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«Simponi® Fertigspritze»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Simponi enthält den Wirkstoff Golimumab.

Simponi gehört zur Gruppe der sogenannten TNF-Blocker. Bei Erwachsenen wird Simponi zur Behandlung der folgenden entzündlichen Erkrankungen angewendet:

– Rheumatoide Arthritis.

– Psoriasis-Arthritis.

– Ankylosierende Spondylitis.

Simponi wirkt, indem es die Funktion eines Proteins hemmt, das als Tumor-Nekrose-Faktor (TNF)-alpha bezeichnet wird. Dieses Protein ist an den Entzündungspro­zessen des Körpers beteiligt. Die Hemmung von TNF-alpha kann Entzündungen in Ihrem Körper reduzieren.

Rheumatoide Arthritis

Die Rheumatoide Arthritis ist eine entzündliche Erkrankung der Gelenke. Wenn bei Ihnen eine aktive Rheumatoide Arthritis vorliegt, werden Sie zuerst andere Arzneimittel erhalten. Wenn Sie auf diese Arzneimittel nicht gut genug ansprechen, können Sie Simponi erhalten, welches Sie in Kombination mit dem Arzneimittel Methotrexat anwenden werden, um

– die Symptomatik Ihrer Erkrankung zu lindern und

– Ihre körperliche Funktionsfähigkeit zu verbessern.

Psoriasis-Arthritis

Die Psoriasis-Arthritis ist eine entzündliche Erkrankung der Gelenke, die in der Regel mit Psoriasis (Schuppenflechte), einer entzündlichen Erkrankung der Haut, einhergeht. Wenn bei Ihnen eine aktive Psoriasis-Arthritis vorliegt, werden Sie zuerst andere Arzneimittel erhalten. Wenn Sie auf diese Arzneimittel nicht genug ansprechen, können Sie Simponi erhalten, um

– die Symptomatik Ihrer Erkrankung zu lindern und

– Ihre körperliche Funktionsfähigkeit zu verbessern.

Ankylosierende Spondylitis

Die Ankylosierende Spondylitis ist eine entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule. Wenn bei Ihnen eine Ankylosierende Spondylitis vorliegt, werden Sie zuerst andere Arzneimittel erhalten. Wenn Sie auf diese Arzneimittel nicht genug ansprechen, können Sie Simponi erhalten, um

– die Symptomatik Ihrer Erkrankung zu lindern und

– Ihre körperliche Funktionsfähigkeit zu verbessern.

Die Verabreichung von Simponi erfolgt ausschliesslich auf ärztliche Verschreibung und unter strenger Kontrolle durch Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Simponi darf nicht angewendet werden, wenn Sie

– überempfindlich (allergisch) gegen Golimumab oder einem der sonstigen Bestandteile von Simponi sind (siehe Abschnitt «Was ist in Simponi enthalten?»),

– Tuberkulose (TB) oder eine andere schwere Infektion haben,

– eine mittelschwere oder schwere Herzinsuffizienz haben.

Falls Sie sich nicht sicher sind, ob einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie vor der Anwendung von Simponi mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.


Informieren Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin vor der Anwendung von Simponi, falls einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft:

Infektionen

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls bei Ihnen bereits Symptome einer Infektion vorliegen oder falls während oder nach Ihrer Behandlung mit Simponi Symptome einer Infektion auftreten. Zu den Symptomen einer Infektion gehören Fieber, Husten, Atemnot, grippeähnliche Symptome, Durchfall, Wunden, Zahnprobleme oder ein brennendes Gefühl beim Wasserlassen.

Während der Anwendung von Simponi können Sie sich möglicherweise leichter eine Infektion zuziehen.

Infektionen können schneller fortschreiten und einen schwereren Verlauf nehmen. Darüber hinaus können manche frühere Infektionen erneut auftreten.

Tuberkulose (TB)

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn bei Ihnen während oder nach der Behandlung Tuberkulose-Symptome auftreten. Zu den Symptomen der Tuberkulose können anhaltender Husten, Gewichtsabnahme, Müdigkeit, Fieber oder Nachtschweiss gehören.

Bei mit Simponi behandelten Patienten wurden Fälle von Tuberkulose beschrieben. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Sie auf Tuberkulose untersuchen und diese Untersuchungen auf Ihrer Patienten-Hinweiskarte vermerken.

Es ist äusserst wichtig, dass Sie es Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mitteilen, wenn Sie früher einmal eine Tuberkulose hatten oder wenn Sie jemals in engem Kontakt zu jemandem standen, der an Tuberkulose erkrankt ist oder war.

Falls Ihr Arzt der Meinung ist, dass die Gefahr besteht, dass Sie an Tuberkulose erkrankt sind, werden Sie möglicherweise erst mit Arzneimitteln gegen Tuberkulose behandelt, bevor Sie mit der Anwendung von Simponi beginnen.

Hepatitis-B-Virus (HBV)

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls Sie Träger des Hepatitis-B-Virus sind, an Hepatitis B erkrankt sind oder vermuten, dass bei Ihnen die Gefahr einer Ansteckung mit dem Hepatitis-B-Virus besteht.

Die Behandlung mit einem TNF-Blocker wie Simponi kann bei Patienten, die das Hepatitis-B-Virus in sich tragen, zu einer Reaktivierung des Virus führen, die in manchen Fällen lebensbedrohlich sein kann.

Invasive Pilzinfektionen

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie in einem Gebiet gelebt haben, in dem Infektionen auftreten, die durch eine bestimmte Art von Pilzen verursacht werden, die die Lunge und andere Teile Ihres Körpers befallen können (sogenannte Histoplasmose, Kokzidioidomykose oder Blastomykose). Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie nicht wissen, ob solche Infektionen häufig in den Gebieten auftreten, in denen Sie gelebt haben oder die Sie bereist haben.

Impfungen

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, falls Sie geimpft wurden oder bald geimpft werden müssen.

Während der Anwendung von Simponi dürfen bestimmte (Lebend-)Impfstoffe nicht bei Ihnen angewendet werden.

Operationen oder zahnärztliche Behandlungen

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, falls bei Ihnen Operationen oder zahnärztliche Behandlungen durchgeführt werden sollen.

Informieren Sie Ihren Chirurgen oder behandelnden Zahnarzt darüber, dass Sie mit Simponi behandelt werden, und zeigen Sie ihnen Ihre Patienten-Hinweiskarte.

Krebserkrankungen und Lymphome

Teilen Sie es Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin vor der Anwendung von Simponi mit, wenn bei Ihnen jemals ein Lymphom (eine Art Blutkrebs) oder irgendeine andere Krebserkrankung diagnostiziert wurde.

Die Anwendung von Simponi oder anderen TNF-Blockern kann möglicherweise Ihr Risiko erhöhen, an einem Lymphom oder einer anderen Form von Krebs zu erkranken.

Bei Patienten mit seit langer Zeit bestehender schwerer Rheumatoider Arthritis oder mit einer anderen entzündlichen Erkrankung, die bereits seit langer Zeit besteht, kann das Risiko für die Entwicklung eines Lymphoms überdurchschnittlich hoch sein.

Bei Kindern und jugendlichen Patienten, die TNF-Blocker anwendeten, traten Fälle von Krebserkrankungen, einschliesslich ungewöhnlicher Arten, auf, die manchmal tödlich endeten.

Patienten mit schwerem persistierendem Asthma oder mit einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung oder starke Raucher können einem erhöhten Krebsrisiko ausgesetzt sein, wenn sie mit Simponi behandelt werden. Falls Sie unter schwerem persistierendem Asthma oder einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung leiden oder starker Raucher sind, müssen Sie mit Ihrem Arzt darüber sprechen, ob die Behandlung mit einem TNF-Blocker für Sie angezeigt ist.

Herzinsuffizienz

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn bei Ihnen neue Symptome einer Herzinsuffizienz auftreten oder wenn sich Ihre bestehenden Symptome verschlimmern. Zu den Symptomen einer Herzinsuffizienz gehören Atemnot oder geschwollene Füsse.

Unter der Anwendung von TNF-Blockern sind Fälle von neu aufgetretener oder sich verschlimmernder dekompensierter Herzinsuffizienz beschrieben worden.

Falls Sie eine leichte Herzinsuffizienz aufweisen und mit Simponi behandelt werden, muss Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Sie engmaschig überwachen.

Erkrankungen des Nervensystems

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn bei Ihnen jemals eine Erkrankung des Nervensystems diagnostiziert wurde oder wenn sich bei Ihnen Symptome einer Erkrankung des Nervensystems, z.B. einer Multiplen Sklerose, entwickeln. Die Symptome können Veränderungen Ihrer Sehfähigkeit, eine Schwäche in Armen oder Beinen oder ein Taubheitsgefühl oder Kribbeln an einer beliebigen Körperstelle umfassen. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird entscheiden, ob Sie Simponi erhalten sollten.

Autoimmunerkrankungen

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn bei Ihnen Symptome einer Erkrankung namens Lupus erythematodes auftreten. Zu den Symptomen gehören andauernder Hautausschlag, Fieber, Gelenkschmerzen und Müdigkeit.

In seltenen Fällen hat sich bei mit TNF-Blockern behandelten Menschen ein Lupus erythematodes entwickelt.

Bluterkrankungen

Bei einigen Patienten kann der Körper nicht genügend Blutzellen produzieren, die dem Körper helfen, Infektionen zu bekämpfen oder helfen, eine Blutung zu stoppen. Verständigen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin sofort, wenn bei Ihnen anhaltendes Fieber auftritt, wenn Sie leicht zu Blut­ergüssen oder Blutungen neigen oder Blässe auftritt. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird entscheiden, ob die Behandlung abzubrechen ist.

Falls Sie sich nicht sicher sind, ob einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie vor der Anwendung von Simponi mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Bei Anwendung von Simponi mit anderen Arzneimitteln

Sie dürfen Simponi nicht zusammen mit Arzneimitteln anwenden, die die Wirkstoffe Anakinra oder Abatacept enthalten. Solche Arzneimittel werden zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen verwendet.

Sie dürfen bestimmte (Lebend-)Impfstoffe nicht erhalten, während Sie Simponi anwenden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, die sich auf Ihr Immunsystem auswirken.

Falls Sie sich nicht sicher sind, ob einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie vor der Anwendung von Simponi mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von SimponiLatexempfindlichkeit

Ein Teil der Fertigspritze – die Nadelkappe – enthält Latex. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, wenn Sie oder die Sie betreuende Person allergisch gegenüber Latex sind, da Latex schwere allergische Reaktionen auslösen kann.

Sorbitolintoleranz

Simponi enthält Sorbitol (E 420). Wenn Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihnen mitgeteilt hat, dass bei Ihnen eine Zuckerunverträglichkeit vorliegt, wenden Sie sich vor der Anwendung dieses Arzneimittels an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen! Nach der Anwendung von Simponi kann Schwindel auftreten. Wenn dies geschieht, dürfen Sie kein Kraftfahrzeug lenken oder Werkzeuge oder Maschinen bedienen.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie an andern Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!


Sprechen Sie vor der Anwendung von Simponi mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, falls einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft:

Sie sind schwanger oder beabsichtigen, während der Anwendung von Simponi schwanger zu werden. Die Auswirkungen der Anwendung von Simponi bei schwangeren Frauen sind nicht bekannt. Die Anwendung von Simponi wird für schwangere Frauen nicht empfohlen. Wenn Sie mit Simponi behandelt werden, müssen Sie eine Schwangerschaft verhindern, indem Sie während Ihrer Behandlung sowie mindestens sechs Monate über die letzte Simponi-Injektion hinaus eine angemessene Empfängnisverhütungsmethode anwenden.

Sie sind eine Mutter in der Stillzeit oder werden möglicherweise ein Kind stillen. Ihre letzte Behandlung mit Simponi muss mindestens 6 Monate zurückliegen, bevor Sie mit dem Stillen beginnen können. Wenn Sie Simponi erhalten sollen, müssen Sie mit dem Stillen aufhören.

Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin um Rat, wenn Sie schwanger oder in der Stillzeit sind.

Wie wird es angewendet?

Wenden Sie Simponi immer genau nach Anweisung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die Anwendung von Simponi wird für Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren) nicht empfohlen, da Simponi bei dieser Altersgruppe nicht untersucht worden ist.

In welcher Dosierung wird Simponi angewendet?

Die empfohlene Dosis beträgt 50 mg (der Inhalt einer Fertigspritze) einmal im Monat und ist jeden Monat am gleichen Tag anzuwenden.

Sprechen Sie vor der Anwendung der vierten Dosis mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird bestimmen, ob Sie die Behandlung mit Simponi fortführen sollten.

– Falls Sie mehr als 100 kg wiegen, kann die Dosis auf 100 mg (der Inhalt von zwei vorgefüllten Injektoren) einmal im Monat erhöht werden und ist jeden Monat am gleichen Tag anzuwenden.

Wie ist Simponi anzuwenden?

Simponi wird unter die Haut (subkutan) injiziert.

Anfangs kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin oder ein Mitglied des Pflegepersonals die Injektion von Simponi durchführen. Allerdings können Sie und Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin entscheiden, dass Sie sich Simponi selbst injizieren. In diesem Fall werden Sie darin geschult, sich Simponi selbst zu injizieren.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, wenn Sie Fragen im Hinblick auf die Selbstinjektion haben. Am Ende dieses Abschnitts finden Sie eine detaillierte Anleitung zur Verabreichung.

Wenn Sie eine grössere Menge von Simponi angewendet haben, als Sie sollten

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie sich zu viel Simponi injiziert haben oder wenn Sie sich Simponi zu häufig injiziert haben bzw. wenn Ihnen zu viel oder zu häufig Simponi verabreicht wurde. Nehmen Sie immer den Umkarton mit, selbst wenn er leer ist.

Wenn Sie die Anwendung von Simponi vergessen haben

Wenn Sie vergessen, Simponi am vorgesehenen Datum anzuwenden, injizieren Sie sich die vergessene Dosis, sobald Sie sich daran erinnern.

Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, um die vergessene Dosis auszugleichen.

Wann die nächste Dosis zu injizieren ist

Bei einer Verspätung von weniger als zwei Wochen, injizieren Sie die vergessene Dosis so bald Sie sich daran erinnern und behalten Sie den ursprünglichen Zeitplan bei.

Bei einer Verspätung von mehr als zwei Wochen, injizieren Sie die vergessene Dosis so bald Sie sich daran erinnern und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wann Sie die nächste Dosis anwenden sollen.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, was Sie tun sollen, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Wenn Sie die Anwendung von Simponi abbrechen

Falls Sie in Betracht ziehen, Simponi abzusetzen, sprechen Sie zuvor mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Hinweise zur Handhabung

Wenn Sie sich Simponi selbst injizieren möchten, müssen Sie von medizinischem Fachpersonal in der Vorbereitung und Durchführung einer Selbstinjektion geschult werden. Wenn Sie keine Schulung erhalten haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, Ihre Pflegefachkraft oder Ihren Apotheker bzw. Ihre Apothekerin, um einen Schulungstermin zu vereinbaren.

(Abildungen siehe Packungsbeilage.)

Die nachstehende schematische Abbildung (siehe Abbildung 1) stellt die Fertigspritze dar. In dieser Beilage wird die «Fertigspritze» auch kurz als «Spritze» bezeichnet.

So bereiten Sie die Spritze für den Gebrauch vor

Die Spritze am Spritzenkörper halten.

– Halten Sie die Spritze nicht am Kolbenkopf, am Kolben, an den Nadelschutz-Flügeln oder an der Nadelkappe.

– Niemals am Kolben ziehen!

– Die Spritze niemals schütteln!

– Nehmen Sie die Nadelkappe erst dann von der vorgefüllten Spritze ab, wenn Sie dazu aufgefordert werden.

– Berühren Sie nicht die Klammern zur Aktivierung des Nadelschutzes (in Abbildung 1 mit Sternchen * gekennzeichnet), damit die Injektionsnadel nicht vorzeitig mit dem Nadelschutz umschlossen wird.

Verfalldatum überprüfen (siehe Abbildung 2)

– Überprüfen Sie das Verfalldatum («EXP») auf dem Etikett, indem Sie durch das Sichtfenster am Spritzenkörper der Spritze schauen.

– Wenn Sie das Verfalldatum nicht durch das Sichtfenster sehen können, halten Sie die Spritze am Spritzenkörper, und drehen Sie an der Nadelkappe, bis das Verfalldatum durch das Sichtfenster zu sehen ist.

– Sie können auch das auf dem Karton aufgedruckte Verfalldatum überprüfen.

Verwenden Sie die Spritze nach Ablauf des Verfalldatums nicht mehr. Wenn Sie Hilfe benötigen, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Minuten warten

– Um eine korrekte Injektion sicherzustellen, nehmen Sie die Spritze aus der Schachtel und legen Sie sie 30 Minuten lang bei Raumtemperatur an eine für Kinder unzugängliche Stelle.

Erwärmen Sie die Spritze nicht auf irgendeine andere Art (erwärmen Sie sie zum Beispiel nicht in einem Mikrowellenherd oder in heissem Wasser).

Nehmen Sie die Kappe der Spritze nicht ab, während sich die Spritze auf Raumtemperatur erwärmt.

Übriges Material bereitlegen

Während Sie warten, können Sie das übrige Material bereitlegen: einen Alkoholtupfer, einen Watte oder Mulltupfer und einen durchstichsicheren Behälter.

Flüssigkeit in der Spritze überprüfen

– Halten Sie die Spritze so am Spritzenkörper, dass die Injektionsnadel samt Nadelkappe nach unten zeigt.

– Sehen Sie sich die Flüssigkeit durch das Sichtfenster der Spritze an, und vergewissern Sie sich, dass die Flüssigkeit klar bis leicht opalisierend (perlmuttartig-schillernd) und farblos bis hellgelb ist. Die Lösung kann einige wenige kleine, durchsichtige oder weisse Proteinpartikel enthalten.

– Wenn Sie die Flüssigkeit nicht durch das Sichtfenster sehen können, halten Sie die Spritze am Spritzenkörper, und drehen Sie an der Nadelkappe, bis die Flüssigkeit durch das Sichtfenster zu sehen ist (siehe Abbildung 2).

Verwenden Sie die Spritze nicht, wenn die Lösung verfärbt oder eingetrübt ist oder Fremdpartikel enthält. Sprechen Sie in diesem Fall mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

So wählen Sie eine Injektionsstelle und bereiten sie vorInjektionsstelle wählen (siehe Abbildung 3)

– In der Regel wird das Arzneimittel auf mittlerer Höhe in die Vorderseite eines Oberschenkels injiziert.

– Sie können die Injektion auch in den Unterbauch vornehmen. Das Arzneimittel muss dann in den Bereich unterhalb des Bauchnabels injiziert werden, wobei jedoch ein Bezirk von 5 cm direkt unterhalb des Bauchnabels ausgespart bleiben muss.

– Sie können unabhängig von Körperbau und -grösse beide Stellen verwenden.

Nehmen Sie keine Injektionen an Stellen vor, an denen die Haut schmerzempfindlich, gerötet, schuppig, hart oder vernarbt ist oder Blutergüsse oder Dehnungsstreifen aufweist.

Auswahl einer Injektionsstelle bei Verabreichung durch eine betreuende Person (siehe Abbildung 4)

– Wenn Ihnen die Injektion von einer betreuenden Person verabreicht wird, kann die Injektion auch an der Aussenseite Ihrer Oberarme vorgenommen werden.

– Auch in diesem Fall können unabhängig von Ihrem Körperbau und Ihrer Körpergrösse alle genannten Stellen verwendet werden.

Injektionsstelle vorbereiten

– Waschen Sie sich die Hände gründlich mit warmem Wasser und Seife.

– Wischen Sie die Injektionsstelle mit einem Alkoholtupfer ab.

– Lassen Sie die Haut trocknen, bevor Sie die Injektion vornehmen. Fächeln Sie keine Luft auf die gesäuberte Stelle, und pusten Sie nicht auf diese Stelle.

Berühren Sie die für die Injektion ausgewählte Stelle nicht mehr, bevor Sie die Injektion durchführen.

So injizieren Sie das Arzneimittel

Nehmen Sie die Nadelkappe erst dann von der Spritze ab, wenn Sie zur Injektion des Arzneimittels bereit sind. Das Arzneimittel muss nach dem Abnehmen der Nadelkappe innerhalb von 5 Minuten injiziert werden.

Berühren Sie den Kolben nicht, während Sie die Nadelkappe abnehmen.

Nadelkappe abnehmen (siehe Abbildung 5)

– Wenn Sie zur Injektion bereit sind, halten Sie den Spritzenkörper mit einer Hand.

– Ziehen Sie die Nadelkappe in gerader Richtung ab und geben Sie sie zum Abfall. Berühren Sie dabei nicht den Kolben.

– Möglicherweise bemerken Sie eine Luftblase in der Spritze oder einen Flüssigkeitstropfen am Ende der Injektionsnadel. Beides ist normal und braucht nicht entfernt zu werden.

– Injizieren Sie die Dosis unverzüglich nach dem Abnehmen der Nadelkappe.

Berühren Sie die Injektionsnadel nicht, und achten Sie darauf, dass die Injektionsnadel keine Oberflächen berührt.

Sehen Sie vom Gebrauch der Spritze ab, wenn sie heruntergefallen ist, nachdem die Nadelkappe abgenommen wurde. Wenden Sie sich in einem solchen Fall bitte an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. an Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Spritze für die Injektion positionieren

– Halten Sie den Spritzenkörper zwischen Mittel- und Zeigefinger einer Hand, und platzieren Sie den Daumen oben auf dem Kolbenkopf. Mit der anderen Hand fassen Sie die Haut an der zuvor gesäuberten Stelle und bilden mit leichtem Druck eine Hautfalte. Halten Sie die Hautfalte gut fest.

Ziehen Sie niemals am Kolben!

Arzneimittel injizieren

Halten Sie die Spritze so, dass die Injektionsnadel ungefähr einen 45-Grad-Winkel zur Hautfalte bildet. Führen Sie die Injektionsnadel mit einer einzigen, zügigen Bewegung so weit wie möglich in die Haut ein (siehe Abbildung 6).

Injizieren Sie die gesamte Menge des Arzneimittels, indem Sie den Kolben so weit in den Spritzenkörper drücken, bis sich der Kolbenkopf vollständig zwischen den Nadelschutz-Flügeln befindet (siehe Abbildung 7).

Wenn sich der Kolben so weit wie möglich im Spritzenkörper befindet, halten Sie den Kolbenkopf weiter gedrückt, ziehen Sie die Injektionsnadel heraus, und lassen Sie die Haut los (siehe Abbildung 8).

– Nehmen Sie langsam den Daumen vom Kolbenkopf, damit sich die leere Spritze so weit zurückbewegen kann, dass die Injektionsnadel vollständig von dem Nadelschutz umschlossen wird, wie in Abbildung 9 gezeigt:

Nach der InjektionWatte- oder Mulltupfer verwenden

– Möglicherweise befindet sich an der Injektionsstelle etwas Blut oder Flüssigkeit. Das ist normal.

– Sie können 10 Sekunden lang einen Watte- oder Mulltupfer auf die Injektionsstelle gedrückt halten.

– Falls erforderlich, können Sie die Injektionsstelle mit einem kleinen Pflaster abdecken.

Reiben Sie die Haut nicht.

Spritze zum Abfall geben (siehe Abbildung 10)

– Geben Sie die Spritze sofort in einen durchstichsicheren Behälter. Achten Sie darauf, den Behälter gemäss den Anweisungen Ihres Arztes oder Ihrer Pflegefachkraft zu entsorgen.

Versuchen Sie nicht, die Nadelkappe wieder auf die Spritze zu setzen.

Zu Ihrer eigenen Sicherheit und im Interesse der Sicherheit und Gesundheit anderer dürfen Sie niemals eine Spritze wiederverwenden.

Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Injektion nicht richtig funktioniert hat, oder wenn Sie sich unsicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Simponi Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Bei einigen Patienten können jedoch schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten, die eine Behandlung erforderlich machen. Nebenwirkungen können bis zu mehreren Monaten nach der letzten Injektion auftreten.

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken:

Symptome einer allergischen Reaktion, wie eine Schwellung des Gesichts, der Lippen, im Mund oder im Hals, die zu Atemnot oder Schluckbeschwerden führen kann, ein Hautausschlag, eine Nesselsucht oder eine Schwellung der Hände, der Füsse oder der Knöchel.

Symptome einer Infektion (darunter TB), wie Fieber, Müdigkeit, (andauernder) Husten, Atemnot, grippeähnliche Symptome, Gewichtsabnahme, Nachtschweiss, Durchfall, Wunden, Zahnprobleme und ein brennendes Gefühl beim Wasserlassen.

Symptome einer Lebererkrankung, wie Gelbfärbung der Haut und der Augen, Braunfärbung des Urins, Schmerzen in der rechten Bauchhälfte, Fieber, Übelkeit, Erbrechen und starke Müdigkeit.

Nebenwirkungen können mit einer bestimmten Häufigkeit auftreten, wie im Folgenden definiert:

Sehr häufig (bei mehr als 1 von 10 Anwendern).

Häufig (bei 1–10 von 100 Anwendern).

Gelegentlich (bei 1–10 von 1000 Anwendern).

Selten (bei 1–10 von 10’000 Anwendern).

Sehr selten (bei weniger als 1 von 10’000 Anwendern).

Unbekannt (die Häufigkeit kann auf der Grundlage der vorliegenden Daten nicht angegeben werden).

Die folgenden Nebenwirkungen sind unter der Anwendung von Simponi beschrieben wordenSehr häufige Nebenwirkungen

Infektionen der oberen Atemwege, Halsschmerzen oder Heiserkeit, Schnupfen.

Häufige Nebenwirkungen

Erhöhung der Leberwerte (Erhöhung der Leberenzymwerte), die von Ihrem Arzt durch Blutuntersuchungen festgestellt wird.

Schwindelgefühl.

Kopfschmerzen.

Oberflächliche Pilzinfektion.

Bakterielle Infektionen (z.B. Entzündung des Unterhautzellgewebes).

Niedrige rote Blutzellenanzahl.

Positiver Bluttest auf Antikörper gegen doppelsträngige DNA (Lupus).

Schlafstörungen.

Depression.

Verstopfung.

Haarausfall.

Allergische Reaktionen.

Hautausschlag und Juckreiz auf der Haut.

Verdauungsstörungen.

Magenschmerzen.

Taubheitsgefühl oder Kribbeln.

Grippe.

Bronchitis.

Nasennebenhöhleninfektion.

Fieberbläschen.

Bluthochdruck.

Fieber.

Reaktionen an der Injektionsstelle (einschliesslich Rötung, Verhärtung, Schmerzen, Bluterguss, Juckreiz, Kribbeln und Reizung).

Kraftlosigkeit.

Verlangsamte Wundheilung.

Beschwerden im Brustbereich.

Gelegentliche Nebenwirkungen

Schwere Blutinfektionen.

Tuberkulose.

Infektion der unteren Atemwege (einschliesslich Lungenentzündung).

Infektion der Gelenke oder des sie umgebenden Gewebes.

Infektion der Nieren.

Abszess.

Infektionen, die bei Personen mit geschwächtem Immunsystem auftreten können, z.B. Pilzinfektionen, die Lunge oder andere Teile des Körpers befallen können.

Krebs, einschliesslich Hautkrebs und nicht-kanzerogene Neubildungen oder Knoten, einschliesslich Muttermale.

Psoriasis (Schuppenflechte, einschliesslich an den Handflächen und/oder den Fusssohlen und/oder in Form von Hautblasen).

Erkrankung des Nervensystems (die Symptome können Veränderungen der Sehfähigkeit oder Schwäche in Armen oder Beinen umfassen).

Verminderte Zahl der Blutplättchen.

Verminderte Zahl weisser Blutkörperchen.

Kombination von verminderter Zahl der Blutplättchen und Zahl weisser und roter Blutkörperchen.

Schilddrüsenerkrankungen.

Anstieg des Blutzuckerspiegels.

Anstieg des Cholesterinspiegels.

Gleichgewichtsstörungen.

Geschmackstörungen.

Sehstörungen.

Neuauftreten oder Verschlechterung einer dekompensierten Herzinsuffizienz.

Gefühl von unregelmässigem Herzschlag.

Verengung der Herzblutgefässe.

Blutgerinnsel.

Schmerzen und Verfärbungen in Fingern oder Zehen.

Erröten.

Asthma, Kurzatmigkeit, Keuchen.

Magen- und Darmerkrankungen, einschliesslich Entzündung der Magenschleimhaut und des Dickdarms, die Fieber verursachen kann.

Saures Aufstossen.

Schmerzen und Geschwüre im Mundraum.

Gallensteine.

Lebererkrankungen.

Harnblasenerkrankungen.

Brusterkrankungen.

Menstruationsstörungen.

Knochenbrüche.

Seltene Nebenwirkungen

Lymphdrüsenkrebs.

Hepatitis-B-Reaktivierung.

Chronisch entzündlicher Zustand der Lungen.

Lupus-ähnliches Syndrom.

Nierenerkrankungen.

Nebenwirkungen mit unbekannter Häufigkeit

Störung der Produktion von Blutzellen im Knochenmark.

Leukämie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2–8 °C). Nicht einfrieren.

Die Fertigspritze in der Originalpackung lichtgeschützt aufbewahren.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Aussehen von Simponi

Die Lösung ist klar bis leicht opalisierend (perlmuttartig-schillernd), farblos bis hellgelb und kann einige wenige durchsichtige oder weisse Proteinpartikel aufweisen. Wenden Sie Simponi nicht an, wenn die Lösung Verfärbungen, eine Trübung oder Fremdpartikel aufweist.

Entsorgung der Fertigspritze

Eine leere oder unbenutzte Fertigspritze darf nicht im Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker oder Apothekerin bzw. Arzt oder Ärztin wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Massnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Zusätzliche Informationen

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung.

Einzelpackungen mit 1 Fertigspritze.

Mehrfachpackungen mit 3 Fertigspritzen (3 Einzelpackungen).


Bewertungen «Simponi® Fertigspritze»