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«Thomapyrin® MEDIUM»

Thomapyrin® MEDIUM


Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Das Medikament ist eine Kombination aus den Wirkstoffen Paracetamol und Coffein. Es wird bei leichten bis mäßig starken Schmerzen angewendet.Schmerzen sind eine lebenswichtige Warn- und Schutzfunktion. Sie helfen dem Körper, schädliche Einflüsse zu erkennen und darauf zu reagieren. Bei der Schmerzentstehung werden Botenstoffe freigesetzt, die die Nervenenden reizen und Schmerzsignale an das Gehirn senden. Im Gehirn findet die Verarbeitung der Signale statt; erst hier entsteht die Schmerzwahrnehmung und die Schmerzempfindung. Ist die Ursache der Schmerzen bekannt, so verliert der Schmerz seine Warnfunktion - er wird zum lästigen Begleiter einer Krankheit und sollte mit Medikamenten behandelt werden.Paracetamol zählt zu den sogenannten nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAIDs) und ist ein schmerzstillender und fiebersenkender Arzneistoff. Er hemmt die Produktion von Prostaglandinen, wichtigen Botenstoffen bei Schmerz- und Entzündungsreaktionen. Da Paracetamol vorrangig im Gehirn selbst (und weniger an Entzündungsherden im Körper) wirkt, besitzt es kaum entzündungshemmende Eigenschaften.Coffein vertreibt kurzfristig Ermüdungserscheinungen und fördert die psychische Leistungsbereitschaft und -fähigkeit. Die Kombination Paracetamol + Coffein ist wirksamer als reines Paracetamol, wodurch das Schmerzmittel niedriger dosiert werden kann. Coffein beschleunigt außerdem den Wirkeintritt von Paracetamol.Weiterlesen:Anwendungsgebiete

Anwendungsgebiete

  • Leichte bis mäßig starke Schmerzen

Das Medikament ist zugelassen für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren.

Warnhinweise!

In folgenden Fällen sollte Paracetamol nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden:

  • Leberschwäche
  • Chronischer Alkoholmissbrauch
  • Schwere Nierenschwäche
  • Gilbert-Syndrom (Morbus Meulengracht)
  • Mangel an dem Enzym Glukose-6-Phorphatdehydrogenase

Bei Überschreitung der empfohlenen Dosis kann Paracetamol zu sehr schweren Leberschäden führen. Um eine Überdosierung zu vermeiden, sollte zudem sichergestellt werden, dass gleichzeitig eingenommene Medikamente kein Paracetamol enthalten. Generell sollen Paracetamol-haltige Arzneimittel ohne ärztlichen Rat nur wenige Tage und nicht in erhöhter Dosis eingenommen werden.

Die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln kann dauerhafte Schäden an den Nieren verursachen mit dem Risiko eines Nierenversagens.

Werden Schmerzmittel über längere Zeit und in hoher Dosierung eingenommen, können sie selbst Kopfschmerzen verursachen und auch zu Müdigkeit, Muskelschmerzen, Nervosität und vegetativen Symptomen führen.

    Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?

    • Überempfindlichkeit gegenüber Paracetamol, Coffein oder einen der sonstigen Bestandteile des Medikaments
    • Schwere Leberschwäche
    • Bei Kindern und Jugendlichen unter 12 Jahren

    Bei Patienten mit Magen-Darm-Geschwüren oder einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) darf das Präparat nur unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.

    Schwangerschaft und Stillzeit

    • Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte das Medikament nur eingenommen werden, wenn es der Arzt für unbedingt notwendig hält.

    Nebenwirkungen

    Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

    Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

    • Selten: Hautrötung, Anstieg bestimmter Enzymwerte (Transaminasen) im Blut
    • Sehr selten: Blutbildveränderungen, Überempfindlichkeitsreaktionen (wie Übelkeit, Nesselausschlag, Schwitzen), Verkrampung der Atemmuskulatur (Bronchospasmus) bei Menschen, die allergisch auf nichtsteroidale Antirheumatika (NSAIDs) wie Paracetamol reagieren

    Der Coffeingehalt in Thomapyrin MEDIUM kann zu Schlaflosigkeit, innerer Unruhe, Zittern, Pulbeschleunigung und Magenbeschwerden führen.

    Wechselwirkungen

    Das Präparat kann die Wirkung weiterer Medikamente verstärken oder abschwächen oder selbst verstärkt oder abgeschwächt werden. Halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie noch andere Medikamente einnehmen. Dies gilt unter anderem, wenn Sie zusätzlich eines der folgenden Präparate anwenden:

    • Probenicid (Gichtmittel)
    • Salicylamide (ebenfalls schmerzstillende sowie entzündungshemmende Wirkstoffe)
    • Arzneimittel, die die Wirkung von Enzymen ankurbeln
    • potentiell leberschädigende Arzneimittel
    • Gerinnungshemmer (Antikoagulanzien)
    • AZT (Zidovudin; HIV-Medikament)
    • Wirkstoffe, die die Magenentleerung verlangsamen (z.B. Propanthelin) oder beschleunigen (z.B.Metoclopramid)
    • Chloramphenicol (Antibiotikum)
    • Cholestyramin (Lipidsenker; gegen erhöhte Cholesterinwerte)
    • Arzneimittel mit sedativer Wirkung (z.B. Barbiturate, Benzodiazepine, Antihistaminika)
    • Arzneimittel, die tachykard wirken, das heißt die Herzfrequenz steigern (z.B. Sympathomimetika, Thyroxin)
    • Orale Verhütungsmittel
    • Disulfiram (gegen Alkoholabhängigkeit)
    • bestimmte Gyrasehemmer (Antibiotika)

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