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«Theospirex retard 150 mg - Filmtabletten»

Theospirex retard 150 mg - Filmtabletten
Theospirex retard 150 mg - Filmtabletten


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Theophyllin, der Wirkstoff von Theospirex retard 150 mg Filmtabletten, bewirkt eine Erweiterung der Atemwege und unterstützt somit die Atmung. Der Weg der Atemluft in die Lunge wird erleichtert.
Theospirex wird zur Behandlung und Vorbeugung von chronischer Atemnot eingenommen, z.B. bei Bronchialasthma und anderen chronisch verengenden Atemwegserkrankungen.

Theospirex retard 150 mg Filmtabletten setzen den Wirkstoff verzögert im Magen-Darm-Trakt frei.
Theospirex retard ist aufgrund der verzögerten Theophyllin-Freisetzung nicht zur Behandlung eines plötzlich auftretenden Anfalls von Atemnot geeignet, sondern ist ein Arzneimittel für die Dauerbehandlung.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Theospirex darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Theophyllin oder einem der sonstigen Bestandteile von Theospirex sind,
  • wenn Sie einen frischen Herzinfarkt haben,
  • wenn Sie an plötzlich auftretenden Herzrhythmusstörungen mit schneller Herzschlagfolge (tachykarde Arrhythmien) leiden,
  • von Kindern im 1. Lebensjahr.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Theospirex ist erforderlich,

  • wenn Sie an schwerem Bluthochdruck leiden,
  • wenn Sie an einer Erkrankung der Herzkranzgefäße (instabile Angina pectoris, „Brustenge“) leiden,
  • wenn Sie eine Neigung zu Herzrhythmusstörungen mit schneller Herzschlagfolge (tachykarde Arrhythmien) haben,
  • wenn Sie an einer bestimmten Herzerkrankung (hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie) leiden,
  • wenn Sie eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) haben,
  • wenn Sie ein epileptisches Anfallsleiden haben,
  • wenn Sie ein Magen- und/oder Zwölffingerdarmgeschwür haben,
  • wenn Sie eine schwere Leber- oder Nierenfunktionsstörung haben,
  • wenn Sie an einer bestimmten Stoffwechselstörung (Porphyrie) leiden,
  • wenn Sie sich einer Elektrokrampftherapie unterziehen müssen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn eine dieser Angaben bei Ihnen zutrifft oder früher einmal zutraf.

Die Anweisungen Ihres Arztes bezüglich eventuell notwendiger Laborkontrollen müssen Sie unbedingt einhalten.

Bei Einnahme von Theospirex zusammen mit anderen Arzneimitteln:
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden, bzw. vor kurzem eingenommen/ angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Theospirex wirkt gegenseitig verstärkend mit ß-Sympathikomimetika (bestimmte Asthmamittel) und Koffein.

Wenn Sie bestimmte Arzneimittel anwenden, kann sich die Wirkung von Theophyllin abschwächen:

  • bestimmte Beruhigungs-/Schlafmittel (Barbiturate),
  • Medikamente gegen epileptische Anfälle (Carbamazepin, Phenytoin, Primidon),
  • Medikamente gegen Tuberkulose (Rifampicin),
  • das Asthmamittel Isoprenalin,
  • Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen (Moracizin),
  • Medikamente, die auf die Blutplättchen wirken (Sulfinpyrazon),
  • Medikamente zur HIV-Therapie (Ritonavir),
  • bestimmte Medikamente gegen Depressionen (Johanniskraut),
  • Medikamente zur Behandlung von Krebs (Aminoglutethimid). Rauchen und Alkoholkonsum kann die Wirkung von Theophyllin ebenfalls abschwächen.

Wenn Sie bestimmte Arzneimittel anwenden, kann sich die Wirkung von Theophyllin verstärken:

  • orale Kontrazeptiva (die „Pille“),
  • bestimmte Antibiotika (Makrolid-Antibiotika wie z.B. Erythromycin, Clarithromycin, Josamycin, Spiramycin, Gyrase-Hemmstoffe),
  • bestimmte Medikamente zur Behandlung von Tuberkulose (Isonikotinsäurehydrazid),
  • bestimmte Wurmmittel (Tiabendazol),
  • bestimmte Herz-Kreislauf-Medikamente (z.B. Verapamil, Propranolol, Diltiazem, Propafenon, Mexiletin, Pentoxifyllin),
  • Medikamente, welche das Zusammenklumpen von Blutplättchen verhindern (Ticlopidin),
  • Magenmedikamente (Cimetidin, Ranitidin),
  • bestimmte Asthmamittel (Zileuton, Zafirlukast)
  • bestimmte Gichtmittel (Allopurinol),
  • Medikamente zur Behandlung von Hepatitis (Leberentzündung) wie α-Interferon,
  • bestimmte Mittel zur Behandlung von rheumatischen Erkrankungen (Rofecoxib),
  • bestimmte Medikamente gegen Depressionen (Fluvoxamin, Viloxazin),
  • bestimmte Mittel, die beim Alkoholentzug eingesetzt werden (Disulfiram),
  • bestimmte Appetitzügler (Phenylpropanolamin),
  • Grippeschutzimpfung und Tuberkuloseimpfung (BCG-Vakzine),
  • bestimmte Medikamente gegen eine Erkrankung mit Herpesviren (Aciclovir).

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Isoniazid (Medikament gegen Tuberkulose) kann der Theophyllinspiegel steigen oder auch abfallen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie gleichzeitig eines dieser angeführten Arzneimittel einnehmen oder vor Kurzem eingenommen haben. Er wird gegebenenfalls eine Dosisanpassung durchführen.

Theophyllin kann die Wirkung folgender Medikamente verstärken oder Nebenwirkungen auslösen:

  • bestimmte Entwässerungsmittel (Diuretika),
  • bestimmte Antibiotika (Fluorochinolonen, Imipenem),
  • das Raucherentwöhnungsmittel Bupropion.

Theophyllin kann die Wirkung folgender Medikamente abschwächen:

  • bestimmte Medikamente gegen Depressionen (Lithiumcarbonat),
  • bestimmte Herzkreislaufmittel (β-Rezeptorenblockern, Adenosin),
  • bestimmte Beruhigungs-/Schlafmittel (Benzodiazepine).

Informieren Sie daher Ihren Arzt, wenn Sie eines der oben genannten Medikamente einnehmen.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, dass Sie Theospirex einnehmen, wenn Sie eine Narkose erhalten sollen.
Ein Kaliummangel im Blut (Hypokaliämie), der durch Medikamente (β-2-Agonisten, Steroide, Diuretika) oder Umstände (Hypoxie, ein Sauerstoffmangel im Gewebe) hervorgerufen wird, kann durch Theophyllin verstärkt werden. Ihr Arzt wird daher eventuell eine Kontrolle des Kalium-Blutspiegels durchführen.

Bei Einnahme von Theospirex zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken: Kaffe, Schokolade, Schwarztee verstärken die Wirkung von Theospirex,
Rauchen und die Einnahme von Alkohol schwächen die Wirkung ab.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimittel Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Über die Anwendung von Theospirex während Schwangerschaft und Stillzeit entscheidet Ihr Arzt.

Informieren Sie daher unbedingt Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind, wenn Sie glauben, dass Sie schwanger sind, wenn Sie beabsichtigen schwanger zu werden oder wenn Sie stillen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

!

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.
Nach der Einnahme von Theospirex können Nebenwirkungen wie z.B. Unruhe, Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen (Tachykardie) und Zittern (Tremor) auftreten. Es ist daher möglich, dass Theospirex Ihre Fahrtüchtigkeit oder Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Theospirex immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Ihr Arzt entscheidet, welche Dosierung von Theospirex für Sie am besten geeignet ist. Während der Behandlung kann Ihr Arzt, wenn es nötig ist, die Dosierung umstellen.

Bei mangelhafter Wirksamkeit oder dem Auftreten von unerwünschten Wirkungen ist eine Blutabnahme (Kontrolle des Theophyllin-Serumspiegels) durch den Arzt notwendig.

Art der Anwendung:
Nehmen Sie die Tabletten mit etwas Flüssigkeit morgens und abends nach den Mahlzeiten ein. Die Filmtabletten können an der Bruchrille auch geteilt werden.
Je nach Häufigkeit und Stärke der Beschwerden am Tag oder in der Nacht kann die morgendliche oder abendliche Dosis höher gewählt werden.

Dosiseinstellung
Beginnen Sie mit der Behandlung möglichst am Abend, kurz vor dem Schlafengehen. Üblicherweise wird mit der Hälfte der empfohlenen Erhaltungsdosis begonnen. Ihr Arzt wird die Dosis nach etwa 2 Tagen anpassen, bis die richtige Dosis für Sie gefunden wurde.

Erhaltungsdosis
Erhaltungsdosis für Erwachsene und Jugendliche (12 – 16 Jahre)
Für die Ermittlung der Erhaltungsdosis ist das Normalgewicht als Körpergewicht einzusetzen, da Theophyllin nicht vom Fettgewebe aufgenommen wird (siehe Tabelle unten). Raucher benötigen im Vergleich zu Nichtrauchern eine höhere Theophyllin-Dosis, da sie einen erhöhten Theophyllinabbau haben. Bei Rauchern, die das Rauchen einstellen, kann Theospirex stärker wirken, sprechen Sie daher unbedingt mit Ihrem Arzt.

Bei bestimmten Begleiterkrankungen wie Herzschwäche (Herzinsuffizienz), schwerem Sauerstoffmangel, eingeschränkter Leber- und/oder Nierenfunktion, Lungenentzündung, Virusinfektion (insbesondere Grippe), nach bestimmten Impfungen, im höheren Lebensalter (ab dem 60. Lebensjahr), sowie bei der Behandlung mit bestimmten anderen Medikamenten (siehe auch “ Bei Einnahme von Theospirex zusammen mit anderen Arzneimitteln”) ist die Theophyllinausscheidung sehr häufig verzögert. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn etwas davon zutrifft, er wird dies bei der Dosierung berücksichtigen.

Theospirex retard 150 mg Filmtabletten eignen sich speziell für die Behandlung von Kindern und Patienten mit bestimmten Begleiterkrankungen. Für Erwachsene und Jugendliche ab12 Jahren sind teilbare Theospirex retard 300 mg Filmtabletten erhältlich.

Erhaltungsdosis für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren
Bei übergewichtigen Kindern ist das Normalgewicht heranzuziehen, da Theophyllin nicht vom Fettgewebe aufgenommen wird.

Übersichtstabelle für die Erhaltungsdosis:

* Bei höheren Dosierungen werden im Allgemeinen Theospirex retard 300 mg Filmtabletten empfohlen.

Dauer der Anwendung
Über die Dauer der Anwendung entscheidet Ihr Arzt.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Theospirex zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie größere Mengen Theospirex eingenommen haben, als sie sollten Bei Überdosierung mit Theospirex treten in der Regel die bekannten Theophyllin-Nebenwirkungen wie zum Beispiel Magen-Darm-Beschwerden, zentralnervöse Erregbarkeit (z. B. Unruhe, Krämpfe) und Herzrhythmusstörungen in gesteigertem Ausmaß auf. Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit Theospirex ist sofort ein Arzt zu benachrichtigen.

Für den Arzt:
Spezielle Hinweise zur Behandlung von Überdosierungen finden Sie am Ende dieser Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Theospirex vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern führen Sie die Einnahme wie gewohnt fort und halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von Theospirex abbrechen
Beenden Sie die Einnahme von Theospirex nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt. Wenn Sie mit der Behandlung vorzeitig aufhören, kann es zu einer Verstärkung der Beschwerden und zu einer Verschlechterung Ihres Zustandes kommen.
Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Behandlung mit Theospirex abbrechen oder beenden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Theospirex Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn einer der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Die Nebenwirkungen können sein:

  • sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10)
  • häufig (1 bis 10 Behandelte von 100)
  • gelegentlich (1 bis 10 Behandelte von 1.000)
  • selten (1 bis 10 Behandelte von 10.000)
  • sehr selten (weniger als 1 von 10.000 Behandelten)

Mögliche Nebenwirkungen

Immunsystem: Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Theophyllin (u.a. Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht, Verengungen der Atemwege) einschließlich schwerer allergischer Reaktionen.

Stoffwechsel und Elektrolyte: Gelegentlich: Veränderungen der Blutsalze (Serumelektrolyte), insbesondere verminderter Gehalt des Blutes an Kalium (Hypokaliämie) und Natrium (Hyponatriämie), Anstieg von Calcium, Kreatinin, Harnsäure (Hyperurikämie) sowie des Blutzuckers (Hyperglykämie).

Nervensystem: Häufig: Schwindel, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Erregungszustände; Gelegentlich: Krampfanfälle, rhythmische und sich wiederholende Muskelkontraktionen (Tremor).

Herzerkrankungen: Häufig: Herzklopfen (Palpitationen), Herzrhythmusstörungen (Extrasystolen, ventrikuläre Arrhythmien).

Verdauungstrakt: Häufig: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall.
Gelegentlich: Magenreizung. Infolge einer verringerten Spannung des unteren Speiseröhrenschließmuskels (Tonusminderung im unteren
Ösophagussphinkter) kann ein bestehender Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre (gastroösophagaler Reflux) verstärkt werden.

Nieren und Harnwege: Gelegentlich: verstärkte Harnausscheidung (Diurese).

Anzeichen einer Überdosierung:
Ausgeprägtere Nebenwirkungen können bei Überempfindlichkeit oder einer Überdosierung (Theophyllin-Blutspiegel über 20 Mikrogramm/ml) auftreten.
Es können Zeichen einer Überdosierung wie Krampfanfälle, plötzlicher Blutdruckabfall, Herzrhythmusstörungen (ventrikuläre Arrhythmien), Herz-Kreislaufversagen, Zerfall der Skelettmuskulatur (Rhabdomyolyse) und schwere Magen-Darm-Erscheinungen (u.a. gastrointestinale Blutungen) auftreten.

Bei den ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion darf Theospirex nicht nochmals eingenommen werden. Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, damit er gegebenenfalls über weitere erforderliche Maßnahmen entscheiden kann.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Nicht über 25 °C lagern.Die Tabletten im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.


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