoff, Kreatinin).
selten: Blutbildveränderungen (Anämie, Leukozytopenie, Thrombozytopenie).
sehr selten: Hyperurikämie (Auslösung eines Gichtanfalles möglich).
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.
Aufbewahrungsbedingungen:
ür dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Zusätzliche Informationen

Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben
Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Sali-Prent® 20mg/400mg, Filmtabletten
Zur Anwendung bei Erwachsenen
Wirkstoffe: Acebutololhydrochlorid, Mefrusid
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.
- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.


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