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«Spirohexal 100 mg - Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Spironolacton hemmt die Wirkung des Nebennierenrindenhormons Aldosteron und die Wirkung anderer Mineralkortikoide der Niere. Aldosteron bewirkt eine Einsparung von Natrium und folglich von Chlorid und Wasser, während Kalium und Wasserstoff vermehrt ausgeschieden werden.
Durch die Aldosteron-hemmende Wirkung von Spirohexal, die gleichzeitig Kaliumverlust ausschließt, eignet es sich besonders zur Ausschwemmung von Ödemen verschiedenen Ursprungs.

Anwendungsgebiete:

  • Conn-Syndrom (Überproduktion von Aldosteron bei Geschwulst der Nebennieren)
  • Aldosteronismus (Überproduktion von Aldosteron) bei folgenden Grundkrankheiten:
  • Leberzirrhose mit Bauchwassersucht und Ödemen - Ödeme durch chronisches Cor pulmonale (Erkrankung des Herzens) mit stark eingeschränkter Atmung
  • durch die Niere bedingte Ödeme
  • Fälle von Bluthochdruck, die sich gegenüber anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln wegen eines Aldosteronismus resistent zeigen

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Spirohexal darf nicht eingenommen werden
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Spironolacton oder einen der sonstigen Bestandteile von Spirohexal sind
bei Hyperkaliämie (zu viel Kalium im Blut)
bei Hyponatriämie (zu wenig Natrium im Blut)

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Spirohexal ist erforderlich
Ihr Arzt kann eine regelmäßige Kontrolle von Natrium, Kalium und Kreatinin im Blutserum sowie des Säure-Basen-Status anordnen. Dies ist besonders wichtig bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion sowie bei Patienten, die gleichzeitig Digitalis oder Kortikosteroide erhalten.
Bei zu starker oder zu rascher Harnausscheidung durch die Nieren oder bei zu raschem Blutdruckabfall ist das Auftreten einer Hyponatriämie (zu wenig Natrium im Blut) und Hypovolämie (zu geringe zirkulierende Menge Blut) möglich.

Spironolacton kann eine Störung diagnostischer Tests (z. B. Digoxin-RIA) verursachen.

Die Anwendung des Arzneimittels Spirohexal kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Bei Einnahme von Spirohexal mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Spironolacton verstärkt die Wirkung von Lithium (zur Behandlung von manisch-depressiven Erkrankungen) und von blutzuckersenkenden Substanzen (Alkohol, Barbiturate, Narkotika, Antihypertensiva).

Die gleichzeitige Gabe von nichtsteroidalen Antiphlogistika (entzündungshemmende Schmerzmittel, z. B. Acetylsalicylsäure, Indometacin) kann die diuretische Wirkung (Förderung der Harnausscheidung) von Spironolacton abschwächen und so zu einem Anstieg von Kalium im Blut führen.
Bei Anwendung von Spironolacton in Kombination mit Kaliumsalzen (z. B. Kaliumchlorid), mit Substanzen, die die Kaliumausscheidung vermindern (kaliumsparende Diuretika wie Triamteren oder Amilorid), mit ACE-Hemmern oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten kann es zu einem Anstieg des Serum-Kaliumspiegels bis hin zu schweren, unter Umständen lebensgefährlichen Hyperkaliämien kommen.

Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern (zur Steigerung des Blutdruckes), Furosemid (Medikament zur Ausschwemmung von Wasser aus dem Körper) und Spironolacton kann ein akutes Nierenversagen auftreten.

Spironolacton und Carbenoxolon (gegen Entzündungen von Schleimhäuten) können sich gegenseitig in ihrer Wirkung beeinträchtigen. Größere Mengen von Lakritze wirken in dieser Hinsicht wie Carbenoxolon.

Die gleichzeitige Anwendung von Digoxin (Herzmittel) und Spironolacton kann zu erhöhten Digoxin-Blutspiegeln führen.

Neomycin kann die Aufnahme von Spironolacton verzögern.

Bei Einnahme von Spirohexal zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Größere Mengen von Lakritze können die Wirkung von Spironolacton beeinflussen.

Schwangerschaft und Stillzeit
Spironolacton darf während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Dieses Arzneimittel kann bei höherer Dosierung das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden kann.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Spirohexal immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die Tabletten sind vor der Mahlzeit mit etwas Flüssigkeit unzerkaut einzunehmen.

Nehmen Sie Spirohexal unbedingt genau nach der Vorschrift Ihres Arztes ein. Die Dosierung hängt vom Ausmaß der Erkrankung ab und muss individuell ermittelt werden.

Erwachsene Anfangsbehandlung über 3 - 6 Tage: 1 - 4-mal täglich 1 Tablette.
Erhaltungstherapie: im Allgemeinen 1 - 2-mal täglich 1 Tablette.

Kinder Anfangsbehandlung über 5 Tage: 3 mg Spironolacton/kg Körpergewicht. Bei Bedarf kann bis 9 mg Spironolacton/kg KG bis zum Eintritt der klinischen Wirkung gesteigert werden. Bei Weiterbehandlung sollte die Dosis unter Erhalt der Wirkung soweit als möglich gesenkt werden.
Kindern sollte Spironolacton nicht länger als 30 Tage verabreicht werden.

Falls eine Dosierung von weniger als 50 mg notwendig sein sollte, muss ein anderes Präparat mit gleicher Wirksubstanz verwendet werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Spirohexal eingenommen haben als Sie sollten Benommenheit, Schläfrigkeit und Verwirrtheitszustände treten vor allem als Folge von zu viel Kalium im Blut auf. Diese verschwinden in der Regel durch Dosisreduktion oder Absetzen des Medikamentes sowie nach Flüssigkeitszufuhr und Elektrolytausgleich. Reizbildungs- und Reizleitungsstörungen am Herzen sowie EKG-Veränderungen können auftreten.
Bedrohliche Hyperkaliämien (zu viel Kalium im Blut) müssen unverzüglich einer Intensivbehandlung zugeführt werden.

Wenn Sie die Einnahme von Spirohexal vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern setzen Sie die Einnahme wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Einnahme von Spirohexal abbrechen
Brechen Sie die Einnahme nicht von sich aus ab, sondern fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung von Spirohexal haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Spirohexal Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Zur Klassifizierung der Häufigkeit von Nebenwirkungen werden folgende Kategorien benutzt: Sehr häufig (>1/10)
Häufig (>1/100, <1/10) <br />Gelegentlich (>1/1.000, <1/100) <br />Selten (>1/10.000, <1/1.000) <br />Sehr selten (<1/10.000)</p>

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Selten: Blutbildveränderungen (Thrombozytopenie durch Spironolacton-induzierte Antikörper und eine Eosinophilie bei Patienten mit Leberzirrhose)
Nicht bekannt:Verminderung der Anzahl einer bestimmten Gruppe von weißen Blutkörperchen (Agranulozytose)

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen Nicht bekannt:Hyponatriämie (zu wenig Natrium im Blut) insbesondere nach ausgiebiger Wasserzufuhr, ebenso eine Hyperkaliämie (zu viel Kalium im Blut). Elektrolytveränderungen können sich als Herzrhythmusstörungen, Müdigkeit, allgemeine Muskelschwäche, Muskelkrämpfe (z. B. Wadenkrämpfe) oder Schwindel bemerkbar machen. Im Zusammenhang mit Hyperkaliämie kann es auch zu Lähmungen kommen.

Erkrankungen des Nervensystems Gelegentlich: Kopfschmerzen, Benommenheit, Schwindel und Verwirrtheit

Gefäßerkrankungen Nicht bekannt: orthostatischen Regulationsstörungen (Anpassen des Blutdruckes beim Aufstehen oder Hinlegen)

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Gelegentlich: Störungen im Magen-/Darm Trakt mit Übelkeit, Erbrechen, Krämpfen und Durchfall sowie Blutungen der Magenschleimhaut und Geschwüre im Magen-/Darm Trakt

Leber- und Gallenerkrankungen Sehr selten:erhöhte Leberwerte mit Ansteigen der Leberenzyme und im Gewebe nachgewiesener Leberentzündung sowie schmerzhafte Knochenerweichung

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Sehr selten:Hautrötung, juckende Hautausschläge, schmetterlingsförmige Hautrötungen im Gesicht und rote juckende Knötchen an der Haut sowie Haarausfall

Erkrankungen der Nieren und Harnwege Nicht bekannt: Spironolacton kann eine hyperchlorämische (zu viel Chlor im Blut) stoffwechselbedingte Übersäuerung induzieren oder verschlechtern.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse Gelegentlich:Menstruationsstörungen, übermäßiger Haarwuchs oder Spannungsgefühl und Schmerzen in beiden Brüsten
Sehr selten:Vergrößerung der Brustdrüse, Potenzstörungen
Untersuchungen Gelegentlich:Erhöhung des Harnsäurespiegels
Nicht bekannt: umkehrbarer Anstieg stickstoffhaltiger harnpflichtiger Stoffe, unerwünschtes Absinken des Blutdrucks

Soziale Umstände Nicht bekannt: Bei beiden Geschlechtern kann es zu Stimmveränderungen kommen (höhere Stimme bei Männern bzw. tiefere bei Frauen), die in der Regel nach Absetzen des Präparates reversibel sind. In seltenen Fällen können Stimmveränderungen bestehen bleiben.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Vor Licht geschützt aufbewahren.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Außenkarton und Blister angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.


Bewertungen «Spirohexal 100 mg - Tabletten»