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«Tavolax®»

Tavolax®
Tavolax®


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Tavolax ist ein Abführmittel, das die stuhlfördernde Eigenbewegung des Dickdarms auslöst, den Stuhl aufweicht und geschmeidig macht.

Tavolax kann verabreicht werden, wenn Pressdruck vermieden werden muss, z.B. bei Operationen von Hämorrhoiden und Afterschrunden. Tavolax wird kurzfristig bei Darmträgheit (Obstipation), Verstopfung infolge Bettruhe, ungewohnter Kost oder auf Reisen angewendet. Zur Darmentleerung vor Röntgenaufnahmen im Magen-Darm-Bereich und Operationen soll Tavolax nur unter medizinischer Beaufsichtigung angewendet werden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Bei länger andauernder Verstopfung soll die Ursache abgeklärt und der Hausarzt aufgesucht werden. Bei Kindern und Patienten mit schwerer Erkrankungen ist eine ärztliche Beratung erforderlich.

Bei Verstopfung sollten Sie, wenn möglich, ballaststoffreiche Nahrung (Gemüse, Früchte, Vollkornbrot) sowie viel und regelmässig Flüssigkeit einnehmen und auf körperliche Betätigung (Sport) achten.

Bei akuten Erkrankungen im Bauchbereich (z.B. bei Darmverschluss oder Entzündungsprozessen) und schwerer Dehydratation darf Tavolax nicht eingenommen werden. Bei Übelkeit, Erbrechen, Leibschmerzen oder sonstigen Anzeichen einer Blindarmentzündung soll das Präparat nicht eingenommen werden.

Für Kinder von 4–12 Jahren darf das Präparat nur auf ärztliche Verordnung verwendet werden. Tavolax eignet sich nicht für Kinder unter 4 Jahren.


Kindern unter 12 Jahren darf Tavolax nur nach ärztlicher Verschreibung verabreicht werden.

Abführmittel sollen wegen einer möglichen Gewöhnung nur gelegentlich und nicht länger als 1–2 Wochen eingenommen werden. Langzeitbehandlungen gehören unter ärztliche Kontrolle.

Wenn Sie Diuretika (harnstofftreibende Mittel), orale Kortikosteroide oder Herzmittel einnehmen, sollten Sie Tavolax nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. mit Ihrer Ärztin verwenden (Möglichkeit von Interaktionen).

Bei der Einnahme von Herzmitteln: Bei längerer Einnahme eines Abführmittels kann es durch vermehrten Flüssigkeitsverlust und Störungen des Mineralstoffhaushaltes (u.a. Kaliumverlust) zu einer verstärkten Wirkung von Herzmitteln (Digitalispräparate) kommen.

Milch und Arzneimittel gegen Magenübersäuerung sollen nicht gleichzeitig mit Tavolax eingenommen werden, da sich sonst die Dragées rascher als gewünscht auflösen. Wenn Sie ein Arzneimittel gegen Magenübersäuerung benötigen, nehmen Sie es eine halbe Stunde nach Tavolax ein.

Patientinnen und Patienten, die auf Azofarbstoffe, Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin, Alcacyl) sowie Rheuma und Schmerzmittel (Prostaglandinhemmer) überempfindlich reagieren, sollen Tavolax nicht anwenden.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Medikamente (auch selbstgekaufte!) einnehmen.


Tavolax darf während der Schwangerschaft oder Stillzeit nicht ohne Einverständnis Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin eingenommen werden.

Wie wird es angewendet?

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: 1–2 Dragées vor dem Schlafengehen.

Bei hartnäckiger Verstopfung kann die Dosis auf 3 Dragées erhöht werden.

Kinder 4–12 Jahren: nur auf ärztliche Verschreibung; maximal 1 Dragée vor dem Schlafengehen. Bei Einnahme am Abend kommt es nach etwa 10 Stunden, also ohne Störung der Nachtruhe, am nächsten Morgen zu ein bis zwei Entleerungen. Die Dragées Tavolax werden unzerkaut geschluckt, am besten mit etwas Flüssigkeit (keine Milch).

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder von der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder Drogistin.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Tavolax auftreten:

– wenn Sie ein Abführmittel über längere Zeit einnehmen, ist es möglich, dass Ihr Körper durch eine vermehrte Ausscheidung auch wichtige Salze (Elektrolyte) verliert.

– nach Einnahme der Dragées kann es gelegentlich zu unangenehmen Empfindungen wie Blähungen und Bauchschmerzen kommen. Dies trifft besonders im Falle einer bereits lange bestehenden Verstopfung zu.

– das Auftreten von Durchfall ist Zeichen einer zu hohen Dosierung und ist nur vor dem Röntgen oder vor Operationen erwünscht.

– kann Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut- und Atmungsorgane auslösen, insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit Asthma, Nesselfieber (chronischer Urtikaria) oder mit Überempfindlichkeit auf Acetylsalicylsäure und andere Rheuma- und Schmerzmittel.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin informieren.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) und für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Die Dragées sind vor Feuchtigkeit zu schützen. Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Zusätzliche Informationen

In Apotheken und Drogerien ohne ärztliches Rezept.

Packungen zu 30 Dragées.


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