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«Secokapton - Dragees»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Secokapton-Dragees dienen zur Behandlung von Migräneanfällen und verwandten Arten von Kopfschmerzen, wenn andere Behandlungen nicht wirksam sind.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Secokapton-Dragees dürfen nicht eingenommen werden,

  • koronare Herzkrankheit (Verengung der Herzkranzgefäße)
  • Sepsis (schwere Allgemeininfektion)
  • Schock (z.B. nach starkem Blutverlust)
  • Erkrankungen und Entzündungen der Blutgefäße
  • Atherosklerose („Arterienverkalkung“)
  • Durchblutungsstörungen in den Gliedmaßen
  • Raynaud Syndrom (Erkrankung mit Durchblutungsstörungen)
  • vorübergehende Durchblutungsstörungen im Gehirn
  • Gehirnverletzungen in der Vergangenheit

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Secokapton-Dragees ist erforderlich,

wenn Sie häufiger unter Migräne leiden, denn:

Secokapton-Dragees sind zur Anfallsbehandlung der Migräne und nicht zur dauernden oder vorbeugenden Einnahme bestimmt.

Bei Langzeitanwendung oder Überdosierung kann es zu Durchblutungsstörungen sowie durch Gefäßverengungen bis zu Gefäßverschluss und sogar Absterben von Gewebe kommen - siehe auch: „3. Wie sind Secokapton-Dragees einzunehmen?“ und „Wenn Sie eine größere Menge Secokapton eingenommen haben, als Sie sollten“ (Überdosierung)

Durch Medikamente ausgelöster Kopfschmerz:
Zu häufiger Gebrauch von Secokapton-Dragees – oder auch anderer Schmerzmittel – kann zu Kopfschmerz führen. Wenn Sie vermuten, dass dies bei Ihnen der Fall ist, fragen Sie bitte Ihren Arzt um Rat.

Gewöhnung:
Bei Überschreiten der empfohlenen Dosierung oder Behandlungsdauer muss mit einer Gewöhnung gerechnet werden. Für Sie bedeutet das, dass bei Unterbrechen der Ein-nahme wahrscheinlich wieder Kopfschmerzen auftreten. Lassen Sie sich bitte auch in diesem Fall von Ihrem Arzt beraten.

Kopfschmerzkalender:
Es ist sinnvoll, auf individuelle Auslöser der Migräne wie bestimmte Wetterlagen (z.B. Föhn), Stress, Nahrungsmittel (z.B. bestimmte Käsesorten), Alkohol, Nikotin, Koffeinent-zug, Menstruationszyklus bei Frauen, Lichteinwirkung, Anstrengung der Augen, oder bestimmte Arzneimittel zu achten und in einem Kopfschmerzkalender zu vermerken. Durch Feststellen solcher Auslöser können Sie künftige Migräneanfälle eventuell vermei-den.

Rechtzeitige Einnahme:
Wenn Sie bemerken, dass ein Migräneanfall bevorsteht, können Sie diesen durch eine frühe Einnahme von Secokapton-Dragees im Allgemeinen verhindern, abschwächen oder abkürzen.
Je nach Erfahrung bei vorangegangenen Migräneattacken ist die erste Dosis entspre-chend zu wählen (siehe 3. Wie sind Secokapton-Dragees einzunehmen?) Es wird empfohlen, Secokapton-Dragees mit sich zu führen, um einen Anfall möglichst früh mit der Ihnen bekannten, persönlichen Dosis abzufangen.

Ruhe und Entspannung - z.B. das Liegen in einem dunklen, ruhigen Raum - wirkt beim Migräneanfall im Allgemeinen ebenfalls erleichternd.

Bei Einnahme von Secokapton-Dragees mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

So kann dann entschieden werden, ob ein Arzneimittel nicht eingenommen werden darf, oder ob die Dosierung des einen oder anderen Arzneimittels verändert werden muss.

Die folgenden Arzneimittel dürfen nicht mit Secokapton-Dragees kombiniert werden:

Die gleichzeitige Anwendung von Secokapton-Dragees mit anderen Arzneimitteln gegen Migräne (aus der Gruppe der „Mutterkornalkaloide“ - wie Ergotamin, Dihydroergotamin - oder „Triptane“) ist strikt zu vermeiden, weil sie zu verstärkter Gefäßverengung führen kann.

Einnahme von „Triptanen“ nach Secokapton-Dragees: Nach der Einnahme von Secokapton-Dragees ist zur Vermeidung unerwünschter gefäß-verengender Wirkung ein Mindestabstand von mindestens 24 Stunden vor Einnahme eines „Triptans“ oder ähnlicher Arzneimittel einzuhalten.

Einnahme von Secokapton-Dragees nach „Triptanen“: Nach der Einnahme von „Triptanen“ (wie z.B. Sumatriptan, Naratriptan oder Zolmitriptan) ist ein Zeitabstand von mindestens 6 Stunden einzuhalten. Nach der Einnahme von bestimmten anderen „Triptanen“, die länger wirksam sind, (wie z.B. Eletriptan und Frovatriptan) wird ein Zeitabstand von 24 Stunden vor der Einnahme von Secokapton-Dragees empfohlen.

Weiters dürfen Secokapton-Dragees mit folgenden Arzneimitteln nicht kombiniert werden

– Bestimmte Antibiotika (Arzneimittel gegen Infektionen mit Bakterien oder Pilzen, z.B. Erythromycin, Clarithromycin, Troleandomycin, Josamycin und Midecamycin) – Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von HIV Infektionen und AIDS (z.B. Rito-navir, Nelfinavir, Indinavir)

Die folgenden Arzneimittel sollten nicht mit Secokapton-Dragees kombiniert werden:

Vorsicht ist geboten (es ist besonders auf das Auftreten von Anzeichen einer Überdosie-

rung zu achten), wenn Secokapton-Dragees kombiniert werden sollten mit:

Bei Einnahme von Secokapton-Dragees zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Durch das Trinken größerer Mengen von Grapefruitsaft ist durch verminderten Abbau eine Verstärkung der Nebenwirkungen von Secokapton-Dragees möglich. Beim Genuss coffeingehältiger Getränke sollte berücksichtigt werden, dass es zur Überdosierung von Coffein kommen könnte.

Schwangerschaft und Stillzeit:
Während der gesamten Schwangerschaft dürfen Secokapton-Dragees nicht angewendet werden, da eine Schädigung des Kindes möglich ist.
Während der Stillzeit dürfen Secokapton-Dragees ebenfalls nicht eingenommen werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen; falls Sie Nebenwirkungen wie z.B. Müdigkeit, Schwindel oder Sehstörungen bemerken, müssen Sie Tätigkeiten unterlassen, die erhöhte Aufmerksamkeit erfordern – z.B. die Teilnahme am Straßenverkehr sowie das Bedienen von gefährlichen Maschinen oder Werkzeugen.

Die gleichen Vorsichtsmaßnahmen sollten für eine Beeinträchtigung Ihrer Aufmerk-samkeit durch die Migräneattacke selbst gelten.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Secokapton-Dragees:

Zuckerunverträglichkeit
Ein Secokapton-Dragee enthält 26 mg Lactose (Milchzucker) und ca. 73 mg Saccharose. Wenn Sie bestimmte Zuckerarten nicht vertragen, fragen Sie bitte vor der Einnahme Ihren Arzt um Rat.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Secokapton-Dragees immer genau nach Anweisung Ihres Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die Behandlung mit Secokapton – Dragees soll nur unter ärztlicher Überwachung erfol-gen.

Nehmen Sie Secokapton-Dragees bei den ersten Anzeichen eines Migräneanfalles mit ausreichend Flüssigkeit ein.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Erwachsene und Jugendliche (Personen über 12 bis unter 65 Jahren)
nehmen bei der ersten Anwendung eine Startdosis von 1-2 Dragees. Falls nach 60 Minuten keine ausreichende Schmerzlinderung erfolgt ist, kann die Gabe von 1 Dragee frühestens alle 60 Minuten bis zur Schmerzlinderung - aber nur bis zu einer Tagesmaxi-

maldosis von 6 mg Ergotamintartrat (6 Dragees) erfolgen.

Wenn Sie in Folge von früheren Anfällen die für Sie persönlich notwendige Anzahl von Dragees kennen, so können Sie später beim ersten Zeichen eines Anfalls als Startdosis bis zu maximal 3 Dragees auf einmal einnehmen. Die Tagesmaximaldosis von 6 mg Ergotamintartrat (6 Dragees) bleibt dabei allerdings gleich.

Die Maximaldosis pro Woche beträgt 10 mg Ergotamintartrat (10 Dragees). Die Einnah-me soll nicht länger als 2 Tage pro Woche und nicht häufiger als an 10 Tagen pro Monat erfolgen.

Diese angegebenen Maximaldosen dürfen nicht überschritten werden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Secokapton-Dragees zu stark oder zu schwach ist.

Die Anzeichen einer zu starken Wirkung sind: Gefühlsstörungen in Fingern und Zehen (z.B. Gefühllosigkeit, Kribbelgefühl), Brustschmerzen, Übelkeit, Erbrechen.

Falls Brustschmerzen auftreten, müssen Sie die Einnahme von Secokapton-Dragees unterbrechen und sofort Ihren Arzt informieren.

Kinder (unter 12 Jahren)

dürfen Secokapton-Dragees nicht einnehmen.

Ältere Personen (über 65 Jahre)
Eine sorgfältige Überwachung durch Ihren Arzt ist erforderlich.

Wenn Sie eine größere Menge Secokapton-Dragees eingenommen haben, als Sie sollten -
Zeichen einer Überdosierung können sein:

Bei akuter Vergiftung
kann es zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Durst, Schläfrigkeit, Verwirrt-heit, Veränderungen von Rhythmus und Schlagfrequenz des Herzens, Erhöhung oder Erniedrigung des Blutdruckes, Schwindel, Hautjucken, Kältegefühl, Taubheit, Kribbeln und Schmerz in den Extremitäten aufgrund der Mangeldurchblutung durch Gefäßkrämpfe, Symptome von Mangeldurchblutung des Herzens (z.B. Brustschmerz), Symptome von Mangeldurchblutung des Gehirns (z.B. Halbseitenlähmung), Störung der Atmung und Bewusstlosigkeit kommen.

Es ist zu beachten, dass Gefäßkrämpfe auch noch bis zu 24 Stunden nach Verabrei-chung von Ergotamin auftreten können!

Bei chronischer Vergiftung
kann es zu Krämpfen, Störungen der Gehirnfunktion, Persönlichkeitsveränderungen und schmerzhaften Durchblutungsstörungen bis zum Absterben von Körperteilen (z.B. Zehen) kommen.

Für Ärzte: Hinweise zur Überdosierung sind am Ende dieser Gebrauchsinformation zu finden!

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel können Secokapton-Dragees Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem/jeder auftreten müssen. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Folgende Nebenwirkungen wurden nach der Anwendung von Ergotamin beschrie-ben (Nebenwirkungen von Ergotamin können auch durch zu hohe Dosierung bzw. durch zu lange andauernde Anwendung verursacht werden):

Die Nebenwirkungen von Coffein sind dosisabhängig und individuell unterschiedlich. Sie hängen von Ihrer persönlichen Empfindlichkeit gegenüber Coffein und vom täglichen Konsum coffeinhaltiger Getränke ab. Bei Einhaltung der empfohlenen Dosierung sind Nebenwirkungen durch das Coffein selten, jedoch kann es bei Einnahme in den Abend- oder späten Nachmittagsstunden zu Einschlafstörungen kommen.
Sie sollten Ihren Coffeinkonsum (z.B. durch Getränke) einschränken, wenn sie Secokapton Dragees einnehmen, da sonst verstärkte Nebenwirkungen durch Coffein möglich sind.

Folgende Nebenwirkungen wurden nach der Anwendung von Coffein beschrieben:

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Bei folgenden Nebenwirkungen unterbrechen Sie bitte die Einnahme von Secokap-ton-Dragees sofort und informieren Sie umgehend einen Arzt:

Allergische Reaktionen:
Anzeichen, die auf eine allergische Reaktion hindeuten, sind zum Beispiel Atemnot, Beklemmung, Hautjucken (ev. mit Ausschlägen, wie z.B. Nesselausschlag) , Schwellun-gen im Gesicht, Blutdruckabfall (Schwindel, Benommenheit).

Durchblutungsstörungen:
Anzeichen, die auf einen Beeinträchtigung des Blutkreislaufes hindeuten, sind zum Beispiel Brustschmerzen (die eventuell in die Umgebung ausstrahlen), Schmerzen in Armen und/oder Beinen, Bauchschmerzen, Sehstörungen, blasse und kalte Hände und

Füße.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren!

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Arzneimittel dürfen nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie Secokapton-Drageeszu entsorgen sind, wenn Sie sie nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.


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