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«Spirono "Genericon" comp. forte - Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Das Arzneimittel ist eine Kombination aus den Wirkstoffen Spironolacton und Furosemid. Es fördert die Wasserausscheidung über die Niere.

Spironolacton zählt zur Arzneistoffgruppe der kaliumsparenden Diuretika. Es fördert die Ausscheidung von Natrium und hält dafür Kalium im Körper zurück. Das Natrium bindet wiederum Flüssigkeit an sich, so dass auch mehr Wasser ausgeschieden wird.

Furosemid ist ein Entwässerungsmittel aus der Gruppe der Schleifendiuretika. Es hemmt Transportmechanismen der Niere, die die Mineralstoffe zurück ins Blut befördern. Auf diese Weise fördert es die Ausscheidung von Natrium, Kalium, Chlorid, Magnesium und Calzium. Jede dieser Substanzen bindet Flüssigkeit an sich, so dass auch vermehrt Wasser ausgeschieden wird - die Harnmenge steigt.

Während Furosemid zur verstärkten Ausscheidung von Kalium führt, hält Spironolacton Kalium im Körper zurück - der Kaliumspiegel im Blut bleibt annähernd gleich.

Spirono Genericon comp. forte – Tabletten sind ein harntreibendes Arzneimittel und werden angewendet bei krankhaften Flüssigkeitsansammlungen (Ödeme) im Körper verschiedener Ursache oder bei Störungen des Elektrolythaushaltes durch Aldosteronismus, wenn bisherige Behandlungsmaßnahmen nicht ausreichen:

  • Herzschwäche ohne oder mit Flüssigkeitsansammlungen und Stauungszeichen [Rechtsherzversagen mit andauernder Einschränkung der Atemfunktion (Cor pulmonale)]
  • Bauchwassersucht durch Lebererkrankungen (z.B. Leberschrumpfung)
  • Flüssigkeitsansammlungen bei Nierenerkrankungen oder unbekannter Ursache

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Spirono Genericon comp. forte – Tabletten dürfen nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich gegenüber Spironolacton und/oder Furosemid oder einen der sonstigen Bestandteile von Spirono Genericon comp. – Tabletten sind
  • Schwerem Natrium-Mangel im Blut (Hyponatriämie), Kaliummangel oder Kaliumüberschuss im Blut, zu starker Abnahme der Blutflüssigkeit (Hypovolämie) und zu starker Blutdruckerniedrigung (Hypotonie), solange diese nicht ausgeglichen sind
  • Nierenfunktionsstörung mit stark verminderter Harnausscheidung (Oligo-Anurie)
  • akutem Nierenversagen
  • durch Leberversagen bedingter Zustand mit neuropsychiatrischer Störung bis zur Bewusstlosigkeit (Coma hepaticum)

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Spirono Genericon comp. forte – Tabletten ist erforderlich,
wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, schwanger sind oder stillen.

Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich bei:

  • alten Patienten
  • Nierenfunktionseinschränkung leichteren Grades (Kreatinin-Clearance 30-80 ml/min bzw. Serumkreatinin zwischen 1,3 und 1,8 mg/dl) - Übersäuerung des Blutes (Azidose)
  • bereits bestehender oder bisher nicht in Erscheinung getretener Zuckerkrankheit (manifester oder latenter Diabetes mellitus); regelmäßige Kontrolle des Blutzuckers ist erforderlich
  • gleichzeitiger Kaliumgabe bzw. Gabe anderer kaliumsparender Diuretika
  • Gicht (regelmäßige Kontrolle der Harnsäure im Serum)
  • Harnabflussbehinderung (z. B. Prostatahypertrophie)
  • bestimmter Nierenerkrankung (nephrotisches Syndrom)
  • Leberzirrhose und gleichzeitiger Nierenfunktionseinschränkung
  • Durchblutungsstörungen der Hirnblutgefäße (zerebrovaskuläre Durchblutungsstörungen)
  • koronarer Herzkrankheit
  • akutem Herzinfarkt
  • Gehörschwäche
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse (auch in der Vorgeschichte)
  • bestimmter Form des Hautausschlages im Gesicht (Lupus erythematodes) (auch in der Vorgeschichte)
  • Frühgeborenen

Bei starker Harnausscheidung oder zu rascher Blutdrucksenkung kann es zu Beginn der Behandlung zu Kreislaufbeschwerden wie Kopfdruck, Schwindel, Sehstörungen und Verminderung der Konzentrationsfähigkeit kommen.
Bei länger dauernder Anwendung und eingeschränkter Nierenfunktion sind regelmäßige Laborkontrollen, wie z.B. die Kontrolle des Mineralhaushaltes (insbesondere von Kalium, Natrium), der Harnsäure und anderer harnpflichtiger stickstoffhaltiger Substanzen sowie des Säure-Basen-Status, der Stoffwechsellage bei Diabetikern und Nieren- und Leberfunktion angezeigt.

Zu Beginn einer Kombinationsbehandlung von Spirono Genericon comp. forte – Tabletten mit "ACE-Hemmern" kann aufgrund der sich verstärkenden Wirkung eine ausgeprägte

Blutdrucksenkung auftreten. Bei der Einstellung wird Sie Ihr Arzt, besonders bei Vorliegen einer Herzmuskel schwäche, sorgfältig überwachen. Dies gilt auch bei einer gegebenenfalls notwendigen Dosissteigerung.

Eine extreme Zunahme der Harnausscheidung kann zu Austrocknung, Kreislaufkollaps, Gefäßverengung bzw. –verschluss, besonders bei älteren Patienten führen.

Leberzirrhose und Flüssigkeitsansammlung im Bauch: Behandlungsbeginn im Spital, da eine Überwachung notwendig ist.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion wird bei zunehmendem Anstieg des Harnstoffs im Blut und Abnahme der Harnmenge Ihr Arzt die Behandlung absetzen.

Über das Auftreten von Nebenwirkungen und den Eintritt einer Schwangerschaft ist der Arzt zu informieren.

Doping-Test:
Die Anwendung des Arzneimittels Spirono Genericon comp. forte – Tabletten kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Bei Einnahme von Spirono Genericon comp. forte – Tabletten mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin oder Ihren Apotheker/Ihre Apothekerin, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Verschiedene Medikamente (auch Alkohol) können zu einer gegenseitigen Wirkungsverstärkung oder –abschwächung führen. Fragen Sie daher Ihren Arzt/Ihre Ärztin, wenn Sie gleichzeitig eines der nachstehenden Medikamente anwenden:

Die gleichzeitige Anwendung von Spirono Genericon comp. forte – Tabletten und kaliumhaltigen Präparaten, ACE-Hemmern (z. B. Captopril, Enalapril) oder kaliumsparenden Arzneimitteln (Triamteren, Amilorid) kann zu stark erhöhtem Kalium-Gehalt des Blutes (schwere Hyperkaliämie) führen.

Bei der gleichzeitigen Anwendung der Monosubstanz Spironolacton und kaliumhaltigen Präparaten, ACE-Hemmern oder kaliumsparenden Arzneimitteln wurden tödlich verlaufende Erhöhungen des Kaliumgehaltes im Blut (Hyperkaliämien) beobachtet.

Die Kombination von ACE-Hemmern mit Spironolacton und Furosemid kann zu einem akuten Nierenversagen führen.

Die Kombination von nichtsteroidalen Antiphlogistika mit Spironolacton kann zu einem Anstieg des Kaliumgehaltes im Blut (Hyperkaliämie) führen. Nichtsteroidale Antiphlogistika (z. B. Indometacin) sowie Probenecid und Acetylsalicylsäure können die Wirkung von Spirono Genericon comp. forte – Tabletten abschwächen.
Bei Patienten, die unter Therapie mit Spirono Genericon comp. forte – Tabletten eine Verminderung der zirkulierenden Blutmenge (Hypovolämie) entwickeln, kann die gleichzeitige Gabe von nichtsteroidalen Antiphlogistika ein akutes Nierenversagen auslösen.

Die gleichzeitige Anwendung von Spirono Genericon comp. forte – Tabletten und Glukokortikoiden, Carbenoxolon oder Laxanzien kann zu verstärkten Kaliumverlusten führen.

Die zeitgleiche Einnahme von Spirono Genericon comp. forte – Tabletten und Sucralfat ist zu vermeiden, da Sucralfat die Aufnahme von Furosemid vermindert und somit dessen Wirkung abschwächt.

Neomycin kann die Resorption von Spironolacton verzögern.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit herzwirksamen Glykosiden ist zu beachten, dass bei einem sich unter Therapie mit Spirono Genericon comp. forte – Tabletten entwickelnden Kaliummangelzustand (Hypokaliämie) und/oder Magnesiummangelzustand (Hypomagnesiämie) die Empfindlichkeit des Herzmuskels (Myokards) gegenüber herzwirksamen Glykosiden erhöht ist.

Spironolacton kann über eine Verlängerung der Digoxin-Halbwertszeit zu erhöhten Konzentrationen des herzwirksamen Glykosids Digoxin im Blutplasma führen. Eine Beeinflussung der RIA-Bestimmung der Digoxin-Konzentration im Blut durch Spironolacton ist möglich.

Die Wirkung von Theophyllin (bronchialmuskelentspannender Arzneistoff) oder curareartigen Muskelrelaxanzien (Arzneistoffe zur Muskelentspannung während der Narkose) kann durch Furosemid verstärkt werden.

Spironolacton kann die Wirkung von Carbenoxolon vermindern.

Die gehörschädigende Wirkung (Ototoxizität) von Aminoglykosiden oder Cisplatin kann bei gleichzeitiger Gabe von Furosemid verstärkt werden. Auftretende Hörstörungen können nicht wieder rückgängig (irreversibel) sein.

Die gleichzeitige Anwendung der vorgenannten Arzneimittel sollte daher vermieden werden.

Furosemid kann die schädigenden Effekte nierenschädigender (nephrotoxischer) Antibiotika (z. B. Aminoglykoside, Cephalosporine, Polymyxine) verstärken.

Die Wirkung anderer harntreibender und blutdrucksenkender Arzneimittel kann durch Spirono Genericon comp. forte – Tabletten verstärkt werden.

Massive Blutdruckabfälle bis zum Schock wurden insbesondere in Kombination mit ACE-Hemmern beobachtet.

Die Wirkung von Antidiabetika oder pressorischen Aminen (z. B. Epinephrin, Norepinephrin) kann bei gleichzeitiger Anwendung von Furosemid abgeschwächt sein.

Die gleichzeitige Gabe von Furosemid und Lithium führt über eine verminderte Lithiumausscheidung zu einer Verstärkung der herz- und nervenschädigenden (kardio- und neurotoxischen) Wirkung des Lithiums.

Die Toxizität hochdosierter Salicylate kann bei gleichzeitiger Anwendung von Furosemid verstärkt werden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen. Spirono Genericon comp. forte – Tabletten dürfen während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, da es Hinweise auf Störungen im Hormonhaushalt des Kindes durch den Wirkstoff Spironolacton gibt.

Spirono Genericon comp. forte – Tabletten dürfen in der Stillzeit nicht eingenommen werden bzw. es sollte abgestillt werden, wenn eine Anwendung unbedingt erforderlich ist, da die Wirkstoffe oder deren Abbauprodukte in die Muttermilch übergehen. Furosemid hemmt den Milchfluss!

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt/Ihre Ärztin oder Ihren Apotheker/Ihre Apothekerin um Rat.

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Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Achtung: Diese Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen. Daher sollten Sie weder ein Fahrzeug lenken nach Maschinen bedienen, bevor Ihr Arzt Ihre eventuelle persönliche Beeinträchtigung beurteilt hat.

Wie wird es angewendet?

EINZUNEHMEN?
Nehmen Sie Spirono Genericon comp. forte – Tabletten immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Ihrem Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Durch die unterschiedliche Spironolactondosis (50 mg bzw. 100 mg) in Spirono Genericon comp. – Tabletten und Spirono Genericon comp. forte – Tabletten wird dem unterschiedlichen Schweregrad des erhöhten Körper-Aldosterongehaltes (Aldosteronismus) Rechnung getragen, wobei bei Herzschwäche ohne Stauungszeichen die niedrige, bei allen anderen Indikationen die höhere Spironolactondosis empfohlen wird.

Falls von dem Arzt nicht anders verordnet, gelten für Erwachsene im Allgemeinen folgende Dosierungen:

Je nach Schwere des Krankheitsbildes kann die Dosis von dem Arzt auf 4 Tabletten (Anfangsdosis) bzw. 3 Tabletten (Erhaltungsdosis) pro Tag gesteigert werden.

Art der Anwendung
Die Tabletten sind unzerkaut mit etwas Flüssigkeit einzunehmen.
Die Einnahme erfolgt am besten zum Frühstück und/oder Mittagessen.

Wenn Sie eine größere Menge Spirono Genericon comp. forte – Tabletten eingenommen haben als Sie sollten
Sollten Sie mehr als die verordnete Menge der Tabletten eingenommen haben, ist der Arzt sofort zu informieren.

Symptome einer Intoxikation
Das klinische Bild bei akuter oder chronischer Überdosierung ist vom Ausmaß des Wasser- und Elektrolytverlustes abhängig.
Überdosierung kann zu vermindertem Blutdruck und Kreislaufstörungen beim Wechsel vom Liegen zum Stehen, Elektrolytstörungen oder Alkalose führen.
Bei stärkeren Flüssigkeitsverlusten kann es zu „Entwässerung“ und als Folge einer verminderten zirkulierenden Blutmenge zu Verwirrtheit und Benommenheit, zum Kreislaufkollaps und zur Bluteindickung mit Thromboseneigung kommen.
Bei raschen Wasser- und Elektrolytverlusten können delirante Zustandsbilder auftreten. Selten tritt ein anaphylaktischer Schock (Symptome: Schweißausbrüche, Übelkeit, Zyanose, starker Blutdruckabfall, Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma u. a.) auf.

Information für den Arzt Therapie von Intoxikationen
Bei Überdosierung oder Anzeichen einer Hypovolämie muss die Behandlung mit Spirono Genericon comp. forte – Tabletten sofort abgesetzt werden.
Bei nur kurzer Zeit zurückliegender oraler Aufnahme empfehlen sich Maßnahmen der primären Giftelimination (induziertes Erbrechen, Magenspülung) und resorptionsmindernde Maßnahmen (medizinische Kohle).

In schweren Fällen müssen die vitalen Parameter überwacht sowie wiederholt Kontrollen des Wasser- und Elektrolythaushaltes, des Säure-Basen-Haushaltes, des Blutzuckers und der harnpflichtigen Substanzen durchgeführt und Abweichungen gegebenenfalls korrigiert werden.
Bei Patienten mit Harnentleerungsstörungen (z. B. Prostatiker) ist, da eine plötzlich einsetzende Harnflut zu einer Harnsperre mit Überdehnung der Blase führen kann, für freien Harnabfluss unbedingt Sorge zu tragen.

Wenn Sie die Einnahme von Spirono Genericon comp. forte – Tabletten vergessen haben
Sollten Sie im Verlauf der Behandlung die Einnahme von Spirono Genericon comp. forte – Tabletten vergessen haben, setzen Sie wie verordnet fort. Sie dürfen keinesfalls die doppelte Menge einnehmen.

Wenn Sie die Einnahme von Spirono Genericon comp. forte – Tabletten abbrechen Wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder beenden wollen, sprechen Sie bitte vorher mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin oder Ihren Apotheker/Ihre Apothekerin.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel können Spirono Genericon comp. forte – Tabletten Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt/Ihre Ärztin oder Ihren Apotheker/Ihre Apothekerin, wenn eine der angeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angeführt sind.

Bei längerandauernder Therapie mit Spirono Genericon comp. forte – Tabletten kann es - insbesondere bei eingeschränkter Nierenfunktion - als Folge der vermehrten Flüssigkeits- und Elektrolytausscheidung zu Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt kommen. Vorwiegend auftretende Elektrolytstörungen sind erhöhte Kaliumwerte und Natriummangelzustände. Zu Behandlungsbeginn kann es infolge übermäßiger Kaliumausscheidung zu Kaliummangelzuständen kommen. Daher sind regelmäßige Kontrollen der Serumelektrolyte (insbesondere Kalium, Natrium und Kalzium) angezeigt. Störungen im Säure-Basen-Haushalt sind möglich.

Bei übermäßiger Harnausscheidung können Kreislaufbeschwerden auftreten, die sich vor allem als Kopfschmerz, Schwindel, Sehstörungen, Mundtrockenheit und Durst, verminderter Blutdruck und Kreislaufstörungen mit vermindertem Blutdruck beim Wechsel vom Liegen zum Stehen äußern. Bei exzessiver Diurese kann es zu „Entwässerung“ und als Folge einer verminderten zirkulierenden Blutmenge zum Kreislaufkollaps und zur Bluteindickung (Hämokonzentration) kommen. Als Folge der Hämokonzentration kann - insbesondere bei älteren Patienten - eine erhöhte Neigung zu Thrombosen auftreten.

Infolge erhöhter Natriumverluste über die Niere kann es - insbesondere bei eingeschränkter Zufuhr von Salz (Natriumchlorid) - zu Natriummangelzuständen mit entsprechender Symptomatik kommen. Häufig beobachtete Symptome eines Natriummangelzustandes sind Teilnahmslosigkeit, Wadenkrämpfe, Appetitlosigkeit, Schwächegefühl, Schläfrigkeit, Erbrechen und Verwirrtheitszustände.

Als Folge der Elektrolytstörungen im Blut kann es zu Herzrhythmusstörungen, Blutdruckabfall, Müdigkeit, Benommenheit und Muskelschwäche kommen.

Nach Einnahme von hohen Dosen wurden extreme Schläfrigkeit und Verwirrtheitszustände beobachtet.

Insbesondere bei gleichzeitig verminderter Kaliumzufuhr und/oder erhöhten extrarenalen Kaliumverlusten (z. B. bei Erbrechen oder chronischem Durchfall) kann zu Behandlungsbeginn als Folge erhöhter renaler Kaliumverluste ein Kaliummangelzustand auftreten, der sich in neuromuskulärer (Muskelschwäche, Missempfindungen, Lähmungen), intestinaler (Erbrechen, Verstopfung, übermäßige Gasansammlung im Magen-Darm-Trakt), renaler (übermäßige Harnausscheidung, krankhaft gesteigertem Durstgefühl mit übermäßiger Flüssigkeitsaufnahme) und kardialer (Reizbildungs- und Reizleitungsstörungen) Symptomatik äußert. Schwere Kaliumverluste können zu einer Darmlähmung oder zu Bewusstseinsstörungen bis zum Koma führen.

Häufig kommt es unter Therapie mit Spirono Genericon comp. – Tabletten zu erhöhten Harnsäurespiegeln im Blut. Dies kann bei entsprechend veranlagten Patienten zu Gichtanfällen führen.

Bei Patienten mit bereits bestehender Zuckerkrankheit (manifester Diabetes mellitus) kann die Stoffwechsellage verschlechtert werden. Eine bisher nicht in Erscheinung getretene Zuckerkrankheit (latenter Diabetes mellitus) kann in Erscheinung treten.

Unter Spirono Genericon comp. – Tabletten kann ein Anstieg der Blutfette (Cholesterol, Triglyceride) im Serum auftreten und ein vorübergehender Anstieg der harnpflichtigen Substanzen (Kreatinin, Harnstoff) im Serum beobachtet werden.

Unter der Behandlung mit Spirono Genericon comp. forte – Tabletten können gelegentlich allergische Reaktionen auftreten. Diese können als fieberhafte Zustände, Hautreaktionen (z. B. Rötung, Juckreiz, Exantheme, Photosensibilität), Entzündungen der Blutgefäße, Nierenentzündungen, Verminderung der Thrombozytenzahl, Verminderung der Leukozytenzahl oder Blutarmut durch vermehrten Zerfall roter Blutkörperchen, selten als hochgradige Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen mit Infektneigung und schweren Allgemeinsymptomen in Erscheinung treten. Eine aplastische Anämie nach Furosemid ist selten.

Ein Lupus-erythematodes-artiges Syndrom wurde beschrieben.

Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe, Obstipation) treten gelegentlich auf. Magen-Darmgeschwüre (auch mit Blutungen) sind selten beschrieben.

Furosemid kann über erhöhte renale Kalziumverluste zu einem Kalziummangelzustand führen. Dieser kann in seltenen Fällen einen Zustand neuromuskulärer Übererregbarkeit auslösen.

Bei Frühgeborenen, die mit Furosemid behandelt werden, können sich Nierensteine und/oder Kalkablagerungen im Nierengewebe entwickeln.

Bei Frühgeborenen mit Atemnotsyndrom kann eine entwässernde Behandlung mit Furosemid in den ersten Lebenswochen das Risiko eines persistierenden Ductus arteriosus Botalli erhöhen.

Unter Furosemid wurde bei erhöhten renalen Magnesiumverlusten als Folge eines Magnesiummangelzustandes in seltenen Fällen eine Tetanie oder das Auftreten von Herzrhythmusstörungen beobachtet.

Unter der Behandlung mit Furosemid können gelegentlich allergische Hautreaktionen als bullöse Exantheme, Purpura, Erythema multiforme und Dermatitis exfoliativa in Erscheinung treten.

Ein anaphylaktischer Schock nach Furosemid ist selten und bisher nur nach intravenöser Applikation von Furosemid beobachtet worden.

In seltenen Fällen kommt es - bedingt durch die gehörschädigende Wirkung (Ototoxizität) von Furosemid – zu meist reversiblen Hörstörungen. Mit dieser Möglichkeit ist vor allem bei zu schneller i.v.-Injektion - insbesonders bei gleichzeitigem Vorliegen einer Niereninsuffizienz

  • zu rechnen.

Zustände mit erhöhtem Blutzucker kommen häufig unter der Behandlung mit Furosemid vor.

Es liegen einzelne Beobachtungen von akut auftretender Bauchspeicheldrüsenentzündung vor, an denen eine mehrwöchige Behandlung mit Furosemid ursächlich beteiligt zu sein scheint.

Symptome einer Harnabflussbehinderung (z. B. bei Prostatahypertrophie, Hydronephrose, Ureterstenose) können durch Furosemid auftreten bzw. verschlechtert werden.

Die Angabe über die Häufigkeit von Nebenwirkungen von Spironolacton liegt bei 20 %. Unter der Gabe von Spironolacton als Monosubstanz werden insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion häufig bedrohliche Erhöhungen des Blutkaliumgehaltes beobachtet, die bis zum Auftreten von Muskellähmungserscheinungen führen können.

Unter Spironolacton kann gelegentlich eine Ataxie (Störung der Bewegungsabläufe) auftreten.

Spironolacton kann wegen seiner chemischen Ähnlichkeit mit Geschlechtshormonen dosisabhängig bei Mann und Frau zu gesteigerter Berührungsempfindlichkeit der Brustwarzen, häufig zu reversibler Gynäkomastie oder Mastodynie (zum Teil schmerzhafte Vergrößerung der Brustdrüse, auch beim Mann) sowie in sehr seltenen Fällen zu Veränderungen der Stimme in Form von Heiserkeit, Vertiefung (bei Frauen) oder Erhöhung (bei Männern) der Stimmlage führen. Eine Veränderung der Stimmlage geht bei manchen Patienten auch nach Absetzen des Arzneimittels nicht zurück.
Deshalb ist die therapeutische Notwendigkeit gegenüber diesem Risiko abzuwägen, insbesondere bei Personen mit Berufen, in denen die Stimme eine besondere Bedeutung hat (z. B. Theater-, Lehrberufe).

Bei der Frau können durch Spironolacton gelegentlich Menstruationsstörungen, wie z. B. Zwischenblutungen, in seltenen Fällen Amenorrhoe (Ausbleiben der Regelblutung) und Hirsutismus (männlicher Behaarungstypus bei Frauen) auftreten. Beim Mann können Potenzstörungen auftreten.

Spironolacton kann eine hyperchlorämische metabolische Azidose (Übersäuerung des Blutes) hervorrufen oder verschlechtern.

Unter der Therapie mit Spironolacton kann bei Patienten mit Leberzirrhose selten eine Eosinophilie auftreten.

Unter der Behandlung mit Spironolacton wurden Magen- Darm-Krämpfe beobachtet.

Unter der Behandlung mit Spironolacton sind in Einzelfällen Nesselausschlag (Urtikaria), Erythema anulare sowie Lichen ruber planus-ähnliche Hautveränderungen beschrieben worden.

Eine leberschädigende Wirkung (Hepatotoxizität) mit Ansteigen der Leberenzyme und durch Gewebeuntersuchung nachgewiesene Leberentzündung sind unter Spironolacton in Einzelfällen beschrieben.

Ebenso sind nach Spironolactongabe Einzelfälle von Knochenerweichung (Osteomalazie) und Haarausfall bis zur Haarlosigkeit (Alopezie) beschrieben worden.

Wie soll es aufbewahrt werden?

AUFZUBEWAHREN?
Nicht über 25° C lagern. Lichtschutz erforderlich, Arzneimittel daher in der Außenverpackung aufbewahren.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach "Verw. bis" angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzen Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker/Ihre Apothekerin wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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