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«Urbason solubile 32 mg - Trockenampullen mit Loesungsmittel»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Der Wirkstoff von Urbason solubile ist Methylprednisolon, ein künstlich hergestelltes Glukokortikoid. Glukokortikoide sind körpereigene Hormone, die in der Nebennierenrinde gebildet werden und den Stoffwechsel fast aller Gewebe beeinflussen. Bei unzureichender oder fehlender Funktion der Nebennierenrinde ersetzt Methylprednisolon das körpereigene Hormon Kortisol. In höheren Dosen wirkt Urbason solubile entzündungshemmend und unterdrückt die Abwehrmechanismen des Körpers.
Urbason solubile 32 mg wird angewendet, wenn eine sehr schnell einsetzende Wirkung oder aus besonderen Gründen (z.B. Erbrechen, Bewusstlosigkeit) die Anwendung von Methylprednisolon als Injektion oder Infusion notwendig ist, beispielsweise:

  • bei einem schweren Asthmaanfall,
  • bei schweren allergischen Erkrankungen,
  • bei akuten schweren Hauterkrankungen,
  • bei akuten Blutkrankheiten (z.B. autoimmunhämolytische Anämie, akute thrombozytopenische Purpura),
  • bei akuten Lebererkrankungen (Alkoholhepatitis)

In lebensbedrohlichen Situationen wird der Arzt Methylprednisolon bei Bedarf auch in höheren Dosierungen anwenden.
Bei „Addison-Krisen“ (Versagen der Nebennierenrinde; erstes Mittel der Wahl ist ein Hydrocortison) und dem „Waterhouse-Friderichsen-Syndrom“ (Schockzustand bei Kleinkindern mit Beeinträchtigung der Nebennieren) wird der Arzt zusätzlich Mineralokortikoide verordnen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

beachten?

Urbason solubile 32 mg darf nicht angewendet werden,
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Methylprednisolon oder einen der sonstigen Bestandteile von Urbason solubile 32 mg sind.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Urbason solubile 32 mg ist erforderlich

Vor Beginn der Behandlung mit Urbason solubile: Bitte informieren Sie Ihren Arzt vor Beginn der Behandlung, wenn Sie an einer der folgenden Erkrankungen leiden, oder bestimmte Impfungen erhalten haben:

  • akute Viruserkrankungen wie beispielsweise Herpes-Erkrankungen, Windpocken, oder eine bestimmte Form der Hornhautentzündung im Auge („Keratitis herpetica“),
  • chronische Leberentzündung, bei der Hepatitisviren nachweisbar sind (HBsAg-positiver Befund),
  • Pilzerkrankungen, die den gesamten Körper betreffen und Erkrankungen durch Parasiten,
  • Kinderlähmung mit Ausnahme der „bulbärenzephalitischen“ Form,
  • Lymphknotenveränderungen nach BCG (Tuberkulose)-Impfung,
  • Bakterielle Infektionen und Infektionen mit Amöben,
  • wenn Sie an Tuberkulose leiden oder früher an Tuberkulose erkrankt waren, da der Arzt die Urbason-Behandlung nur zusammen mit einem Tuberkuloseschutz durchführen wird (eine Behandlung mit Urbason könnte sonst zu einem neuen Ausbruch der Tuberkulose führen),
  • Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür,
  • schwere Osteoporose,
  • schwer behandelbarer Bluthochdruck,
  • schwer behandelbare Zuckerkrankheit,
  • psychische Erkrankungen (auch wenn diese nur in der Vergangenheit aufgetreten sind),
  • erhöhter Augeninnendruck (Eng- und Weitwinkelglaukom),
  • Hornhautgeschwüre- oder –verletzungen am Auge,
  • Muskelerkrankungen,
  • ca. 8 Wochen vor bis 2 Wochen nach Schutzimpfungen bzw. bis 1 Jahr nach einer BCG- (Tuberkulose) Impfung.

In den oben genannten Fällen wird der Arzt Urbason solubile nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung anwenden. Falls notwendig wird er auch eine Behandlung dieser Erkrankungen veranlassen.

Bei Kindern unter 6 Jahren wird der Arzt Urbason solubile nur in zwingenden Fällen verordnen.

Um das Risiko einer Schädigung der Darmwand oder eines Darmdurchbruchs zu vermeiden, müssen Sie Ihren Arzt auch über Darmerkrankungen bzw. Darmoperationen informieren; und zwar:

  • bei schwerer Dickdarmentzündung (sog. „Colitis ulcerosa“ mit drohendem Durchbruch, Abszessen oder eitrigen Entzündungen),
  • bei bestimmten anderen Darmentzündungen (sog. „Divertikulitis“),
  • wenn bei Ihnen vor kurzem eine Darmoperation durchgeführt wurde.

Die Anwendung des Arzneimittels Urbason kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Während der Behandlung mit Urbason solubile: Methylprednisolon kann den Kohlenhydratstoffwechsel beeinflussen und dadurch eine bestehende Zuckerkrankheit verschlechtern. Ihr Arzt wird daher bei Bedarf eine Diabetesbehandlung anpassen oder einleiten.

Wenn Sie einen hohen Blutdruck haben, ist während der Urbason solubile-Behandlung eine regelmäßige Kontrolle notwendig.

Bei einem schweren Herzleiden wird Sie Ihr Arzt überwachen, um eine Verschlechterung rechtzeitig zu erkennen.

Eine bestehende Muskelerkrankung (sog. „Myasthenia gravis“) kann sich zu Beginn der Urbason-Behandlung vorübergehend verschlechtern.

Eine Behandlung mit Urbason solubile kann das Immunsystem schwächen und dadurch das Infektionsrisiko erhöhen. Zugleich können die Anzeichen einer Infektion verschleiert werden und daher die entsprechende Diagnose erschweren.

In einzelnen Fällen kam es bei der Behandlung mit Methylprednisolon zum Auftreten einer Leberstörung. Der Arzt kann daher eine Kontrolle der Leberfunktion anordnen.

Impfungen mit sog. „Totimpfstoffen“ sind grundsätzlich möglich, der Erfolg der Impfung kann aber abgeschwächt sein.

Wenn Sie eine hochdosierte Behandlung mit Urbason solubile erhalten, kann Ihr Arzt die zusätzliche Einnahme von Kalium und eine Beschränkung bei der Natriumzufuhr anordnen und den Kalium- Serumspiegel überwachen.

Viruserkrankungen wie Masern, Windpocken oder Gürtelrose können durch eine Behandlung mit Glukokortikoiden schwerer verlaufen. Betroffen sind v.a. Kinder mit einem geschwächten Immunsystem und Personen, die noch keine entsprechende Infektion hatten. Wenn es bei diesen Patienten während einer Behandlung mit Urbason solubile zu einem Kontakt mit infizierten Personen kommt, sollte der Arzt informiert werden. Er kann dann eine vorbeugende Behandlung einleiten.

Bei Patienten mit fortgeschrittener multipler Sklerose kann es durch eine Behandlung mit hoch dosiertem Methylprednisolon zu einer bleibenden Verschlechterung des Zustandsbildes kommen. Der Arzt wird bei diesen Patienten daher eine Verschreibung von hoch dosiertem Methylprednisolon streng abwägen.

Bei längerer Behandlung mit Urbason solubile 32 mg Urbason solubile 32 mg ist nur zur kurzfristigen Behandlung vorgesehen. Wenn dieses Arzneimittel über längere Zeit angewendet wird, müssen daher Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden, die bei Kortisonpräparaten für die Langzeitanwendung gelten:

Da Methylprednisolon wachstumshemmend wirkt, wird der Arzt bei Kindern, die über längere Zeit mit Urbason solubile behandelt werden müssen, das Wachstum überwachen.

Wenn Sie Urbason solubile über lange Zeit erhalten, kann Ihr Arzt regelmäßige augenärztliche Kontrollen (alle 3 Monate) sowie Röntgenkontrollen der Wirbelsäule anordnen.

Abhängig von der Dauer und der Dosierung der Behandlung kann die Knochendichte abnehmen, sodass Ihr Arzt bei Bedarf eine Osteoporose-Vorbeugung empfehlen wird. Sie besteht in ausreichender Kalzium- und Vitamin D-Zufuhr sowie körperlicher Aktivität. Wenn Sie bereits an Osteoporose leiden, kann Ihr Arzt zusätzlich eine medikamentöse Therapie durchführen.

Falls Sie Ihren Arzt wechseln (z.B. bei Operationen, auf Reisen, bei Impfungen), müssen Sie ihn über Ihre Behandlung mit Urbason informieren.

Am Ende einer längeren Urbason-Behandlung wird Ihr Arzt die Dosierung langsam verringern. Damit werden Entzugserscheinungen, das Wiederaufflammen der behandelten Erkrankung und eine mögliche Funktionsschwäche der Nebennierenrinde vermieden. Darüber hinaus kann eine zu rasche Senkung der Dosis zu Muskel- und Gelenkschmerzen führen.

Bei Patienten, die eine Corticosteroid-Therapie erhalten, kann es durch eine Infektion mit bestimmten Herpesviren zu einem sog. „Kaposi-Sarkom“ kommen (bräunliche Flecke auf der Haut; u.U. mit Beteiligung der Schleimhäute und innerer Organe), das nach Absetzen der Behandlung wieder verschwindet.

Bei Anwendung von Urbason solubile 32 mg mit anderen Arzneimitteln Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Folgende Arzneimittel und/oder Wirkstoffe können die Wirkung von Urbason solubile 32 mg abschwächen:

Wirkstoffe, die bestimmte Leberenzyme (sog. CYP3A4-Enzyme) aktivieren, z.B.: Rifampicin (Arzneimittel zur Behandlung der Tuberkulose), Phenytoin, Carbamazepin, Barbiturate, Primidon (Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie) oder Ephedrin (Arzneimittel z.B. gegen Husten und Schnupfen).

Folgende Arzneimittel und/oder Wirkstoffe können die Wirkung von Urbason solubile 32 mg verstärken:

Wirkstoffe, die bestimmte Leberenzyme (sog. CYP3A4-Enzyme) hemmen, z.B.: Ketoconazol, Itraconazol (Arzneimittel zur Behandlung von Pilzerkrankungen), sowie hormonelle Verhütungsmittel (die „Pille“).

Urbason solubile 32 mg kann die Wirkung anderer Arzneimittel verstärken: Bestimmte Herzmittel (sog. „herzwirksame Glykoside“), bestimmte Arzneimittel zur Muskelerschlaffung (sog. „nicht-depolarisierende Muskelrelaxantien“).

Urbason solubile 32 mg kann die Wirkung anderer Arzneimittel verringern: Zuckersenkende Arzneimittel, gerinnungshemmende Arzneimittel zum Einnehmen, Praziquantel (Wurmmittel), Somatropin (Wachstumshormon).

Weitere Wechselwirkungen bestehen mit folgenden Arznei- und Diagnosemitteln: Harntreibende Mittel und Abführmittel: Die Kaliumausscheidung wird verstärkt.

Entzündungshemmende, schmerzstillende Arzneimittel und Rheumamittel (sogenannte nicht steroidale Antirheumatika, NSAR): erhöhtes Risiko für Magen-Darm-Blutungen und -geschwüre.

Atropin und andere sog. „Anticholinergika“ (Arzneimittel die auf bestimmte Teile des Nervensystems wirken):
Zusätzliche Steigerung des Augeninnendrucks.

Malariamittel (Chloroquin, Hydroxychloroquin, Mefloquin): Erhöhtes Risiko für Muskel- und Herzmuskelerkrankungen.

Protirelin (Arzneimittel zur Schilddrüsendiagnostik):
Der Anstieg des Schilddrüsenhormons TSH kann vermindert sein.

Ciclosporin (Arzneimittel die das Immunsystem beeinflussen): erhöhtes Risiko für Krampfanfälle.

Bestimmte Blutdrucksenker (sog. „ACE-Hemmer“): Erhöhtes Risiko für
Blutbildveränderungen.

Diltiazem (Calciumantagonist, Arzneimittel für Herz- und Kreislauferkrankungen) Die Verstoffwechselung von Urbason wird gehemmt, dadurch kann eine Dosisanpassung notwendig sein.

Allergietests:
Hautreaktionen beim sog. „Prick-Test“ können unterdrückt werden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft: Während der Schwangerschaft, besonders in den ersten drei Monaten, wird Ihr Arzt eine Behandlung nur nach sorgfältiger Nutzen/Risiko-Abwägung durchführen. Daher müssen Frauen den Arzt von einer bestehenden oder neu eingetretenen Schwangerschaft, oder der Möglichkeit einer Schwangerschaft, verständigen.

Stillzeit: Glukokortikoide gehen in die Muttermilch über. Ist eine Behandlung mit höheren Dosen oder eine Langzeitbehandlung erforderlich, soll daher abgestillt werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Achtung: dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Während der Behandlung mit Urbason solubile kann in seltenen Fällen durch bestimmte Nebenwirkungen (z.B. unscharfes Sehen) die aktive Teilnahme am Straßenverkehr oder das Bedienen von Maschinen beeinträchtigt sein.

Wichtige Information über bestimmte sonstige Bestandteile von Urbason solubile 32 mg
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

Wie wird es angewendet?

Ihr Arzt wird die Dosis individuell, abhängig von Art und Schwere der Erkrankung anpassen. Für die angegebenen Dosierungen stehen auch Urbason solubile 16 mg, 250 mg und 1000 mg zur Verfügung..

Allgemeine Dosierungsempfehlungen: Erwachsene: Einmal bis mehrmals täglich 40 – 80 mg und mehr.

Kinder:
Einmal bis mehrmals täglich 10 – 40 mg, bzw. zwischen 1 und 2 mg/kg Körpergewicht.

Im akut lebensbedrohlichen Fall können Einzelgaben bis 30 mg/kg Körpergewicht als Injektion in eine Vene erforderlich sein (siehe Gebrauchsinformation Urbason solubile 250 mg bzw. 1000 mg).

Spezielle Dosierungsempfehlungen
Schwerer Asthmaanfall

Der Arzt verabreicht 1-2 Ampullen Urbason solubile 250 mg (250 – 500 mg Methylprednisolon), zusätzlich zur Basistherapie.

Schwere allergische Erkrankungen Beim „Quincke-Ödem“ (allergische schmerzhafte Schwellung von Haut und Schleimhaut, v.a. im Gesichtsbereich) wird der Arzt 96-160 mg Methylprednisolon (3-5 Ampullen Urbason solubile 32 mg) einmalig i.v. verabreichen, bei Insektenstichen einmalig 96 mg Methylprednisolon (3 Ampullen Urbason solubile 32 mg) und mehr als Injektion in eine Vene.

Bei akuter Verengung der oberen Luftwege kann eine Dosis von 250 mg Methylprednisolon, ev. wiederholt nach 6 und 12 Stunden, erforderlich sein.

Akute schwere Hauterkrankungen Bei Hautkrankheiten kann je nach Schweregrad und Verlaufsform die orale Gabe von täglich 80-160 mg Methylprednisolon erforderlich sein. In schweren, akuten Fällen ist auch die Anwendung von 96-160 mg Methylprednisolon als Injektion oder Infusion (3-5 Ampullen Urbason solubile 32 mg) in der Anfangsphase möglich. Danach wird der Arzt zur oralen Therapie mit Methylprednisolon wechseln.

Akute Blutkrankheiten

Zu Beginn der Behandlung kann der Arzt, anstelle einer oralen Gabe, täglich 96-160 mg Methylprednisolon (3-5 Ampullen Urbason solubile 32 mg) als Injektion in eine Vene verabreichen. Danach wird der Arzt zur oralen Therapie mit Methylprednisolon wechseln.

Akute Lebererkrankungen

Zu Beginn der Behandlung wird der Arzt täglich 16-32 mg Methylprednisolon als Injektion in die Vene verabreichen. Danach wird der Arzt zur oralen Therapie mit Methylprednisolon wechseln.

Patienten mit Leberzirrhose oder einer Unterfunktion der Schilddrüse Bei Vorliegen dieser Erkrankungen kann Ihr Arzt auch niedrigere Dosierungen anwenden.

Art der Anwendung Urbason solubile wird üblicherweise langsam in eine Vene verabreicht. Ihr Arzt wird dieses Arzneimittel nur dann als Injektion in den Muskel verabreichen, wenn die Injektion in eine Vene nicht möglich ist.

Die Injektions- bzw. Infusionsintervalle betragen in Abhängigkeit vom Krankheitszustand zwischen 30 Minuten und 24 Stunden. Ihr Arzt wird die Behandlung mit Urbason nicht abrupt absetzen, sondern ausschleichend beenden.

Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung Zur i.v. Injektion wird der Inhalt einer Trockenampulle mit dem beigefügten Lösungsmittel (1 ml Wasser für Injektionszwecke) unter aseptischen Bedingungen gelöst. Zur Infusion wird das Präparat danach mit einer 5%igen Glukose-, 0,9%igen Kochsalzlösung oder Ringer-Lösung gemischt, wobei stets eine Kontamination mit Mikroorganismen zu vermeiden ist.

Haltbarkeit nach Gebrauchsfertigmachen: Aus dem Pulver hergestellte Lösungen zur Injektion von Urbason solubile 16 mg/32 mg in der beigefügten Menge Wasser für Injektionszwecke sind innerhalb von 12 Stunden zu verbrauchen. Mischungen zur Infusion mit 5%iger Glukose-, 0,9%iger Kochsalzlösung und Ringerlösung sind innerhalb von 8 Stunden zu verbrauchen.

Die chemische und physikalische Stabilität wurde für Urbason solubile 16 mg/32 mg in der beigefügten Menge Wasser für Injektionszwecke für 12 Stunden bei Raumtemperatur (20-25 ºC) und nach Verdünnung mit 5%iger Glukoselösung, 0,9%iger Kochsalzlösung oder Ringerlösung für 8 Stunden bei Raumtemperatur nachgewiesen. Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Lösung sofort verwendet werden. Wenn keine sofortige Verwendung erfolgt, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.

Inkompatibilitäten Die Applikation mit anderen Präparaten in der Mischspritze ist zu vermeiden, da mit Ausfällungen zu rechnen ist. Aus dem gleichen Grund darf Urbason solubile weder anderen als den oben genannten Infusionslösungen zugesetzt, noch in den Infusionsschlauch injiziert werden.
Mischungen von Urbason solubile mit Infusionslösungen, die einen pH-Wert von 5,6 und darunter haben, können zu einer Trübung bzw. Ausfällung führen. Bei kalziumhaltigen Lösungen entsteht nach der Mischung mit Urbason solubile im neutralen und alkalischen Bereich ein Niederschlag von Kalziumphosphat.

Anwendungshinweise Es sollen nur frisch zubereitete klare und farblose Lösungen verwendet werden. Die Injektionen bzw. Infusionen sind unter streng aseptischen Bedingungen durchzuführen.

Die Urbason solubile-Ampullen sind nur zur einmaligen Anwendung bestimmt. Nicht benütztes Arzneimittel muss daher entsorgt werden.

Dauer der Anwendung

Über die Dauer der Anwendung, die sich nach Art und Schwere der Erkrankung richtet, entscheidet Ihr Arzt. Üblicherweise beträgt sie wenige Tage.

Wenn Sie eine größere Menge von Urbason solubile 32 mg angewendet haben, als Sie sollten
Akute Vergiftungen mit Urbason solubile sind nicht bekannt und nicht zu erwarten. In sehr seltenen Fällen können jedoch, wie auch bei anderen Glukokortikoiden, akute Überempfindlichkeitsreaktionen bis zum Schock auftreten. In diesen Fällen muss unverzüglich ein Arzt verständigt werden.
Angaben zur Behandlung der Überdosierung befinden sich am Ende dieser Gebrauchsinformation unter „Hinweise für den Arzt“.

Wenn Sie die Anwendung von Urbason solubile 32 mg vergessen haben Wenn die vorherige Anwendung vergessen wurde, wird Ihr Arzt nicht die Dosis erhöhen, sondern die Behandlung wie gewohnt fortsetzen.

Wenn Sie die Behandlung von Urbason solubile 32 mg abbrechen
Wenn die Behandlung vorzeitig abgebrochen wird, ist der Erfolg der Therapie in Gefahr. Außerdem kann es zu einem Aussetzen der Nebennierenfunktion oder
Entzugserscheinungen kommen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Urbason solubile Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Wenn bekannt, werden zur Abschätzung der Häufigkeit von Nebenwirkungen folgende Begriffe verwendet:

Infektionen Symptomlose Infektionen, aber auch Ausbruch bestehender Infektionen.

Blut Blutbildveränderungen wie: zu Beginn der Behandlung vorübergehende Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen (Leukozytose), Mangel an bestimmten weißen Blutkörperchen (Lymphozytopenie, Eosinopenie), Vermehrung der roten Blutkörperchen, vermehrte Bildung von Blutplättchen, erhöhtes Risiko von Blutgerinnseln.

Immunsystem Sehr selten:Schwächung der Immunabwehr, dadurch erhöhtes Infektionsrisiko; allergische Reaktionen; Überempfindlichkeitsreaktionen bis zum Schock (insbesondere bei Patienten mit Asthma und nach Nierentransplantation).

Hormonsystem Veränderungen der Nebennierenrinde, „Cushing-Syndrom“ (Vollmondgesicht, Vermehrung von Fettgewebe).
Sehr selten : vorübergehende Fetteinlagerungen an der harten Hirnhaut, dem Herzen oder dem mittleren Bereich des Brustraums, Störungen der Sexualhormone (Ausbleiben der Regelblutung, verstärkter Haarwuchs, Impotenz).

Stoffwechsel Sehr selten:Verminderte Natriumausscheidung und dadurch Schwellungen bzw. Wassereinlagerungen, vermehrte Kaliumausscheidung (die u.U. zu Herzrhythmusstörungen führen kann), Gewichtszunahme, höhere Blutzuckerspiegel nach dem Essen (verminderte

Glukosetoleranz), Diabetes, erhöhte Cholesterin-, und Triglyzeridspiegel,
Wachstumsverzögerung bei Kindern, verstärkter Eiweißabbau.

Psychische Veränderungen
z.B. Depressionen, gesteigertes Lebens- und Glücksgefühl, Persönlichkeitsveränderungen, Stimmungsschwankungen.

Nervensystem
Gereiztheit, Antriebs- und Appetitsteigerung, Schlafstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen, Steigerung des Hirndrucks (insbesondere bei Kindern), erhöhte Neigung zu Krämpfen.

Augen
Grauer oder grüner Star, Verschlechterung eines bestehenden Hornhautgeschwürs, Begünstigung von Augenentzündungen durch Viren, Pilze oder Bakterien.

Herz Gelegentlich:Verlangsamter Herzschlag während oder nach einer hohen Dosierung.
Nicht bekannt:Herzrhythmusstörungen, Kreislaufversagen oder Herzstillstand nach hohen Dosierungen (mehr als 500 mg Methylprednisolon). Bei Patienten mit bestehendem Herzleiden: verstärkte Lungenstauung.

Blutgefäße
erhöhte Neigung zum Einreißen kleinster Blutgefäße, Entzündung kleiner Blutgefäße (auch als Entzugserscheinung), erhöhtes Risiko der Gefäßverkalkung; Bluthochdruck.

Magen-Darmtrakt
Magen-Darm-Geschwüre (Gefahr eines Durchbruchs), Blutungen, Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Oberbauchbeschwerden.

Leber und Galle Mögliche Störungen der Leber- und Gallenfunktion.

Haut Rötliche Dehnungsstreifen, „Dünnerwerden“ der Haut, Erweiterung kleiner Blutgefäße, punktförmige oder größere Hautblutungen, verstärkte Behaarung, „Kortison-Akne“, verzögerte Wundheilung, Hautentzündung im Mundbereich, Änderung der
Hautpigmentierung, Überempfindlichkeiten (z.B. Arzneimittelausschlag). Bei Injektionen in das Fettgewebe kann es an dieser Stelle zur Rückbildung von Fettgewebe kommen.

Muskulatur, Sehnen und Knochen
Muskelabbau und -schwäche, akute Muskelerkrankung (Myopathie) bei zusätzlicher Anwendung von bestimmten Arzneimitteln zur Muskelerschlaffung (sog. „nicht-depolarisierende Muskelrelaxantien“), Osteoporose, Absterben von Knochengewebe, Sehnenriss.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Nebenwirkungen auftreten, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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