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«Terbinafin Actavis 250 mg Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Terbinafin Actavis enthält Terbinafin, einen Wirkstoff gegen Pilzinfektionen. Es tötet die Pilze durch die Zerstörung von deren Zellmembran ab.

Terbinafin Actavis wird angewendet bei Pilzinfektionen der Finger- und Zehennägel, der Fußsohlen (Sportlerfuß) oder Infektionen im Leistenbereich oder ausgedehnten Pilzinfektionen der Haut.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Terbinafin Actavis darf nicht eingenommen werden,
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Terbinafin oder einen der sonstigen Bestandteile von Terbinafin Actavis sind (siehe Abschnitt 6).
wenn Sie eine schwere Nieren- oder Leberfunktionsstörung haben.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Terbinafin Actavis ist erforderlich

Halten Sie bitte Rücksprache mit Ihrem Arzt, bevor Sie Terbinafin Actavis einnehmen, wenn Sie eine Leberfunktionsstörung haben. Möglicherweise muss Ihre Dosis angepasst werden.
wenn Sie Psoriasis haben (eine Hauterkrankung mit schuppenden Hautstellen). Unter Terbinafin Actavis kann es zu einer Verschlechterung der Erkrankung kommen.

Brechen Sie die Einnahme der Tabletten ab und wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt bei Anzeichen eines Leberproblems wie Hautausschlag, Übelkeit, Appetitverlust, Müdigkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Gelbfärbung der Haut oder des Augenweiß, dunklem Urin oder hellen Stühlen.
bei Schwellungen von Gesicht, Zunge und Luftröhre, die erhebliche Atembeschwerden verursachen können (Angioödem).

Wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt,
wenn Sie plötzlich hohes Fieber oder Halsschmerzen bekommen.

Bei Einnahme von Terbinafin Actavis mit anderen Arzneimitteln:
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht
verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Dies ist wichtig, weil Terbinafin Actavis mit anderen Arzneimitteln Wechselwirkungen eingehen kann. Dadurch könnte die Wirkung entweder des einen oder des anderen eingenommenen Arzneimittels abgeschwächt oder verstärkt werden.

Wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, wird der Arzt die Dosis von Terbinafin Actavis oder des anderen Arzneimittels möglicherweise ändern:
Rifampicin (zur Behandlung von Tuberkulose)
Cimetidin (ein Mittel zur Behandlung von Magengeschwüren)
trizyklische Antidepressiva, selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (zur Behandlung von Depressionen) und Monoaminooxidase-Hemmer (zur Behandlung von Depressionen und der Parkinson-Krankheit)
Betablocker (zur Behandlung von Bluthochdruck oder bestimmten Herzerkrankungen)

Wenn Sie orale Kontrazeptiva (die „Pille“) einnehmen, kann es unter Terbinafin Actavis zu Zwischenblutungen oder unregelmäßigen Menstruationszyklen kommen.

Bei Einnahme von Terbinafin Actavis zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Durch eine gleichzeitige Nahrungsaufnahme wird die Wirkung von Terbinafin Actavis nicht beeinflusst; Terbinafin Actavis kann daher unabhängig von einer Mahlzeit eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Terbinafin Actavis darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hat es Ihnen ausdrücklich verordnet.
Sie dürfen Terbinafin Actavis während der Stillzeit nicht einnehmen, da der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht .

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Terbinafin Actavis hat keinen oder einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Terbinafin Actavis immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die übliche Dosis bei Erwachsenen einschließlich älterer Personen beträgt 250 mg einmal täglich (1 Tablette Terbinafin Actavis

Kinder und Jugendliche (<18 Jahre):</b>
Daten zur Anwendung dieses Arzneimittels bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren liegen nicht vor. Terbinafin Actavis darf bei Kindern nicht angewendet werden, es sei denn, der Arzt hat es ausdrücklich verordnet.

Nieren- und Leberfunktionsstörungen

Möglicherweise muss Ihre Dosis reduziert werden. Der Arzt wird über die Höhe Ihrer Dosis entscheiden.

Dauer der Anwendung
Die Dauer der Behandlung richtet sich nach der Lokalisation und Schwere der Infektion: Pilzinfektion bzw. Flechte im Leistenbereich und ausgedehnte Pilzinfektion der Haut (Hautflechte): übliche Behandlungsdauer 2 - 4 Wochen.
Pilzinfektion der Fußsohlen (Sportlerfuß), der Füße und zwischen den Zehen: Die Behandlungsdauer kann bis zu 6 Wochen betragen.
Pilzinfektion der Fingernägel: übliche Behandlungsdauer 6 Wochen.
Pilzinfektion der Zehennägel: Die übliche Behandlungsdauer ist 12 Wochen, in einigen Fällen können aber bis zu 6 Monate erforderlich sein.

Wenn Sie eine größere Menge von Terbinafin Actavis eingenommen haben als Sie sollten, Wenn Sie eine größere Menge von Terbinafin Actavis als Ihre übliche Dosis eingenommen haben, wenden Sie sich bitte unverzüglich an Ihren Arzt oder Ihre Krankenhausambulanz. Symptome einer Überdosierung sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Schmerzen im Oberbauch und Schwindel.

Wenn Sie die Einnahme von Terbinafin Actavis vergessen haben
Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben, nehmen Sie die vergessene Tablette ein, sobald Sie sich daran erinnern. Falls der Zeitpunkt für die nächste Einnahme bald bevorsteht, holen Sie die vergessene Einnahme nicht nach, sondern nehmen Sie die nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, um eine vergessene Einnahme auszugleichen.

Wenn Sie die Einnahme von Terbinafin Actavis abbrechen
Ihr Arzt wird Ihnen erklären, wie lange Sie Terbinafin Actavis einnehmen müssen. Brechen Sie die Einnahme von Terbinafin Actavis nicht ab, bevor die vom Arzt verordnete Behandlung beendet ist, da die Infektion möglicherweise noch nicht vollständig beseitigt ist. Nach Abschluss der Behandlung kann es noch einige Wochen dauern, bis alle Ihre Symptome verschwunden sind.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Terbinafin Actavis Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Folgende bedeutsamen Nebenwirkungen erfordern ein unverzügliches Handeln, wenn Sie bei Ihnen auftreten. Nehmen Sie Terbinafin Actavis nicht weiter ein und suchen Sie umgehend ihren Arzt auf, wenn Sie folgende Beschwerden haben:
Schwellungen von Gesicht, Zunge und Luftröhre, die erhebliche Atembeschwerden verursachen können (Angioödem).
plötzlich auftretende allergische Reaktion mit Atemnot, Hautausschlag, pfeifendem Atemgeräusch und Blutdruckabfall (Anaphylaxie).
schwere, ausgedehnte Hautreaktion mit Blasenbildung (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse).
Gelbfärbung der Haut und des Augenweiß, dunkler Urin oder heller Stuhl, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen (Anzeichen für Leberprobleme).

Die folgenden Nebenwirkungen können auftreten:

Häufig (Vorkommen bei weniger als 1 von 10, aber bei mehr als 1 von 100 Behandelten)

Kopfschmerzen, Völlegefühl, Appetitverlust, Verdauungsprobleme, Übelkeit, leichte Bauchschmerzen, Durchfall, leichte Hautreaktionen wie Hautausschlag und Nesselausschlag

Gelegentlich (Vorkommen bei weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten)

Geschmacksstörungen einschließlich Geschmacksverlust. Nach Absetzen des Arzneimittels klingt diese Nebenwirkung allmählich ab. In Einzelfällen wurde von anhaltenden Geschmacksstörungen berichtet.

Selten (Vorkommen bei weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten)

Prickeln oder Kribbeln der Haut (Parästhesien), verminderter Tastsinn, Benommenheit, Unwohlsein oder Müdigkeit.
Leberprobleme, wie Leberentzündung (Hepatitis), Gelbfärbung der Haut und des Augenweiß (Gelbsucht) und Gallenabflussprobleme (Cholestase).
Schwere Hautreaktionen, wie schwere allergische Reaktionen mit Fieber, Entzündung der Gelenke und/oder Augen (Stevens-Johnson-Syndrom) oder Blasenbildung und Abschälen der Haut (toxische epidermale Nekrolyse). Mit den Hautreaktionen können Gelenk- und Muskelschmerzen auftreten.

Sehr selten (Vorkommen bei weniger als 1 von 10.000 Behandelten)Schweres Leberversagen mit Symptomen wie Appetitverlust, Unwohlsein, Erbrechen, Müdigkeit, Bauchschmerzen, Gelbsucht (gelbliche Färbung der Haut und des Augenweiß), starke dunkle Färbung des Urins oder helle Stühle.
Allergische Reaktionen mit Schwellungen von Gesicht, Zunge und Rachen mit Schluck- und Atembeschwerden. Veränderungen in den Blutbildwerten, schwere Immunerkrankung mit Hautsymptomen (SLE), schwere psychische Störungen wie Depression und Angstzustände, Verschlechterung einer bestehenden Psoriasis (schuppende Hauterkrankung), Haarausfall, Gewichtsverlust aufgrund verminderter Nahrungsaufnahme.

Durch Terbinafin Actavis kann es zu einem Abfall der Anzahl der weißen Blutkörperchen kommen, so dass Ihre Immunabwehr gegen Infektionen geschwächt wird. Wenn Sie während der Anwendung von Terbinafin Infektionsanzeichen wie Fieber und eine deutliche Verschlechterung Ihres Allgemeinzustands bemerken oder Fieber mit Zeichen einer lokalen Infektion (z.B. Entzündung von Hals, Rachen oder Mund oder Beschwerden beim Wasserlassen) bekommen, sollten Sie unverzüglich Ihren Arzt aufsuchen. Der Arzt kann durch eine Blutuntersuchung feststellen, ob die Anzahl der weißen Blutzellen möglicherweise verringert ist (Agranulozytose). Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt darüber informieren, dass Sie Terbinafin Actavis einnehmen.

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.


Bewertungen «Terbinafin Actavis 250 mg Tabletten»