Medikamente Online-Informationen
Medikamente und Krankheiten Referenzindex

Drugs and diseases reference index
Suche
DE


Medikamente A-Z

Krankheiten & Heilung List

Medizin-Lexikon

Vollständiger Artikel

Beliebte Medikamente

Popular Krankheiten & Heilung

«Soluvit - Trockensubstanz zur Infusionsbereitung»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Die wasserlöslichen Vitamine B, B, Nikotinamid, B, Pantothensäure, Biotin, Folsäure, Bund C sind in steriler, gefriergetrockneter Form in Soluvit enthalten.

Die wasserlöslichen Vitamine sind organische Substanzen, die für die normale Stoffwechselfunktion und Entwicklung des Körpers in geringsten Mengen lebensnotwendig sind und daher ständig mit der Nahrung zugeführt werden müssen.
Der Mangel auch nur eines Vitamins kann viele Stoffwechselvorgänge verschlechtern und verschiedene Krankheitszeichen hervorrufen.
Gleich ab Beginn einer ausschließlich künstlichen Ernährung sollten sämtliche Vitamine zugeführt werden. Damit lässt sich die Entstehung eines Vitaminmangels verhindern.

Soluvit dient zur Deckung des täglichen Bedarfs an wasserlöslichen Vitaminen im Rahmen der künstlichen Ernährung bei Erwachsenen und Kindern.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Soluvit – Trockensubstanz zur Infusionsbereitung ist erforderlich
wenn Sie an einer Entzündung des Sehnervs leiden.

Bei langfristiger Behandlung mit Soluvit – Trockensubstanz zur Infusionsbereitung wird Ihr Arzt Ihre Leberfunktion überprüfen.

Das Arzneimittel enthält Vitamin B. Nach zu schneller i.v. Verabreichung von Vitamin B– Präparaten können in Einzelfällen Schockzustände auftreten. Die gebrauchsfertige Lösung daher langsam und vorsichtig verabreichen.

Bei Anwendung von Soluvit – Trockensubstanz zur Infusionsbereitung mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungs-pflichtige Arzneimittel handelt.

Vitamin Bkann die Wirkung von L-Dopa (Medikament zur Behandlung der Schüttellähmung) herabsetzen.

Wenn Sie gleichzeitig Hydralazin (Medikament zur Behandlung eines erhöhten Blutdrucks), Isoniazid, Cycloserin (Medikamente zur Behandlung der Tuberkulose) oder D-Penicillamin (Medikament zur

Behandlung einer Vergiftung mit Schwermetallen) einnehmen, kann Ihr Bedarf an Vitamin Berhöht sein.

Folsäure kann die Wirkung von krampflösenden Medikamenten (z.B. Phenytoin) verringern.

Wenn Sie gleichzeitig krampflösende Medikamente einnehmen, wird möglicherweise der Plasmaspiegel von Biotin gesenkt.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Ihr Arzt wird entscheiden, ob Soluvit angewendet werden darf.

Mit Soluvit wurden keine präklinischen Untersuchungen durchgeführt. Positive Berichte über die sichere Anwendung von Soluvit in der Schwangerschaft liegen vor.

Stillen kommt aufgrund der Indikation kaum in Frage, ist jedoch nicht kontraindiziert.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Soluvit hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Wie wird es angewendet?

Wenden Sie Soluvit – Trockensubstanz zur Infusionsbereitung immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis für Erwachsene und Kinder über 10 kg Körpergewicht 1 Ampulle pro Tag.
Neugeborene, Säuglinge, Kleinkinder und Kinder unter 10 kg Körpergewicht sollen täglich 1 ml (=1/10 des Ampulleninhalts) pro kg Körpergewicht erhalten.
Damit wird der tägliche Grundbedarf an wasserlöslichen Vitaminen gedeckt.

Der Inhalt einer Ampulle wird nach Auflösung und Verdünnung langsam (über mindestens 1 bis 2 Stunden) in eine Vene infundiert.

Bei Erwachsenen und Kindern über 11 Jahren wird der Inhalt einer Ampulle durch Zugabe von 10 ml Vitalipid für Erwachsene, Intralipid 10 oder 20 %, Wasser für Injektionszwecke, elektrolytfreie Glucoselösung oder Structolipid aufgelöst.

Bei Kindern unter 11 Jahren wird der Inhalt einer Ampulle durch Zugabe von 10 ml Intralipid 10 oder 20 %, Wasser für Injektionszwecke, elektrolytfreie Glucoselösung oder Vitalipid für Kinder (für Kinder über 10 kg Körpergewicht) aufgelöst.
Die Verabreichung der Mischung mit Vitalipid für Kinder wird für Kinder unter 10 kg Körpergewicht nicht empfohlen.

Im Rahmen der ausschließlich künstlichen Ernährung kann Soluvit auch Gesamtnährlösungen zugesetzt werden, die Kohlenhydrate, Fettemulsionen, Aminosäuren, Elektrolyte und Spurenelemente enthalten. Es müssen jedoch Verträglichkeit und Haltbarkeit sichergestellt sein.

Während der Dauer der Infusion muss die Infusionslösung mit dem Soluvit-Zusatz wegen der sonst stattfindenden Photolyse bestimmter Vitamine vor Licht geschützt werden. Bei Verabreichung in einer Fettemulsion dient die natürliche Trübe des Fettes als Lichtschutz.

Beim Mischen mit anderen Arzneimitteln und sonstigen Manipulationen ist auf die Gefahr mikrobieller Kontamination zu achten.

Nur frisch zubereitete Lösungen dürfen verwendet werden.

Nur zur einmaligen Entnahme.
Restmengen sind zu verwerfen.

Über die Dauer der Behandlung entscheidet der Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge von Soluvit – Trockensubstanz zur Infusionsbereitung angewendet haben, als Sie sollten
Über Nebenwirkungen auf Grund einer Überdosierung wasserlöslicher Vitamine wurde nur im Zusammenhang mit hochdosierter Infusion oder Injektion berichtet.

Bisher wurde über Nebenwirkungen auf Grund von Überdosierungen bei Infusion oder Injektion wasserlöslicher Vitamine zur Nahrungsergänzung nichts bekannt.

Wenn Sie die Anwendung von Soluvit – Trockensubstanz zur Infusionsbereitung vergessen haben
Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Dosis vergessen haben.

Wenn Sie die Anwendung von Soluvit – Trockensubstanz zur Infusionsbereitung abbrechen Es sind keine Entzugserscheinungen bekannt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Soluvit – Trockensubstanz zur Infusionsbereitung Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Wenn Sie an einer vermehrten Zerstörbarkeit der roten Blutkörperchen (Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel) leiden, ist nach hohen Dosen Vitamin C eine Auflösung von roten Blutkörperchen (Hämolyse) möglich.

Wenn Sie hohe Dosen Vitamin Büber längere Zeit anwenden, kann dies zu schwerem Nervenleiden (periphere Neuropathien) führen.

Hochdosiertes Vitamin C und auch Folsäure können Störungen des Magen-Darm-Trakts hervorrufen.

Hochdosiertes Vitamin C kann zu einer vermehrten Ausscheidung von Oxalsäure im Urin (Hyperoxalurie) sowie zur Bildung von Nierensteinen (Calcium-Oxalat-Steine) führen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25ºC lagern.
Die Ampullen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Sie dürfen Soluvit – Trockensubstanz zur Infusionsbereitung nicht verwenden, wenn das Behältnis beschädigt ist.

Die Infusion der gebrauchsfertigen Lösung soll innerhalb von 24 Stunden abgeschlossen sein.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


Bewertungen «Soluvit - Trockensubstanz zur Infusionsbereitung»