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«Sanasthmyl Rotadisk 200 µg»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Sanasthmyl Rotadisk 200 µg ist ein inhalatives Glucocorticoid und gehört zur Gruppe der Antiasthmatika.
Sanasthmyl Rotadisk 200 µg wird angewendet zur Inhalationsbehandlung von Atemwegserkrankungen, bei denen die Anwendung von Corticoiden erforderlich ist, wie z. B.: Bronchialasthma, chronische Entzündung der Bronchialschleimhaut mit Verengung der Atemwege (chronisch obstruktive Bronchitis), Luftröhrenentzündung (Tracheitis), bestimmte Formen nicht behebbarer Erweiterungen der Bronchialverästelungen (Bronchiektasen) und bestimmte Formen von Entzündungen der Bronchialschleimhaut ohne Verengung der Atemwege (nicht obstruktive Bronchitiden).
Hinweis
Sanasthmyl Rotadisk 200 µg ist nicht zur Behandlung von plötzlich auftretenden Atemnotanfällen (akuter Asthmaanfall oder Status asthmaticus) bestimmt. Eine Inhalationsbehandlung nur bei Bedarf, wie sie z. B. mit Dosier-Aerosolen durchgeführt wird, die bronchienerweiternde Stoffe mit raschem Wirkungseintritt enthalten, ist nicht möglich.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Sanasthmyl Rotadisk 200 µg darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Beclometasondipropionat oder den sonstigen Bestandteil Lactose-Monohydrat sind.
- zur Behandlung von Kindern unter 4 Jahren.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Sanasthmyl Rotadisk 200 µg ist erforderlich,
- bei Lungentuberkulose (aktiv oder inaktiv). Sanasthmyl Rotadisk 200 µg soll nur angewandt werden, wenn zusätzlich wirksam tuberkulostatisch behandelt wird.
- bei Pilzerkrankungen bzw. Infektionen im Bereich der Atemwege. Angemessen behandelt stellen diese keine Gegenanzeige dar.
Systemische Effekte können bei der Inhalationsbehandlung mit jedem Corticoid auftreten, insbesondere unter hohen Dosierungen, die für einen langen Zeitraum angewandt werden. Diese Effekte allerdings sind unter der Inhalationsbehandlung weniger wahrscheinlich als unter der Gabe von Corticoiden zum Einnehmen. Mögliche systemische Effekte schließen Cushing Syndrom, cushingähnliche Veränderungen, eine Einschränkung der Nebennierenrindenfunktion, Wachstumsverzögerung bei Kindern und Jugendlichen, Verminderung der Knochendichte, Linsentrübung (Katarakt) und erhöhten Augeninnendruck (Glaukom) ein. Deshalb ist es wichtig, dass die Dosis an inhalativem Corticoid bis zur niedrigsten Dosis reduziert wird, bei der eine effektive Kontrolle der zu behandelnden Krankheit aufrechterhalten wird (siehe Nebenwirkungen).
Inhalativ anzuwendende Glucocorticoide können Nebenwirkungen verursachen, insbesondere wenn hohe Dosen über lange Zeiträume gegeben werden. Solche Reaktionen treten deutlich seltener auf als bei der Einnahme von Glucocortcoidtabletten. Mögliche Effekte schließen Störungen der Nebennierenrindenfunktion, Verminderung der Knochendichte, Wachstumsverzögerungen bei Kindern und Jugendlichen sowie Augenerkrankungen (Linsentrübung [Katarakt], erhöhter Augeninnendruck [Glaukom]) ein. Deshalb sollte die niedrigste Dosis, mit der eine wirksame Kontrolle des Asthmas möglich ist, verabreicht werden.
Bei der Behandlung mit hohen Dosen, insbesondere bei Überschreitung der empfohlenen Dosierung, kann eine klinisch relevante Funktionsminderung der Nebennierenrinde mit einer verminderten Produktion bzw. einer bei gesteigertem Bedarf (Stresssituationen) nicht mehr ausreichend steigerbaren Produktion körpereigener Glucocorticoide auftreten. In solchen ällen sollte in Stresssituationen (z. B. vor Operationen) eine vorübergehende zusätzliche Glucocorticoidgabe zum Ausgleich der verminderten natürlichen Glucocorticoidproduktion erwogen werden.
Die Behandlung von Bronchialasthma sollte dem Schweregrad entsprechend stufenweise erfolgen. Der Erfolg der Therapie sollte durch regelmäßige ärztliche Untersuchungen überprüft werden.
Es ist für den Patienten möglicherweise gefährlich, ohne ärztliche Anweisung den Gebrauch von Beta2-Sympathomimetika von sich aus zu erhöhen.
Zur ärztlichen Beurteilung des Krankheitsverlaufes sowie des Therapieerfolges der atemwegser-weiternden und entzündungshemmenden Behandlung ist eine tägliche Selbstkontrolle nach ärztlicher Anleitung wichtig. Dies erfolgt z. B. durch die Aufzeichnung des mit dem Peak-Flow-Meter gemessenen Atemstoßes.
Hinweise für nicht mit Corticoiden vorbehandelte Patienten
Bei Patienten, die zuvor keine oder nur gelegentlich eine kurzdauernde Corticoidbehandlung erhielten, führt die vorschriftsmäßige Anwendung von Sanasthmyl Rotadisk 200 µg zumeist innerhalb einer Woche zu einer Besserung.
Bei Verschlimmerung der Symptome durch akute Atemwegsinfektionen sollte zusätzlich eine Therapie mit Antibiotika erwogen werden. Die Dosierung von Sanasthmyl Rotadisk 200 µg kann gegebenenfalls erhöht werden.
In besonderen Stresssituationen oder Notfällen (z. B. schwere Infektionen, Verletzungen, Operationen) müssen Glucocorticoide u. U. als Tabletten oder als Spritze gegeben werden, weil möglicherweise nicht ausreichend Cortisol aus der Nebennierenrinde ausgeschüttet wird.
Verschlimmert sich die Atemnot nach der Inhalation akut (paradoxe Bronchospastik), so sollte die Behandlung sofort abgesetzt werden und der Behandlungsplan vom Arzt überprüft werden.
Hinweise für die Umstellung corticoidabhängiger Patienten auf die Inhalationsbehandlung:
Folgende besondere Vorsichtsmaßnahmen sollten eingehalten werden
Die Patienten sollten zu einem Zeitpunkt umgestellt werden, an dem ihre Beschwerden unter Kontrolle sind.
Sanasthmyl Rotadisk 200 µg wird zu Beginn der Behandlung für etwa 1 Woche zusätzlich zur laufenden Corticoidbehandlung verabreicht.
Die Behandlung mit Corticoidtabletten oder -injektionen wird unter regelmäßiger Überwachung der Nebennierenrindenfunktion schrittweise abgesetzt; sie darf nicht plötzlich abgebrochen werden.
Trotz Verbesserung der Atemfunktion können sich bei Umstellung einige Patienten infolge des Corticoidentzuges vorübergehend unwohl fühlen. Dennoch sollte die Inhalationsbehandlung unbedingt fortgesetzt werden.
Kommt es bei corticoidabhängigen Patienten, bei denen eine Beeinträchtigung des hormonellen Regelkreises angenommen werden kann, zu besonderen Stresssituationen (z. B. Operation, Atemwegsinfektion oder Verschlimmerung der Asthmaanfälle), ist eine erneute Behandlung mit Corticoidtabletten (z. B. hochdosierte Hydrocortison-Substitution) angebracht. Die Dosis der Inhalationsbehandlung sollte entsprechend erhöht und dann, nach Absetzen der Tablettenbehandlung, wieder auf die Erhaltungsdosis gesenkt werden.
Spezielle Therapiehinweise für Asthmapatienten, die zusätzlich mit kurzwirksamen bronchienerweiternden Arzneimitteln (Beta2-Sympathomimetika) behandelt werden:
Wenn Patienten feststellen, dass die Behandlung mit Beta2-Sympathomimetika weniger wirksam wird oder sie mehr Inhalationen als üblich brauchen, soll ärztlicher Rat eingeholt werden.
Zunehmender Bedarf an Beta2-Sympathomimetika ist ein Anzeichen für eine Verschlechterung der Asthmabeschwerden.
Eine plötzliche und fortschreitende Verschlechterung der Asthmabeschwerden kann lebensbedrohlich sein, und eine höhere Corticoiddosierung sollte vom Arzt in Erwägung gezogen werden.
Bei fehlendem Ansprechen auf die Behandlung mit Beta2-Sympathomimetika oder starker Verschlechterung des Asthma sollte die Dosis des inhalierten Beclometasondipropionat vom Arzt erhöht werden. Falls notwendig, kann eine systemische Corticoidbehandlung und/oder eine Antibiotikabehandlung im Falle einer Infektion begonnen werden.
Weitere Hinweise:
In seltenen ällen kann bei einer Inhalationsbehandlung eine verborgene Eosinophilie (z. B. Churg-Strauss-Syndrom) zum Ausbruch kommen. Bei dem Churg-Strauss-Syndrom handelt es sich um eine seltene Krankheit, die charakterisiert ist durch Asthma bronchiale, mit entzündlichen Prozessen in verschiedenen Organen, z. B. einer ungewöhnlichen Anhäufung bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilen) und Entzündung von Blutgefäßen (Vaskulitis). Diese Fälle sind normalerweise mit einer Verminderung oder mit Absetzen systemischer/oraler Corticoidtherapie verbunden gewesen. Ein direkter Kausalzusammenhang ist nicht festgestellt worden.
Bei längerer Anwendung
Es wird empfohlen, das Wachstum von Kindern, die eine Langzeittherapie mit inhalativ anzuwendenden Glucocorticoiden erhalten, regelmäßig zu kontrollieren.
Früh-, Neugeborene, Säuglinge und Kleinkinder
Sanasthmyl Rotadisk 200 µg ist nicht angezeigt zur Behandlung von Kindern unter 4 Jahren.
Ältere Menschen
Bei älteren Menschen ist keine spezielle Dosisanpassung erforderlich.
Bei Anwendung von Sanasthmyl Rotadisk 200 µg mit anderen Arzneimitteln
Sanasthmyl Rotadisk 200 µg kann die Wirksamkeit von Beta2-Sympathomimetika zur Inhalation verstärken.
Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft
Der Arzt muss die Notwendigkeit einer Anwendung während der Schwangerschaft besonders sorgfältig abwägen.
Stillzeit
Es liegen keine Daten zum Übergang von Beclometason in die Muttermilch vor. Andere Glucocorticoide gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über. Sollten Substanzwirkungen beim Säugling beobachtet werden, ist abzustillen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die ähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Sanasthmyl Rotadisk 200 µg
Lactose enthält geringe Mengen Milchprotein und kann deshalb allergische Reaktionen hervorrufen.

Wie wird es angewendet?

WIE IST SANASTHMYL ROTADISK 200 µg ANZUWENDEN?
Wenden Sie Sanasthmyl Rotadisk 200 µg immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Bedienungsanleitung:
Der Diskhaler besteht aus den in der Zeichnung aufgeführten Einzelteilen:
Hinweis: Bitte die Rotadisk erst unmittelbar vor Gebrauch durchbohren.
Vorbereitung des Diskhalers
Ziehen Sie den Deckel ab. Prüfen Sie, ob das Mundstück von innen und außen sauber ist (Abb. 1).
Fassen Sie das Innenteil neben dem Mundstück an und ziehen Sie das Mundstück heraus, bis die Riffelung sichtbar wird (Abb. 2).
Fassen Sie mit Daumen und Zeigefinger auf die Riffelung und drücken Sie das Innenteil etwas zusammen. Jetzt lässt es sich mit der Drehscheibe leicht aus dem Gehäuse ziehen (Abb. 3).
Legen Sie die Rotadisk so auf die Drehscheibe, dass die Nummern obenauf lesbar sind. Schieben Sie das Innenteil samt Rotadisk ganz zurück in das Gehäuse (Abb. 4).
Fassen Sie das innere Teil neben dem Mundstück und ziehen Sie das Mundstück heraus, bis die Riffelung sichtbar wird. Dann schieben Sie die Teile wieder ineinander (Abb. 5).
Dies wiederholen Sie so oft, bis die Nummer „8" in dem Anzeigenfeld erscheint. Dadurch können Sie kontrollieren, wann Sie die Rotadisk auswechseln müssen, denn die Nummer im Anzeigenfeld gibt Ihnen an, wieviele Inhalationen noch möglich sind:
also zunächst 8, nach Inhalation und Vorbereitung zur nächsten Inhalation 7 usw. (Abb. 6).
Inhalationsvorbereitung
Halten Sie den Diskhaler waagrecht. Dann richten Sie die Klappe des Gehäuses senkrecht bis zum Anschlag auf. Sie verspüren dabei einen Widerstand, der entsteht, wenn Sie mit dem Dorn die obere und untere Folie durchbohren. Gegen diesen Widerstand muss die Klappe senkrecht aufgerichtet werden (Abb. 7). Nun schließen Sie die Klappe des Gehäuses wieder. Jetzt ist der Diskhaler zur Inhalation bereit.
Wichtig: Es kann nur inhaliert werden, wenn beide Folien durchbohrt sind.
Vorsicht: Bitte heben Sie die Klappe nur an, wenn das innere Teil vollständig im Gehäuse steckt, weil sonst der Dorn abbrechen könnte.
Inhalation
Halten Sie den Diskhaler waagerecht. Atmen Sie vollständig aus. Nehmen Sie den Diskhaler in den Mund und umschließen Sie das Mundstück fest mit den Lippen. Dabei dürfen die Luftlöcher an beiden Seiten nicht bedeckt sein.
Atmen Sie rasch so tief wie möglich durch den Mund ein. Halten Sie den Atem so lange wie möglich an. Setzen Sie den Diskhaler ab und atmen Sie dann langsam durch die Nase aus (Abb. 8).
Vorbereitung zur nächsten Inhalation
Siehe Punkt 5.
ür die nächste Pulverinhalation werden die Punkte 7 und 8 wiederholt.
Nach Gebrauch wird der Deckel wieder über das Mundstück geschoben.
Auswechseln der Rotadisk
Jede Rotadisk enthält 8 Einzeldosen. Erscheint die Nummer „8" erneut im Anzeigenfeld, ist die Rotadisk leer und muss erneuert werden. Bitte werfen Sie nicht die weiße Drehscheibe mit der leeren Rotadisk weg.
Der Pinsel dient zur Reinigung des Gerätes. Vor Einsetzen einer neuen Rotadisk sollten mit dem Pinsel eventuell vorhandene Pulverreste von allen zugänglichen Teilen des Diskhalers entfernt werden.
Wenn der Diskhaler 3 Monate in Gebrauch war, kann ein Austausch des Gerätes erforderlich sein.
Während der Behandlung sollte der Patient seinen Arzt regelmäßig zu den vereinbarten Terminen aufsuchen.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet ist die übliche Dosis:
Dosierung
Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre:
2-mal täglich 1 bis 2 Pulverinhalationen.
Falls erforderlich, kann die Dosis bei Patienten mit schweren asthmatischen Beschwerden bis auf 2-mal täglich 3 bis 4 Pulverinhalationen erhöht werden.
Sobald eine Besserung eingetreten ist, kann die Dosis schrittweise auf die persönliche Erhaltungsdosis herabgesetzt werden.
Höchstdosis:
Es sollten nicht mehr als 10 Pulverinhalationen täglich (2,0 mg Beclometasondipropionat) innerhalb von 24 Stunden inhaliert werden.
Kinder von 4 bis 12 Jahren:
1- bis 2-mal täglich 1 Pulverinhalation.
Höchstdosis:
Die Tagesdosis von 2 Pulverinhalationen sollte (0,4 mg Beclometasondipropionat) nicht überschritten werden.
Von Kindern sollte Sanasthmyl Rotadisk 200 µg nur unter Aufsicht von Erwachsenen benutzt werden.
Die Anzahl der täglichen Inhalation soll den Erfordernissen des Einzelfalles und dem klinischen Ansprechen des Patienten angepasst werden.
Art der Anwendung
Sanasthmyl Rotadisk 200 µg ist ausschließlich zur Inhalation mit dem Sanasthmyl® Diskhaler® bestimmt. Es empfiehlt sich, unmittelbar vor den Mahlzeiten zu inhalieren; falls dies nicht möglich ist, sollte nach der Inhalation der Mund mit Wasser ausgespült werden.
Dauer der Behandlung
Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt. Sanasthmyl Rotadisk 200 µg ist ein Arzneimittel zur Langzeitbehandlung des Asthma bronchiale.
ür den Behandlungserfolg ist es wichtig, Sanasthmyl Rotadisk 200 µg regelmäßig zu inhalieren, auch in beschwerdefreien Zeiten. Es sollte die niedrigste Dosis, mit der eine wirksame Kontrolle der Beschwerden möglich ist, verabreicht werden.
Wenn Sie eine größere Menge von Sanasthmyl Rotadisk 200 µg angewendet haben, als Sie sollten
Die Inhalation von höheren als den therapeutisch empfohlenen Dosierungen von Beclometasondipropionat kann zu einer zeitweiligen Einschränkung der Nebennierenrindenfunktion führen. Es ist keine spezielle Notfallbehandlung erforderlich, da die Nebennierenrindenfunktion sich innerhalb weniger Tage erholt, wie die Bestimmung von Plasmacortisolwerten (bestimmte Laborwerte) zeigt. Wenn jedoch über einen längeren Zeitraum höhere als die therapeutisch empfohlenen Dosierungen inhaliert werden, kann dies zu einem gewissen Grad zur Einschränkung von Nebennierenrindenfunktion führen. Eine Überwachung der Nebennierenrindenfunktion kann erforderlich sein. In ällen einer Überdosierung mit Beclometasondipropionat kann dennoch die Behandlung in einer zur Kontrolle der Symptome ausreichenden Dosierung weitergeführt werden.
Bei Therapieänderungen siehe unter Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Sanasthmyl Rotadisk 200 µg ist erforderlich.
Wenn Sie die Anwendung von Sanasthmyl Rotadisk 200 µg abbrechen
Falls die Behandlung mit Sanasthmyl Rotadisk 200 µg abgesetzt werden soll, sollte dies schrittweise über eine Dosisreduzierung erfolgen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Sanasthmyl Rotadisk 200 µg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten.
Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten.
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten.
Selten: weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten.
Sehr selten: weniger als 1 von 10.000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle.
Bisher wurden folgende Nebenwirkungen beobachtet:
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Sehr häufig: Soorbefall der Mund- und Rachenschleimhaut
Bei manchen Patienten tritt ein Soorbefall (Candidiasis) der Mund- und Rachenschleimhaut auf; die Häufigkeit ist erhöht bei Dosen von mehr als 400 µg Beclometasondipropionat pro Tag.
Dieses kommt häufiger bei Patienten vor, bei denen schon einmal ein Soorbefall aufgetreten ist. Es empfiehlt sich die örtliche Behandlung mit einem gegen diese Pilzerkrankung wirksamen Arzneimittel (z. B. Nystatin). Dabei kann die Inhalationsbehandlung im Allgemeinen weitergeführt werden. Ein Soorbefall tritt erfahrungsgemäß seltener auf, wenn unmittelbar vor dem Essen inhaliert wird oder der Mund nach der Inhalation mit Wasser ausgespült wird.
Erkrankungen des Immunsystems
Es wurde von Überempfindlichkeitsreaktionen mit den folgenden Erscheinungen berichtet:
Gelegentlich: Hautausschlag, Urtikaria (Nesselsucht), Juckreiz, Hautrötung.
Sehr selten: Schwellungen von Augen, Gesicht, Lippen und Rachen,
Atemwegssymptome (Atemnot und/oder Bronchialkrampf) und allergische/allergieartige (anaphylaktische/anaphylaktoide) Reaktionen.
Stoffwechsel und Ernährungsstörungen
Mögliche systemische Effekte schließen ein (siehe Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Sanasthmyl Rotadisk 200 µg ist erforderlich):
Sehr selten: Cushing Syndrom, cushingähnliche Veränderungen, Einschränkung der Nebennierenrindenfunktion (adrenale Suppression), Wachstumsverzögerung bei Kindern und Jugendlichen, Verminderung der Knochendichte, Linsentrübung (Katarakt) und erhöhter Augeninnendruck (Glaukom).
Inhalativ anzuwendende Glucocorticoide können Nebenwirkungen verursachen, insbesondere wenn hohe Dosen über lange Zeiträume gegeben werden. Mögliche Nebenwirkungen schließen Störungen der Nebennierenrindenfunktion, Verminderung der Knochendichte, Wachstumsverzögerungen bei Kindern und Jugendlichen sowie Augenerkrankungen (Linsentrübung [Katarakt], erhöhter Augeninnendruck [Glaukom]) ein.
Psychiatrische Erkrankungen
Sehr selten: Angst, Schlafstörungen und Verhaltensänderungen, einschließlich Hyperaktivität und Reizbarkeit (überwiegend bei Kindern).
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Häufig: Heiserkeit, Reizung im Rachenraum.
Bei manchen Patienten kann die Inhalation von Beclometasondipropionat Heiserkeit oder eine Reizung im Rachenraum verursachen. Es kann hilfreich sein, unmittelbar nach der Inhalation den Mund mit Wasser auszuspülen.
Sehr selten: Bronchialkrampf (paradoxer Bronchospasmus).
Wie bei anderer inhalativer Therapie kann durch die Anwendung von Sanasthmyl Rotadisk 200 µg ein Bronchialkrampf mit rasch einsetzender Atemnot ausgelöst werden. In diesem Fall sollte sofort ein bronchienerweiterndes Arzneimittel mit schnellem Wirkungseintritt inhaliert werden. Die Behandlung mit Sanasthmyl Rotadisk 200 µg soll unverzüglich abgebrochen werden und der Behandlungsplan vom Arzt überprüft werden.
Bei Umstellung von Corticoidtabletten oder -injektionen auf die Inhalationsbehandlung mit Sanasthmyl Rotadisk 200 µg können Allergien auftreten, die durch die bisherige Behandlung unterdrückt waren, z. B. allergischer Schnupfen, allergische Hauterscheinungen. Diese sollten dann zusätzlich mit geeigneten Arzneimitteln behandelt werden.
Außerdem sollte der Arzt berücksichtigen, dass nach längerdauernder Inhalation von hohen Dosen (mehr als 1,5 mg Beclometasondipropionat täglich) die Stressanpassung behindert sein kann und in Stresssituationen (z. B. Operation, Atemwegsinfektion oder Verschlimmerung der Asthmaanfälle) gegebenenfalls eine Corticoidschutzbehandlung (z. B. hochdosierte Hydrocortison-Substitution) angebracht ist.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation aufgeführt sind oder wenn Sie Erfahrungen gemacht haben mit einer der aufgeführten Nebenwirkungen, die schwerwiegend sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Nicht über 30°C aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Behältnis nach „verwendbar bis:“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden.

Zusätzliche Informationen

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION ÜR DEN ANWENDER
Sanasthmyl Rotadisk 200 µg
Einzeldosiertes Pulver zur Inhalation
Beclometasondipropionat
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.
- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:


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