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«Seropram 40 mg - Konzentrat zur Infusionsbereitung»

Seropram 40 mg - Konzentrat zur Infusionsbereitung


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Wie wirkt Seropram
Seropram ist ein selektiver Serotonin Wiederaufnahmehemmer (SSRI) und gehört zur Arzneimittelklasse der Antidepressiva. Diese Arzneimittel können ein bestimmtes chemisches Ungleichgewicht im Gehirn, das die Krankheitssymptome bedingen kann, ausgleichen.

Wofür wird Seropram angewendet
Seropramwird zur BehandlungderDepression angewendet.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Seropram darf nicht angewendet werden

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Citalopram oder einen der anderen Bestandteile von Seropram sind.
  • in Kombination mit so genannten Monoaminoxidase – Hemmern (MAO-Hemmer, das sind bestimmte Arzneimittel gegen Depression).
  • wenn Sie gleichzeitig Pimozid erhalten.

Sie dürfen Seropram bei gleichzeitiger Einnahme mit MAO-Hemmern (bestimmte Arzneimittel gegen Depression), einschließlich Selegilin in täglichen Dosen, die 10 mg überschreiten, nicht anwenden.

Die Behandlung mit Seropram darf erst 14 Tage nach Absetzen von bestimmten MAO-Hemmern begonnen werden.

Nach Absetzen eines reversiblen MAO-Hemmers (RIMA, z.B. Moclobemid) muss die in der entsprechenden Gebrauchsinformation des RIMA vorgeschriebene Zeit eingehalten werden.

Eine Behandlung mit MAO-Hemmern darf erst 7 Tage nach dem Ende der Seropram-Behandlung begonnen werden. Bitte fragen Sie diesbezüglich auch Ihren Arzt.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Seropram ist erforderlich,

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie gesundheitliche Probleme haben, insbesondere wenn Sie an nachfolgenden Erkrankungen leiden:

  • Manische Erkrankung
  • Lebererkrankung
  • schwere Nierenerkrankung
  • Diabetes (Sie brauchen möglicherweise eine Anpassung Ihrer antidiabetischen Therapie)
  • Epilepsie oder, wenn Sie früher Krämpfe oder Anfälle hatten
  • bestimmte Formen von Blutungsstörung
  • herabgesetzter Natriumgehalt im Blut
  • wenn Sie eine Elektrokrampftherapie erhalten
  • wenn Sie an Ruhelosigkeit leiden und den Zwang verspüren, sich ständig bewegen zu müssen (s.g. Akathisie)

Bitte fragen Sie Ihren Arzt auch dann, wenn dies irgendwann in der Vergangenheit auf Sie zugetroffen hat.

Gedanken, sich das Leben zu nehmen (Suizidgedanken) und Verschlechterung der Depression oder

Angststörung
Wenn Sie an Depressionen und/oder Angststörungen leiden, kann es manchmal zu Gedanken, sich das Leben zu nehmen oder sich selbst zu verletzten, kommen. Dies kann verstärkt auftreten, wenn Sie mit einer Antidepressiva –Therapie beginnen, da diese Medikamente erst nach einer gewissen Zeit wirken. Normalerweise wird die Wirkung der Therapie erst nach zwei Wochen bemerkbar, manchmal dauert dies jedoch länger.
Möglicherweise können Sie verstärkt diese Gedanken entwickeln,

  • wenn Sie schon einmal daran gedacht haben sich das Leben zu nehmen oder sich selbst zu verletzen.
  • wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Informationen von klinischen Studien haben ein erhöhtes Risiko von suizidalen Verhalten bei Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen, die jünger als 25 Jahre sind und eine Therapie mit Antidepressiva erhalten, gezeigt.

Wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt an Selbstverletzung oder Suizid denken, kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder suchen Sie das nächste Krankenhaus auf.

Es könnte für Sie hilfreich sein einem Angehörigen oder engen Freund zu erzählen, daß Sie depressiv sind oder eine Angststörung haben. Bitten Sie diese Vertrauensperson diese Gebrauchsinformation zu lesen. Sie könnten diese Person auch ersuchen, Ihnen mitzuteilen, ob sie denkt, daß sich Ihre Depression oder Angststörung verschlechtert hat, oder ob sie über Änderungen in Ihrem Verhalten besorgt ist.

Besondere Information zu Ihrer Erkrankung
Wie auch bei anderen Arzneimitteln, die zur Behandlung von Depression oder damit zusammenhängenden Erkrankungen angewendet werden, wird nicht sofort eine Besserung erreicht. Nach Beginn der Seropram-Behandlung kann es mehrere Wochen dauern, bevor Sie eine Besserung bemerken. Bei der Behandlung einer Panikstörung dauert es im Allgemeinen 2 bis 4 Wochen, bevor eine Besserung eintritt. Zu Beginn der Therapie kann es bei einigen Patienten zu einer Verstärkung der Angst kommen, die aber im Laufe der fortgesetzten Behandlung abklingt. Daher ist es sehr wichtig, dass Sie sich genau an die Anweisungen Ihres Arztes halten und nicht die Behandlung abbrechen oder die Dosis verändern, ohne Ihren Arzt zu fragen.

Einige Patienten mit manisch-depressiver Erkrankung können in eine manische Phase gelangen. Dies ist gekennzeichnet durch ungewöhnliche und sich rasch ändernde Ideen, übertriebene Fröhlichkeit und exzessive körperliche Aktivität. In solchen Fällen suchen Sie bitte Ihren Arzt auf.

Symptome wie Ruhelosigkeit oder Schwierigkeiten, ruhig zu sitzen oder zu stehen können ebenfalls während der ersten Wochen der Behandlung auftreten. Teilen Sie Ihrem Arzt sofort mit, wenn Sie solche Symptome bemerken.

Manchmal sind Sie sich dieser genannten Symptome vielleicht nicht bewusst, daher kann es hilfreich sein, einen Freund oder Verwandten zu bitten, auf diese möglichen Anzeichen einer Verhaltensänderung bei Ihnen zu achten.

Benachrichtigen Sie sofort Ihren Arzt oder begeben Sie sich in das nächste Krankenhaus, wenn Sie beunruhigende Gedanken oder Erlebnisse haben oder wenn ein oder mehrere der oben genannten Symptome während der Behandlung auftreten.

Serotonin-SyndromCitalopram darf nicht gleichzeitig mit serotonerg wirkenden Arzneimitteln (das sind Medikamente, die Serotonin, einen bestimmten Botenstoff des Nervensystems, beeinflussen), wie Sumatriptan oder anderen Triptanen, Tramadol, Oxitriptan und Tryptophan eingenommen werden (siehe Abschnitt 4-Welche Nebenwirkungen sind möglich).

AbsetzsymptomatikNach längerer Verabreichung kann es beim plötzlichen Absetzen von Seropram bei manchen Patienten zu Absetzsymptomen kommen. Um das Auftreten von Absetz-Symptomen zu vermeiden wird vom Arzt die Behandlung mittels langsam absteigender Dosierung über ein bis zwei Wochen abgesetzt. Diese Symptome sind kein Hinweis auf Abhängigkeit (siehe Abschnitt 4-Welche Nebenwirkungen sind möglich).

Natriummangel
Übelkeitsgefühl und Unwohlsein mit Muskelschwäche oder Verwirrtheit können Anzeichen für einen seltenen Zustand der Hyponatriämie (außergewöhnlich niedriger Natriumspiegel im Blut) sein, der sich unter Einnahme dieses Typs von Antidepressiva (SSRI) sehr selten bei vorwiegend älteren Patienten entwickeln kann.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren
Seropram soll normalerweise nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden. Zudem sollten Sie wissen, dass Patienten unter 18 Jahren bei Einnahme dieser Klasse von Arzneimitteln ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie Suizidversuch, suizidale Gedanken und Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivität, oppositionelles Verhalten und Wut) aufweisen. Dennoch kann Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren Seropram verschreiben, wenn er entscheidet, dass dieses Arzneimittel im bestmöglichen Interesse des Patienten ist. Wenn Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren Seropram verschrieben hat und Sie darüber sprechen möchten, wenden Sie sich bitte erneut an Ihren Arzt. Sie sollten Ihren Arzt benachrichtigen, wenn bei einem Patienten unter 18 Jahren, der Seropram einnimmt, eines der oben aufgeführten Symptome auftritt oder sich verschlimmert. Darüber hinaus sind die langfristigen sicherheitsrelevanten Auswirkungen von Seropram in Bezug auf Wachstum, Reifung sowie kognitive Entwicklung und Verhaltensentwicklung in dieser Altersgruppe noch nicht nachgewiesen worden.

Bei Anwendung von Seropram mit anderen Arzneimittel

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Medikamente einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Manche Medikamente können die Wirkung eines anderen beeinflussen und das kann in bestimmten Fällen zu schweren Nebenwirkungen führen.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Seropram und folgenden Medikamenten ist Vorsicht geboten:

  • Die gleichzeitige Anwendung von Citalopram und MAO-Hemmern kann zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führen und darf nicht gleichzeitig eingenommen werden (siehe „Was müssen Sie vor Einnahme von Seropram beachten").
  • Lithium (zur Vorbeugung und für die Behandlung von manisch-depressiven Störungen) und Tryptophan; wenn Sie hohes Fieber, abrupte Muskelkontraktionen, Verwirrtheit, Zittern und Erregungszustände haben, informieren Sie sofort Ihren Arzt.
  • Selegilin (zur Behandlung der Parkinson Erkrankung); die Dosis von Selegilin darf 10 mg pro Tag nicht überschreiten.
  • Sumatriptan und ähnliche Medikamente (zur Behandlung von Migräne) bzw. Tramadol (Schmerzmittel) sollen nicht gemeinsam eingenommen werden, da das Risiko von Nebenwirkungen besteht.
  • Bei Medikamenten, die die Funktion der Blutplättchen beeinflussen (z.B. einige Arzneimittel gegen psychische Erkrankungen, bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen, schmerzstillende und entzündungshemmende Mittel) besteht erhöhtes Blutungsrisiko.
  • Johanniskraut (Hypericum perforatum) – die gleichzeitige Anwendung von Seropram kann das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen.
  • Metoprolol (zur Behandlung von hohem Blutdruck und / oder Herzerkrankungen); die Blutspiegel von Metoprolol erhöhen sich, aber Anzeichen einer erhöhten Wirkung oder Nebenwirkungen von Metoprolol wurden nicht berichtet.
  • Cimetidin (zur Behandlung von Magengeschwüren), wenn diese in sehr hohen Dosierungen eingenommen werden, da sich dann die Citalopram-Konzentraion erhöhen kann. Nebenwirkungen wurden jedoch nicht beobachtet.

Bei Anwendung von Seropram zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Es konnten keine Wechselwirkungen zwischen Seropram und Alkohol nachgewiesen werden. Vom gleichzeitigen Alkoholkonsum während der Therapie mit Seropram wird dennoch abgeraten.

Schwangerschaft und Stillzeit
Seropram soll nicht während der Schwangerschaft angewendet werden.
Wenn Sie während der letzten 3 Monate Ihrer Schwangerschaft und bis zur Geburt Medikamente eines dieser Arzneimittelgruppe (Antidepressiva) angewendet haben, soll Ihr Neugeborenes bezüglich möglicher Absetzsymptome und Verhaltensstörungen klinisch überwacht werden.
Wenn bei Ihrem neugeborenen Baby Atemstörungen, Veränderungen der Körpertemperatur, Störungen bei der Nahrungsaufnahme, Erbrechen, erniedrigten Blutzuckerwerten, steifer oder schlaffe Muskulatur, verstärkten Reflexen, Muskelzittern, nervösem Zittern, Reizbarkeit, Lethargie, anhaltendem Weinen, vermehrter oder verminderter Schläfrigkeit auftreten,kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt.
Bei Anwendung während der Stillzeit ist abzustillen.

Stellen Sie sicher, dass Ihre Hebamme und/oder Ihre Ärztin/Ihr Arzt wissen, dass Sie Seropram einnehmen. Während der Schwangerschaft, besonders während der letzten drei Monate der Schwangerschaft, kann die Einnahme von Seropram das Risiko einerschwerwiegenden Komplikation, der persistierenden pulmonalen Hypertonie des Neugeborenen bei Säuglingen erhöhen. Diese Komplikation führt zu einer beschleunigten Atmung und das Kind kann bläulich aussehen. Diese Symptome beginnen normalerweise während der ersten 24 Stunden nach der Geburt. Wenn Sie bei Ihrem Kind derartiges beobachten, sollen Sie sofort Ihre Hebamme oder Ihren Arzt/Ihre Ärztin kontaktieren.

Verk ehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen. Seropram verursacht gewöhnlich keine Benommenheit. Wenn Sie sich jedoch zu Behandlungsbeginn benommen, schwindlig oder schläfrig fühlen, sollen Sie kein Fahrzeug lenken oder an irgendwelchen Geräten oder Maschinen arbeiten bis diese Wirkung abgeklungen ist.

Wie wird es angewendet?

Wieviel ist anzuwenden
Dieses Arzneimittel wird Ihnen Ihr Arzt verabreichen.

Seropram Konzentrat wird in 250ml einer geeigneten Lösung aufgelöst (0,9% sterile Kochsalzlösung oder 5% sterile Zuckerlösung) und dann langsam über eine Tropfinfusion in Ihre Vene eingeleitet. Normalerweise erhalten Sie 20mg Seropram pro Stunde.

Es gibt ein Konzentrat mit 20 mg und ein Konzentrat mit 40 mg Seropram.

Erwachsene:
Üblicherweise wird eine Infusion mit 20 mg täglich verabreicht. Der Arzt kann Ihnen auch mehrere Infusionen bis zu einer Maximaldosis von 60 mg (z.B. 3 mal 1 Infusion zu 20 mg ) täglich verabreichen.

Ältere Patienten (über 65 Jahre ): Ältere Patienten sollten gewöhnlich ca. die Hälfte der üblichen Dosis erhalten, also 10-30 mg pro Tag.

Patienten mit besonderen Risiken:Bei Patienten mit Lebererkrankungen beträgt die Anfangsdosis täglich 10 mg. Diese kann von Ihrem Arzt bis auf 30mg pro Tag erhöht werden.

Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren):Seropram sollte gewöhnlich bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden. Für weitere Informationen lesen Sie bitte Abschnitt 2.

Dauer der Behandlung
Die normale Dauer der Behandlung mit Seropram Konzentrat zur Infusionsbereitung beträgt 10-14 Tage. Die weitere Behandlung wird üblicherweise mit Seropram Filmtabletten oder Seropram Tropfen durchgeführt. Es kann einige Tage dauern bis Sie eine Besserung durch diese Behandlung spüren. Dies ist bei diesen Arzneimitteln bekannt. Es ist jedoch wichtig, dass Sie den Behandlungszyklus genau einzuhalten, so wie von Ihrem Arzt verschrieben.

Wenn Sie eine größere Menge von Seropram angewendet haben, als Sie sollten
Ihr Arzneimittel wird Ihnen von Ihrem Arzt oder Ihrer Krankenschwester verabreicht. Im unwahrscheinlichen Fall, dass Sie zu viel Seropram erhalten haben, könnten Sie einige der nachstehend aufgeführten unerwünschten Wirkungen verspüren.
Eine symptomatische und unterstützende Behandlung wird von Ihrem Arzt/Ihrer Krankenschwester eingeleitet.

Hinweise für den ArztEin spezielles Antidot zu Citalopram ist nicht bekannt. Die Therapie sollte symptomatisch und supportiv sein. Wenn möglich, soll der Patient (möglichst rasch nach Ingestion) zum Erbrechen gebracht und eventuell eine Magenspülung in Erwägung gezogen werden. Neben den allgemeinen unterstützenden Maßnahmen ist die Überwachung respiratorischer und kardiovaskulärer Funktionen anzuraten. Eine EKG-Überwachung ist angezeigt nach einer Einnahme von mehr als 600 mg Citalopram. Krämpfe können mit Diazepam behandelt werden.

Wenn Sie die Anwendung von Seropram abbrechen
Ein plötzliches Absetzen des Medikamentes kann vorübergehende Absetzsymptome wie Schwindel, Gefühle ähnlich wie Nadelstiche, Schlafstörungen (besonders lebhafte Träume, Alpträume und Schlaflosigkeit),

Angstzustände, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, vermehrtes Schwitzen, Ruhelosigkeit und Erregungszustände, Muskelzittern, Verwirrtheitszustände, Aufwühlung oder Reizbarkeit, Durchfall, Beeinträchtigung des Sehvermögens und flatternde oder pochende Herzschläge (s.g. Palpitationen) verursachen. Wenn Sie eine längere Behandlung abgeschlossen haben, sollten Sie die Dosis von Seropram gemäß den Anweisungen des Arztes schrittweise über mehrere Wochen herabsetzen, anstatt die Einnahme abrupt zu beenden.

Sollten Sie weitere Fragen zur Anwendung von diesem Medikament haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Seropram Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Wenn Sie eines der folgenden Symptome (Krankheitszeichen) feststellen, die von einigen Patienten berichtet worden sind, sollten Sie die Einnahme von Seropram beenden und sofort Ihren Arzt aufsuchen:

  • Es sind seltene Fälle von Patienten berichtet worden, die bei der Anwendung von bestimmten Arzneimitteln gegen Depressionen (SSRI) ein „Serotonin-Syndrom“ entwickelten. Eine Kombination verschiedener Symptome, u.a. Erregung, Verwirrtheit, Zittern, Muskelzuckungen und Fieber könnte den Hinweis auf die Entwicklung dieses Zustandes geben. Bei Auftreten dieser Symptome informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, der gegebenenfalls das Arzneimittel absetzt und entsprechende Maßnahmen einleitet.
  • Wenn Sie ein Anschwellen der Haut, Zunge, Lippen oder Gesicht, Atemprobleme oder Schluckbeschwerden haben (allergische Reaktionen).
  • Wenn Sie ungewöhnliche Blutungen feststellen (auch bei Magenblutungen). • Übelkeitsgefühl und Unwohlsein mit Muskelschwäche oder Verwirrtheit; dies können Anzeichen für einen seltenen Zustand der Hyponatriämie (außergewöhnlich niedriger Natriumspiegel im Blut) sein, der sich unter Einnahme dieses Typs von Antidepressiva (SSRI) sehr selten bei vorwiegend älteren Patientinnen entwickeln kann.

Die folgenden Nebenwirkungen sind oft mild und klingen normalerweise nach einigen Behandlungstagen wieder ab. Bitte beachten Sie, dass einige der unten angeführten Symptome auch Teil Ihrer Krankheit sein können und daher nachlassen, wenn Sie sich besser fühlen.
Wenn Nebenwirkungen für Sie belastend sind oder mehr als einige Tage andauern, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Folgende Nebenwirkungen können auftreten (eingeteilt nach Organklassen):
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Stoffwechsel und Ernährung Häufig: Verminderter Appetit
Gelegentlich Vermehrter Appetit
Selten: Natriummangel im Blut

Psyche Häufig: starke Erregtheit, Libidoabnahme (Verringerung des Lustgefühls), Ängstlichkeit, Nervosität,anormale Träume, Konzentrationsstörungen

Gelegentlich: Aggression, Depersonalisierung, Halluzinationen, Manie, Euphorie
Selten: Suizidgedanken und suizidales Verhalten
Sehr selten: Panikattacken, nächtliches Zähneknirschen, Ruhelosigkeit
Nicht bekannt: Panikattacken

Nervensystem Sehr häufig: Müdigkeit und Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit
Häufig:Zittern und Fehlempfindungen
Selten:Serotoninsyndrom, Krampfanfälle, Unruhe, Bewegungsdrang
Gelegentlich: Ohnmacht
Selten: Serotoninsyndrom, Krampfanfälle, Unruhe, Bewegungsdrang
Nicht bekannt: Steifheit

Atemwege Häufig: Gähnen,
Sehr selten: Nasenbluten

Magen-Darm-Trakt Sehr häufig: Übelkeit, Mundtrockenheit, Verstopfung
Trockener Mund erhöht das Kariesrisiko. Daher sollten Sie öfter als gewöhnlich Zähne putzen.

Häufig: Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen
Sehr selten: Magen- Darmblutungen und Blutungen im Enddarm

Haut Sehr häufig: vermehrtes Schwitzen
Häufig: Juckreiz, Hautausschlag
Gelegentlich: Nesselausschlag, Hautblutungen

Geschlechtsorgane/Sexualität Häufig: Ejakulationsstörungen und Ausbleiben der Ejakulation bei Männern, Impotenz, Orgasmusstörungen bei der Frau
Selten: vaginale Blutungen
Nicht bekannt: schmerzhafte Erektion; Absonderung von Milch bei Frauen, die nicht stillen

Herzerkrankungen Gelegentlich: zu schnelle oder zu langsame Herzschläge

Erkrankungen der Niere und der Harnwege Selten: Probleme beim Urinieren
Nicht bekannt: vermehrte Harnmenge

Leber- und Gallenerkrankungen Selten: Leberentzündung
Nicht bekannt: veränderte Leberfunktionstests

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Sehr selten: Abfall der Anzahl der Blutplättchen

Erkrankungen des Immunssystems Sehr selten: analphylaktische Reaktion (das ist eine starke allergische Reaktion, die den ganzen Körper betrifft)

Hormonelle Erkrankungen Selten: unzulängliche Hormonausschüttung (von ADH)

Allgemein Selten: Müdigkeit

Gelegentlich: Schwellungen an Armen und Beinen

Absetzerscheinungen: Nach längerer Verabreichung kann es beim plötzlichen Absetzen von bei manchen Patienten zu Absetzsymptomen, wie Schwindel, Empfindungsstörungen, Zittern, Angstgefühlen, Übelkeit und Herzklopfen kommen. Um das Auftreten von Absetz-Symptomen zu vermeiden, wird vom Arzt die Behandlung mittels langsam absinkender Dosierung über ein bis zwei Wochen abgesetzt. Diese Symptome sind kein Hinweis auf Abhängigkeit. Die Absetzerscheinungen sind gewöhnlich mild und hören mit der Zeit auf.

Ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche wurde bei Patienten beobachtet, die Medikamente aus diesen Gruppen (Serotonin-Wiederaufnahmehemmer oder trizyklische Antidepressiva) einnahmen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Normalerweise wird Ihr Arzt oder Ihre Krankenschwester das Arzneimittel für Sie aufbewahren.

Wenn Sie es zu Hause aufbewahren:

Nicht über 25 °C lagern.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren!

Ampullen in der Originalverpackung aufbewahren und vor Feuchtigkeit schützen.

Sie dürfen Seropram nach dem Verfalldatum, das auf dem Umkarton und der Durchdrückpackung angegeben ist, nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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