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«Sigamol 1000 mg Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Sigamol enthält Paracetamol, das zu einer Gruppe von Arzneimitteln gehört, die Analgetika (Schmerzmittel) genannt werden. Sigamol wird angewendet, um leichte bis mäßig starke Schmerzen zu lindern und Fieber zu senken.
Sigamol kann zur Linderung von Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Regelschmerzen, Muskelschmerzen und Fieber im Zusammenhang mit einer Erkältung angewendet werden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Sigamol darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Paracetamol oder einen der sonstigen Bestandteile von Sigamol sind (aufgelistet in Abschnitt 6).

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Sigamol ist erforderlich,
Sigamol sollte nicht zusammen mit Alkohol angewendet werden, da es Ihre Leber hochgradig schädigen kann. Die Wirkung des Alkohols wird durch die zusätzliche Einnahme von Paracetamol nicht verstärkt.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt vor der Einnahme von Sigamol:

  • falls Sie eine Nieren- oder Lebererkrankung haben (einschließlich Gilbert-Syndrom oder Hepatitis [Leberentzündung]);
  • falls Sie regelmäßig große Mengen von Alkohol konsumieren; eventuell müssen Sie niedrigere Dosen einnehmen und die Anwendung auf einen kürzeren Zeitraum beschränken; anderenfalls könnte Ihre Leber geschädigt werden;
  • falls Sie ausgetrocknet sind oder an einem beeinträchtigten Ernährungszustand leiden, z.B. aufgrund von Alkoholmissbrauch, Appetitlosigkeit oder falscher Ernährung;
  • falls Sie an hämolytischer Anämie leiden (abnormer Abbau von roten Blutkörperchen);
  • falls Sie einen Mangel an einem bestimmten Enzym, der sog. Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase, haben;
  • falls Sie gleichzeitig andere Arzneimittel anwenden, von denen bekannt ist, dass sie die Leber schädigen können;
  • falls Sie gleichzeitig andere Paracetamol-haltige Arzneimittel anwenden, da dies Ihre Leber hochgradig schädigen könnte;
  • falls Sie Schmerzmittel oft über längere Zeit anwenden, da solche langfristigen Anwendungen ihrerseits stärkere oder häufigere Kopfschmerzen auslösen können. Sie sollten die Dosis Ihres Schmerzmittels nicht erhöhen, sondern Ihren Arzt für eine Beratung aufsuchen;
  • falls Sie ein Asthmatiker sind, der empfindlich auf Acetylsalicylsäure reagiert.

Warnung: Die Einnahme von Dosierungen, die höher als die empfohlenen Dosierungen sind, kann zum Risiko von schweren Leberschäden führen. Darum darf die maximale Tagesdosis von Paracetamol nicht überschritten werden. Besondere Sorgfalt ist während der gleichzeitigen Einnahme von weiteren Arzneimitteln angezeigt, auch von Paracetamol-haltigen Arzneimitteln. Siehe Abschnitt 3 „Wenn Sie eine größere Menge von Sigamol eingenommen haben, als Sie sollten“. .
Im Falle von hohem Fieber oder Anzeichen einer Infektion nach mehr als 3 Tagen Behandlung, oder falls die Schmerzen nach mehr als 5 Tagen Behandlung anhalten, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.

Bei Einnahme von Sigamol mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Dies ist besonders wichtig bei folgenden Arzneimitteln:

  • Chloramphenicol (um Infektionen zu behandeln), da Sigamol seine Ausscheidung aus dem Körper verzögern kann;
  • Metoclopramid oder Domperidon (um Übelkeit und Erbrechen zu behandeln), da sie den Wirkungseintritt von Sigamol beschleunigen können;
  • Cholestyramin (um Cholesterin zu senken) und Arzneimittel, welche die Entleerung des Magens verzögern, da sie die Wirkung von Sigamol abschwächen können;
  • Probenecid (um z.B. Gicht zu behandeln). Sie könnten niedrigere Dosierungen von Sigamol brauchen;
  • Antikoagulanzien (Arzneimittel, die das Blut verdünnen, z.B. Warfarin), falls Sie Sigamol täglich über einen langen Zeitraum einnehmen müssen;
  • Salicylamid (um Fieber oder leichte Schmerzen zu behandeln), da es die Ausscheidung von Sigamol aus dem Körper verzögern kann;
  • Lamotrigin (um Anfälle [Epilepsie] zu behandeln), da Sigamol seine Wirkung herabsetzen kann;
  • Arzneimittel, die möglicherweise die Leber schädigen können, z.B.:
  • Barbiturate oder Carbamazepin (um psychiatrische Erkrankungen und Anfälle [Epilepsie]zu behandeln);
  • Rifampicin (um bakterielle Infektionen zu behandeln);
  • Isoniazid (um Tuberkulose zu behandeln);
  • Phenytoin (um Anfälle [Epilepsie] zu behandeln);
  • Johanniskraut (Hypericum perforatum) (um Depression zu behandeln).

Sigamol kann die Ergebnisse mancher Labortests beeinflussen, z.B. Tests für Harnsäure und Blutzucker.

Bei Einnahme von Sigamol zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Die gleichzeitige Anwendung von Sigamol und Einnahme von Alkohol sollte vermieden werden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Während der Schwangerschaft sollte Paracetamol nicht für lange Zeiträume oder in hoher Dosierung angewendet werden, sofern der Arzt es nicht verordnet hat.
Sigamol kann in der empfohlenen Dosierung während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Paracetamol beeinflusst nicht Ihre Fähigkeit zu fahren oder Maschinen zu bedienen.

Wie wird es angewendet?

Hinweise für die Anwendung.Die Tablette sollte mit einem Glas Wasser geschluckt werden.

DosierungNehmen Sie Sigamol immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Überschreiten Sie bitte nicht die angegebene Dosis. Bitte beachten Sie, dass Dosierungen, die höher als die empfohlenen Dosierungen sind, zum Risiko von sehr schweren Leberschäden führen können.

Erwachsene und Jugendliche, die mehr als 50 kg wiegenDie übliche Dosis beträgt ½ bis 1 Tablette (500 mg bis 1000 mg) alle 4 - 6 Stunden nach Bedarf, bis maximal 3 Tabletten (3 g) täglich. Bitte nehmen Sie nicht mehr als 1 Tablette auf einmal ein. Sigamol 1000 mg ist nicht geeignet für Kinder oder Jugendliche, die weniger als 50 kg wiegen.

Im Falle von hohem Fieber, oder Anzeichen einer Infektion nach mehr als 3 Tagen Behandlung, oder falls die Schmerzen nach mehr als 5 Tagen Behandlung anhalten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Bei eingeschränkter Leber- oder NierenfunktionBei Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion und Patienten mit Gilbert-Syndrom muss die Dosis verringert oder die Zeitspanne zwischen zwei Einnahmen verlängert werden. Bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion sollte ein Mindestabstand von 8 Stunden zwischen zwei Einnahmen von Paracetamol Actavis eingehalten werden. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Ältere PatientenEine Dosisanpassung ist bei Älteren nicht notwendig.

Patienten mit chronischem AlkoholismusChronischer Alkoholkonsum kann das Risiko von Nebenwirkungen durch Paracetamol erhöhen. Die Zeitspanne zwischen zwei Dosierungen sollte mindestens 8 Stunden betragen. Bitte nehmen Sie nicht mehr als 2 g Paracetamol täglich.

Wenn Sie eine größere Menge von Sigamol eingenommen haben, als Sie sollten Eine sofortige ärztliche Beratung sollte im Falle einer Überdosierung angestrebt werden, auch wenn Sie sich gesund fühlen, weil das Risiko von verspäteten schweren Leberschäden nicht ausgeschlossen werden kann. Um mögliche Leberschäden zu vermeiden, ist es wichtig, dass ein Antidot (Gegenmittel) durch einen Arzt so schnell wie möglich verabreicht wird. Die Anzeichen eines Leberschadens treten üblicherweise in den ersten Tagen nicht in Erscheinung. Die Anzeichen einer Überdosis können Übelkeit, Erbrechen, Anorexie (Appetitlosigkeit), Blässe und Bauchschmerzen beinhalten, und diese Anzeichen treten normalerweise innerhalb von 24 Stunden nach der Einnahme auf.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Sigamol Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Mögliche Nebenwirkungen sind im Folgenden aufgelistet. Bei den Häufigkeitsangaben werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Seltene Nebenwirkungen:

  • Blutplättchenerkrankungen (Gerinnungsstörungen), Stammzellenerkrankungen (Erkrankungen in den Zellen, die im Knochenmark Blutzellen bilden).
  • Allergische Reaktionen.
  • Depression, Verwirrtheit, Halluzination (Sinnestäuschungen).
  • Zittern, Kopfschmerzen.
  • Gestörte Sicht. • Ödeme (abnorme Ansammlung von Flüssigkeit unter der Haut).
  • Bauchschmerzen, Magen- oder Darmblutung, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen.
  • Abnorme Leberfunktion, Leberversagen, Gelbsucht (mit Symptomen wie Gelbfärbung der Haut und Augen), hepatische Nekrose (Tod von Zellen in der Leber).
  • Hautausschlag, Juckreiz, Schwitzen, Nesselausschlag, rote Flecken auf der Haut, Angioödem mit Symptomen wie Schwellung von Gesicht, Lippen, Rachen oder Zunge.
  • Schwindel, allgemeines Gefühl des Unwohlseins (Unpässlichkeit), Fieber, Sedierung (Dämpfung), Wechselwirkungen mit Arzneimitteln. • Überdosis und Vergiftung.

Sehr seltene Nebenwirkungen:

  • Bluterkrankungen (Verringerung der Blutplättchen, weißen Blutkörperchen und Neutrophilen im Blut), hämolytische Anämie (abnormer Abbau von roten Blutkörperchen).
  • Niedrige Blutzuckerspiegel .
  • Hepatotoxizität (Schädigung der Leber, verursacht durch Chemikalien).
  • Trüber Harn und Nierenerkrankungen.
  • Schwere allergische Reaktionen, die das Absetzen der Behandlung erfordern.

Nebenwirkungen von unbekannter Häufigkeit:Epidermale Nekrolyse (lebensbedrohende Hauterkrankung), Erythema multiforme (allergische Reaktion oder Infektionen der Haut), Stevens-Johnson-Syndrom (eine schwere lebensbedrohende Hauterkrankung), Ansammlung von Flüssigkeit im Kehlkopf, anaphylaktischer Schock (schwere allergische Reaktion), Anämie (Abnahme von roten Blutkörperchen), Leberveränderung und Hepatitis (Leberentzündung), Nierenveränderungen (schwere Nierenbeeinträchtigung, Blut im Harn, Unfähigkeit zu urinieren), Erkrankungen von Magen und Darm, Drehschwindel.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton, der Blisterpackung und dem Tablettenbehältnis nach „Verwendbar bis“ bzw. „EXP“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Arzneimittel dürfen nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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