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«Takipril hyperbar 2 % Injektionslösung»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Takipril hyperbar Injektionslösung gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Lokalanästhetika bezeichnet werden. Es gehört zur Stoffgruppe der Amide und ist eine Injektionslösung. Takipril hyperbar wird dazu verwendet, bestimmte Teile des Körpers zu anästhesieren (zu betäuben) und während operativer Eingriffe Schmerzen zu verhindern.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Takipril hyperbar darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Prilocainhydrochlorid, andere Lokalanästhetika vom Amidtyp oder einen der Bestandteile von Takipril hyperbar sind
  • wenn Sie schwere Überleitungsstörungen des Herzens haben
  • wenn Sie an schwerer Anämie ( Blutarmut) leiden
  • wenn Sie eine dekompensierte Herzinsuffizienz (schweres Herzversagen) haben
  • wenn Sie herzbedingtes Kreislaufversagen oder Kreislaufversagen durch Verlust von Flüssigkeit (wie Blut oder Körperwasser) haben (kardiogener oder hypovolämischer Schock)
  • wenn Sie an angeborener oder erworbener Methämoglobinämie (eine seltene Erkrankung der roten Blutkörperchen) leiden

Es ist außerdem erforderlich, die generellen und spezifischen Gegenanzeigen bezüglich Technik der Intrathekal-Anästhesie (Injektion in den Wirbelkanal) zu prüfen.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Takipril hyperbar ist erforderlich

Sie sollten mit Ihrem Arzt sprechen, bevor Sie dieses Arzneimittel erhalten, wenn eines der folgenden Dinge auf Sie zutrifft:

  • wenn Sie zuvor jemals eine unerwünschte Reaktion auf ein Anästhetikum hatten.
  • wenn Sie eine Hautinfektion an oder nahe an der vorgesehenen Injektionsstelle haben.
  • wenn Sie unter einer der folgenden Erkrankungen leiden:
  • Erkrankungen des zentralen Nervensystems wie Hirnhautentzündung (Meningitis), Kinderlähmung und Probleme mit Ihrem Rückenmark aufgrund einer Anämie (Blutarmmut)
  • starke Kopfschmerzen
  • Tumoren des Gehirns, Rückenmarks oder jegliche andere Tumoren
  • Tuberkulose der Wirbelsäule
  • kürzliche Verletzung der Wirbelsäule
  • sehr niedriger Blutdruck oder geringes Blutvolumen
  • Probleme mit der Blutgerinnung
  • akuter Porphyrie (seltene Stoffwechselstörung)
  • Flüssigkeitsansammlung in den Lungen
  • Blutvergiftung (Septikämie)
  • wenn Sie eine Herzerkrankung haben.
  • wenn SieLeber- oder Nierenproblemehaben
  • wenn Sie an neurologischen Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Halbseitenlähmung (Hemiplegie), Paraplegie (bestimmte Lähmungserscheinungen) oder neuromuskuläre Erkrankungen leiden.

Bei Anwendung von Takipril hyperbar mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Informieren Sie insbesondere Ihren Arzt, wenn Sie Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (Klasse-III-Antiarrhythmika) oder zur Schmerzlinderung einnehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Wenn Sie schwanger sind oder denken Sie seien schwanger, sollten Sie Ihren Arzt informieren. Er wird entscheiden, ob bei Ihnen Prilocain Injektionslösung angewandt werden darf. Prilocain sollte für Regionalanästhesie zur Geburtshilfe nicht verabreicht werden.

Es ist nicht bekannt, ob Prilocain in die Muttermilch übergeht. Das Stillen kann etwa 24 Stunden nach der Behandlung wieder aufgenommen werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Lenken Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen, da Takipril hyperbar zeitweilig Ihre Reaktionen und Muskelkoordination beeinträchtigen kann.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Takipril hyperbar

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1mmol Natrium (23 mg) je Dosis (Maximaldosis entsprechend 4 ml Takipril hyperbar), d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.

Wie wird es angewendet?

Sie erhalten dieses Arzneimittel von Ihrem Arzt, der entscheiden wird, welche Dosis für Sie geeignet ist. Diese Dosis liegt normalerweise zwischen 2 und 4 ml (40-80 mg Prilocainhydrochlorid).

Bei Patienten in schlechtem Allgemeinzustand (z.B. Gefäßverschluss, Arteriosklerose, diabetische Polyneuropathie und bei Leber- oder Nierenfunktionsstörung) wird empfohlen, die Dosis zu senken.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
Takipril hyperbar darf bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden.

Takipril hyperbar wird in den Wirbelkanal injiziert.

Ausrüstung, Arzneimittel und notfallmedizinisch geschultes Personal müssen unmittelbar verfügbar sein. Nach der Anwendung von Lokalanästhetika wurden in seltenen Fällen schwere Reaktionen gemeldet, auch bei fehlender individueller Überempfindlichkeit in der Krankengeschichte des Patienten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Takipril hyperbar Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Wie bei allen Lokalanästhetika können ein Blutdruckabfall und eine Verlangsamung der Herzfrequenz auftreten.

Es ist möglich, dass Ihnen schlecht wird, Ihr Blutdruck sinkt oder Ihre Herzfrequenz langsam wird. Weitere mögliche Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen nach einem operativen Eingriff, Erbrechen und Schwierigkeiten beim Wasserlassen.

Gelegentlich können folgende Nebenwirkungen auftreten: Juckreiz oder Taubheitsgefühl oder Kribbeln auf der Haut, Rückenschmerzen, zeitweilige Muskelschwäche oder verringertes Berührungsempfinden.

Es ist unwahrscheinlich, dass Takipril hyperbar zu schweren Nebenwirkungen führt, es sei denn, es wird versehentlich auf falsche Art oder in Kombination mit anderen Lokalanästhetika angewendet. Ist dies der Fall, können Taubheit der Zunge, Benommenheit, Schwindel, Zittern und Krampfanfälle auftreten. In sehr seltenen Fällen wurde Prilocain mit Herzanfällen, Atemstörungen, Sensibilitätsverlust in der unteren Körperhälfte und allergischen Reaktionen in Verbindung gebracht, die zu Ausschlag, Schwellungen oder sehr niedrigem Blutdruck führen können.

Eine seltene, jedoch schwere Nebenwirkung einer Spinalanästhesie (Anästhesie in den Wirbelkanal) ist ein hoher oder totaler Spinalblock (Lähmung der Rückenmarksnerven) mit nachfolgender starker Beeinträchtigung des Herz-Kreislauf-Systems und der Atmung.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen Takipril hyperbar nach dem auf der Ampulle und äußeren Schachtel angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Takipril hyperbar nicht über 25°C lagern. Nicht einfrieren. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Nach erstmaligem Öffnen sofort verwenden.

Takipril hyperbar darf nicht angewendet werden, wenn erkennbar ist, dass die Lösung nicht klar und frei von Partikeln ist.
Restliches Arzneimittel ist zu verwerfen.

Da das Arzneimittel nur im Krankenhaus angewendet werden darf, erfolgt die Abfallentsorgung direkt durch das Krankenhaus. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


Bewertungen «Takipril hyperbar 2 % Injektionslösung»