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«Urbason 40 mg - Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Der Wirkstoff von Urbason ist Methylprednisolon, ein künstlich hergestelltes Glukokortikoid. Glukokortikoide sind körpereigene Hormone, die in der Nebennierenrinde gebildet werden und den Stoffwechsel fast aller Gewebe beeinflussen. Bei unzureichender oder fehlender Funktion der Nebennierenrinde ersetzt Methylprednisolon das körpereigene Hormon Kortisol. In höheren Dosen wirkt Urbason entzündungshemmend und unterdrückt die Abwehrmechanismen des Körpers.
Die Wirkung von Methylprednisolon bei Atemwegsverengung beruht im Wesentlichen auf der Hemmung entzündlicher Prozesse, Unterdrückung oder Verminderung einer Schleimhautschwellung (Ödem), Hemmung der Bronchialverengung, Hemmung bzw. Einschränkung der Schleimproduktion sowie Verflüssigung des Schleims.

Urbason 40 mg Tabletten werden angewendet:

  • bei schweren rheumatischen Erkrankungen (aktive rheumatoide Arthritis, juvenile idiopathische Arthritis, akutes rheumatisches Fieber)
  • bei anfallsweise auftretender Atemnot (Asthma bronchiale)
  • bei schwerem Heufieber (Pollinosis) oder Heuschnupfen, wenn mit einem glukokortikoid-haltigen Nasenspray keine Verbesserung erzielt wurde
  • bei bestimmten Haut- oder Schleimhauterkrankungen, die nicht oder nicht ausreichend mit glukokortikoid-haltigen Salben/Cremen/Lösungen behandelt werden können
  • bei bestimmten Blutkrankheiten (autoimmunhämolytische Anämie, idiopathische Thrombopenie, akute Formen der Leukämie und Lymphome – in Kombination mit anderen Arzneimitteln)
  • zur Verhütung oder Behandlung von Erbrechen aufgrund einer Krebstherapie
  • als begleitende Behandlung bei schweren Nierenerkrankungen (z.B. Glomerulonephritis, Lupusnephritis, nephrotisches Syndrom)
  • bei unzureichender oder fehlender Funktion der Nebennierenrinde (als Behandlungsmöglichkeit bei Addison´scher Krankheit, erstes Mittel der Wahl ist ein Hydrocortison, wird der Arzt zusätzlich Mineralokortikoide verordnen)
  • zur Unterdrückung von Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen
  • als ergänzende Behandlung bei Strahlen- oder Chemotherapie.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Urbason darf nicht eingenommen werden,
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Methylprednisolon oder einen der sonstigen Bestandteile von Urbason 40 mg Tabletten sind.

Im Allgemeinen wird Ihr Arzt eine Behandlung mit Kortikoiden, wie z.B. Urbason, nur im Notfall oder bei fehlendem körpereigenem Kortisol durchführen, wenn:

  • Sie ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür haben
  • Sie unter schwerer Osteoporose leiden
  • Sie eine psychische Erkrankung haben (auch wenn diese nur in der Vergangenheit aufgetreten ist)
  • Sie an bestimmten akuten Viruserkrankungen leiden (Herpes-Erkrankungen, Gürtelrose, Windpocken)
  • Sie vor 2 Wochen eine Schutzimpfung erhalten haben, oder eine solche in den kommenden 8 Wochen erhalten werden
  • Sie innerhalb der letzten 12 Monate eine BCG (Tuberkulose)-Impfung erhalten haben
  • Sie unter einer Erkrankung durch Parasiten (z.B. Amöben) leiden
  • Sie unter einer Pilzerkrankung leiden, die den gesamten Körper betrifft
  • Sie an Kinderlähmung leiden (ausgenommen ist die bulbärenzephalitische Form)
  • Sie an einer Erkrankung der Lymphknoten nach BCG (Tuberkulose)-Impfung leiden
  • Sie an grünem Star leiden
  • Sie an einer Muskelerkrankung leiden
  • Sie eine nicht behandelte Tuberkulose haben
  • Sie unter einer bestimmten Hornhautentzündung im Auge leiden („Keratitis herpetica“)
  • der Patient jünger als 6 Jahre ist.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Urbason ist erforderlich

Vor Beginn der Behandlung mit Urbason: Bitte informieren Sie Ihren Arzt vor Beginn der Behandlung, wenn Sie an einer der folgenden Erkrankungen leiden:

  • chronische Leberentzündung, bei der Hepatitisviren nachweisbar sind (HBsAg-positiver Befund)
  • Lymphknotenverhärtung (bis zu einem Jahr nach einer BCG (Tuberkulose)-Impfung wird der Arzt überprüfen, ob bestimmte weiße Blutkörperchen (sog. Histiozyten) vermehrt auftreten)
  • bakterielle Infektionen
  • wenn Sie früher an Tuberkulose erkrankt waren, da der Arzt die Urbason-Behandlung nur zusammen mit einem Tuberkuloseschutz durchführen wird (eine Behandlung mit Urbason könnte sonst zu einem neuen Ausbruch der Tuberkulose führen)
  • Bluthochdruck
  • Zuckerkrankheit 15.03.2011 2
  • Hornhautgeschwüre oder –verletzungen am Auge.

In den oben genannten Fällen wird der Arzt Urbason nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung anwenden. Falls notwendig wird er auch eine Behandlung dieser Erkrankungen veranlassen.

Um das Risiko einer Schädigung der Darmwand oder eines Darmdurchbruchs zu vermeiden, müssen Sie Ihren Arzt auch über Darmerkrankungen bzw. Darmoperationen informieren, und zwar:

  • bei schwerer Dickdarmentzündung (sog. „Colitis ulcerosa“ mit drohendem Durchbruch, Abszessen oder eitrigen Entzündungen)
  • bei bestimmten anderen Darmentzündungen (sog. „Divertikulitis“)
  • wenn bei Ihnen vor kurzem eine Darmoperation durchgeführt wurde. Die Zeichen einer Bauchfellreizung nach Magen- bzw. Darmdurchbruch können bei Patienten, die hohe Glukokortikoid-Dosen erhalten, fehlen.

Die Anwendung des Arzneimittels Urbason kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Während der Behandlung mit Urbason: Methylprednisolon kann den Kohlenhydratstoffwechsel beeinflussen und dadurch eine bestehende Zuckerkrankheit verschlechtern. Ihr Arzt wird daher bei Bedarf eine Diabetesbehandlung anpassen oder einleiten.

Wenn Sie einen hohen Blutdruck haben, ist während der Urbason-Behandlung eine regelmäßige Kontrolle notwendig.

Bei einem schweren Herzleiden wird Sie Ihr Arzt überwachen, um eine Verschlechterung rechtzeitig zu erkennen.

Eine bestehende Muskelerkrankung (sog. „Myasthenia gravis“) kann sich zu Beginn der Urbason-Behandlung vorübergehend verschlechtern.

Eine Behandlung mit Urbason kann das Immunsystem schwächen und dadurch das Infektionsrisiko erhöhen. Zugleich können die Anzeichen einer Infektion verschleiert werden und daher die entsprechende Diagnose erschweren.

Impfungen mit sog. „Totimpfstoffen“ sind grundsätzlich möglich, der Erfolg der Impfung kann aber abgeschwächt sein.

Wenn Sie eine hochdosierte Behandlung mit Urbason erhalten, kann Ihr Arzt die zusätzliche Einnahme von Kalium und eine Beschränkung bei der Natriumzufuhr anordnen und den Kalium-Serumspiegel überwachen.

Viruserkrankungen wie Masern, Windpocken oder Gürtelrose können durch eine Behandlung mit Glukokortikoiden schwerer verlaufen. Betroffen sind v.a. Kinder mit einem geschwächten Immunsystem und Personen, die noch keine entsprechende Infektion hatten. Wenn es bei diesen Patienten während einer Behandlung mit Urbason zu einem Kontakt mit infizierten Personen kommt, sollte der Arzt informiert werden. Er kann dann eine vorbeugende Behandlung einleiten.

Bei längerer Behandlung mit Urbason Da Methylprednisolon wachstumshemmend wirkt, wird der Arzt bei Kindern, die über längere Zeit mit Urbason behandelt werden müssen, das Wachstum überwachen.

Wenn Sie während der Urbason-Behandlung in eine besondere Stresssituation geraten (z.B. Unfall, Operation, Geburt), kann eine vorübergehende Erhöhung der Dosis notwendig sein. Informieren Sie deshalb den Arzt.

Abhängig von der Dauer und der Dosierung der Behandlung kann die Knochendichte abnehmen, sodass Ihr Arzt bei Bedarf eine Osteoporose-Vorbeugung empfehlen wird. Sie besteht in ausreichender Kalzium- und Vitamin D-Zufuhr sowie körperlicher Aktivität. Wenn Sie bereits an Osteoporose leiden, kann Ihr Arzt zusätzlich eine medikamentöse Therapie durchführen.

Am Ende einer längeren Urbason-Behandlung wird Ihr Arzt die Dosierung langsam verringern. Damit werden Entzugserscheinungen, das Wiederaufflammen der behandelten Erkrankung und eine mögliche Funktionsschwäche der Nebennierenrinde vermieden. Darüber hinaus kann eine zu rasche Senkung der Dosis zu Muskel- und Gelenkschmerzen führen.

Falls Sie Ihren Arzt wechseln (z.B. bei Operationen, auf Reisen, bei Impfungen), müssen Sie ihn über Ihre Behandlung mit Urbason informieren.

Sehr selten kann es während einer Glukokortikoid-Behandlung zu Störungen der Leberfunktion kommen, die nach Beendigung der Therapie meist wieder verschwinden. Der Arzt kann daher eine Kontrolle Ihrer Leberwerte im Blut anordnen.

Bei Einnahme von Urbason mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Folgende Arzneimittel und/oder Wirkstoffe können die Wirkung von Urbason abschwächen: Wirkstoffe, die bestimmte Leberenzyme (sog. CYP3A4-Enzyme) aktivieren, z.B.: Rifampicin (Arzneimittel zur Behandlung der Tuberkulose), Phenytoin, Carbamazepin, Barbiturate, Primidon (Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie) oder Ephedrin (Arzneimittel z.B. gegen Husten und Schnupfen).
Aluminiumhaltige Arzneimittel zur Neutralisierung der Magensäure (gegen Sodbrennen) könnten die Wirkung von Urbason abschwächen und sollten daher erst im Abstand von 2 Stunden eingenommen werden.

Folgende Arzneimittel und/oder Wirkstoffe können die Wirkung von Urbason verstärken: Wirkstoffe, die bestimmte Leberenzyme (sog. CYP3A4-Enzyme) hemmen, z.B.: Ketoconazol, Itraconazol (Arzneimittel zur Behandlung von Pilzerkrankungen), sowie hormonelle Verhütungsmittel (die „Pille“).

Urbason kann die Wirkung anderer Arzneimittel verstärken: Bestimmte Herzmittel (sog. „herzwirksame Glykoside“), bestimmte Arzneimittel zur Muskelerschlaffung (sog. „nicht-depolarisierende Muskelrelaxantien“).

Urbason kann die Wirkung anderer Arzneimittel verringern: Zuckersenkende Arzneimittel, gerinnungshemmende Arzneimittel zum Einnehmen, Praziquantel (Wurmmittel), Somatropin (Wachstumshormon).

Weitere Wechselwirkungen bestehen mit folgenden Arznei- und Diagnosemitteln: Harntreibende Mittel und Abführmittel: Die Kaliumausscheidung wird verstärkt.

Entzündungshemmende, schmerzstillende Arzneimittel und Rheumamittel (sogenannte nicht steroidale Antirheumatika, NSAR): Erhöhtes Risiko für Magen-Darm-Blutungen und -geschwüre.

Atropin und andere sog. „Anticholinergika“ (Arzneimittel die auf bestimmte Teile des Nervensystems wirken):
Zusätzliche Steigerung des Augeninnendrucks.

Malariamittel (Chloroquin, Hydroxychloroquin, Mefloquin): Erhöhtes Risiko für Muskel- und Herzmuskelerkrankungen.

Protirelin (Arzneimittel zur Schilddrüsendiagnostik):
Der Anstieg des Schilddrüsenhormons TSH kann vermindert sein.

Ciclosporin (Arzneimittel die das Immunsystem beeinflussen): Erhöhtes Risiko für Krampfanfälle.

Bestimmte Blutdrucksenker (sog. „ACE-Hemmer“): Erhöhtes Risiko für
Blutbildveränderungen.

Diltiazem (Calciumantagonist, Arzneimittel für Herz- und Kreislauferkrankungen) Die Verstoffwechselung von Urbason wird gehemmt, dadurch kann eine Dosisanpassung notwendig sein.

Allergietests:
Hautreaktionen beim sog. „Prick-Test“ können unterdrückt werden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft: Während der Schwangerschaft, besonders in den ersten drei Monaten, wird Ihr Arzt eine Behandlung nur nach sorgfältiger Nutzen/Risiko-Abwägung durchführen. Daher müssen Frauen den Arzt von einer bestehenden oder neu eingetretenen Schwangerschaft, oder der Möglichkeit einer Schwangerschaft, verständigen.

Stillzeit: Glukokortikoide gehen in die Muttermilch über. Ist eine Behandlung mit höheren Dosen oder eine Langzeitbehandlung erforderlich, soll daher abgestillt werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Achtung: dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Während der Behandlung mit Urbason kann in seltenen Fällen durch bestimmte Nebenwirkungen (z.B. unscharfes Sehen) die aktive Teilnahme am Straßenverkehr oder das Bedienen von Maschinen beeinträchtigt sein.

Wichtige Information über bestimmte sonstige Bestandteile von Urbason Eine Urbason 40 mg Tablette enthält 136 mg Lactose (Milchzucker). Bitte nehmen Sie Urbason erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Urbason immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Ihr Arzt wird die Dosis individuell, abhängig von Art und Schwere der Erkrankung anpassen. Für die angegebenen Dosierungen stehen auch Urbason 4 mg Tabletten mg zur Verfügung.

Allgemeine Dosierungsempfehlungen: Erwachsene: Beginn der Behandlung: 12-80 mg Methylprednisolon pro Tag (das sind 3 Urbason 4 mg Tabletten bis zu 2 Urbason 40 mg Tabletten täglich)

Während der Behandlung: 4-8 mg Methylprednisolon pro Tag (das sind 1-2 Urbason 4 mg Tabletten), kurzfristig bis 16 mg Methylprednisolon pro Tag (das sind 4 Urbason 4 mg Tabletten).

Dosierung bei Addison´scher Krankheit: 4-8 mg Methylprednisolon pro Tag (das sind 1-2 Urbason 4 mg Tabletten), zusätzlich zur Mineralokortikosteroidtherapie.

Die Tageshöchstdosis von 80 mg Methylprednisolon (das entspricht 2 Urbason 40 mg Tabletten, bzw. 20 Urbason 4 mg Tabletten) darf nicht überschritten werden.

Kinder über 6 Jahre: Beginn der Behandlung: täglich 0,8-1,5 mg Methylprednisolon pro kg Körpergewicht.

Während der Behandlung: 2-4 mg Methylprednisolon pro Tag (das sind ½ bis 1 Urbason 4 mg Tablette), kurzzeitig bis 8 mg täglich (das sind bis zu 2 Urbason 4 mg Tabletten).

Patienten mit Leberzirrhose oder einer Unterfunktion der Schilddrüse: Der Arzt kann eine niedrigere Dosis als oben angegeben verordnen.

Art der Anwendung Die Tabletten werden unzerkaut während oder nach dem Essen, am Besten nach dem Frühstück, mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. ein Glas Wasser) eingenommen.

Dauer der Anwendung

Über die Dauer der Anwendung, die sich nach Art und Schwere der Erkrankung richtet, entscheidet Ihr Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge von Urbason eingenommen haben, als Sie sollten
Akute Vergiftungen mit Urbason sind nicht bekannt und nicht zu erwarten. In sehr seltenen Fällen können jedoch, wie auch bei anderen Glukokortikoiden, Nebenwirkungen (betroffen sind v.a. Drüsen, Stoffwechsel, Elektrolythaushalt) auftreten. In diesen Fällen muss unverzüglich ein Arzt verständigt werden. Die Behandlung der Beschwerden wird sich an den Symptomen orientieren.

Wenn Sie die Einnahme von Urbason vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, sondern setzen Sie die Behandlung wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Behandlung von Urbason abbrechen
Wenn die Behandlung vorzeitig abgebrochen wird, ist der Erfolg der Therapie in Gefahr. Außerdem kann es zu einem Aussetzen der Nebennierenfunktion oder
Entzugserscheinungen kommen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Urbason Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Wenn bekannt, werden zur Abschätzung der Häufigkeit von Nebenwirkungen folgende Begriffe verwendet:
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10 000

Infektionen Nichtausbrechen einer bestehenden Infektion, Ausbruch einer bisher nicht erkannten Infektion.

Blut Blutbildveränderungen: zu Beginn der Behandlung vorübergehende Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen (Leukozytose), Mangel an bestimmten weißen Blutkörperchen (Lymphozytopenie, Eosinopenie), Vermehrung der roten Blutkörperchen, vermehrte Bildung von Blutplättchen.

Immunsystem Sehr selten:Schwächung der Immunabwehr, dadurch erhöhtes Infektionsrisiko; allergische Reaktionen; Überempfindlichkeitsreaktionen bis zum Schock (insbesondere bei Patienten mit Asthma und nach Nierentransplantation).

Hormonsystem Veränderungen der Nebennierenrinde, „Cushing-Syndrom“ (Vollmondgesicht, Vermehrung von Fettgewebe), Wachstumshemmung bei Kindern.
Sehr selten:Störungen der Sexualhormone (Ausbleiben der Regelblutung, verstärkter Haarwuchs, Impotenz).

Stoffwechsel
Verminderte Natriumausscheidung und dadurch Schwellungen bzw. Wassereinlagerungen, vermehrte Kaliumausscheidung (die u.U. zu Herzrhythmusstörungen führen kann), Gewichtszunahme, höhere Blutzuckerspiegel nach dem Essen (verminderte Glukosetoleranz), Diabetes, erhöhte Cholesterin- und Triglyzeridspiegel, verstärkter Eiweißabbau.
Sehr selten:Vorübergehende Zunahme an Fettgewebe (harte Hirnhaut, Herz, mittlerer Brustraum).

Psychische Störungen
z.B. Depressionen, gesteigertes Lebens- und Glücksgefühl, Persönlichkeitsveränderungen, Stimmungsschwankungen; Gereiztheit, Antriebs- und Appetitsteigerung.

Nervensystem
Schlafstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen, Steigerung des Hirndrucks (insbesondere bei Kindern), erhöhte Neigung zu Krämpfen.

Augen
Grauer oder grüner Star, Verschlechterung eines bestehenden Hornhautgeschwürs, Begünstigung von Augenentzündungen durch Viren, Pilze oder Bakterien.

Herz
Bei Patienten mit bestehendem Herzleiden: verstärkte Lungenstauung.

Blutgefäße
Erhöhte Neigung zum Einreißen kleinster Blutgefäße, Entzündung kleiner Blutgefäße (auch als Entzugserscheinung), Bluthochdruck, erhöhtes Risiko der Gefäßverkalkung (Arteriosklerose), erhöhtes Thromboserisiko.

Magen-Darmtrakt
Magen-Darm-Geschwüre (Gefahr eines Durchbruchs), Blutungen, Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Oberbauchbeschwerden.

Haut Rötliche Dehnungsstreifen, „Dünnerwerden“ der Haut, Erweiterung kleiner Blutgefäße, punktförmige oder größere Hautblutungen, verstärkte Behaarung, „Kortison-Akne“, verzögerte Wundheilung, Hautentzündung im Mundbereich, Änderung der
Hautpigmentierung, Überempfindlichkeiten (z.B. Arzneimittelausschlag).

Muskulatur, Sehnen und Knochen
Muskelabbau und -schwäche, akute Muskelerkrankung (Myopathie) bei zusätzlicher Anwendung von bestimmten Arzneimitteln zur Muskelerschlaffung (sog. „nicht-depolarisierende Muskelrelaxantien“), Osteoporose, Absterben von Knochengewebe, Sehnenriss.
Wird nach einer lang dauernden Behandlung die Dosis zu rasch gesenkt, kann es bei Patienten mit rheumatischen Erkrankungen zu vorübergehenden Muskel- und Gelenkschmerzen kommen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Nebenwirkungen auftreten, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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