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«Terbinafin "ratiopharm" 250 mg - Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Terbinafin ist ein pilzabtötendes Mittel.
Terbinafin „ratiopharm“ ist wirksam gegen Pilzinfektionen der Haut, Haare und Nägel, die durch Haut-, Hefe- und
Schimmelpilze verursacht werden.

Pilzinfektionen der Haut am Rumpf, an Gliedmaßen (wie am Unterschenkel und Fuß) und Hefepilzinfektionen der Haut verursacht durch die Gattung Candida (z.B. Candida albicans), sollten nur dann mit Terbinafin „ratiopharm“ behandelt werden, wenn es Ihr Arzt aufgrund der Lokalisation, Schwere und Ausmaß des Infektes als notwendig erachtet.

Anmerkung Terbinafin „ratiopharm“ ist nicht wirksam bei Pilzinfektionen der Scheide und bei Pityriasis versicolor (Kleienflechte, d.h. eine Hautpilzinfektion hervorgerufen durch Hefepilze).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Terbinafin „ratiopharm“ darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Terbinafin oder einen der sonstigen Bestandteile von Terbinafin „ratiopharm“ sind.
  • wenn Sie unter Geschmacksstörungen leiden oder gelitten haben.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Terbinafin „ratiopharm“ ist erforderlich

  • falls Sie an einer Leberfunktionsstörung oder an einer eingeschränkten Nierenfunktionleiden. Sie sollten Ihren Arzt vor der Einnahme von Terbinafin „ratiopharm“ darauf hinweisen.
  • wenn Sie Schuppenflechte (Psoriasis) haben, da über sehr seltene Fälle einer Verschlimmerung dieser Erkrankung im Zusammenhang mit der Anwendung von Terbinafin berichtet wurde.
  • falls während der Behandlung mit Terbinafin „ratiopharm“ folgende Beschwerden bei Ihnen auftreten:
  • hohes Fieber oder Halsschmerzen (dies können Hinweise auf eine schwerwiegende Blutbildveränderung [sogenannte Agranulozytose] sein),
  • ungeklärte anhaltende Übelkeit, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Erbrechen, Juckreiz, Beschwerden im rechten Oberbauch, Gelbsucht, dunkler Urin oder heller Stuhl (dies können Hinweise auf eine unter Umständen schwerwiegende Leberfunktionsstörung sein)
  • Geschmacksstörungen
  • sich verschlimmernde Hautreaktionen In diesen Fällen ist unter Umständen ein Behandlungsabbruch erforderlich. Falls dies auf Sie zutrifft kontaktieren Sie daher bitte sofort Ihren Arzt, damit dieser über die weitere Vorgehensweise entscheiden kann.

Für eine erfolgreiche Behandlung der Pilzinfektion sollten Sie einige Hinweise beachten:

  • An Kleidungsstücken, die mit der erkrankten Haut in Kontakt kommen, können die Erreger der Pilzerkrankungen haften bleiben. Deshalb sollten Sie diese Kleidungsstücke täglich wechseln. Tragen Sie keine Unterwäsche oder Socken aus Kunststoff. Denn Kunststoff sperrt die Luft aus, es bleibt immer feucht. Baumwolle jedoch lässt die Haut atmen. Ziehen Sie jeden Tag frische Unterwäsche/Socken an.
  • Eine normale und vor allem trockene Haut ist der beste Schutz vor Pilzinfektionen. Waschen Sie die erkrankten Hautpartien oder Hände/Füße 2 x täglich mit einem frischen Waschlappen. Trocknen Sie sich besonders gut ab, und verwenden Sie jedes Mal ein frisches Handtuch.
  • Wenn Sie an einer Fuß- oder Nagelpilzinfektion leiden, sollten Sie Schuhe tragen; so vermeiden Sie eine Weiterverbreitung der Pilze.

Bei Einnahme von Terbinafin „ratiopharm“ mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Mit folgenden Arzneimitteln sind Wechselwirkungen möglich:

  • Mittel gegen Magenerkrankungen (z.B. Cimetidin),
  • bestimmte Mittel zur Behandlung von Depressionen (trizyklische Antidepressiva u.a. Desimpramin, Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, Monoaminoxidase-Hemmer vom Typ B)
  • Mittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen und Herz-Kreislauf-Störungen (Antiarrhythmika der Klasse 1A, 1B, 1C, ß-Rezeptorenblocker)
  • Rifampicin (Mittel gegen Tuberkulose) 2
  • Ciclosporin (bestimmtes Mittel zur Unterdrückung der Immunabwehr),

Teilen Sie bitte Ihrem Arzt mit, wenn Sie zusätzlich die Antibabypille nehmen, da es
vereinzelt zu Monatsblutungsstörungen kommen kann. Beim Auftreten von Blutungsstörungen, beachten Sie bitte die Gebrauchsinformation Ihrer Antibabypille.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme / Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen über die Anwendung bei schwangeren Frauen vor.

Über die Anwendung von Terbinafin „ratiopharm“ in der Schwangerschaft entscheidet Ihr Arzt nach strenger Nutzen-/Risikoabwägung.

Terbinafin wird in die Muttermilch ausgeschieden und soll daher bei stillenden Frauen nicht angewendet werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es wurden keine Studien über die Auswirkungen einer Terbinafin „ratiopharm”-Behandlung auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Patienten, bei denen Schwindel als Nebenwirkung auftritt, sollten kein Fahrzeug lenken oder Maschinen bedienen.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Terbinafin „ratiopharm” immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem
Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls von Ihrem Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Erwachsene: Erwachsene erhalten 250 mg (1 Tablette zu 250 mg) pro Tag.

Kinder: Für Kinder unter 2 Jahren (Gewicht normalerweise unter 12 kg) liegen keine Daten vor. Bei Kindern über 2 Jahren hat sich die Anwendung von oralem Terbinafin „ratiopharm“ als gut verträglich erwiesen.

Die übliche Dosierung für Kinder über 2 Jahre beträgt:

  • Kinder unter 20 kg: 62,5 mg 1 x pro Tag
  • Kinder von 20 bis 40 kg: 125 mg (1/2 Tablette zu 250 mg) 1 x pro Tag
  • Kinder über 40 kg: 250 mg (1 Tablette zu 250 mg) 1 x pro Tag

Spezielle Dosierungsanweisungen: Dosierung bei Patienten mit eingeschränkter Leber- bzw. Nierenfunktion: Bei Patienten mit chronischer oder aktiver Lebererkrankung bzw. eingeschränkter Nierenfunktion wird Terbinafin „ratiopharm” nicht empfohlen.

Anwendung bei älteren Patienten: Es gibt keine Hinweise dafür, dass bei älteren Patienten eine andere Dosierung erforderlich ist als bei jüngeren oder dass sie andere Nebenwirkungen entwickeln. Bei Verschreibung von

Terbibafin „ratiopharm“ ist die Möglichkeit einer bereits bestehenden eingeschränkten Leber- oder Nierenfunktion bei dieser Altersgruppe in Betracht zu ziehen.

Art der Anwendung
Die Tabletten können unzerkaut mit viel Wasser, vor oder nach einer Mahlzeit, eingenommen werden.

Dauer der Anwendung
Die Anwendungsdauer von Terbinafin „ratiopharm“ hängt von der Art und Schwere der Erkrankung ab und dauert bei Pilzerkrankungen der Haut im Allgemeinen 2 – 4 Wochen, bei Fußpilz 2 - 6 Wochen, bei Nagelpilz der Fingernägel 6 Wochen und bei Nagelpilz der Zehennägel bis 3 Monate (im Einzelfall auch länger).
Ihr Arzt wird entscheiden, wie lange die Terbinafin „ratiopharm“ -Einnahme in Ihrem Fall nötig ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Terbinafin „ratiopharm“ eingenommen haben, als Sie sollten Wenige Fälle von Überdosierung (bis zu 5 g) sind bekannt, die zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Oberbauchbeschwerden und Schwindel führen.

Falls Sie zu viele Tabletten eingenommen haben oder versehentlich ein Kind einige Tabletten geschluckt hat, nehmen Sie sofort Kontakt mit einem Arzt oder der Notfallabteilung des nächsten Krankenhauses auf. Nehmen Sie die restlichen Tabletten oder die Verpackung mit, damit sich der Arzt über den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann

Für den Arzt:

Zur Therapie bei Überdosierung finden Sie Hinweise am Ende dieser Gebrauchsinformation!

Wenn Sie die Einnahme von Terbinafin „ratiopharm“ vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie stattdessen einfach die übliche folgende Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Terbinafin „ratiopharm“ abbrechen
Es ist wichtig, dass die Behandlung mit Terbinafin „ratiopharm“ ausreichend lange durchgeführt wird. Eine zu kurze Behandlungsdauer und/oder eine unregelmäßige Medikamenteneinnahme bergen die Gefahr einer erneuten Verschlechterung bzw. des Wiederauftretens der Krankheit in sich. Auch wenn eine Besserung der Krankheitssymptome oder eine Beschwerdefreiheit eintritt, darf daher
die Behandlung mit Terbinafin „ratiopharm“ keinesfalls ohne ärztliche Anweisung geändert oder abgebrochen werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Terbinafin „ratiopharm“ Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Folgende Nebenwirkungen können während der Behandlung mit Terbinafin „ratiopharm“ auftreten:

Untersuchungen Ein vorübergehender Anstieg bestimmter Laborwerte (Leberwerte und BUN [Blutstickstoff]) ist möglich.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Sehr selten: starke Verminderung der weißen Blutkörperchen (Neutropenie, Agranulozytose) und der Blutplättchen (Thrombozytopenie) sowie Verminderung aller Blutzellreihen (Panzytopenie).

Erkrankungen des Nervensystems
Häufig: Kopfschmerzen
Gelegentlich: Geschmacksstörungen oder Geschmacksverlust – diese verschwinden in der Regel innerhalb von einigen Wochen nach Absetzen von Terbinafin „ratiopharm“.
Geschmacksstörungen oder –verlust können in Einzelfällen auch länger dauern. In sehr seltenen Fällen führten die Geschmacksstörungen zu Appetitlosigkeit, die durch verminderte Nahrungsaufnahme einen ungewollten Gewichtsverlust verursachte.
Sehr selten: Schwindel, Empfindungsstörungen der Haut (z.B. Kribbeln), verminderte Reizempfindlichkeit der Haut.

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts Sehr häufig: Völlegefühl, Blähungen, bitterer Geschmack, Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, Übelkeit, leichte Bauchschmerzen, Durchfall. Magenschleimhautentzündung (Gastritis) (ein ursächlicher Zusammenhang mit der Anwendung von Terbinafin konnte nicht bestätigt werden).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Sehr häufig: Leichte Formen von allergischen Hautreaktionen (Ausschlag, Juckreiz, Nesselsucht). Sehr selten: schwere entzündliche Hautveränderungen (z. B. Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse; akutes, generalisiertes pustulöses Exanthem), Schuppenflechten-artige Hautausschläge oder eine Verschlimmerung der Schuppenflechte. Haarausfall (ein ursächlicher Zusammenhang mit der Anwendung von Terbinafin konnte nicht bestätigt werden).

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Sehr häufig: Reaktionen des Muskel- und Skelettsystems (Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen). Schleimbeutelentzündungen (ein ursächlicher Zusammenhang mit der Anwendung von Terbinafin konnte nicht bestätigt werden).

Gefäßerkrankungen Bluthochdruck (ein ursächlicher Zusammenhang mit der Anwendung von Terbinafin konnte nicht bestätigt werden).

Allgemeine Erkrankungen

Sehr selten: Müdigkeit.

Erkrankungen des Immunsystems Sehr selten: schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische Reaktionen einschließlich plötzlich auftretende Schwellungen v.a. im Gesichtsbereich, bei Beteiligung von Zunge und Kehlkopf unter Umständen mit Schluckbeschwerden und Atemnot [sogenannte Angioödeme]), Auftreten oder die Verschlechterung eines kutanen oder systemischen Lupus erythematodes (eine bestimmte Immunsystemerkrankung).

Leber- und Gallenerkrankungen Selten: Klinisch relevante Störungen der Leberfunktion (vorwiegend aufgrund von Gallestau) einschließlich sehr seltener Fälle von schwerem Leberversagen (mit nachfolgender
Lebertransplantation oder Todesfolge). In der Mehrzahl dieser Fälle hatten die Patienten schwerwiegende Grunderkrankungen und ein ursächlicher Zusammenhang mit der Einnahme von Terbinafin „ratiopharm“ war ungewiss.

Wie soll es aufbewahrt werden?

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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