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«Suboxone 8 mg/2 mg Sublingualtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Dieses Arzneimittel ist zur Behandlung der Opioidabhängigkeit bestimmt.

Suboxone wird im Rahmen medizinischer, sozialer und psychotherapeutischer Maßnahmen bei opioidabhängigen (betäubungsmittelabhängigen) Patienten eingesetzt. Die Behandlung wird von Ärzten, die Spezialisten in der Behandlung von Arzneimittelabhängigkeit sind, verschrieben und überwacht.

Die Therapie mit Suboxone Sublingualtabletten ist zur Behandlung von Erwachsenen und Jugendlichen über 15 Jahre bestimmt.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Suboxone darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Buprenorphin, Naloxon oder einen der sonstigen Bestandteile von Suboxone sind,
  • wenn Sie schwere Atemprobleme haben,
  • wenn Sie schwere Probleme mit Ihrer Leber haben,
  • wenn Sie stark alkoholisiert sind oder wenn ein Delirium tremens bei Ihnenbesteht.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Suboxone ist erforderlich Nicht bestimmungsgemäßer Gebrauch und Missbrauch
Einige Menschen starben infolge eines Atmungsversagens (Atemstillstand), da sie Buprenorphin missbräuchlich oder zusammen mit anderen das zentrale Nervensystem dämpfenden Stoffen wie Alkohol, Benzodiazepinen (Tranquilizern) oder anderen Opioiden anwendeten.

Im Zusammenhang mit einer missbräuchlichen Anwendung, insbesondere bei intravenöser Anwendung oder bei Anwendung einer hohen Dosis, wurden Fälle einer akuten Leberschädigung (Leberprobleme) beschrieben. Diese Schädigungen könnten auf besondere Umstände, wie Virusinfektionen (chronische Hepatitis C), Alkoholmissbrauch, Magersucht (Anorexie) oder die Anwendung von
Arzneimittelkombinationen (z. B. antiretrovirale Nukleosidanaloga, Acetylsalicylsäure, Amiodaron, Isoniazid, Valproat) zurückzuführen sein. Wenn bei Ihnen Symptome wie eine schwere Müdigkeit oder Juckreiz auftreten oder bei einer Gelbfärbung Ihrer Haut oder Ihrer Augen, informieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt, damit Sie eine geeignete Behandlung erhalten können.

Dieses Arzneimittel kann Entzugssymptome hervorrufen, wenn Sie es weniger als 6 Stunden nach der Anwendung eines Betäubungsmittels (z. B. Morphin, Heroin) oder weniger als 24 Stunden nach der Anwendung von Methadon anwenden.

Dieses Arzneimittel kann Schläfrigkeit hervorrufen, die durch Alkohol oder die Einnahme von Angstlösern verstärkt werden könnte.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn

  • Sie vor kurzem eine Kopfverletzung oder eine Erkrankung des Gehirns hatten.
  • Sie einen niedrigen Blutdruck haben.
  • Sie als Mann Erkrankungen der Harnwege haben (insbesondere in Zusammenhang mit einer Prostatavergrößerung).

Dieses Arzneimittel kann Schmerzen, die Anzeichen einiger Erkrankungen sind, verschleiern. Vergessen Sie nicht, Ihren Arzt zu informieren, wenn Sie dieses Arzneimittel anwenden.

Bei Anwendung dieses Arzneimittels kann es zu einem plötzlichen Blutdruckabfall kommen, der Schwindel hervorruft, wenn Sie plötzlich aus dem Sitzen oder dem Liegen aufstehen.

Dieses Arzneimittel kann süchtig machen.

Sportler müssen sich der Tatsache bewusst sein, dass es durch den Wirkstoff zu positiven „Dopingtests“ kommen kann.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn bei Ihnen

  • ein Asthma bronchiale oder sonstige Atemprobleme vorliegen.
  • eine Nierenerkrankung vorliegt.
  • eine Lebererkrankung vorliegt.

Bei Anwendung von Suboxone mit anderen Arzneimitteln
Bei Anwendung von Suboxone zusammen mit anderen Arzneimitteln könnten die Nebenwirkungen von Buprenorphin verstärkt werden. Die Anwendung der folgenden Arzneimittel muss sorgfältig überwacht werden:

  • Tranquilizer
  • Angstlöser (so genannte Anxiolytika)
  • Antidepressiva
  • Benzodiazepine
  • Einige Arzneimittel, die zur Behandlung von Bluthochdruck angewendet werden.

Wenn Ihnen Ihr Arzt Benzodiazepine verordnet, dürfen Sie nicht mehr als die verordnete Dosis anwenden. Die Anwendung von Suboxone zusammen mit Benzodiazepinen (Arzneimittel zur Behandlung von Angstzuständen oder Schlafstörungen) kann zum Tod durch Atmungsversagen führen.

Die nachfolgend aufgeführten Arzneimittel können die Buprenorphin-Konzentrationen im Blut erhöhen. Daher muss die Anwendung dieser Arzneimittel zusammen mit Suboxone engmaschig überwacht werden. In einigen Fällen kann es erforderlich sein, dass Ihr Arzt die Dosis reduziert:

  • antiretrovirale Arzneimittel (Ritonavir, Nelfinavir, Indinavir)
  • Ketoconazol
  • Itraconazol.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei Anwendung von Suboxone zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Wenden Sie Suboxone nicht zusammen mit alkoholischen Getränken an, da Alkohol die durch Suboxone hervorgerufene Benommenheit verstärken könnte.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Sie sollten Suboxone nicht während der Schwangerschaft anwenden. Informieren Sie Ihren Arzt wenn Sie schwanger sind oder beabsichtigen, schwanger zu werden. Er wird entscheiden, ob Ihre Behandlung mit einer alternativen Medikation fortgeführt werden soll.

Da dieses Arzneimittel in die Muttermilch übergehen und Nebenwirkungen bei dem gestillten Kind verursachen kann, sollten Sie während der Behandlung mit Suboxone nicht stillen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Unter der Anwendung von Suboxone kann es zu Benommenheit kommen. Wenn Sie sich müde fühlen, dürfen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen und keine Maschinen bedienen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Suboxone
Suboxone enthält Lactose. Wenn Ihnen Ihr Arzt mitgeteilt hat, dass Sie an einer Unverträglichkeit gegenüber einigen Zuckern leiden, wenden Sie sich an Ihren Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel anwenden.

Wie wird es angewendet?

Die sublinguale Anwendung ist die einzige wirksame Art der Anwendung für dieses Arzneimittel. Sie dürfen die Tabletten nicht schlucken.

Halten Sie die Tabletten-Dosis bis zur Auflösung unter der Zunge. Dies kann 5 bis 10 Minuten dauern.

Wenden Sie die Dosis einmal täglich an.

Ihr Arzt bestimmt die für Sie am besten geeignete Dosis. Während Ihrer Behandlung wird der Arzt – abhängig von Ihrem Ansprechen – möglicherweise die Dosierung anpassen. Um den größtmöglichen Nutzen aus der Behandlung mit Suboxone zu ziehen, müssen Sie Ihren Arzt über alle Arzneimittel informieren, die Sie anwenden, einschließlich Alkohol, alkoholhaltiger Arzneimittel, Straßendrogen und aller verschreibungspflichtigen Arzneimittel, die Sie anwenden und nicht von Ihrem Arzt verordnet bekommen haben.

Nach der ersten Dosis von Suboxone kann es zu Opioid-Entzugssymptomen kommen, siehe Abschnitt 4 „WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?“.

Behandlungsdauer

Die Behandlungsdauer wird für Sie persönlich von Ihrem Arzt bestimmt.
Nachdem Sie eine Zeit lang erfolgreich behandelt wurden, kann der Arzt die Dosis allmählich auf eine niedrigere Erhaltungsdosis reduzieren. Abhängig von Ihrem Zustand kann die Suboxone-Dosis unter sorgfältiger ärztlicher Überwachung weiter reduziert werden, bis die Therapie schließlich beendet werden kann.
Ohne vorherige Zustimmung Ihres behandelnden Arztes dürfen Sie die Behandlung auf keine Weise ändern oder abbrechen.

Die Wirksamkeit dieser Behandlung ist abhängig von:

  • der Dosis,
  • in Kombination mit dem medizinischen, psychotherapeutischen und sozialen Rahmenprogramm.

Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Suboxone zu stark oder zu schwach ist, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie eine größere Menge von Suboxone angewendet haben, als Sie sollten
Im Falle einer Überdosierung von Buprenorphin müssen Sie sofort zur Behandlung eine Notaufnahme oder eine Klinik aufsuchen oder dorthin gebracht werden.
Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie die Anwendung von Suboxone vergessen haben
Wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Wenn Sie die Anwendung von Suboxone abbrechen
Bei einem plötzlichen Therapieabbruch kann es zu Entzugssymptomen kommen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Suboxone Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Nach der ersten Dosis von Suboxone kann es zu einigen Opioid-Entzugssymptomen kommen, siehe Abschnitt 3 „WIE IST SUBOXONE ANZUWENDEN?“.

Sehr häufige Nebenwirkungen (treten bei mindestens 1 von 10 Patienten auf) die mit Suboxone auftreten können:
Schlaflosigkeit, Verstopfung, Übelkeit, Schwitzen, Kopfschmerzen, Entzugssyndrom.

Unter der Behandlung mit Suboxone können die folgenden häufigen Nebenwirkungen (bei mindestens einem von 100 Patienten) auftreten: Gewichtsabnahme, Schwellung (der Hände und der Füße), Müdigkeit, Benommenheit, Angst, Nervosität, Kribbeln, Depressionen, verminderte Libido, Muskelkrämpfe, abnormes Denken, Tränenflussstörung, Schleiersehen, Hitzewallung, erhöhter Blutdruck, Migräne, Nasenlaufen, Halsschmerzen und schmerzhaftes Schlucken, verstärkter Husten, Magenverstimmung, Durchfall, Leberfunktionsstörung, Appetitlosigkeit, Blähungen, Erbrechen, Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht, Schmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Krämpfe in den Beinen, Impotenz, Harnveränderung, Bauchschmerzen, Rückenschmerzen, Schwäche, Infektion, Schüttelfrost, Schmerzen im Brustkorb, Fieber, grippeähnliches Syndrom, allgemeines Missbefinden, versehentliche Verletzung, Ohnmacht und Schwindel, Blutdruckabfall beim Aufstehen aus dem Sitzen oder dem Liegen.

An gelegentlichen Nebenwirkungen (bei mindestens 1 von 1.000 Patienten) treten unter Suboxone auf: Schwellung der Drüsen (Lymphknoten), Agitiertheit, Zittern (Tremor), abnorme Träume, übermäßige Muskelaktivität, Depersonalisierung (Entfremdungsgefühl), Arzneimittelabhängigkeit, Amnesie (Gedächtnisstörungen), Interessenverlust, übertriebenes Gefühl des Wohlbefindens, Krämpfe (Anfälle), Sprachstörungen, kleine Pupillengröße, Probleme mit dem Wasserlassen, Bindehautentzündung, beschleunigter oder langsamer Herzschlag, Blutdruckerniedrigung, Herzklopfen, Herzinfarkt (Herzanfall), Atemnot, Asthma bronchiale, Gähnen, Schmerzen und wunde Stellen im Mund, Verfärbung der Zunge, Akne, Hautknoten, Haarausfall, Hauttrockenheit oder Abschuppen der Haut, Entzündung der Gelenke, Harnwegsinfektion, Blut im Urin, Ejakulationsstörungen, Menstruations- oder Vaginalprobleme, Nierensteine, Wärme- oder Kälteempfindlichkeit, allergische Reaktion, Feindseligkeit.

In seltenen Fällen (bei mindestens 1 von 10.000 Patienten) sind unter der alleinigen Anwendung von Buprenorphin die folgenden Nebenwirkungen aufgetreten:

  • Atemdepression (schwere Atemprobleme): siehe „Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Suboxone ist erforderlich“;
  • Leberprobleme mit oder ohne Gelbsucht: siehe „Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Suboxone ist erforderlich“;
  • Halluzinationen.

Bei einer missbräuchlichen Anwendung dieses Arzneimittels mittels Injektion kann es zu Entzugs-symptomen, Infektionen, anderen Hautreaktionen und zu möglicherweise schweren Leberproblemen kommen. Siehe den Abschnitt „Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Suboxone ist erforderlich“.

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen Suboxone nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


Bewertungen «Suboxone 8 mg/2 mg Sublingualtabletten»