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«Tetanus-Adsorbat-Impfstoff "Merieux" - Fertigspritze»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Tetanus-Adsorbat-Impfstoff „Mérieux“ dient der Vorbeugung und dem Schutz vor Wundstarrkrampf (Tetanus), hervorgerufen durch Tetanus-Erreger (Clostridium tetani) im Rahmen der Grundimmunisierung wie auch der regelmäßigen Auffrischung.

Im Verletzungsfall wird Tetanus-Adsorbat-Impfstoff „Mérieux“ sowohl ungeimpften wie auch unvollständig geimpften Personen verabreicht, eventuell gleichzeitig mit Tetanus-Immunglobulin.

Tetanus-Adsorbat-Impfstoff „Mérieux“ ist ein Totimpfstoff aus gereinigtem Tetanus-Toxoid. Die Tetanus-Toxoide veranlassen das Immunsystem körpereigene Abwehrstoffe (Antikörper), die gegen das Gift der Tetanus-Erreger gerichtet sind, zu produzieren. Im Falle eines späteren Kontaktes mit Tetanus-Erregern schützen diese Antikörper vor der Erkrankung an Wundstarrkrampf (Tetanus).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Bitte teilen Sie Ihrer Ärztin / Ihrem Arzt mit, wenn Sie oder Ihr Kind an Allergien leiden oder wenn bei Ihnen oder Ihrem Kind gesundheitliche Probleme nach einer früheren Impfung auftraten.

Tetanus-Adsorbat-Impfstoff „Mérieux“ darf nicht angewendet werden,
wenn Sie bzw. Ihr Kind an einer bekannten Überempfindlichkeiten (Allergie) gegen einen der Bestandteile des Impfstoffes leiden.
wenn Sie bzw. Ihr Kind an Fieber, akuten Erkrankungen sowie erblich bedingten chronischen Erkrankungen leiden sollte die Impfung verschoben werden.
wenn Sie bzw. Ihr Kind mit allergischen Reaktionen oder neurologische Störungen nach vorangegangenen Impfungen reagiert haben.

Im Verletzungsfall gibt es nur wenige Gegenanzeigen (z.B. bekannte, schwere, allergische Reaktionen auf Bestandteile des Impfstoffes). In diesem Fall wird Tetanus-Immunglobulin verabreicht.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Tetanus-Adsorbat-Impfstoff „Mérieux“ ist erforderlich,

Nicht intravaskulär verabreichen. Stellen Sie sicher, dass die Nadel kein Blutgefäß verletzt hat.

Bei Anwendung von Tetanus-Adsorbat-Impfstoff „Mérieux“ mit anderen Arzneimitteln: Keine Interaktionen mit anderen Arzneimitteln wurden nachgewiesen.
Tetanus-Adsorbat-Impfstoff „Mérieux“ darf mit anderen Impfstoffen an unterschiedlichen Impfstellen verabreicht werden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Informieren Sie bitte Ihre Ärztin / Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind.

Die Verwendung von Tetanus-Adsorbat-Impfstoff „Mérieux“ bei Schwangeren zur Vermeidung von Tetanus neonatorum in Neugeborenen zeigte keine schädigenden Effekte für den Fötus oder das Neugeborene.

Tetanus-Antikörper treten über in die Muttermilch und könnten zum Transfer schützender Antikörper für das Neugeborene beitragen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen sind unwahrscheinlich.

Wie wird es angewendet?

Dosierung:
Die Dosierung für Tetanus-Adsorbat-Impfstoff „Mérieux“ beträgt 0,5 ml für alle Altersgruppen:

Die Anwendung von Tetanus-Adsorbat-Impfstoff „Mérieux“ soll gemäß den offiziellen Empfehlungen erfolgen.

Auffrischung ohne vorhergehende Verletzung:
Es empfiehlt sich, nach einer kompletten Grundimmunisierung alle 10 Jahre eine Auffrischungsimpfung mit Tetanus-Adsorbat-Impfstoff „Mérieux“ vorzunehmen. Gemäß der Österreichischen Impfempfehlung ist Kombinationsimpfstoffen der Vorzug zu geben. Daher sollen Kombinationsimpfungen ausschließlich vor Tetanus schützenden Impfstoffen vorgezogen werden. Sollte der Zeitpunkt für eine erforderliche Auffrischung übersehen worden sein, ist auch noch später ein Auffrischeffekt mit einer einmaligen Impfung zu erzielen.

Im Verletzungsfall:
Falls gemäß der Österreichischen Impfempfehlung ohnehin eine Kombinationsimpfung vorgesehen ist (z.B. Kombination mit Diphtherie bzw. Diphtherie - Kinderlähmung), soll diese dem Tetanus-Adsorbat-Impfstoff „Mérieux“ vorgezogen werden.
Bei sauberen, geringfügigen Wunden, die nicht älter als 24 Stunden sind, kann bei vorhandener Grundimmunisierung auf die aktive und passive Immunisierung verzichtet werden, wenn die letzte Impfung nicht länger als 10 Jahre zurückliegt (siehe Tabelle 1).

Tabelle 1: Empfehlungen zur Prophylaxe nach Tetanus-Exposition

* Unterschiedliche Spritzen, Nadeln und Injektionsstellen verwenden.
** Entsprechend der offiziellen Impfempfehlungen

Prophylaxe-Tetanus neonatorum
Frauen im reproduktionsfähigen Alter und schwangere Frauen, welche nicht kürzlich immunisiert wurden, sollten 2 Dosen Tetanus-Adsorbat-Impfstoff „Mérieux“ mit einem Minimumintervall von 4 Wochen erhalten, mit einer Erstimpfung verabreicht 90 Tage oder mehr vor Entbindung. Es wurde berichtet, dass die dritte Dosis von Tetanus-Toxoid im folgenden Jahr oder in einer anschließenden Schwangerschaft einen Schutz für das Neugeborene bietet für mindestens 5 zusätzliche Jahre und dass eine vierte Dosis weitere 10 Jahre Schutz bietet.

Art der Anwendung:
Da es sich um einen Adsorbat-Impfstoff handelt, sollte dieser vorzugsweise in den Muskel (intramuskulär) verabreicht werden um Lokalreaktionen minimal zu halten.

Die empfohlenen Injektionsstellen sind der obere Bereich des Oberschenkels bei Säuglingen und Kleinkindern und der Muskel des Oberarmes bei Erwachsenen.

Die Verabreichung kann auch tief unter die Haut (subkutan) erfolgen.

Jedoch sollte die intradermale Verabreichung (in die Haut) nicht erfolgen.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch Tetanus-Adsorbat-Impfstoff „Mérieux“ Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie oder Ihr Kind erheblich beeinträchtigt oder Sie oder Ihr Kind Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Basierend auf spontanen Meldungen wurden die folgenden Nebenwirkungen während der Anwendung von Tetanus-Adsorbat-Impfstoff „Mérieux“ berichtet. Diese Nebenwirkungen wurden sehr selten (< 0,01 %) berichtet, jedoch konnten keine genauen Inzidenzraten berechnet werden.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems:
Erkrankung der Lymphknoten, niedriger Blutdruck (Hypotonie; in Zusammenhang mit Allergischen Reaktionen vom Typ I)

Erkrankungen des Immunssystems
Allergische Reaktionen vom Typ I

Erkrankungen des Nervensystems

Kopfschmerzen, Schwindel

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:
Allergie-ähnliche Symptome, wie generalisierter Juckreiz, Nesselsucht oder Hautrötung

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen:

Muskelschmerz, Gelenkschmerz

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:
Reaktionen an der Injektionsstelle wie Schmerz, Ausschlag, Rötung oder Ödem (Wassereinlagerung), können innerhalb von 48 Stunden nach Verabreichung auftreten und 1 bis 2 Tage andauern. Das Auftreten eines Knotens unter der Haut kann manchmal mit diesen Reaktionen einhergehen. Fälle von aseptischen Abszessen wurden in Ausnahmefällen berichtet.
Das Auftreten und Ausmaß dieser lokalen Reaktionen, können durch die Injektionsstelle, Verabreichungsroute und Verabreichungsmethode und die zuvor erhaltenen Dosen beeinflusst werden.
Vorübergehende Pyrexie
Unwohlsein

Alle diese Reaktionen wurden vermehrt bei hyperimmunisierten Patienten beobachtet, besonders bei Fällen mit zu kurzen zeitlichen Abständen zwischen den Booster-Impfungen.

Bei sehr unreifen Frühgeborenen (Geburt vor oder in der 28. Schwangerschaftswoche) können innerhalb von 2-3 Tagen nach der Impfung längere Atempausen auftreten.

Mögliche Nebenwirkungen
(d.h. Nebenwirkungen, welche mit anderen Impfstoffen mit einem oder mehreren Antigen-Bestandteilen von Tetanus-Adsorbat-Impfstoff „Mérieux“ berichtet wurden) und nicht direkt mit Tetanus-Adsorbat-Impfstoff „Mérieux“.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Im Kühlschrank lagern (2°C - 8°C). Nicht einfrieren.
In Originalverpackung aufbewahren um Inhalt vor Licht zu schützen.
Aufbewahrung unter 2°C oder über 8°C vermindert die Wirksamkeit des Impfstoffs.

Eingefrorener Impfstoff muss vernichtet werden.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen Tetanus-Adsorbat-Impfstoff „Mérieux“ nach dem auf der Fertigspritze und dem Umkarton nach verwendbar bis angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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