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«Tasmar 200 mg Filmtabletten»

Tasmar 200 mg Filmtabletten
Tasmar 200 mg Filmtabletten
Tasmar 200 mg Filmtabletten


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Tasmar wird zusammen mit Levodopa/Benserazid oder Levodopa/Carbidopa angewendet, wenn alle anderen Medikamente Ihre Parkinson’sche Krankheit nicht genügend stabilisieren können.

Die Catechol-O-methyltransferase (COMT) ist ein Enzym, das natürlich im Körper vorkommt und das Levodopa, das zur Behandlung Ihrer Parkinson’schen Krankheit angewendet wird, abbaut. Tasmar hemmt die COMT und verlangsamt den Abbau von Levodopa. Das bedeutet, dass sich bei gleichzeitiger Einnahme mit Levodopa (als Levodopa/Benserazid oder Levodopa/Carbidopa) die Symptome Ihrer Parkinsonerkrankung verbessern sollten.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Tasmar darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie eine Lebererkrankung oder erhöhte Leberenzymwerte haben
  • wenn Sie unter schweren Dyskinesien (unwillkürliche Bewegungen) leiden wenn Sie früher einmal einen Symptomenkomplex des Malignen Neuroleptischen Syndroms (MNS) - (schwerwiegende Muskelsteifheit, Fieber oder Verwirrtheit) hatten und/oder wenn Sie eine nicht-traumatische Rhabdomyolyse (Zerstörung des Muskelgewebes) oder eine Hyperthermie (Fieber) haben
  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Tolcapon oder einen der sonstigen Bestandteile von Tasmar sind
  • wenn Sie ein Phaeochromozytom (eine spezielle Form von Tumore) haben.
  • wenn Sie nicht-selektive Monoamin-Oxidase-(MAO-)Hemmer (zur Behandlung von Depressionen und Zwangstörungen) einnehmen

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Tasmar ist erforderlich,

  • sie dürfen erst mit der Einnahme von Tasmar beginnen, wenn Ihnen Ihr Arzt die Risikeneiner Behandlung mit Tasmar und die Maßnahmen, die notwendig sind, um diese Risiken möglichst gering zu halten, erklärt und Ihre Fragen beantwortet hat. Sie dürfen Tasmar deshalb nur

erhalten, wenn Ihre Parkinson’sche Krankheit mit anderen Behandlungsmethoden nicht zufrieden stellend beherrscht werden kann. Ihr Arzt wird außerdem die Behandlung mit Tasmar beenden, wenn sich nach drei Wochen Ihr Zustand nicht so weit verbessert hat, dass das Risiko einer fortgesetzten Behandlung gerechtfertigt ist.

  • Leberschäden: Tasmar kann in seltenen Fällen Leberschäden verursachen, die möglicherweise tödlich verlaufen können. Diese Leberschäden traten meist zwischen dem 1. und 6. Monat der Behandlung auf. Sie sind jedoch auch vor oder nach diesem Zeitraum möglich. Des Weiteren sei darauf hingewiesen, dass weibliche Patienten ein höheres Risiko für Leberschäden haben können. Vor Behandlungsbeginn: Um das Risiko von Leberschäden möglichst gering zu halten, dürfen Sie Tasmar nicht einnehmen, wenn Sie 1) eine Lebererkrankung haben oder 2) wenn bei der Blutuntersuchung, die vor Behandlungsbeginn durchgeführt wird, abweichende Leberwerte auftreten (Untersuchung der Alanin-aminotransferase (ALT) und der Aspartat-aminotransferase (AST)). Während der Behandlung: Es werden alle 2 Wochen während des ersten Behandlungsjahres, alle 4 Wochen in den darauffolgenden 6 Monaten und danach alle 8 Wochen Blutuntersuchungen vorgenommen, und die Behandlung wird abgebrochen, wenn diese abweichende Werte aufweisen.
  • Die Behandlung mit Tasmar kann gelegentlich zu Störungen der Leberfunktion führen. Bitte benachrichtigen Sie deshalb sofort Ihren Arzt, wenn bei Ihnen Krankheitszeichen wie z. B. Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen (besondes über der Leber im oberen Bauchbereich), Appetitverlust, Schwäche, Fieber, dunkle Verfärbung des Urins oder Gelbsucht (gelbe Haut oder Augen), oder wenn Sie leicht müde werden auftreten
  • falls Sie bereits einmal Tasmar eingenommen haben und während der Behandlung eine akute Leberschädigung auftrat, darf Tasmar nicht wieder angewendet werden.
  • MNS (Malignes Neuroleptisches Syndrom): Symptome des Malignen Neuroleptischen Syndroms können während der Behandlung mit Tasmar auftreten. MNS setzt sich aus einzelnen oder allen der folgenden Anzeichen zusammen: schwere Muskelsteifheit, Muskelzuckungen, ruckartige Bewegungen der Arme oder Beine, und Muskelschmerzen. Eine Muskelschädigung kann gelegentlich dunklen Urin verursachen. Andere bedeutsame Krankheitszeichen sind hohes Fieber und Verwirrtheit. Nach einer plötzlichen Dosisverringerung oder einem Absetzen von Tasmar oder anderen Parkinsonmitteln können sehr selten schwere Krankheitszeichen wie Muskelversteifung, Fieber oder Verwirrtheit auftreten. Bitte informieren Sie in diesem Fall Ihren Arzt. Vor Behandlungsbeginn: Um das Risiko für das Auftreten eines MNS möglichst gering zu halten, dürfen Sie Tasmar nicht anwenden, wenn Sie nach Auskunft Ihres Arztes unter schweren Dyskinesien (unwillkürlichen Bewegungen) leiden oder wenn bei Ihnen früher einmal eine Erkrankung auftrat, bei der es sich um MNS gehandelt haben könnte. Informieren Sie Ihren Arzt über alle verschreibungspflichtige und frei verkäufliche Arzneimittel, die Sie nehmen, da das Risiko für ein MNS bei Einnahme von Arzneimitteln steigt, die die Wirkung der Botenstoffe Dopamin und Serotonin im Gehirn beeinflussen. Während der Behandlung: Wenn bei Ihnen die oben beschriebenen Krankheitszeichen auftreten, die auf ein MNS hinweisen, müssen Sie diese Ihrem Arzt sofort mitteilen. Beenden Sie nicht die Einnahme von Tasmar oder einem anderen Parkinsonmittel ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt, da dadurch das Risiko für das Auftreten eines MNS steigen kann.
  • wenn Sie außer an Parkinson’scher Krankheit unter weiteren Erkrankungen leiden
  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber anderen Arzneimitteln, Nahrungsmitteln und Farbstoffen sind
  • kurz nach Beginn und während der Behandlung mit Tasmar können Krankheitszeichen auftreten, die durch Levodopa verursacht werden, wie z.B. Dyskinesien (unwillkürliche Bewegungen) und Übelkeit. Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie sich nicht wohl fühlen, da gegebenenfalls die Dosierung Ihres Levodopa verringert werden muss.

Bei Einnahme vo Tasmar mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige oder pflanzliche Arzneimittel handelt.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, insbesondere über Antidepressiva, alpha-Methyldopa (Arzneimittel gegen zu hohen Blutdruck), Apomorphin (wird gegen die Parkinson’sche Krankheit verwendet), Dobutamin (wird zur Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz verwendet), Adrenalin und Isoprenalin (werden zur Behandlung des Herzinfarktes verwendet).

Falls Sie Tasmar mit blutgerinnungshemmenden Mitteln (die die Blutverdickung hemmen) vom Warfarin-Typ einnehmen, wird der Arzt unter Umständen regelmäßige Blutuntersuchungen durchführen, um Ihre Blutgerinnungswerte zu überwachen.

Falls Sie ins Krankenhaus aufgenommen werden oder Ihnen ein neues Medikament verordnet wird, müssen Sie dem Arzt mitteilen, dass Sie Tasmar einnehmen.

Bei Einnahme von Tasmar zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Tasmar kann zusammen mit oder auch ohne Nahrungsmittel eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Teilen Sie Ihrem Arzt unbedingt mit, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen. Ihr Arzt wird Ihnen die Risiken und den Nutzen einer Einnahme von Tasmar während der Schwangerschaft erläutern.

Die Wirkungen von Tasmar bei Säuglingen sind nicht untersucht worden. Sie sollten Ihr Kind während der Behandlung mit Tasmar nicht stillen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Tasmar beeinflusst die Symptome Ihrer Parkinson’schen Krankheit. Da Ihre Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, durch die Krankheit beeinträchtigt sein können, sollten Sie Ihren Arzt zu Rate ziehen.

Die Einnahme von Tasmar zusammen mit Ihren anderen Arzneimitteln gegen die Parkinson’sche Krankheit kann übermäßige Müdigkeit am Tage und plötzliche Schlafattacken verursachen. Sollte dies bei Ihnen der Fall sein, dürfen Sie so lange kein Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen, mit denen Sie sich selbst oder andere dem Risiko schwerer Verletzungen aussetzen könnten, bis übermäßige Tagesmüdigkeit und Schlafattacken nicht mehr auftreten.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Tasmar

Dieses Arzenimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Tasmar daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Tasmar immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Zerbrechen oder zerdrücken Sie die Tabletten nicht. Nehmen Sie Tasmar mit Wasser ein.

Dosierung und Häufigkeit der Anwendung
Bei Behandlungsbeginn sowie während der Behandlung mit Tasmar kann es nötig sein, dass Ihre Levodopa-Dosis angepasst wird. Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, was Sie in diesem Falle tun müssen.

Ihr Arzt sollte die Behandlung immer mit der Standarddosis von dreimal 100 mg (1 Tablette) pro Tag beginnen. Falls innerhalb von 3 Wochen nach Behandlungsbeginn keine Besserung feststellbar sein sollte, soll Tasmar abgesetzt werden. Die Dosis sollte nur dann auf dreimal 200 mg pro Tag erhöht werden, wenn die Verbesserung Ihrer Parkinson-Beschwerden die zu erwartende Verstärkung der Nebenwirkungen überwiegt. Die Nebenwirkungen unter der erhöhten Dosierung können oft schwerwiegend sein und die Leber betreffen. Falls unter der erhöhten Dosierung nach 3 Wochen keine bessere Wirksamkeit zu sehen ist, sollte Ihr Arzt die Behandlung mit Tasmar beenden.

Die erste Dosis von Tasmar wird zusammen mit der ersten täglichen Dosis von Levodopa eingenommen, und die weiteren Dosen von Tasmar werden circa 6 und 12 Stunden später eingenommen. Das heißt, dass Sie eine Filmtablette am Morgen, eine Filmtablette tagsüber und eine Filmtablette am Abend einnehmen sollten.

Wenn Sie eine größere Menge von Tasmar eingenommen haben, als Sie sollten Falls Sie mehr Tabletten als vorgeschrieben eingenommen haben, oder falls jemand anderes aus Versehen Ihr Medikament eingenommen hat, benachrichtigen Sie sofort einen Arzt, Apotheker oder ein Krankenhaus, da Sie möglicherweise dringend ärztliche Hilfe benötigen.

Symptome einer Überdosierung können sein: Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und Atembeschwerden.

Wenn Sie die Einnahme von Tasmar vergessen haben
Holen Sie die versäumte Einnahme nach, sobald Sie sich daran erinnern, und nehmen Sie die weiteren Dosen zu den gewohnten Zeiten ein. Falls Sie mehrere Dosen vergessen haben, benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt und befolgen Sie den erteilten Rat.
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, um das Auslassen einer einzelnen Dosis auszugleichen.

Wenn Sie die Einnahme von Tasmar abbrechen
Reduzieren oder beenden Sie die Einnahme des Medikaments nicht, ohne dass der Arzt Sie dazu aufgefordert hat. Befolgen Sie immer die Anweisungen Ihres Arztes zur Dauer der Behandlung mit Tasmar.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Tasmar Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker so schnell wie möglich, wenn Sie sich unwohl fühlen, während Sie Tasmar einnehmen.

Leberfunktionsstörungen, in Einzelfällen schwere Hepatitis, wurden beobachtet. Sie müssen deshalb unverzüglich Ihren Arzt benachrichtigen, wenn Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Appetitverlust, Schwäche, Fieber, dunkle Verfärbung des Urins oder Gelbsucht auftreten.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt: Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000 ,
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Sehr häufig können die folgenden unerwünschten Wirkungen auftreten: Dyskinesien (unwillkürliche Bewegungen), Übelkeit, Schlafstörungen, verminderter Appetit, Durchfall, Ohnmachtsanfälle, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl im Stehen, Schläfrigkeit, Verwirrtheit und Halluzinationen.

Häufig, können Brustschmerzen, Verstopfung, Bauchschmerzen, Erbrechen, Mundtrockenheit und verstärktes Schwitzen während der Behandlung mit Tasmr auftreten. Weitere häufige Nebenwirkungen sind Dystonie, Grippe und grippeähnliche Symptome.

Sehr selten kommt es bei Patienten zum Malignen Neuroleptischen Syndrom (schwere Anzeichen von Muskelversteifung, Fieber oder Verwirrtheit), wenn eine Behandlung mit Parkinson-Medikamenten plötzlich reduziert oder abgesetzt wird.

Kurz nach Behandlungsbeginn sowie während der Behandlung mit Tasmar können Nebenwirkungen auftreten, die auf Levodopa zurückzuführen sind, wie z.B. unwillkürliche Bewegungen und Übelkeit. Sie sollten deshalb Ihren Arzt benachrichtigen, wenn Sie sich nicht wohl fühlen, da gegebenenfalls die Dosis Ihres Levodopa geändert werden muss.

Benachrichtigen Sie Ihren Arzt, wenn schwerer oder anhaltender Durchfall auftritt.

Dieses Arzneimittel kann eine harmlose Gelbfärbung des Urins hervorrufen. Falls Sie jedoch eine dunkle Verfärbung Ihres Urins bemerken, informieren Sie bitte Ihren Arzt, da dies ein Anzeichen einer Muskelverletzung oder eines Leberschadens sein kann.

Benachrichtigen Sie Ihren Arzt oder einen Apotheker, falls eine der Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt, oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation aufgeführt sind

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Sie dürfen Tasmar nicht verwenden, wenn Sie bemerken, dass die Tabletten beschädigt sind.


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