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«Salofalk 500 mg - Zäpfchen»

Salofalk 500 mg - Zäpfchen


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Salofalk®- Zäpfchen enthalten den Wirkstoff Mesalazin, eine entzündungshemmende Substanz zur Anwendung bei entzündlichen Darmerkrankungen.

Salofalk® - Zäpfchen werden zur Behandlung des akuten Schubes bei chronischen Entzündungen des Dickdarms (Colitis ulcerosa, chronische unspezifische Colitis) und des Enddarms (Proctosigmoiditis, hämorrhagische Proctitis) verwendet.

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Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Salofalk ®- Zäpfchen ist erforderlich, Die Anwendung soll sowohl während des akut entzündlichen Stadiums als auch in der Langzeit-Behandlung sehr zuverlässig und konsequent durchgeführt werden, da nur so der gewünschte Heilungserfolg eintritt.

Die Therapie mit Salofalk®- Zäpfchen soll unter ärztlicher Kontrolle erfolgen. Blut- und Harnuntersuchungen sollen vor und während der Therapie nach Ermessen des behandelnden Arztes durchgeführt werden. Als Richtlinie werden Kontrollen 14 Tage nach Beginn der Behandlung, dann 2

  • 3 mal monatlich empfohlen.Bei normalem Befund sind anschließend vierteljährliche oder beim Auftreten zusätzlicher

Krankheitszeichen sofortige Kontrolluntersuchungen erforderlich.

Wenn sich während der Behandlung die Nierenwerte verschlechtern, sollte eine durch Mesalazin verursachte Nierenschädigung in Betracht gezogen werden

Bei Auftreten von ersten Anzeichen von Fieber, Halsschmerzen, Geschwüren der Mundschleimhaut, ungewöhnlichen Blutergüssen oder unerklärlichen Blutungen sollte eine sofortige ärztliche Kontrolle erfolgen. Es könnte sich um eine ernsthafte Blutveränderung handeln. Ihr Arzt wird gegebenenfalls die Behandlung mit Salofalk® abbrechen und weitere Maßnahmen setzen.

Die Behandlung mit Salofalk®kann zu einer Veränderung des Blutfarbstoffes in den roten Blutkörperchen führen, was dazu führt, dass der Körper mit weniger Sauerstoff versorgt wird. Ihr Arzt sollte auf diese Anzeichen achten.

Wenn Sie an einer schwerwiegenden Allergie, Asthma oder sonstigen Lungenfunktionsstörungen leiden, sollten Sie deren Verschlechterung unter der Anwendung von Salofalk®- Zäpfchen Ihrem betreuenden Arzt melden .

Falls Sie an einer Leberfunktionsstörung leiden, werden Blutkontrollen diesbezüglich empfohlen.

Wenn bei Ihnen eine Überempfindlichkeit gegenüber Sulfasalazin-haltigen Präparaten bekannt ist, sollte die Behandlung mit Salofalk® Zäpfchen eventuell mit einer Testdosis und nur unter sorgfältiger ärztlicher Kontrolle begonnen werden. Sollten akute Unverträglichkeitsreaktionen, wie z.B. Krämpfe, akute Bauchschmerzen, Fieber, schwere Kopfschmerzen und Hautausschläge auftreten, ist die Behandlung sofort abzubrechen und ein Arzt aufzusuchen.

Erste Anzeichen von Nebenwirkungen oder der Eintritt einer Schwangerschaft sind dem Arzt zu melden.

Bei der Anwendung von Salofalk ®- Zäpfchen mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Mögliche Wechselwirkungen mit

  • Antikoagulanzien (bestimmte blutgerinnungshemmende Mittel): Mögliche Verstärkung der gerinnungshemmenden Wirkung (Erhöhung der Blutungsgefahr im Magen-Darm-Trakt).
  • Glukokortikoide (bestimmte kortisonartige, entzündungshemmende Mittel): Mögliche Verstärkung unerwünschter Wirkungen im Magen.
  • Sulfonylharnstoffe(blutzuckersenkende Mittel): Mögliche Verstärkung der blutzuckersenkenden Wirkung.
  • Methotrexat(ein Medikament zur Chemotherapie): Mögliche Erhöhung der Nebenwirkungen von Methotrexat.
  • Probenecid/Sulfinpyrazon (harnsäureausscheidungsfördernde Mittel, Gichtmittel): Mögliche Verminderung der harnsäureausscheidenden Wirkung.
  • Spironolacton/Furosemid(harnflusssteigernde Mittel): Mögliche Verminderung der harnausscheidenden Wirkung.
  • Rifampicin(Mittel gegen Tuberkulose): Mögliche Verminderung der Wirkung von Rifampicin.
  • Arzneimittel mit dem Wirkstoff Azathioprin oder 6-Mercaptopurin (zur Behandlung von Erkrankungen des Immunsystems): mögliche Verstärkung der Wirkung von Azathioprin oder 6-Mercaptopurin

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft:
Salofalk®- Zäpfchen sollten während der Schwangerschaft nur dann angewendet werden, wenn der erwartete Nutzen das mögliche Risiko für das Ungeborene überwiegt.
Frauen mit Kinderwunsch sollen nach Möglichkeit für den Beginn der Schwangerschaft eine Phase abwarten, in der keine oder möglichst wenige Medikamente erforderlich sind. Wenn es das individuelle Krankheitsgeschehen erlaubt, soll in den letzten 2 - 4 Wochen der Schwangerschaft die Behandlung ausgesetzt werden.

Stillzeit:
Es liegen bisher keine ausreichenden Erfahrungen bei Anwendung während der Stillzeit vor. Falls die Behandlung in der Stillzeit erforderlich ist, soll abgestillt werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es wurden keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen beobachtet.

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Wie wird es angewendet?

Wenden Sie Salofalk® - Zäpfchen immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Art der Anwendung:
Die Zäpfchen sollen tief in den After eingeführt werden.

Dosierungsanweisung:

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis bei akuten Entzündungserscheinungen: Anfangs 3 x 1 Salofalk®- Zäpfchen täglich morgens, mittags und abends. Sobald der akute Schub überwunden ist, soll zur Vermeidung eines Rückfalls die Dosis vom Arzt auf 3 x täglich 1 Salofalk®250 mg - Zäpfchen* reduziert, oder auf die Salofalk® 500 mg - Tabletten zurückgegriffen werden.

Anwendung bei Leber- und Nierenfunktionsstörung: Bei Leber- und Nierenfunktionsstörung sollte Salofalk® mit Vorsicht unter Kontrolle der Leber- und Nierenwerte im Blut angewandt werden. Bei schwerer Leber- und Nierenfunktionsstörungen wird die Anwendung von Salofalk® nicht empfohlen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen:
Es gibt wenig Erfahrung und nur begrenzte Daten über die Anwendung und die Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen.

Dauer der Anwendung:
Über die Dauer der Behandlung entscheidet der Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge von Salofalk ®- Zäpfchen angewendet haben, als Sie sollten, verständigen Sie bitte im Zweifelsfall einen Arzt. Bei Überdosierung ist, bedingt durch die substanzspezifischen Eigenschaften von Salofalk®, auch bei Anwendung hoher Dosen kaum mit Vergiftungserscheinungen zu rechnen. Mögliche Symptome einer Überdosierung sind Übelkeit, Erbrechen und Durchfall und eine Verstärkung der genannten Nebenwirkungen.

Wenn Sie die Anwendung von Salofalk ®- Zäpfchen vergessen haben, dürfen Sie dies nicht nachholen, indem Sie die Dosis bei der nächsten Anwendung verdoppeln. Wenden Sie stattdessen einfach die folgende Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung und hören Sie nicht plötzlich mit der Anwendung von Salofalk ® - Zäpfchen auf. Wenn Sie glauben, das Medikament wirke zu stark oder zu schwach, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel können Salofalk® - Zäpfchen Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Alle Arzneimittel können allergische Reaktionen hervorrufen. Schwere allergische Reaktionen sind jedoch sehr selten. Wenn Sie eine der folgenden Symptome bei sich feststellen, sollten Sie sich umgehend mit Ihrem Arzt in Verbindung setzen:

  • Allergischer Hautausschlag
  • Fieber
  • Atembeschwerden (Bronchospasmen)

Folgende Nebenwirkungen wurden außerdem beobachtet:

Selten auftretende Nebenwirkungen (betreffen weniger als 1 von 1 000 Patienten):

  • Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, Übelkeit und Erbrechen
  • Kopfschmerzen, Schwindel
  • akute Bauchspeicheldrüsenentzündung

Sehr selten auftretende Nebenwirkungen (betreffen weniger als 1 von 10 000 Patienten):

  • Nierenfunktionsstörungen, die manchmal mit geschwollenen Gliedmaßen und Flankenschmerz einhergehen
  • Brustschmerzen, Atemnot oder geschwollene Gliedmaßen aufgrund von Herzproblemen
  • Schwere Bauchschmerzen aufgrund einer akuten Entzündung der Bauchspeicheldrüse
  • Schwere Atemnot aufgrund einer allergischen Entzündung der Lunge
  • Schwerer Durchfall und Bauchschmerzen aufgrund einer allergischen Darmentzündung
  • Hautausschlag oder -entzündung
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Fieber, Halsschmerzen oder Unwohlsein aufgrund von Blutbildveränderungen
  • Gelbsucht oder Bauchschmerzen aufgrund von Leber- bzw. Gallenfunktionsstörungen
  • Haarausfall mit Glatzenbildung.
  • Entzündung des Herzbeutels und des Herzmuskels
  • Nervenschädigungen
  • Lungenerkrankung. Kurzatmigkeit
  • verminderte Spermienzahl (umkehrbar)

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25°C lagern. In der Orginalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


Bewertungen «Salofalk 500 mg - Zäpfchen»