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«Thomapyrin® CLASSIC Schmerztabletten»

Thomapyrin® CLASSIC Schmerztabletten
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Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Das Medikament ist eine Kombination aus den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein. Es wird bei akuten leichten bis mäßig starken Schmerzen angewendet.Schmerzen sind eine lebenswichtige Warn- und Schutzfunktion. Sie helfen dem Körper, schädliche Einflüsse zu erkennen und darauf zu reagieren. Bei der Schmerzentstehung werden Botenstoffe freigesetzt, die die Nervenenden reizen und Schmerzsignale an das Gehirn senden. Im Gehirn findet die Verarbeitung der Signale statt; erst hier entsteht die Schmerzwahrnehmung und die Schmerzempfindung. Ist die Ursache der Schmerzen bekannt, so verliert der Schmerz seine Warnfunktion - er wird zum lästigen Begleiter einer Krankheit und sollte mit Medikamenten behandelt werden.Acetylsalicylsäure ist ein nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAID). Es wirkt schmerzlindernd, fiebersenkend, blutverdünnend und in höherer Dosierung entzündungshemmend.Acetylsalicylsäure hemmt im Körpergewebe die Produktion von Prostaglandinen, wichtigen Botenstoffen bei Schmerz- und Entzündungsreaktionen. Die fiebersenkende Wirkung kommt durch eine Beeinflussung des Temperaturregelzentrums im Gehirn zu Stande.Paracetamol ist ein schmerzstillender und fiebersenkender Arzneistoff. Er bewirkt ebenfalls eine Hemmung der Prostaglandin-Produktion, allerdings vorrangig im Gehirn. Paracetamol besitzt daher kaum entzündungshemmende Eigenschaften.Coffein verstärkt die Wirkung der beiden anderen Arzneistoffe und beschleunigt den Wirkungseintritt. Es hat bei migräneartigen Kopfschmerzen eine günstige Wirkung, da es die Gefäße verengt: Erweiterte Blutgefäße im Gehirn sind möglicherweise ein Auslösefaktor für Migräne. Außerdem regt Coffein Herz- und Kreislauf an, erhöht vorübergehend die Leistungsfähigkeit und verscheucht Müdigkeit.Von der Kombination zweier Schmerzmittel in einem Medikament verspricht man sich eine verstärkte schmerzstillende Wirkung bei möglichst niedriger Dosierung der Einzelstoffe.Weiterlesen:Anwendungsgebiete

Anwendungsgebiete

  • Akute leichte bis mäßig starke Schmerzen

Das Medikament ist zugelassen für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren.

Warnhinweise!

Das Arzneimittel darf in folgenden Fällen nur nach Rücksprache mit dem Arzt verwendet werden:

  • gleichzeitige Einnahme oraler Blutgerinnungshemmer
  • Asthma bronchiale, allergischer Schnupfen, Nasenpolypen
  • Überempfindlichkeit gegen allergene Stoffe
  • chronische und wiederkehrende Magen- oder Darmbeschwerden
  • Nierenfunktionsstörungen oder vorgeschädigte Niere
  • Leberfunktionsstörung
  • Mangel an dem Enzym Glukose-6-Phorphatdehydrogenase
  • Gilbert-Syndrom (Morbus Meulengracht)
  • vor chirurgischen Eingriffen
  • Magen-Darm-Beschwerden, Magen-Darm-Geschwüren in der Vorgeschichte, Magen-Darm-Blutungen oder -Durchbruch
  • Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)

Die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln kann dauerhafte Schäden an den Nieren verursachen mit dem Risiko eines Nierenversagens.

Werden Schmerzmittel über längere Zeit und in hoher Dosierung eingenommen, können sie selbst Kopfschmerzen verursachen und auch zu Müdigkeit, Muskelschmerzen, Nervosität und vegetativen Symptomen führen.

Acetylsalicylsäure vermindert in niedriger Dosierung die Ausscheidung von Harnsäure. Bei vorbelasteten Patienten kann dies möglicherweise einen Gichtanfall auslösen.

Wegen des Anteils an Acetylsalicylsäure sollte das Medikament bei Kindern und Jugendlichen mit fieberhaften Erkrankungen nur auf ärztliche Anweisung und nur dann angewendet werden, wenn andere Maßnahmen nicht wirken.

    Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?

    • Überempfindlichkeit gegen Acetylsalicylsäure, Salicylate oder andere nichtssteroidale Antirheumatika (NSAIDs), Paracetamol oder einen der sonstigen Bestandteile des Medikaments
    • Blutungsneigung (hämorrhagische Diathese)
    • Magen-Darm-Geschwüre
    • Schwere Leber- und Nierenfunktionsstörungen
    • Schwerer, unkontrollierter Herzschwäche
    • Bei gleichzeitiger Behandlung mit 15 mg oder mehr Methotrexat (Antirheumamittel) pro Woche
    • Bei erblich bedingter Unverträglichkeit von Galaktose (Galaktose-Intoleranz), bei Laktase-Mangel oder Glukose-Galaktose-Malabsorption
    • In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft
    • Bei Kindern und Jugendlichen unter 12 Jahren

    Schwangerschaft und Stillzeit

    • Während des ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittels darf das Medikament nicht angewendet werden, außer es ist unbedingt notwendig. Besprechen Sie eine Einnahme auf jeden Fall mit Ihrem Arzt.
    • Im letzten Schwangerschaftsdrittel darf das Präparat nicht eingenommen werden.
    • Während der Stillzeit sollte das Medikament möglichst nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unbedingt erforderlich.

    Nebenwirkungen

    Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

    Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

    • Häufig: Nervosität, Schwindel, Magen- oder Bauchschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Sodbrennen, Übelkeit
    • Gelegentlich: Herzklopfen, Erbrechen, Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut
    • Selten: Aufregung, Zittern, Herzrasen, Durchfall, Speiseröhrenentzündung, Erschöpfung, übermäßiges Schwitzen, Überempfindlichkeitsreaktionen wie Atemnot oder erniedrigter Blutdruck

    Wechselwirkungen

    Das Präparat kann die Wirkung weiterer Medikamente verstärken oder abschwächen oder selbst verstärkt oder abgeschwächt werden. Halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie noch andere Medikamente einnehmen.

    Bei gleichzeitiger Einnahme verstärken sich dieses Präparat, weitere Schmerzmittel aus der Gruppe der NSAID, blutverdünnende Medikamente, Kortisonpräparate und Alkohol in ihrer blutungsfördernden Wirkung. Die gleichzeitige Einnahme mancher Medikamente zur Behandlung der Epilepsie kann zu Leberschäden führen. Dies gilt auch für die Einnahme von Alkohol. Bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe zur Senkung des Blutzuckerspiegels verstärkt sich möglicherweise die blutzuckersenkende Wirkung.


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