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«Supressin 2 mg - Tabletten»

Supressin 2 mg - Tabletten
Supressin 2 mg - Tabletten


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Supressin senkt den Blutdruck durch Erweiterung der arteriellen Blutgefäße.
Supressin verbessert den Harnfluss bei Patienten mit gutartiger Vergrößerung der Prostata durch Entspannung der Muskulatur in Prostata und Harnblase.

Supressin wird angewendet zur Behandlung von

  • Bluthochdruck;
  • Beschwerden bei gutartiger Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostatahyperplasie), wenn keine Operation erforderlich ist.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Supressin darf nicht eingenommen werden

  • bei Überempfindlichkeit gegen Doxazosin oder ähnliche Wirkstoffe (Chinazoline) oder einen anderen Bestandteil des Präparates
  • bei einer Krankengeschichte mit Blutdruckabfall beim Aufstehen oder bei längerem Stehen, niedrigem Blutdruck beim Aufstehen
  • bei gutartiger Prostatavergrößerung in Verbindung mit einer bestehenden Einengung der oberen Harnwege, chronischer Harnweginfektion oder Blasensteinen
  • bei bestehendem niedrigem Blutdruck
  • während der Stillzeit

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Supressin ist erforderlich

Bei Anwendung von Doxazosin in folgenden Situationen ist besondere Vorsicht geboten:

  • bei schweren Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße (Angina pectoris)

Therapiebeginn
Besonders nach Einnahme der ersten Dosis oder bei Dosiserhöhung kann ein übermäßiger Blutdruckabfall im Stehen, verbunden mit Schwäche, Schwindel und eventuell Bewusstseinsverlust auftreten. Gefährdet sind vor allem ältere Patienten, Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion, gleichzeitiger Einnahme von entwässernden Mitteln, Patienten mit kochsalzarmer Diät und solche mit diabetesbedingten Nervenstörungen. Eine Anfangsdosis von 1 mg täglich darf daher nicht überschritten werden. Besonders nach Einnahme der ersten Dosis oder bei Dosiserhöhung sollten abrupte Lagewechsel oder Tätigkeiten, die durch Schwindel und Schwäche beeinträchtigt werden, vermieden werden. Bei Auftreten von Schwäche oder Schwindel setzen Sie sich oder legen Sie sich hin und lagern die Beine hoch. Holen Sie ärztlichen Rat ein.

Zu Beginn der Behandlung mit Supressin werden strenge Blutdruckkontrollen empfohlen, vor allem bei Patienten, die bereits andere Medikamente mit blutdrucksenkender Wirkung einnehmen.

Anwendung bei Patienten mit Herzerkrankungen
Patienten mit Bluthochdruck und einem oder mehreren zusätzlichen Risikofaktoren für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung sollen Supressin nicht als alleiniges Mittel zur Anfangsbehandlung einnehmen.

Sonstige Warnhinweise
Bei gutartiger Vergrößerung der Vorsteherdrüse darf Supressin nur bei regelmäßiger urologischer Kontrolle angewendet werden.

Wenn Sie sich einer Augenoperation aufgrund einer Linsentrübung unterziehen müssen, informieren Sie bitte den Augenarzt vor der Operation, dass Sie Supressin anwenden oder angewendet haben, da es zu Komplikationen während der Operation kommen kann. Der operierende Arzt kann dadurch entsprechende Vorbereitungen treffen, um diese Komplikationen zu beherrschen.

Bei Einnahme von Supressin mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Wechselwirkungen sind möglich bei gleichzeitiger Einnahme von

  • Arzneimitteln gegen Impotenz (PDE-5-Hemmer)
  • blutdrucksenkenden Mitteln
  • entwässernden Mitteln
  • gefäßerweiternden Mitteln (einschließlich Nitrate)
  • Mitteln, die den Leberstoffwechsel beeinflussen (z.B. Cimetidin-hältigen Mitteln)
  • entzündungs- und schmerzhemmenden Mitteln

(siehe auch „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Supressin ist erforderlich bei“)

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Über die Anwendung von Supressin während der Schwangerschaft entscheidet der Arzt.

Während der Stillperiode darf Supressin nicht angewendet werden, da es in die Muttermilch übergeht (siehe „Supressin darf nicht eingenommen werden“).

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Bevor Sie ein Fahrzeug lenken oder Maschinen bedienen, sollten Sie beobachten, wie Sie auf die Einnahme von Supressin reagieren. Bei Auftreten von Beschwerden, welche die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen (z. B. Schwindel, Benommenheit) dürfen Sie solche Tätigkeiten nicht durchführen (siehe auch „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Supressin ist erforderlich bei“).

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Supressin

Supressin-Tabletten enthalten Milchzucker (Laktose). Wenn Sie eine Unverträglichkeit von bestimmten Zuckerarten haben, fragen Sie vor der Einnahme von Supressin Ihren Arzt.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Supressin immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Wenn Sie nicht sicher sind, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Der Arzt wird die erforderliche Dosis individuell anpassen.

Supressin ist unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit unabhängig von den Mahlzeiten einzunehmen.

Folgende Dosierungsrichtlinien sind zu beachten:

Anfangs 1 mg (= ½ Tablette Supressin 2 mg)/Tag.
In Abhängigkeit von der Wirksamkeit kann die Dosis vom Arzt bei Bedarf in jeweils 1-2wöchigen Intervallen verdoppelt werden.
Die durchschnittliche Dosis für die Erhaltungstherapie beträgt 2 – 4 mg einmal täglich. Bei Bluthochdruck darf eine maximale Tagesdosis von 16 mg, bei gutartiger Vergrößerung der Vorsteherdrüse eine maximale Tagesdosis von 8 mg nicht überschritten werden.

Bei Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Substanzen wird der Arzt die Dosierung gegebenenfalls anpassen.

Wenn Sie glauben, das Medikament wirke zu stark oder zu schwach, sprechen Sie mit Ihrem Arzt und ändern Sie nicht von sich aus die vorgeschriebene Dosierung.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und ältere PatientenBei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und bei älteren Patienten gelten die üblichen Dosisempfehlungen. Der Arzt wird üblicherweise die Dosis so niedrig wie möglich halten und Dosiserhöhungen entsprechend überwachen.

Patienten mit eingeschränkter LeberfunktionBei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion wird der Arzt die Behandlung besonders überwachen.

KinderDie Wirksamkeit und Sicherheit von Doxazosin bei Kindern wurde nicht ausreichend untersucht und daher wird eine Anwendung bei Kindern nicht empfohlen.

Nach mehrtägiger Unterbrechung der Behandlung sollte die Dosierung nach Rücksprache mit dem Arzt mit 1 mg einmal täglich beginnend neu eingestellt werden.

Hinweis für den Arzt: Bei Überdosierung ist eine ausgeprägte Hypotonie bis zum Kollaps, schließlich Kreislaufschock mit Bewusstseinsverlust zu erwarten.
In leichteren Fällen ist eine entsprechende Lagerung (Kopf tief, Beine hoch) ausreichend. In schweren Fällen kann eine Volumensubstitution, die Anwendung von Vasopressoren (cave Adrenalin: Tachykardie!) sowie Überwachung bzw. Unterstützung der Nierenfunktion mit Kontrolle des Flüssigkeits- und Elektrolytstatus erforderlich werden.
Eine Hämodialyse zur Wirkstoffelimination scheint infolge der relativ hohen Proteinbindung der Substanz nicht von Nutzen.

Wenn Sie die Einnahme von Supressin vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Supressin abgebrochen haben
Es kann zu einem Ansteigen des Blutdrucks bzw. zu einer Verschlechterung der Beschwerden bei gutartiger Vergrößerung der Vorsteherdrüse kommen. Holen Sie ärztlichen Rat ein. Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt und Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Supressin Nebenwirkungen haben.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind oder wenn Sie Erfahrungen gemacht haben mit einer der aufgeführten Nebenwirkungen, die schwerwiegend sind.

Die meisten Nebenwirkungen sind vorübergehend oder werden bei fortdauernder Behandlung toleriert.
Folgende Nebenwirkungen wurden mit Supressin beobachtet:

Zur Klassifizierung der Häufigkeit von Nebenwirkungen werden die folgenden Kategorien benutzt: Sehr häufig (bei 1 und mehr von 10 Patienten), häufig (bei 1 und mehr von 100 und weniger als 1 von 10 Patienten), gelegentlich (bei 1 und mehr von 1000 und weniger als 1 von 100 Patienten), selten (bei 1 und mehr von 10000 und weniger als 1 von 1000 Patienten) und sehr selten (bei weniger als 1 von 10000 Patienten), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.

Infektionen und Erkrankungen durch Parasiten: Häufig: Atemweginfektionen, Harnweginfektionen

Erkrankungen des Blutes und Lymphsystems Sehr selten: Mangel an weißen Blutkörperchen, Mangel an Blutplättchen

Erkrankungen des Immunsystems Gelegentlich: allergische Reaktionen

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen Gelegentlich: Appetitlosigkeit, Durst, Gicht, gesteigerter Appetit

Psychiatrische Erkrankungen Häufig: Angstzustände, Schlaflosigkeit, Nervosität

Erkrankungen des Nervensystems Sehr häufig:Schwindel, Kopfschmerzen
Häufig: Benommenheit,Fehlempfindung von Sinnesreizen (z. B. Kribbeln, Ameisenlaufen), Schwindel beim Aufstehen oder bei längerem Stehen, Schläfrigkeit Gelegentlich: verminderte Empfindlichkeit für Sinnesreize, Ohnmacht, Zittern,
Konzentrationsstörungen, Durchblutungsstörungen im Gehirn

Augenerkrankungen Häufig: Störungen der Sehschärfe
Gelegentlich: Bindehautentzündung,abnormer Tränenfluss

Selten: Lichtscheuheit
Sehr selten: verschwommenes SehenNicht bekannt: Komplikationen bei Augenoperationen (Intraoperative Floppy Iris Syndrome [IFIS])

Erkrankungen des Ohres und Gleichgewichtsorganes Häufig: Schwindel
Gelegentlich: Ohrensausen

Herzerkrankungen Häufig: Herzklopfen, erhöhter Puls
Gelegentlich: belastungsabhängige Brustschmerzen (Angina pectoris), Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt
Sehr selten: erniedrigter Puls

Gefäßerkrankungen Häufig: niedriger Blutdruck, niedriger Blutdruck beim Aufstehen oder nach längerem Stehen Gelegentlich: Hitzewallungen, Hautrötung, Durchblutungsstörungen in den Gliedmaßen, Blässe

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraumes und Mittelfellraums Häufig: Bronchitis, Husten, Atemnot, Schnupfen, Schwellungen der Nasenschleimhaut Gelegentlich: Nasenbluten, Entzündungen im Bereich der oberen Luftwege, Rachenentzündung Sehr selten: Verstärkung von Bronchialkrämpfen, Kehlkopfschwellung

Leber- und Gallenerkrankungen Gelegentlich: abnormale Leberwerte
Sehr selten: Gallestau, Leberentzündung, Gelbsucht

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Häufig: Juckreiz, verstärktes Schwitzen
Gelegentlich: Haarausfall, punktförmige Hautblutungen, Hautausschlag
Sehr selten: Nesselsucht

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Häufig: Rückenschmerzen, Muskelschmerzen
Gelegentlich: Gelenksschmerzen, Muskelkrämpfe, Muskelschwäche, Muskelzucken, Muskelsteife

Erkrankungen der Niere und Harnwege Häufig: Blasenentzündung, unwillkürlicher Harnverlust

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und Brustdrüse Gelegentlich: Impotenz
Sehr selten: Brustdrüsenvergrößerung bei Männern, verlängerte Erektion
Nicht bekannt: fehlgeleiteter Samenerguss (retrograde Ejakulation)

Untersuchungen Selten: Erhöhungen von Leber- und Nierenwerten, verringerter Kaliumspiegel im Blut, Verringerung der roten und weißen Blutkörperchen und Blutplättchen, Gewichtszunahme

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Lichtschutz erforderlich.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den Letzten Tag des Monats.


Bewertungen «Supressin 2 mg - Tabletten»