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«Setinin 25 mg Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Setinin gehört zu der Arzneimittelgruppe der so genannten Antipsychotika, durch die bestimmte Beschwerden psychischer Erkrankungen (Schizophrenie) gelindert werden können. Zu diesen Symptomen gehören unter anderem Halluzinationen (z.B. unerklärliche Stimmen zu hören), befremdende und beängstigende Gedanken, Änderungen des Verhaltens, Gefühle von Vereinsamung oder Verwirrtheit.

Setinin kann auch zur Behandlung einer psychischen Erkrankung (Manie) eingesetzt werden, bei der sich die Betroffenen außergewöhnlich beschwinglich, energiegeladen und erregt fühlen. Menschen mit dieser Erkrankung stellen oft fest, dass sie weniger Schlaf benötigen als gewöhnlich, sie sind redseliger als sonst, haben ständig neue Ideen und Gedanken und sind manchmal ungewöhnlich reizbar.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Besondere Vorsichtsmaßnahmen bei der Einnahme von Setinin ist erforderlich, Die Behandlung mit Setinin bedarf prinzipiell der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Bei Einnahme von Setinin mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht
verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Informieren Sie insbesondere Ihren Arzt, wenn Sie die folgenden Arzneimittel einnehmen:

Bestimmte Arzneimittel können die Wirksamkeit von Setinin beeinflussen oder ihrerseits durch Setinin beeinflusst werden. Dazu gehören:

  • Arzneimittel gegen epileptische Anfälle (z.B. Phenytoin oder Carbamazepin).
  • Arzneimittel zur Beruhigung bei Erregung und Aggressivität (z.B. Thioridazin)

Siehe auch obigen Abschnitt “Setinin darf nicht eingenommen werden,”.

Bei Einnahme von Setinin zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Setinin kann zu den Mahlzeiten oder unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Seien Sie vorsichtig mit Alkohol: Durch die gemeinsame Wirkung von Setinin und Alkohol kann es zu Benommenheit kommen.
Auch durch Grapefruitsaft kann die Wirkung von Setinin beeinflusst werden. Während der Behandlung sollten Sie daher keinen Grapefruitsaft trinken.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

SchwangerschaftÜber die Einnahme von Setinin in der Schwangerschaft liegen nur begrenzte Erfahrungen vor. Daher sollte Setinin während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, außer Ihr Arzt hält es für absolut notwendig.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind, glauben schwanger zu sein oder schwanger werden wollen.

StillzeitOb Setinin in die Muttermilch übertritt, ist nicht bekannt. Wenn eine Behandlung nötig ist, dürfen Sie nicht stillen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Setinin
Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Falls bei Ihnen festgestellt wurde, dass Sie bestimmte Zucker nicht vertragen, halten Sie vor der Einnahme von Setinin bitte Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Setinin immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die gesamte Tagesdosis sollte in zwei Einnahmen aufgeteilt werden. Bitte nehmen Sie die Tabletten mit genügend Flüssigkeit ein (vorzugsweise mit einem Glas Wasser). Sie können die Tabletten zum Essen oder zwischen den Mahlzeiten einnehmen. Wenn möglich, nehmen Sie die Tabletten immer zur selben Tageszeit ein.

Welche Dosis Sie zu Beginn der Behandlung einnehmen müssen, wird von Ihrem behandelnden Arzt festgelegt. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

  • Erwachsene Schizophrenie

Die tägliche Gesamtdosis für die ersten vier Therapietage beträgt 50 mg (1. Tag), 100 mg (2. Tag), 200 mg (3. Tag) und 300 mg (4.Tag).
Ab dem 4. Tag wird die Ihnen empfohlene Dosis zwischen 300 mg und 450 mg pro Tag liegen. Je nachdem wie Sie auf Setininansprechen bzw. das Medikament vertragen, kann die Dosis im Bereich zwischen 150 mg und 750 mg pro Tag liegen.

Manische Episoden Die tägliche Gesamtdosis für die ersten vier Therapietage beträgt 100 mg (1. Tag), 200 mg (2. Tag), 300 mg (3. Tag) und 400 mg (4. Tag). Weitere Dosisanpassungen bis zu 800 mg pro Tag (6. Tag) sollten in Schritten zu höchstens 200 mg pro Tag gemacht werden. Die Dosis kann im Bereich zwischen 200 und 800 mg pro Tag liegen, je nachdem, wie Sie auf Setinin ansprechen bzw. das Medikament vertragen.

  • Dosierung bei eingeschränkter Leberfunktion Wenn Sie unter eingeschränkter Leberfunktion leiden, wird Ihr Arzt die Dosis entsprechend anpassen.
  • Kinder und Jugendliche Die Sicherheit und Wirksamkeit von Setinin wurden bei Kindern und Jugendlichen nicht untersucht.

Fragen Sie Ihren Arzt, Ihre Pflegekraft oder Ihren Apotheker, wenn Sie sich über irgendetwas unsicher sind.
Setinin Tabletten gibt es in verschiedenen Stärken und/oder Farben. Deshalb brauchen Sie nicht überrascht zu sein, wenn die Farbe Ihrer Tabletten nicht immer dieselbe ist.

Auch wenn Sie sich schon besser fühlen: Beenden Sie die Tabletteneinnahme erst dann, wenn Ihr Arzt es anordnet (siehe auch „Wenn Sie die Einnahme von Setinin abbrechen“).

Wenn Sie eine größere Menge von Setinin eingenommen haben, als Sie sollten Wenn Sie mehr als Ihre übliche Dosis eingenommen haben, wenden Sie sich bitte baldmöglichst an Ihren behandelnden Arzt oder an eine Krankenhausambulanz.

Wenn Sie die Einnahme von Setinin vergessen haben
Wenn Sie die Einnahme einmal vergessen haben, holen Sie sie bitte nach, sobald Ihnen das Versäumnis auffällt. Wenn jedoch schon bald die nächste Dosis einzunehmen ist, lassen Sie die vergessene Dosis aus und nehmen Sie die nächste wie gewohnt ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Setinin abbrechen
Auch wenn es Ihnen schon besser geht - beenden Sie die Einnahme von Setinin erst dann, wenn Ihr behandelnder Arzt es anordnet. Wenn Sie die Einnahme von Setinin plötzlich abbrechen, können Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Schlaflosigkeit oder ungewollte Zuckungen auftreten und Ihre frühere Erkrankung kann zurückkehren. Ihr behandelnder Arzt wird Ihnen empfehlen, die Dosis schrittweise zu vermindern, bevor Sie die Behandlung ganz beenden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Setinin Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Zur Abschätzung der Häufigkeit von Nebenwirkungen wird folgende international definierte Einteilung verwendet:

Die häufigsten unter Setinin genannten Nebenwirkungen sind Schläfrigkeit,
Benommenheit/Schwindel, Mundtrockenheit, leichte Schwäche, Verstopfung, beschleunigter Herzschlag, Blutdruckabfall insbesondere beim Aufstehen und Stehen sowie Magenverstimmung.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Häufig: Vorübergehende Verringerung der Anzahl an weißen Blutkörperchen (Leukopenie) Gelegentlich: Zunahme der Anzahl bestimmter Blutzellen (Eosinophilie)
Sehr selten: Verringerung der Anzahl bestimmter Blutzellen (Neutropenie)

Erkrankungen des Immunsystems Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen
Sehr selten: Schwere allergische Reaktionen

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen Gelegentlich: Zunahme der Blutfette (Serum-Triglyzeride), Zunahme des Gesamtcholesterins Sehr selten: Anstieg des Blutzuckerspiegels, Verschlechterung einer bestehenden Zuckerkrankheit.

Erkrankungen des Nervensystems Sehr häufig: Schwindelgefühl, Schläfrigkeit und Benommenheit, Kopfschmerzen (diese Symptome verschwinden in der Regel, wenn das Arzneimittel eine Zeit lang eingenommen wurde) Häufig: Kurz andauernde Bewusstlosigkeit, die plötzlich eintritt (Synkope)
Gelegentlich:
Krampfanfälle
Sehr selten:
Ungewöhnliche Bewegungen, die nach längerer Therapiedauer ständig wiederkehren

Herz- und Kreislauferkrankungen
Häufig:
Verstärkter Herzschlag (d. h. zu schneller Herzschlag) und ein Gefühl der Schwäche

Es kann zu einem Blutdruckabfall kommen, insbesondere zu Beginn der Behandlung und dann, wenn Sie aufstehen oder stehen (orthostatische Hypotonie). Dadurch können Herzrasen und Benommenheit/Schwindel auftreten. Es kann auch passieren, dass Sie in Ohnmacht fallen. Wenn Sie das Gefühl haben, in Ohnmacht zu fallen, legen Sie sich sofort hin, bis Sie sich besser fühlen. Diese Symptome verschwinden normalerweise, wenn Sie das Arzneimittel eine Zeit lang eingenommen haben. Sollten sie sich jedoch nicht bessern, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Ohne Häufigkeitsangabe: Teilweise bedeutsame Veränderungen des EKGs (Elektrokardiogramm) Diese Veränderungen sind nicht spezifisch nur für dieses Medikament, sondern treten bei allen Medikamenten aus dieser Medikamentenklasse auf.

Häufigkeit nicht bekannt: Blutgerinnsel in den Venen, speziell in den Beinen (die Symptome umfassen Schwellung, Schmerzen und Rötung der Beine), die durch die Blutbahn zur Lunge wandern können und auf diese Weise Brustschmerzen und Atembeschwerden verursachen.
Wenn Sie eines dieser Symptome beobachten, suchen Sie sofort einen Arzt auf.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig: Verstopfte Nase

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes Häufig: Mundtrockenheit, Magenverstimmung, Verstopfung, Gewichtzunahme

Leber- und Gallenerkrankungen Häufig: Vorübergehende Änderungen der Leberfunktion (Anstieg der Leberenzyme: GPT und GOT) Gelegentlich: Anstieg der Leberenzyme (Gamma-GT)
Selten: Gelbsucht
Sehr selten: Entzündliche Veränderungen im Bereich der Leber

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Sehr selten: Überempfindlichkeitsreaktionen wie ein schmerzhaftes Anschwellen von Haut und Schleimhäuten (angioneurotisches Ödem), schwerwiegende Hauterkrankung mit Fieber und Blasenbildung der Schleimhäute (Stevens-Johnson-Syndrom)

Hormonelle ErkrankungenOhne Häufigkeitsangabe: Eine geringfügige Abnahme des Schilddrüsenhormonspiegels nur am Anfang der Behandlung. Diese Änderung bildet sich von selbst wieder zurück.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse Sehr selten: Priapismus (lang anhaltende und schmerzhafte Erektion)

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden Häufig: Leichte Müdigkeit, Flüssigkeitseinlagerungen in Fingern und Zehen
Selten: Die folgenden Nebenwirkungen können in seltenen Fällen gemeinsam auftreten: Fieber, schnelles Atmen, ausgeprägtes Schwitzen, Änderung des Bewusstseinszustands und Muskelsteifigkeit. Wenn diese Nebenwirkungen gleichzeitig auftreten, kann es sein, dass Sie an einer gefährlichen Störung leiden (malignes neuroleptisches Syndrom). In diesem Fall dürfen Sie die Einnahme von Setinin nicht fortsetzen, sondern müssen unverzüglich Ihren Arzt informieren.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn einer der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach Verwendbar bis: angegebenen Verfalldatum nicht mehr einnehmen. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.


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