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«Sumatriptan Sandoz 100 mg - Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Sumatriptan Sandoz ist ein Migränemittel.

Sumatriptan Sandoz empfiehlt sich zur akuten Behandlung einer Migräneattacke mit und ohne Aura.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Sumatriptan Sandoz darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Sumatriptan, einen der sonstigen Bestandteile der Filmtabletten oder gegen Sulfonamide sind
  • wenn Sie einen Herzinfarkt hatten
  • wenn Sie an einer Erkrankung der Herzkranzgefäße oder an einer Herzkrankheit mit vermindertem Blutdurchfluss (Prinzmetal-Angina/Koronarspasmus) oder Durchblutungsstörungen in den Gliedmaßen leiden
  • wenn Sie in der Vergangenheit einen Schlaganfall oder eine vorübergehende Minderdurchblutung des Gehirns hatten
  • wenn Sie eine stark beeinträchtigte Leberfunktion haben
  • wenn Sie an mittelgradigem bis schwerem Bluthochdruck bzw. leichtem unkontrollierten Bluthochdruck leiden
  • wenn Sie bereits Arzneimittel zur Behandlung von Migräne, die Ergotamin oder Ergotamin-Derivate enthalten, einnehmen
  • wenn Sie bestimmte Arzneimittel zur Behandlung depressiver Erkrankungen (Monoaminoxidase-Hemmer) einnehmen. Sumatriptan Sandoz-Filmtabletten dürfen erst 2 Wochen nach Beendigung einer Behandlung mit diesen Arzneimitteln eingenommen werden.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Sumatriptan Sandoz ist erforderlich,

Sumatriptan ist nicht geeignet zur Anwendung bei der Behandlung von bestimmten Formen der Migräne (hemiplegische, basiläre oder ophthalmoplegische Migräne).

Sumatriptan Sandoz-Filmtabletten sollten nur bei einer mit Sicherheit diagnostizierten Migräne eingenommen werden.

Bevor eine Behandlung eingeleitet wird, müssen bei Auftreten von Kopfschmerzen andere möglicherweise ernsthafte Erkrankungen im Bereich der Nerven ausgeschlossen werden. Es muss in Betracht gezogen werden, dass bei Migräne-Patienten bestimmte Störungen des Gehirns und der Blutgefäße (wie Schlaganfall und Herzattacken) auftreten können.

Sumatriptan kann vorübergehend Beschwerden wie Brustschmerz und Beengungsgefühl hervorrufen; diese können intensiv sein und ebenfalls den Rachen betreffen (siehe Abschnitt Nebenwirkungen). Wenn diese Beschwerden mit einer Herzkrankheit in Verbindung gebracht werden, darf Sumatriptan nicht weiter eingenommen werden, und es ist vom Arzt eine sorgfältige medizinische Abklärung durchzuführen.

Sumatriptan sollte von Patienten mit Risikofaktoren für gefäßbedingte Herzkrankheiten nicht ohne vorherige Untersuchung von Herz und Kreislauf eingenommen werden (siehe Abschnitt Gegenanzeigen); zu diesen Patienten zählen auch starke Raucher sowie Patienten unter Nikotinersatztherapie. Besondere Vorsicht ist geboten bei Frauen nach den Wechseljahren und Männern über 40 Jahren.

Bei Anwendungsbeobachtungen wurden einige Fälle berichtet, bei denen Schwäche, gesteigerte Reizbarkeit und Koordinationsmangel bei Patienten beobachtet wurde, nachdem sie gleichzeitig mit bestimmten Arzneimitteln gegen Depressionen (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI)) und Sumatriptan behandelt worden waren. Wenn die gleichzeitige Gabe von Sumatriptan und diesen Arzneimitteln klinisch gerechtfertigt ist, muss der Patient entsprechend überwacht werden (siehe Abschnitt Wechselwirkungen).

Vorsicht bei der Einnahme von Sumatriptan Sandoz ist geboten bei

  • Leber- oder Nierenschwäche
  • Epilepsie oder anderen die Krampfschwelle herabsetzenden Risikofaktoren
  • gleichzeitiger Einnahme von bestimmter anderen Arzneimittel gegen Migräne (Triptane) und pflanzlichen Zubereitungen von Johanniskraut

Wie bei anderen Therapien gegen akute Migräne wurde bei übermäßiger Einnahme von Sumatriptan über chronische tägliche Kopfschmerzen bzw. eine Verschlimmerung der Kopfschmerzen berichtet, was ein Absetzen des Arzneimittels erforderlich machen kann. In diesem Fall suchen Sie bitte Ihren Arzt auf, er wird mit Ihnen die weitere Therapie besprechen.

Die empfohlene Dosis von Sumatriptan Sandoz sollte nicht überschritten werden.

Bei Einnahme von Sumatriptan Sandoz mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Es wurden keine Wechselwirkungen zwischen Sumatriptan Sandoz, bestimmten anderen Arzneimitteln gegen Migräne (Propranolol, Flunarizin, Pizotifen) und Alkohol gefunden.

Es gibt beschränkte Hinweise auf Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln gegen Migräne, die den Wirkstoff Ergotamin enthalten. Theoretisch besteht die Möglichkeit eines erhöhten Risikos für anfallsartige Herzgefäßkrämpfe (Koronarspasmus); eine gleichzeitige Verabreichung muss daher vermieden werden.

Es wird empfohlen, nach der Einnahme von ergotaminhaltigen Arzneimitteln mindestens 24 Stunden zu warten, bevor Sumatriptan eingenommen wird. Im umgekehrten Fall wird empfohlen, nach der Einnahme von Sumatriptan mindestens 6 Stunden mit der Einnahme von ergotaminhaltigen Arzneimitteln zu warten (siehe Abschnitt Gegenanzeigen).

Wechselwirkungen zwischen Sumatriptan und bestimmten Arzneimitteln gegen Depressionen (MAO-Hemmer) sind möglich. Daher dürfen diese Arzneimittel nicht zusammen eingenommen werden (siehe Abschnitt Gegenanzeigen).

In seltenen Fällen können Wechselwirkungen zwischen Sumatriptan und selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI) (Arzneimittel gegen Depressionen) auftreten.

Die gleichzeitige Einnahme mit Lithium, Triptanen und SSRI (Arzneimittel gegen Depressionen), kann ein Risiko für ein sogenanntes serotonerges Syndrom (Krankheitsbild verbunden mit gesteigerter Erregbarkeit, Zittern, ruckartigen Muskelzuckungen und erhöhter Körpertemperatur) darstellen.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Über die Anwendung von Sumatriptan während der Schwangerschaft entscheidet Ihr Arzt. Es liegen nur begrenzte Erfahrungen vor. Dieses Arzneimittel sollte nur dann während der Schwangerschaft eingenommen werden, wenn der Nutzen für die Mutter größer ist als der mögliche Schaden für das ungeborene Kind.
Sumatriptan kann in die Muttermilch übergehen, daher sollte das Stillen bis 12 Stunden nach der Behandlung vermieden werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Migräne oder ihre Behandlung mit Sumatriptan können zu Schläfrigkeit führen, die die Fähigkeit zum Lenken eines Fahrzeuges oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen kann.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Sumatriptan Sandoz Sumatriptan Sandoz - Filmtabletten enthalten Aspartam, eine Phenylalaninquelle. Wenn Sie an Phenylketonurie (bestimmte Stoffwechselerkrankung) leiden, kann Sumatriptan Sandoz für Sie schädlich sein.

Eine Sumatriptan Sandoz 100 mg - Filmtablette enthält 118,57 mg Milchzucker (Lactose-Monohydrat). Patienten mit bestimmten seltenen Erbkrankheiten (Lactoseunverträglichkeit, Lactasemangel, Glucose-Galactose-Aufnahmestörung) sollten Sumatriptan Sandoz daher nicht einnehmen.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Sumatriptan Sandoz immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Sumatriptan Sandoz-Filmtabletten sollen nicht vorbeugend angewendet werden.

Sumatriptan Sandozempfiehlt sich zur alleinigen akuten Behandlung von Migräneattacken und darf nicht gleichzeitig mit Arzneimitteln, die Ergotamin oder Ergotaminabkömmlinge (einschließlich Methysergid) enthalten, eingenommen werden (siehe Gegenanzeigen).

Sumatriptan Sandoz-Filmtabletten sollen nach Auftreten des Migräneschmerzes so früh wie möglich eingenommen werden. Die Wirksamkeit von Sumatriptan hängt aber nicht davon ab, zu welchem Zeitpunkt der Attacke das Medikament eingenommen wird.

Die Filmtabletten sollen im Ganzen mit Wasser geschluckt werden.

Erwachsene Für Erwachsene wird die einmalige Einnahme einer 50 mg Tablette empfohlen. Bei einigen Patienten kann eine Dosierung von 100 mg erforderlich sein.

Falls Sie auf die erste Dosis Sumatriptan Sandoz nicht ansprechen, sollten Sie für dieselbe Attacke keine weitere Dosis einnehmen. Bei weiteren Attacken kann Sumatriptan Sandoz jedoch wieder eingenommen werden.
Falls die Beschwerden nach der ersten Dosis abklingen, dann aber wieder auftreten, kann innerhalb der nächsten 24 Stunden 1 weitere Dosis eingenommen werden, vorausgesetzt es werden nicht mehr als 300 mg innerhalb von 24 Stunden eingenommen.

Die empfohlene Dosierung darf nicht überschritten werden.

Um die unterschiedlichen Dosierungsbedürfnisse abzudecken, ist Sumatriptan Sandoz in Stärken von 50 und 100 mg verfügbar.

Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren) Die Einnahme von Sumatriptan von Kindern und Jugendlichen (unter 18 Jahren) wird nicht empfohlen, da für diese Altersgruppe keine Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit von Sumatriptan vorliegen.

Ältere Patienten (über 65 Jahre) Über die Einnahme von Sumatriptan von Patienten über 65 Jahren liegen nur eingeschränkte Erfahrungen vor. Die Einnahme wird nicht empfohlen, bis weitere klinische Daten zur Verfügung stehen.

Leberschwäche
Patienten mit leichter bis mittelgradiger Leberschwäche:
Bei Patienten mit leichter bis mittelgradiger Leberfunktionsstörung sollten vom Arzt niedrige Dosen von 25-50 mg in Erwägung gezogen werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Sumatriptan Sandoz eingenommen haben, als Sie sollten
Im Falle einer Überdosierung suchen Sie unverzüglich einen Arzt auf. Er wird über die weiteren Behandlungsmaßnahmen entscheiden.

Wenn Sie die Einnahme von Sumatriptan Sandoz vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Sumatriptan Sandoz abbrechen
Sprechen Sie vor dem Absetzen von Sumatriptan Sandoz mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Sumatriptan Sandoz Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar. Wie alle Arzneimittel können Sumatriptan Sandoz - Filmtabletten Nebenwirkungen haben.

Erkrankungen des Immunsystems Nicht bekannt: Überempfindlichkeitsreaktionen von einer Überempfindlichkeit der Haut bis hin zu seltenen Fällen von schweren Reaktionen (Anaphylaxie).

Erkrankungen des Nervensystems Häufig: Schwindel, Schläfrigkeit, sensorische Störungen einschließlich Empfindungs-störungen der Haut und herabgesetzte Empfindlichkeit.
Nicht bekannt: Krampfanfälle: Zwar waren bei einigen Patienten bereits zuvor Krämpfe aufgetreten bzw. sie hatten eine erhöhte Krampfneigung, aber es traten auch Krämpfe bei Patienten ohne entsprechende Neigung auf.
Zittern, bedrückte gereizte Stimmung, Augenzittern, Gesichtsfeldausfall.

Augenerkrankungen Nicht bekannt: Flimmern, Doppeltsehen, verminderte Sehstärke. Sehverlust einschließlich Berichte über dauerhafte Schäden. Allerdings können Sehstörungen auch während einer Migräneattacke selbst auftreten.

Herzerkrankungen Nicht bekannt: langsamer Puls, Herzrasen, Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, vorübergehende durchblutungsbedingte EKG-Veränderungen, anfallsartige Herzgefäßkrämpfe, Herzinfarkt, Angina pectoris.

Erkrankungen der Gefäße Häufig: vorübergehender Anstieg des Blutdrucks kurz nach der Behandlung. Hautrötung mit Hitzegefühl.
Nicht bekannt: zu niedriger Blutdruck, kalte Hände und Füße (Raynaud-Phänomen).

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums Häufig: Atemnot

Erkrankungen des Magen-/Darmtrakts Häufig: Bei manchen Patienten traten Übelkeit und Erbrechen auf; es ist jedoch unklar, ob diese Erscheinungen auf Sumatriptan oder die Grunderkrankung zurückzuführen sind.
Nicht bekannt: Entzündung des Dickdarms infolge Minderdurchblutung der Darmschleimhaut, Durchfall.

Skelettmuskel-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Häufig: Schweregefühl (gewöhnlich vorübergehend; kann intensiv sein und alle Körperteile einschließlich Brust und Rachen betreffen). Muskelschmerzen. Nicht bekannt: Steifer Nacken, Gelenksschmerzen.

Allgemeine Erkrankungen und Reaktionen am Verabreichungsort

Untersuchungen Sehr selten: Fallweise wurden leichte Veränderungen der Leberfunktionswerte beobachtet.

Psychiatrische Erkrankungen Nicht bekannt: Angstgefühl

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Nicht bekannt: vermehrtes Schwitzen

Wie soll es aufbewahrt werden?

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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