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«Tanatril 20 mg - Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Tanatril wird zur Behandlung von hohem Blutdruck (Hypertonie) angewendet. Tanatril gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die ACE-Hemmer genannt werden (ACE = Angiotensin converting enzyme).

Wenn Sie hohen Blutdruck haben, erweitert Tanatril die Blutgefäße, sodass das Blut leichter durchfließen kann. Da der Blutdruck mit dem Durchmesser der Gefäße zusammenhängt, wird der Blutdruck durch die Anwendung von Tanatril gesenkt. Für das Herz wird es dadurch auch leichter, Blut durch die Gefäße in den ganzen Körper zu pumpen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Tanatril darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Imidapril, andere ACE-Hemmer oder einen der sonstigen Bestandteile von Tanatril sind. Diese sind in Abschnitt 6. „Weitere Informationen“ aufgelistet.
  • wenn bei Ihnen im Zusammenhang mit der früheren Einnahme eines ähnlichen Arzneimittels wie Imidapril (ACE-Hemmer) ein Angioödem aufgetreten ist (eine schwere allergische Reaktion, die zum Anschwellen der Hände, Füße oder Knöchel, des Gesichts, der Lippen, der Zunge und des Rachens und dadurch zu Schluck- oder Atembeschwerden führen kann)
  • wenn Sie oder ein(e) nahe(r) Verwandte(r) in der Vergangenheit ein Angioödem hatten
  • wenn Sie ein Nierenleiden haben oder dialysepflichtig sind
  • wenn Sie schwanger sind und sich bereits im vierten oder einem höheren Schwangerschaftsmonat befinden. (Es ist besser, die Einnahme von Tanatril auch schon in der frühen Schwangerschaft zu vermeiden – siehe Abschnitt Schwangerschaft.) Wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft, nehmen Sie Tanatril nicht ein!

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Tanatril ist erforderlich,

  • wenn Sie an Flüssigkeitsmangel leiden, weil Sie Diuretika (Entwässerungstabletten), eine Dialyse oder eine salzarme Diät erhalten oder weil Sie an starkem, anhaltendem Erbrechen oder Durchfall leiden bzw. vor kurzem gelitten haben. In diesen Fällen ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Ihr Blutdruck sehr stark absinkt, wenn Sie mit der Einnahme von Tanatril beginnen; Sie können sich dadurch schwach oder schwindlig fühlen.
  • wenn Sie ein Herzleiden haben. Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie nicht sicher sind, ob das auf Sie zutrifft.
  • wenn Sie Probleme mit der Leber haben
  • wenn Sie an Diabetes (Zuckerkrankheit) leiden
  • wenn Sie Kaliumpräparate oder kaliumhaltige Salzersatzmittel einnehmen
  • wenn Sie mit Allopurinol gegen Gicht, Nierensteine oder erhöhte Harnstoffwerte behandelt werden
  • wenn Sie Procainamid gegen unregelmäßige oder zu schnelle Herztätigkeit einnehmen
  • wenn Sie ein Arzneimittel, das Lithium enthält, zur Behandlung von Manie oder Depression einnehmen
  • wenn Sie wegen einer Allergie gegen Insektenstiche eine Desensibilisierungsbehandlung erhalten
  • wenn Sie eine Behandlung zur Unterdrückung des Immunsystems, z.B. nach einer Transplantation, erhalten
  • wenn Sie vor kurzem eine Nierentransplantation hatten
  • wenn Sie eine bestimmte Behandlung („LDL-Apherese“) zur Verringerung der Cholesterinwerte im Blut bekommen
  • wenn Sie an einer zerebrovaskulären Erkrankung (Verengung der Blutgefäße im Gehirn) leiden
  • wenn Sie eine Kollagen-Gefäßkrankheit haben, z.B. rheumatoide Arthritis
  • bevor Sie einen chirurgischen Eingriff haben oder eine Narkose/lokale Anästhesie erhalten, informieren Sie Ihren Arzt bzw. Zahnarzt
  • falls Ihr Blutdruck nicht entsprechend gesenkt wird. Arzneimittel dieser Gruppe scheinen bei Menschen schwarzer Hautfarbe weniger wirksam zu sein.
  • wenn bei Ihnen plötzlich Schwellungen des Gesichts, der Lippen, der Zunge, im Hals- und Rachenbereich, eventuell auch der Hände und Füße sowie Schluck- oder Atembeschwerden, allergische Ausschläge oder Heiserkeit auftreten (Angioödem). Diese Reaktion kann zu jeder Zeit während der Behandlung auftreten. Das Risiko ist bei Personen schwarzer Hautfarbe möglicherweise erhöht. Falls bei Ihnen diese oder ähnliche Symptome auftreten, informieren Sie sofort Ihren Arzt.

Informieren Sie unbedingt Ihren Arzt, wenn Sie glauben, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten). Tanatril sollte während der ersten drei Monate einer Schwangerschaft möglichst nicht eingenommen werden und darf ab dem 4. Schwangerschaftsmonat nicht mehr eingenommen werden, da es Ihrem Kind in diesem Stadium ernsthaft schaden könnte (siehe Abschnitt Schwangerschaft).

Tanatril-Tabletten eignen sich nicht für die Anwendung bei Kindern.

Während der Behandlung mit Tanatril
Wenn Sie eines oder mehrere der folgenden Symptome bemerken, informieren Sie bitte Ihren Arzt umgehend:
Sie fühlen sich nach der Einnahme der ersten Dosis schwindlig. Manche Personen regaieren auf ihre erste Dosis oder auf Erhöhungen der Dosis mit Schwindelgefühl, Schwäche, Ohnmachtsgefühl oder Übelkeit.
Hohe Temperatur, Halsschmerzen oder Geschwüre im Mund (dies sind mögliche Anzeichen für eine Infektion, die durch einen Rückgang der Zahl weißer Blutkörperchen ausgelöst wird). Die Haut und das Weiße im Auge färben sich gelb (Gelbsucht): dies sind mögliche Zeichen einer Lebererkrankung.

Während Ihrer Behandlung mit Tanatril werden immer wieder ärztliche Kontrollen erforderlich sein, unter Umständen auch regelmäßige Blutuntersuchungen. Besonders zu Beginn der Behandlung oder wenn die Dosierung geändert wird, werden Sie besonders sorgfältig medizinisch überwacht werden. Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, wie oft Sie zur Kontrolle kommen müssen.

Bei Einnahme von Tanatril mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht
verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Schwangerschaft und Stillzeit Schwangerschaft
Informieren Sie unbedingt Ihren Arzt, wenn Sie glauben, dass Sie schwanger sind (oder schwanger werden könnten). Im Normalfall wird Sie Ihr Arzt anweisen, dass Sie Tanatril nicht mehr einnehmen

sollen, wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, und er wird Ihnen ein anderes Medikament anstelle von Tanatril verordnen. Tanatril sollte während der ersten drei Monate einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden und darf ab dem vierten Schwangerschaftsmonat nicht mehr eingenommen werden, da es Ihrem Kind in diesem Stadium ernsthaft schaden kann.

Stillzeit
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie stillen oder wenn Sie vorhaben zu stillen. Tanatril wird für stillende Mütter nicht empfohlen, und Ihr Arzt wird Ihnen ein anderes Medikament verordnen, wenn Sie stillen wollen, insbesondere wenn Ihr Kind neugeboren oder frühgeboren ist.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen. Tanatril kann Sie schwindlig oder schläfrig machen. Bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen, bevor Sie wissen, wie Tanatril auf Sie wirkt.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Tanatril
Tanatril enthält Lactose (Milchzucker). Bitte nehmen Sie Tanatril erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Tanatril immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Hinweise zur Einnahme:
Nehmen Sie die Tabletten ca. 15 Minuten vor einer Mahlzeit ein
Schlucken Sie die Tabletten mit reichlich Wasser
Nehmen Sie die Tabletten jeden Tag etwa zur gleichen Uhrzeit ein.

Dosierung (Erwachsene):
Die Behandlung wird üblicherweise mit 5 mg täglich begonnen. Nach 3 Wochen muss Ihr Blutdruck wieder kontrolliert werden, um zu sehen, wie die Behandlung wirkt. Ihr Arzt wird die tägliche Dosis eventuell auf 10 mg oder sogar 20 mg steigern.

Ihr Arzt wird möglicherweise 2,5 mg einmal täglich als Anfangsdosis verordnen, wenn Sie leichte Nieren- oder Leberprobleme haben,
wenn Sie Herzprobleme, Angina pectoris oder Probleme seitens der Hirngefäße haben oder wenn bei Ihnen die Salz- oder Flüssigkeitskonzentration im Körper zu niedrig ist oder
wenn bei Ihnen das Risiko besteht, dass der Blutdruck plötzlich stark absinken könnte.

Patienten über 65 Jahre:
Ihr Arzt wird die Behandlung mit einmal täglich 2,5 mg beginnen und je nach Ihren Bedürfnissen auf bis zu 10 mg steigern.

Tanatril-Tabletten eignen sich nicht für die Anwendung bei Kindern.

Wenn Sie eine größere Menge von Tanatril eingenommen haben als Sie sollten
Wenn Sie versehentlich mehr Tabletten als verordnet eingenommen haben, suchen Sie so rasch wie möglich Ihren Arzt auf. Nehmen Sie die Packung und etwaige noch vorhandene Tabletten mit. Die häufigsten Symptome einer Überdosierung sind Blutdruckabfall, Schock und Stupor (fast vollständiger Bewusstseinsverlust), verlangsamter Herzschlag, Störungen des Gehalts an Kalium oder anderer Elektrolyte im Blut, Nierenversagen. Als Folge davon kann es zu allgemeinem Unwohlsein, Herzklopfen oder geschwollenen Fingern, Beinen oder Zehen (Ödem) kommen.

Wenn Sie die Einnahme von Tanatril vergessen haben
Lassen Sie diese Dosis aus und nehmen Sie die nächste Dosis zur vorgeschriebenen Zeit ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Tanatril abbrechen
Beenden Sie die Einnahme von Tanatril nicht ohne ärztliche Anweisung. Wenn Sie mit der Einnahme von Tanatril aufhören, kann Ihr Blutdruck wieder ansteigen. Wird Ihr Blutdruck zu hoch, kann dies die Herz- und Nierenfunktion beeinträchtigen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Tanatril Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Kontaktieren Sie unbedingt sofort Ihren Arzt und nehmen Sie Tanatril nicht mehr ein, wenn bei Ihnen eines der folgenden Symptome auftritt:
Kopfschmerzen; Schwindel; Ohnmachtsgefühl, eventuell begleitet von Sehstörungen. Dies ist besonders wichtig zu Beginn der Behandlung oder wenn die Dosis erhöht wird Atemschwierigkeiten
Ausschlag oder Juckreiz
eine schwere allergische Reaktion, die ein Anschwellen von Gesicht oder Rachen verursacht (Angioödem)
Blasenbildung auf der Haut, im Mund, an den Augen oder den Geschlechtsteilen (toxische epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-Syndrom)
Gelbfärbung der Haut oder der Augen, verursacht durch Störungen der Leber oder des Blutes (Gelbsucht)

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken:

Häufige Nebenwirkungen (betreffen 1 bis 10 Behandelte von 100):

  • Müdigkeit/Schläfrigkeit
  • Husten - Übelkeit.

Gelegentlich auftretende Nebenwirkungen (betreffen 1 bis 10 Behandelte von 1.000):

  • Herzklopfen
  • Verengung der Blutgefäße im Gehirn (zerebrovaskuläre Erkrankung)
  • Ohnmacht
  • Kribbeln oder Taubheitsgefühl an Händen oder Füßen
  • Schwellung und Reizung der Nasenschleimhaut
  • Erbrechen
  • Schmerzen im Oberbauch
  • Verdauungsstörung (Magenverstimmung)
  • Bronchitis
  • Virusinfektion
  • Infektion der oberen Atemwege
  • Schmerzen im Brustraum
  • Gliederschmerzen
  • Anschwellen der Finger, Beine und Zehen (Ödem).

Seltene Nebenwirkungen (betreffen 1 bis 10 Behandelte von 10.000):

  • verringerte Zahl weißer Blutkörperchen, dadurch sind häufigere Infektionen möglich
  • verringerte Zahl roter Blutkörperchen, dadurch sind Blässe der Haut und eventuell Schwäche und Kurzatmigkeit möglich.

Auswirkungen auf die Ergebnisse von Blutuntersuchungen
Tanatril kann die Zusammensetzung des Blutes verändern. Ihr Arzt wird regelmäßige Bluttests durchführen und Sie über die Ergebnisse informieren.

Bei dieser Gruppe von Arzneimitteln wurde außerdem über folgende Nebenwirkungen berichtet:

  • verschwommenes Sehen
  • Gleichgewichtsstörung; Verwirrung; Ohrgeräusche
  • Erschöpfung; Depression; Schlafstörungen; Impotenz
  • Geschmacksveränderungen
  • veränderter Herzrhythmus (schneller, unregelmäßig); Herzanfall; Schlaganfall-ähnliche Symptome, die jedoch zu keinen bleibenden Schäden führen
  • erhöhtes Blutungsrisiko oder Risiko für die Entstehung blauer Flecken
  • Nesselausschlag; Hautrötung
  • Haarausfall
  • Atemnot; pfeifender Atem
  • Entzündungen, zum Beispiel der Nasennebenhöhlen (Sinusitis), der Zunge (Glossitis), der Leber (Hepatitis), der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) oder der Magenschleimhaut (Gastritis)
  • Durchfall; Verstopfung; trockener Mund
  • Darmverschluss; Darmschwellung mit Krämpfen
  • Nierenprobleme
  • Fieber
  • Muskelschmerzen; Gelenksschmerzen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchs-information angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Nicht über 30° C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Blister angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


Bewertungen «Tanatril 20 mg - Tabletten»