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«Tamoxifen Sandoz 40 mg - Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Tamoxifen ist ein Antiöstrogen, kann also die Wirkung von Östrogenen hemmen. Östrogen ist ein körpereigenes Hormon, das auf bestimmte Funktionen des Körpers Einfluss nimmt, z.B. auf das Wachstum des Gewebes im Bereich der Brustdrüse. Tamoxifen kann nun die unerwünschte wachstumsfördernde Wirkung der Östrogenhormone auf die Zellen hemmen oder sogar rückgängig machen und wird deshalb zur Behandlung von Brustkrebs eingesetzt.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Tamoxifen Sandoz darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Tamoxifen oder einen der sonstigen Bestandteile von Tamoxifen Sandoz sind
  • wenn schwere Blutbildveränderungen auftreten
  • wenn Sie an einem stark erhöhten Calciumspiegel im Blut leiden
  • wenn Sie schwanger sind oder stillen

Damit Ihr Arzt sorgfältig prüfen kann, ob Gegenanzeigen vorliegen, müssen Sie ihn über vorangegangene oder bestehende Erkrankungen informieren.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Tamoxifen Sandoz ist erforderlich

  • bei Leber- und Nierenerkrankungen
  • Zuckerkrankheit
  • Augenerkrankungen
  • vorangegangenen Erkrankungen mit Blutgerinnselbildung

Vor Beginn der Behandlung muss eine umfassende frauenärztliche Untersuchung (Ausschluss einer Schwangerschaft) sowie eine allgemein medizinische Untersuchung erfolgen. Halten Sie sich daher bitte an die Anordnung Ihres Arztes.
Während Sie Tamoxifen einnehmen oder 3 Monate nachdem Sie mit der Einnahme aufgehört haben, dürfen Sie nicht schwanger werden. Eine Schwangerschaftsverhütung bei Frauen im gebärfähigen Alter ist unbedingt notwendig, ein hormonelles Verhütungsmittel (die „Pille“) ist dazu nicht geeignet. Sollte eine Schwangerschaft vermutet werden, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt.

Bei Auftreten von Blutungen aus der Scheide während und nach der Behandlung mit Tamoxifen informieren Sie umgehend Ihren Arzt.

Bei Frauen vor den Wechseljahren kann die Monatsblutung durch Tamoxifen geringer werden oder ganz ausbleiben.

Die gleichzeitige Anwendung der folgenden Medikamente ist zu vermeiden, da eine Reduktion der Wirksamkeit von Tamoxifen ansonsten nicht ausgeschlossen werden kann: Paroxetin, Fluoxetin (z.B. enthalten in manchen Antidepressiva), Bupropion (z.B. in Antidepressiva oder in Medikamenten zur Raucherentwöhnung), Chinidin (z.B. verwendet zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen) und Cincalet/Cinacalcet (zur Behandlung von Funktionsstörungen der Nebenschilddrüse).

Zu Beginn der Therapie mit Tamoxifen sollte eine augenärztliche Untersuchung erfolgen. Treten unter der Therapie mit Tamoxifen Veränderungen der Sehkraft auf, informieren Sie umgehend Ihren Arzt, da sich manche im Frühstadium erkannte Veränderungen nach dem Absetzen der Therapie zurückbilden.

Ändern Sie nicht eigenmächtig die Behandlung!
Kommen Sie zu allen Kontrolluntersuchungen, bzw. gehen Sie vor allem zu den notwendigen Blutuntersuchungen und eventuellen anderen fachärztlichen Zusatzuntersuchungen, die Ihr Arzt mit Ihnen vereinbart hat.

Die Anwendung von Tamoxifen Sandoz kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Bei Einnahme von Tamoxifen Sandoz mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei gleichzeitiger Anwendung von mehreren Medikamenten kann es zu einer gegenseitigen Verstärkung oder Abschwächung der Wirkung kommen. Teilen Sie daher Ihrem Arzt unbedingt mit, welche Arzneimittel Sie einnehmen, auch jene, die Sie rezeptfrei in der Apotheke gekauft haben.
Sie sollten Ihren Arzt vor allem dann informieren, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

  • Paroxetin, Fluoxetin (z.B. enthalten in manchen Antidepressiva)
  • Bupropion (z.B. in Antidepressiva oder in Medikamenten zur Raucherentwöhung)
  • Chinidin (z.B. verwendet zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen) Cincalet/Cinacalcet (zur Behandlung von Funktionsstörungen der Nebenschilddrüse)

Wegen gegenseitiger Wirkungsverringerung oder einer sogar möglichen Aufhebung der Wirkung von Tamoxifen und der "Pille", müssen andere Mittel zur Verhütung einer Schwangerschaft angewendet werden (bitte fragen Sie Ihren Arzt um alternative Verhütungsmittel).

Wenn Ihnen Ihr Arzt Tamoxifen gemeinsam mit Medikamenten zur Hemmung der Blutgerinnung (Thrombozytenaggregationshemmer oder cumarinartige Antikoagulanzien) verordnet, kann die gerinnungshemmende Wirkung verstärkt werden. Daher ist eine sorgfältige Überwachung erforderlich.

Tamoxifen soll nicht gemeinsam mit Aromatasehemmern (Medikamente gegen Brustkrebs), wie Anastrozol, Letrozol oder Exemestan eingenommen werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Tamoxifen und Chemotherapie wurde ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnselbildung und Verschleppung von Blutgerinnseln mit Gefäßverschluss (Thromboembolie) beobachtet.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Tamoxifen darf während einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Während der Stillperiode ist eine Abwägung des Nutzen-Risikos für die Mutter entscheidend. Entweder ist das Stillen zu unterlassen oder auf die Einnahme von Tamoxifen während der Dauer der Stillperiode zu verzichten. Die Entscheidung sollte Ihr behandelnder Arzt fällen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es sollte beachtet werden, dass es zwar unwahrscheinlich ist, aber aufgrund der möglichen Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen werden kann, dass Tamoxifen die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit der Patientinnen, eine Maschine zu bedienen, beeinträchtigt.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Tamoxifen Sandoz Dieses Arzneimittel enthält Lactose-Monohydrat (Milchzucker). Bitte nehmen Sie Tamoxifen erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Tamoxifen Sandoz immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Art der Anwendung
Die Filmtabletten sind unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) am besten zu einer Mahlzeit einzunehmen.

Dosierung
Abhängig von der Erkrankung kann vom Arzt ein Dosierungsspielraum zwischen 20 bis 40 mg Tamoxifen pro Tag gewählt werden.

Dauer der Anwendung
Die Behandlungsdauer erstreckt sich meist über einen längeren Zeitraum. Über die Dauer der Behandlung entscheidet der Arzt.

Kinder und Jugendliche
Die Anwendung von Tamoxifen bei Kindern und Jugendlichen wird nicht empfohlen, da Sicherheit und Wirksamkeit in dieser Altersgruppe nicht erwiesen sind.

Wenn Sie eine größere Menge von Tamoxifen Sandoz eingenommen haben, als Sie sollten Bei Einhaltung der vom Arzt vorgeschriebenen Dosierung ist eine Überdosierung ausgeschlossen. Bei irrtümlicher Einnahme von zu vielen Filmtabletten setzen Sie sich bitte sofort mit Ihrem behandelnden Arzt in Verbindung.

Wenn Sie die Einnahme von Tamoxifen Sandoz vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Tamoxifen Sandoz abbrechen
Tamoxifen wird in den meisten Fällen gut vertragen. Falls aber trotzdem Nebenwirkungen auftreten, setzen Sie Tamoxifen nicht eigenmächtig ab, sondern berichten Sie Ihrem Arzt davon. Er kann Ihren Fall am besten beurteilen. Manchmal können bestimmte Nebenwirkungen allmählich schwächer werden oder sogar ganz aufhören.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Tamoxifen Sandoz Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Häufig: Kopfschmerzen, "Flare-up" Phänomen des Tumors (vorübergehende Zunahme der Tumorschmerzen)
Gelegentlich: Flüssigkeitsanreicherung im Gewebe
Selten: Beinkrämpfe, Haarverlust oder verstärkter Haarwuchs

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Sehr selten: Knochenschmerzen und Schmerzen im Bereich des erkrankten Gewebes zu Behandlungsbeginn

Erkrankungen des Magen-/Darmtrakts Häufig: Unverträglichkeiten im Magen-Darmbereich (Übelkeit und Erbrechen)
Selten: Appetitlosigkeit

Gefäßerkrankungen Sehr selten: verringerte Versorgung der Blutgefäße im Gehirn als eventuelles Zeichen eines Schlaganfalls (plötzliches Einsetzen von Müdigkeit oder Lähmung der Arme oder Beine, plötzlich auftretende Schwierigkeiten beim Sprechen, Gehen, beim Halten von Dingen oder beim Denken), Blutgerinnselbildung und Verschleppung von Blutgerinnseln mit Gefäßverschluss (Thromboembolie), einschließlich tiefer Venenthrombose und Lungenembolie (Lungeninfarkt), Gefäßverschluss, vor allem in Kombination mit Chemotherapie. Akute Thrombose und Venenentzündungen

Leber- und Gallenerkrankungen Gelegentlich: Veränderungen der Leberwerte
Selten: schwere Leberveränderungen wie Fettleber, Gallenstauungen und Leberentzündungen (Hepatitis)
Sehr selten: in einem Fall wurde über eine starke Verminderung bestimmter weißer Blutzellen (Agranulozytose) mit ausgeprägtem Zerfall von Leberzellen (Leberzellnekrose) berichtet

Untersuchungen Selten: erhöhte Blutfettwerte (Triglyceride)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Häufig: Hautrötungen, Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergie), einschließlich Schwellung der Haut und Schleimhäute (Angioödem)

Gelegentlich: Verstärkung bestehender oder Auftreten neuer krankhafter Hautveränderungen Sehr selten: schwere bis lebensbedrohliche Hautausschläge, zum Teil mit schmerzhafter Blasenbildung (Erythema multiforma, Stevens-Johnson-Sydrom, bullöser Pemphigus)

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen Gelegentlich: erhöhte Blutfettwerte (Triglyceride), teilweise begleitet von einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse
Selten: Hyperkalzämie

Erkrankungen des Nervensystems Häufig: Schwindelgefühl, Benommenheit
Selten: Beeinträchtigung des Geschmackssinnes

Hormonelle Erkrankungen Sehr häufig: Hitzewallungen

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen) Gelegentlich: gutartige Muskelgeschwulst der Gebärmutter (Myome), Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut (einschließlich Wucherungen und Polypen), Endometriose (Wucherung der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter), Eierstockzysten
Selten: bösartige Neubildung in der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumkarzinom) und in der Gebärmutter (Uterussarkom, meist maligner Müller-Mischtumor)

Augenerkrankungen Selten: Erkrankungen der Netzhaut (Retinopathie), Sehstörungen und grauer Star, Entzündung des Sehnervs
Sehr selten: Erblindung

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Selten: Veränderungen des Blutbildes (Thrombozytopenie, Leukopenie, Anämie, Neutropenie, Panzytopenie)

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse Häufig: Juckreiz im Genitalbereich, Ausfluss bzw. Blutungen aus der Scheide (deren Ursache immer abgeklärt werden muss), Störungen der Monatsblutung. Bei Frauen vor den Wechseljahren kann die Monatsblutung geringer werden oder ganz ausbleiben. Informieren Sie bitte Ihren Arzt über unübliche vaginale Blutungen oder andere gynäkologische Beschwerden wie Schmerzen oder Druckgefühl im Beckenbereich!

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums Selten: Lungenentzündung (interstitielle Pneumonitis)

Psychiatrische Erkrankungen Selten: Depressionen

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


Bewertungen «Tamoxifen Sandoz 40 mg - Filmtabletten»