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«Tenoretic - Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Tenoretic ist ein blutdrucksenkendes Arzneimittel. Es enthält zwei Wirkstoffe, die einander in ihrer blutdrucksenkenden Wirkung ergänzen.

Atenolol übt eine blockierende Wirkung vorwiegend auf bestimmte Rezeptoren am Herzen aus (kardioselektiver Betablocker). Somit findet eine Verminderung der Häufigkeit von Angina pectoris Anfällen statt. Des weiteren wird ein erhöhter Blutdruck gesenkt und bestimmten
Herzrhythmusstörungen entgegen gewirkt.
Chlortalidon, ein Sulfonamid-Diuretikum, entwässert den Körper durch vermehrte Harnausscheidung und unterstützt somit die blutdrucksenkende Wirkung von Atenolol.

Tenoretic – Filmtabletten werden angewendet bei Bluthochdruck, wenn mit einem Einzelwirkstoff (Atenolol bzw. Chlortalidon) keine ausreichende Blutdrucksenkung erzielt werden konnte.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Tenoretic darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Atenolol oder andere Arzneimittel derselben Stoffklasse (Betablocker), Chlortalidon oder andere Arzneimittel derselben Stoffklasse (Thiazide), Sulfonamide oder einen der sonstigen Bestandteile sind,
  • wenn Sie einen erhöhten Druck im Lungenarteriensystem (pulmonale Hypertonie) haben,
  • wenn Sie an einer ausgeprägten Herzmuskelschwäche (manifeste Herzinsuffizienz) leiden,
  • wenn Sie einen akuten Herzinfarkt haben,
  • wenn bei Ihnen ein herzbedingter (kardiogener) Schock vorliegt,
  • wenn bei Ihnen mittelgradige bis schwere Erregungsleitungsstörungen (AV-Block) von den Herzvorhöfen auf die Herzkammern bestehen,
  • wenn Sie einen unregelmäßigen Herzschlag haben, der häufig sehr langsam ist und manchmal sehr schnell (Sinusknotensyndrom),
  • wenn bei Ihnen die Erregungsleitung zwischen dem Sinusknoten und dem Herzvorhof gestört ist (sinuatrialer Block),
  • wenn Ihr Ruhepuls vor der Behandlung unter 50 Schlägen pro Minute liegt,
  • wenn Sie einen sehr niedrigen Blutdruck haben (Hypotonie),
  • wenn Sie an einer stoffwechselbedingten Übersäuerung des Blutes leiden,
  • wenn Sie zu Bronchialverkrampfungen neigen (z.B. bei Asthma bronchiale),
  • wenn Sie einen akuten Asthmaanfall haben,
  • wenn die Durchblutung Ihrer Arme oder Beine sehr stark vermindert ist,
  • wenn Sie mit Calciumantagonisten vom Verapamiltyp behandelt werden,
  • wenn Sie gleichzeitig bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen oder die Parkinson Krankheit nehmen (MAO-Hemmstoffe, Ausnahme: MAO-B-Hemmstoffe – siehe Abschnitt 2.),
  • wenn Ihre Nierenfunktion schwer gestört ist (Nierenversagen mit stark eingeschränkter oder fehlender Harnproduktion),
  • wenn Ihre Leberfunktion schwer gestört ist,
  • wenn Sie unter klinisch relevanten Störungen des Mineralhaushaltes leiden, wie stark erhöhtem Calciumgehalt im Blut sowie Natrium- oder Kaliummangel,
  • wenn Sie an Gicht erkrankt sind,
  • wenn Sie Tumoren im Nebennierenmark (Phäochromozytom) haben, die unbehandelt sind,
  • wenn Sie schwanger sind,
  • wenn Sie stillen.

Das Arzneimittel ist für die Anwendung bei Kindern nicht geeignet, da nicht genügend Erfahrungen vorliegen.

Sagen Sie Ihrem Arzt, dass Sie Tenoretic einnehmen. Wenn Sie Tenoretic einnehmen, dürfen Ihnen bestimmte Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (wie Disopyramid oder Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazemtyp) nicht intravenös verabreicht werden.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Tenoretic ist erforderlich,

  • wenn Sie an einer schweren Verkalkung der Gehirn- bzw. Herzkranzgefäße leiden,
  • wenn Sie einen erhöhten Harnsäuregehalt im Blut (Hyperurikämie ) oder Gicht haben,
  • wenn die Durchblutung Ihrer Arme oder Beine stark vermindert ist,
  • wenn die Calciumkonzentration Ihres Blutes erhöht ist,
  • wenn Sie an einer stoffwechselbedingten Übersäuerung des Blutes leiden,
  • wenn Sie eine gering ausgeprägte Störung der Erregungsleitung von den Herzvorhöfen auf die Herzkammern haben,
  • wenn Sie zuckerkrank sind und Ihre Blutzuckerwerte stark schwanken (es kann zu einer schweren Unterzuckerung kommen, wobei die Warnzeichen wie schneller Herzschlag und Zittern verschleiert sein können),
  • wenn Sie fasten oder sehr schweren körperlichen Belastungen ausgesetzt sind (es kann zu einer schweren Unterzuckerung kommen),
  • wenn Sie einen Tumor des Nebennierenmarks haben, da dieser zuvor und begleitend mit bestimmten Medikamenten behandelt werden sollte,
  • wenn Sie gleichzeitig mit bestimmten Arzneimitteln gegen Herzleistungsschwäche (Digitalis), entzündungshemmenden Arzneimitteln (Glukokortikoide) oder Abführmitteln behandelt werden,
  • wenn Ihre Leberfunktion eingeschränkt ist,
  • wenn Ihre Nierenfunktion geringgradig eingeschränkt ist,
  • wenn bei Ihnen selbst oder in Ihrer Familie schon einmal eine Schuppenflechte aufgetreten ist (kann ausgelöst oder verschlechtert werden),
  • wenn Sie an einer bestimmten Form von Brustschmerzen (Angina pectoris) leiden, bei der die Schmerzanfälle überwiegend in Ruhe auftreten (Prinzmetal-Angina), da diese Anfälle vermehrt und z.T. verstärkt auftreten können,
  • wenn Sie schon einmal eine schwere Überempfindlichkeitsreaktion hatten, oder wenn Sie sich einer Behandlung zur Schwächung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft (Desensibilisierungstherapie) gegen Insektengifte (z. B. Bienen-, Wespenstich) unterziehen (Sie dürfen in diesem Fall Tenoretic nur nach ausdrücklicher Verordnung Ihres Arztes einnehmen. Wirkstoffe aus der Gruppe der Betablocker, wie das in diesem Arzneimittel enthaltene Atenolol, können die Empfindlichkeit gegenüber allergieauslösenden Substanzen und die Schwere von Überempfindlichkeitsreaktionen erhöhen.),
  • wenn Sie leichte Durchblutungsstörungen in den Armen und Beinen haben, da diese durch Wirkstoffe aus der Gruppe der Betablocker verschlimmert werden können,
  • wenn Sie an einer Schilddrüsenüberfunktion leiden, da die Anzeichen durch den Betarezeptorenanteil von Tenoretic verschleiert werden können,
  • wenn Sie an einer Minderdurchblutung des Herzmuskels leiden (In diesem Fall sollten Sie Tenoretic nicht abrupt absetzen [siehe auch Abschnitt 3. „Wenn Sie die Einnahme von Tenoretic abbrechen“]),
  • wenn Sie an einer einengenden Atemwegserkrankung leiden, da es auch bei Anwendung eines Wirkstoffs aus der Gruppe der Betablocker, die sich speziell an das Herz richten (wie Atenolol), zu einer Verschlimmerung kommen kann (Ihr Arzt wird in diesem Fall das Absetzen von Tenoretic verordnen.),
  • wenn Sie eine Veranlagung für eine Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) haben, (Ihr Arzt wird Ihnen Tenoretic dann nur mit Vorsicht verabreichen. Lassen Sie sich den Blutzucker gegebenen falls in kürzeren Abständen kontrollieren.)
  • wenn Sie an Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) leiden. (Bitte informieren Sie Ihren Arzt sodass für eine ausreichende Kompensation vor Beginn der Therapie gesorgt werden kann.)

Bestimmte Laborkontrollen (Blutzucker, Cholesterin, Triglyzeride, Elektrolyte [insbesondere Kalium-, Natrium-, Calciumionen], Kreatinin und Harnstoff, Harnsäure, Blutbild, eventuell Blutgerinnung, Leberfunktion, Nierenfunktion) sind während der Behandlung mit Tenoretic notwendig, folgen Sie daher den Anordnungen Ihres behandelnden Arztes.

Besondere Hinweise:

Infolge eines verminderten Kaliumwertes im Blut können Müdigkeit, Schläfrigkeit, Muskelschwäche, Empfindungsstörungen, Lähmungserscheinungen, Teilnahmslosigkeit oder Herzrhythmusstörungen auftreten. Schwere Kaliumverluste können zu einem teilweisen Darmverschluss bis hin zu einer Darmlähmung oder zu Bewusstseinsstörungen bis zum Koma führen.

Während der Behandlung mit Tenoretic sollten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme achten und wegen des Kaliumverlustes kaliumreiche Nahrungsmittel zu sich nehmen (Bananen, Gemüse, Nüsse).

Es wurde über einen Anstieg von Antikörpern berichtet, die sich gegen Bestandteile des Zellkern richten.

Die harntreibende Komponente von Tenoretic kann einen niedrigen Kaliumspiegel im Blut hervorrufen. Lassen Sie daher Ihren Kaliumspiegel regelmäßig überprüfen, insbesondere, wenn Sie zu den älteren Patienten gehören, ein bestimmtes Herzmedikament (Digitalis) einnehmen, eine kaliumarme Diät einhalten oder an Magen-Darm-Beschwerden leiden.

Durch die harntreibende Komponente von Tenoretic kann der Harnsäurespiegel im Blut ansteigen. Lassen Sie gelegentlich Ihren Harnsäurespiegel überprüfen.

Die Herzfrequenz wird durch den Betarezeptorenanteil von Tenoretic herabgesetzt. Falls Ihnen das Beschwerden bereiten sollte, kann Ihr Arzt die Dosis reduzieren.

Die Anwendung von Tenoretic kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Bei Einnahme von Tenoretic mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht
verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneistoffe bzw. Präparategruppen kann bei gleichzeitiger Behandlung mit Tenoretic beeinflusst werden:

  • Magnesium-, Aluminium-, Calcium-hältige, Magensäure-bindende oder -neutralisierende Mittel (Antacida), eine bestimmte Art von Penicillin (Ampicillin): Tenoretic kann langsamer wirken
  • Xanthin-hältige Präparate (z.B. Amino-, Theophyllin): gegenseitige Wirkungseinschränkung
  • Blutgerinnungs-hemmende Arzneimittel (Antikoagulantien): die Wirkung der Antikoagulantien kann herabgesetzt sein
  • Photosensibilisierende Arzneimittel: Verstärkung der Lichtempfindlichkeit
  • Blutzuckersenkende Arzneimittel zum Einnehmen (z. B. Sulfonylharnstoffe/Biguanide), Insulin: Verstärkung des blutzuckersenkenden Effektes, Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers - insbesondere erhöhte Herzfrequenz und Zittern der Finger - sind verschleiert oder abgemildert.
  • Harnsäuresenkende Arzneimittel: deren Wirkung kann abgeschwächt sein
  • Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung der Herzschwäche (Digitalisglykoside): Verzögerung der Erregungsleitung am Herzen, Wirkungen und Nebenwirkungen von Digitalisglykosiden können bei vorhandenem Kalium- und Magnesiummangel verstärkt werden, weiters können Blutdruckabfall (Hypotonie), eine langsame Herzschlagfolge (Bradykardie) oder ein Herzstillstand (Asystolie) als Wechselwirkung auftreten
  • Arzneimittel, die das vegetative Nervensystem beeinflussen (Parasympathomimetika): Blutdruckabfall (Hypotonie), Überleitungsstörung zwischen Herzvorhöfen u. –kammern (AV-Block), verminderte Herzfrequenz (Bradykardie) oder ein Herzstillstand (Asystolie)
  • Bestimmte Arzneimittel gegen Schmerzen (Salicylsäure) in hohen Dosen: Verstärkung der schädigenden Wirkung auf das zentrale Nervensystem
  • Bestimmte Arzneimittel zur Muskelerschlaffung bei Operationen (Muskelrelaxanzien vom Curaretyp): Verstärkung und Verlängerung der muskelerschlaffenden Wirkung. Wenn bei Ihnen eine Operation bevorsteht, informieren Sie den Narkosearzt darüber, dass Sie Tenoretic einnehmen
  • Bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (Lithium): Erhöhung der Lithiumkonzentration im Blut, somit Verstärkung der schädigenden Wirkung von Lithium auf Herz und Nerven; Lassen Sie Ihren Lithiumspiegel regelmäßig kontrollieren.
  • Kaliumausscheidende Arzneimittel (z. B. Furosemid), kortisonhaltige Arzneimittel (Glukokortikoide), Arzneimittel zur Funktionsdiagnostik der Nebennieren (ACTH), Arzneimittel zur Behandlung von Magengeschwüren (Carbenoxolon), pilzhemmende Arzneimittel (Amphotericin B) oder Missbrauch von Abführmitteln: Störungen im Mineralhaushalt (verstärkte Kalium- und/oder Magnesiumverluste)
  • Vitamin D, Calciumsalze: Anstieg des Calciumgehalts im Blut
  • Die Zellteilung hemmende Arzneimittel (Zytostatika wie Cyclophosphamid, Fluorouracil, Methotrexat): verstärkte knochenmarkschädigende Wirkung (insbesondere Abnahme der Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen)

Bitte beachten Sie dass bestimmte Laborfunktionsproben (Nebenschilddrüse, Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse, erhöhter Harnsäuregehalt des Blutes [häufig]) durch die Einnahme von Tenoretic beeinträchtigt werden können.

Tenoretic wird wie folgt beeinflusst:

Verstärkung der Wirkung bis hin zum erhöhten Nebenwirkungsrisiko:

  • Nitrate und andere blutdrucksenkende Arzneimittel, harntreibende Arzneimittel, gefäßerweiternde Substanzen, bestimmte Schlafmittel (Barbiturate), Arzneimittel zur Behandlung von psychischen Erkrankungen (Phenothiazine, bestimmte Antidepressiva): Verstärkung der Wirkung, langsame Herzschlagfolge (Bradykardie)
  • ACE-Hemmer (Arzneimittel die in der Therapie des Bluthochdrucks oder der chronischen Herzmuskelschwäche eingesetzt werden, wie z. B. Captopril, Enalapril): zu Behandlungsbeginn Risiko eines massiven Blutdruckabfalls
  • Bestimmte Arzneimittel, die den Blutdruck durch Erweiterung der Blutgefäße senken (Kalziumantagonisten vom Nifedipintyp): verstärkte Blutdrucksenkung, in Einzelfällen Ausbildung einer Herzmuskelschwäche
  • Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (Kalziumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazemtyp sowie andere Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen wie z. B. Disopyramid): verstärkter Blutdruckabfall, stark verminderte Herzfrequenz, andere Herzrhythmusstörungen und Herzversagen. Diese Kalziumantagonisten dürfen frühestens 48 Stunden nach dem Absetzen von Tenoretic verabreicht werden (siehe auch Abschnitt 2. „Tenoretic darf nicht eingenommen werden“)
  • Arzneimitteln, die das zentrale Nervensystem beeinflussen (z.B. Hypnotika, Tranquilizer, tri-/tetrazyklische Antidepressiva, Neuroleptika) oder Alkohol: Blutdruckabfall (Hypotonie)
  • Bestimmte Arzneimittel gegen hohen Blutdruck (Reserpin, Alphamethyldopa, Guanfacin oder Clonidin): neben Verstärkung der blutdrucksenkenden Wirkung auch stark verminderte Herzfrequenz.
  • Betäubungsmittel: verstärkter Blutdruckabfall, Verstärkung der herzkraftschwächenden Wirkung. Wenn bei Ihnen eine Operation bevorsteht, informieren Sie den Narkosearzt darüber, dass Sie Tenoretic einnehmen.

Abschwächung der blutdrucksenkenden Wirkung von Tenoretic:

  • Ergotamin (entspannt die glatte Muskulatur): Gefäß-verengende Wirkung
  • Arzneimittel, die das vegetative Nervensystem stimulieren (Sympathomimetika): Blutdruckanstieg (Hypertonie), stark verminderte Herzfrequenz (exzessive Bradykardie) bis hin zu Herzstillstand
  • Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen (z. B. Salicylsäure, Indometacin, Ibuprofen): Abschwächung der blutdrucksenkenden Wirkung, in Einzelfällen Verschlechterung der Nierenfunktion
  • Arzneimittel zur Senkung erhöhter Fettspiegel (Cholestyramin, Colestipol): Die Aufnahme von Tenoretic wird vermindert
  • Blutdrucksteigernde Arzneimittel, die Ihnen vom Arzt in Notfällen per Injektion verabreicht werden (Norepinephrin, Epinephrin): beträchtlicher Blutdruckanstieg möglich
  • Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (MAO-Hemmer): überschießender Bluthochdruck (siehe auch Abschnitt 2. „Tenoretic darf nicht eingenommen werden“)
  • Clonidin (bestimmtes Arzneimittel gegen hohen Blutdruck): Wenn Sie Clonidin und Tenoretic gleichzeitig einnehmen und Clonidin abrupt absetzen, kann Ihr Blutdruck überschießend ansteigen. Sie dürfen Clonidin erst absetzen, wenn Sie einige Tage zuvor die Einnahme von Tenoretic beendet haben. Anschließend können Sie Clonidin stufenweise absetzen (fragen Sie bitte Ihren Arzt). Sie dürfen die Behandlung mit Tenoretic erst mehrere Tage nach dem Absetzen von Clonidin beginnen.

Bei Einnahme von Tenoretic zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Die gleichzeitige Einnahme von Alkohol führt zu einer Verstärkung der blutdrucksenkenden Wirkung von Tenoretic bis zum erhöhten Nebenwirkungsrisiko.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Tenoretic darf in der Schwangerschaft nicht angewendet werden.
Sie dürfen Tenoretic nicht einnehmen, wenn Sie stillen, da beide Wirkstoffe in erheblichen Mengen in die Muttermilch übergehen und mit Arzneimittelwirkungen zu rechnen ist. Ein deutlich niedrigeres Geburtsgewicht bei Neugeborenen und ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko können auftreten.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Die Behandlung des Bluthochdrucks mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen soweit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Tenoretic immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Nehmen Sie Tenoretic mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. ein Glas Wasser) unzerkaut vor der Mahlzeit ein.

Bitte beachten Sie, dass es 2 Stärken von Tenoretic gibt:
Tenoretic mite: entsprechend 50 mg Atenolol und 12,5 mg Chlortalidon
Tenoretic: entsprechend 100 mg Atenolol und 25 mg Chlortalidon

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
1x täglich eine Tenoretic mite Filmtablette (entsprechend 50 mg Atenolol und 12,5 mg Chlortalidon). Bei unzureichender Blutdrucksenkung ist eine Steigerung auf 1x täglich zwei Tenoretic mite Filmtabletten bzw. 1x täglich eine Tenoretic Filmtablette (entsprechend 100 mg Atenolol und 25 mg Chlortalidon) möglich.

Grundsätzlich sollte die Behandlung des Bluthochdrucks mit einem Einzelwirkstoff in niedriger Dosierung (einschleichend) begonnen werden. Bevor Sie mit der Einnahme von Tenoretic mite beginnen, sollten Sie mit den Einzelwirkstoffen von Tenoretic mite (Atenolol und Chlortalidon) von Ihrem Arzt auf die Dosierung von Tenoretic mite eingestellt worden sein.

Die Dauer der Behandlung bestimmt Ihr Arzt.
Eine Unterbrechung oder Beendigung der Behandlung darf nur auf ärztliche Anordnung erfolgen.

Kinder:

Es gibt keine Erfahrungen mit Tenoretic bei Kindern; daher wird Tenoretic bei Kindern nicht empfohlen.

Patienten mit Niereninsuffizienz:

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte die tägliche Dosis vermindert bzw. der Einnahme-Abstand vergrößert werden. Beachten Sie bitte die Anweisungen Ihres Arztes! (siehe Abschnitt 2 „Tenoretic darf nicht eingenommen werden,“ und „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Tenoretic ist erforderlich“)

Patienten mit Leberinsuffizienz:

Vorsicht ist geboten bei Patienten mit Leberinsuffizienz. (Bei Patienten mit herabgesetzter Leberfunktion oder progressiver Lebererkrankung können geringe Veränderungen des Flüssigkeits- und Elektrolytgleichgewichts zu Leberkoma führen.)

Ältere Patienten:

Sie sollten eine Dosierung von 1 Tenoretic mite-Filmtablette nicht übersteigen.

Wenn Sie eine größere Menge von Tenoretic eingenommen haben, als Sie sollten,

kann bei Ihnen in Abhängigkeit vom Ausmaß der Überdosierung eine Verstärkung von Nebenwirkungen auftreten.
Wenn Sie den Verdacht einer Überdosierung haben, wenden Sie sich bitte sofort an den nächsten Arzt! Dieser kann über die erforderlichen Maßnahmen entscheiden. Halten Sie eine Packung des Arzneimittels und die Packungsbeilage bereit, damit sich der Arzt über den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann.

Wenn Sie die Einnahme von Tenoretic vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Fahren Sie mit der Einnahme wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Einnahme von Tenoretic abbrechen

Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit Tenoretic nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt. Ein Absetzen der Behandlung mit Tenoretic sollte besonders bei Erkrankungen der Herzkranzgefäße nicht abrupt, sondern ausschleichend erfolgen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Tenoretic Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die Häufigkeit der unerwünschten Wirkungen wird wie folgt eingeteilt:
Sehr häufig (≥1/10)
häufig (≥1/100, <1/10) <br />gelegentlich (≥1/1.000, <1/100) <br />selten (≥1/10.000, <1/1.000) <br />sehr selten (<1/10.000) <br />nicht bekannt (auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Atenolol:

Herzerkrankungen:

häufig: verlangsamter Herzschlag
gelegentlich: Blutdruckabfall in Verbindung mit kurzdauernder Bewusstlosigkeit, Erregungsleitungsstörungen von den Herzvorhöfen auf die Herzkammern oder Verstärkung einer Herzleistungsschwäche, Kreislaufregulationsstörungen
nicht bekannt: Herzleistungsschwäche

Erkrankungen des Nervensystems:

häufig: Müdigkeit
gelegentlich : Insbesondere zu Beginn der Behandlung: Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Schwitzen, Benommenheit

Augenerkrankungen:

selten: geringgradige Sehstörungen (z. B. verschwommenes Sehen), verminderter Tränenfluss (dies ist beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten). Eine bestehende Kurzsichtigkeit kann sich verschlimmern.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mittelfells

Selten: Krampfzustand der Atemwegsmuskulatur

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts:

gelegentlich: vorübergehende Magen-Darm-Beschwerden (Mundtrockenheit und Durst, Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen und Krämpfe im Bauchraum, Verstopfung, Durchfall)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

nicht bekannt: übermäßiges Schwitzen, Hautausschlag nach Lichteinwirkung (photoallergisches Exanthem)
selten: Haarausfall, Schuppenflechte-ähnliche Hautausschläge, Verschlechterung einer Schuppenflechte
In Einzelfällen abgestorbene Haut

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen:

gelegentlich: Muskelkrämpfe, Gelenkschmerz

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:

nicht bekannt: Stoffwechsel-bedingte Effekte (Erhöhung der Blutfettwerte, Absinken des HDL-Cholesterins, Verstärkung des durch Insulin bewirkten Absinkens des Blutzuckers unter Normalwert)

Gefäßerkrankungen:

häufig: Kältegefühl in den Gliedmaßen
gelegentlich: zu starke Blutdrucksenkung, Durchblutungsstörungen der Gliedmaßen (Kältegefühl, arterielle Durchblutungsstörung des Beines kann verstärkt werden)

Erkrankungen des Immunsystems:

In Einzelfällen wurde eine Überempfindlichkeitsreaktion von Seiten des Knochenmarks beobachtet.

Leber- und Gallenerkrankungen:

selten: Gelbsucht, Leberschaden inklusive Gallestauung innerhalb der Leber

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse:

selten: Libido- und Potenzstörungen (z.B. Impotenz)

Psychiatrische Errankungen

gelegentlich: Schlafstörungen
selten: Stimmungsschwankungen, Depressionen, Verwirrtheit, Alpträume, Halluzinationen, psychische Störungen

Untersuchungen

gelegentlich: Erhöhung der Transaminasespiegel
sehr selten: ANA-Anstieg

Chlorthalidon

Herzerkrankungen:

nicht bekannt: unregelmäßiger Herzschlag

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

selten: Blutarmut, Verminderung der weißen Blutkörperchen, Verminderung der Blutplättchenzahl sehr selten: Verminderung einer bestimmten Art von weißen Blutkörperchen (Granulozyten) nicht bekannt: Blutbildveränderungen (z.B. extreme Blutarmut), Magnesiummangel

Erkrankungen des Nervensystems:

nicht bekannt: Sensibilitätsstörungen

Augenerkrankungen:

Nicht bekannt: Kurzsichtigkeit, Gelbsehen

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts:

häufig: gastrointestinale Beschwerden (Übelkeit)
gelegentlich: vorübergehende Magen-Darm-Beschwerden (Erbrechen, Schmerzen und Krämpfe im Bauchraum, Verstopfung, Durchfall)
selten: Entzündung der Bauchspeicheldrüse

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

häufig: Hautblutungen
gelegentlich: Nesselausschlag
nicht bekannt: Überempfindlichkeit mit Hautblutungen, Lichtüberempfindlichkeit, flüchtiger Hautausschlag, Gesichtsrötung, Lidschwellung infolge Flüssigkeitsansammlung, Kahlheit als Folge eines vermehrten Haarausfalls, Syndrom der verbrühten Haut (Lyell-Syndrom) (evtl. landkartenartiger Hautausschlag), Aktivierung einer bestimmten systemischen Autoimmunerkrankung (systemischer Lupus erythematodes)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

gelegentlich: Muskelschwäche

Erkrankungen des Hormonhaushaltes

häufig: Beeinträchtigung des Blutzuckerspiegels

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:

häufig: erhöhter Calcium-Gehalt des Blutes, krankhafte Erhöhung des Blutzuckers und Ausscheidung von Zucker im Harn bei Stoffwechselgesunden und bei Patienten mit latentem oder manifester Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Magnesiummangelsyndrom (dieses kann nach einer Monotherapie mit Chlortalidon beobachtet werden, im Zuge derer die Dosierung höher ist als jene, welche für ein Kombinationsprodukt empfohlen wird)
nicht bekannt: Kaliummangel mit entsprechenden Symptomen (Mundtrockenheit, Durstgefühl, Muskelschmerzen bzw. -krämpfe, Übelkeit, Erbrechen), Natriummangel (besonders bei älteren Patienten), Erhöhung des Harnsäurespiegels im Blut (bei Disposition), Anstieg der Blutfette (Cholesterin und Triglyzeride)

Gefäßerkrankungen:

selten: Gefäßentzündung
nicht bekannt: eine bestimmte Art der Gefäßentzündung der Haut (nekrotisierende Vaskulitis)

Leber- und Gallenerkrankungen:

Nicht bekannt: Gelbsucht

Untersuchungen

häufig: Erhöhung der Harnsäurewerte im Blut, verringerte Blutnatrium- und Blutkaliumwerte

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Trocken lagern. Nicht über 25 °C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Blisterstreifen angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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