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«Teneretic® mite/Teneretic® Filmtabletten»

Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Das Medikament ist eine Kombination aus den Wirkstoffen Atenolol und Chlortalidon. Es wird bei erhöhtem Blutdruck eingesetzt.Herzleistung und Blutdruck werden laufend durch ein kompliziertes System aus verschiedenen Botenstoffen und Nervensignalen den Bedürfnissen des Körpers angepasst. Für eine Steigerung der Leistungsfähigkeit sorgt z.B. das Hormon Adrenalin. Am Herz dockt es an speziellen Bindungsstellen, den Beta-Rezeptoren, an und bewirkt dort eine Steigerung der Herzleistung und des Blutdrucks. An den Blutgefäßen bindet es sich an Alpha-Rezeptoren und verengt die Gefäße. Auch dadurch steigt der Blutdruck.Atenolol ist ein Beta-Rezeptoren-Blocker. Er besetzt die Beta-Rezeptoren und verhindert damit die Wirkung von Adrenalin am Herzen. Das Herz schlägt langsamer und weniger kraftvoll, der Blutdruck sinkt. Der Herzmuskel verbraucht weniger Energie und Sauerstoff - Atembeklemmungen und Schmerzen in der Herzgegend, die bei der Herzenge (Angina pectoris ) auftreten, werden gebessert. Chlortalidon ist ein Entwässerungsmittel (Diuretikum). Es fördert die Salz- und Wasserausscheidung durch die Nieren. Durch Abnahme des Wasseranteils im Blut verringert sich die Blutmenge, die vom Herzen durch den Körper gepumpt wird. Dadurch wird das Herz entlastet und der Blutdruck gesenkt. Wasser, dass aus den Blutgefäßen in das Gewebe übergetreten ist (Ödeme), wird ausgeschwemmt.Vor allem zu Beginn der Therapie werden Sie wohl häufiger die Toilette aufsuchen müssen. Um nachts ungestört schlafen zu können, empfiehlt es sich, das Medikament am Morgen einzunehmen.Weiterlesen:Anwendungsgebiete

Anwendungsgebiete

  • Bluthochdruck (Hypertonie)

Packungsgrößen

  • 30 Filmtbl. (N1) mite
  • 50 Filmtbl. (N2) mite
  • 100 Filmtbl. (N3) mite
  • 30 Filmtbl. (N1)
  • 50 Filmtbl. (N2)
  • 100 Filmtbl. (N3)

Warnhinweise!

  • Die Behandlung des Bluthochdrucks mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Durch individuell auftretende, unterschiedliche Reaktionen kann die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?

  • Asthma bronchiale
  • Besondere Form der Herzrhythmusstörungen (AV-Block)
  • Besteht eine Überempfindlichkeit gegen Antibiotika aus der Gruppe der Sulfonamide, kann auch bei Anwendung des o. g. Präparats eine Überempfindlichkeit bestehen (Kreuzreaktion).
  • Gleichzeitige Einnahme von Medikamenten zur Behandlung der Depression aus der Arzneimittelgruppe der MAO-Hemmer
  • Schwere Durchblutungsstörungen
  • Schwere Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
  • Schwere Leber- und Nierenfunktionsstörungen
  • Störungen des Mineralstoff- und Wasserhaushalts
  • Verlangsamter Herzschlag, weniger als 50 Schläge pro Minute (Bradykardie)
  • Vorsicht bei Personen mit Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • Vorsicht bei Personen, die zu erhöhten Harnsäurewerten neigen (Gicht).

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Während der Schwangerschaft und der Stillzeit darf das Medikament nicht angewendet werden.

Nebenwirkungen

Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

  • Durchblutungsstörungen von Händen und Füßen, Taubheits- und Kältegefühl in den Gliedmaßen (Gelegentlich)
  • Störungen des Gehirns unterschiedlicher Ursache wie z.B. Empfindungsstörungen, Schwindel, Müdigkeit, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Verwirrtheit, Halluzinationen (Gelegentlich)
  • Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautreaktionen, z.B. Rötung, Juckreiz, Ausschlag, Quaddelbildung (Gelegentlich)
  • Flüssigkeitsverlust führt zu Mundtrockenheit, Müdigkeit und Kopfschmerzen. Bei starken Flüssigkeitsmangel sind Verwirrtheit und Blutdruckabfall mit Kollapsneigung möglich. (Gelegentlich)
  • Verminderung des Kaliumspiegels im Blut (Hypokaliämie) mit Symptomen wie Benommenheit, Muskelschwäche, Magen-Darm-Beschwerden, Verstopfung, Herzrhythmusstörungen (Gelegentlich)
  • Mineralstoffverluste (Natrium, Kalium, Magnesium) (Gelegentlich)
  • Trockene Augen, z.B. mit Rötung, Brennen, Schmerzen, Fremdkörpergefühl (Sandkorn im Auge). Beschwerden beim Tragen von Kontaktlinsen (Selten)

Wechselwirkungen

Beta-Blocker können die Empfindlichkeit gegenüber Allergenen erhöhen und allergische Reaktionen verstärken. Andere blutdrucksenkende Arzneimittel wie ACE-Hemmer, Kalzium-Antagonisten oder gefäßerweiternde Medikamente werden in ihrer blutdrucksenkenden Wirkung verstärkt.Entzündungshemmende Medikamente aus der Arzneistoffgruppe der Nichtsteroidalen Antiphlogistika wie Diclofenac oder Ibuprofen vermindern die harntreibende und blutdrucksenkende Wirkung.Diabetesmedikamente mit Wirkstoffen aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe werden in ihrer Wirksamkeit vermindert. Der Wiederanstieg des Blutzuckerspiegels nach Gabe von Insulin oder oralen Antidiabetika wird verzögert. Das ruft verstärkt Unterzuckerreaktionen hervor. Da Atenolol die Wirkung des Adrenalins unterdrückt, werden Warnsymptome des Körpers gegen Unterzuckerung (Herzklopfen) nicht wahrgenommen!Da Chlortalidon den Mineralstoff Kalium aus dem Körper ausschwemmt, kann eine gleichzeitige Einnahme von Abführmittel und Kortison, die ebenfalls zu einer Kaliumausscheidung führen, den Kaliumspiegel im Blut stark senken. Das Präparat kann die Wirkung weiterer Medikamente verstärken oder abschwächen oder selbst verstärkt oder abgeschwächt werden. Halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie noch andere Medikamente einnehmen.


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