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«Uskan® 10/-20 Tabletten»

Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Oxazepam wird gegen Angst, Unruhe und gegen Durchschlafstörungen eingesetzt.Gefühle wie Unruhe oder Ausgeglichenheit aber auch der Schlaf- oder Wachzustand werden im Gehirn über Botenstoffe reguliert. Dabei steht das Aktivierungssystem (Unruhe, Wachzustand) im rhytmischen Wechsel mit einem hemmenden System (Ausgeglichenheit, Schlafzustand). Der wichtigste hemmende Botenstoff ist die Gamma-Aminobuttersäure (GABA).Oxazepam gehört zu chemischen Gruppe der Benzodiazepine. Diese Stoffgruppe verstärkt die Wirkung der GABA. Je nach Dosierung beruhigt Oxazepam Erregungszustände wie Angst oder Unruhe oder leitet den Schlaf ein. Oxazepam hat eine mittlere Wirkungsdauer von etwa 8 Stunden. Daher ist es auch bei Durschlafstörungen gut wirksam. Wenn man ausreichend schläft (7-8 Stunden), beeinträchtigt das Medikament kaum die Leistungsfähigkeit am folgenden Tag.Die Behandlung mit Benzodiazepinen ist jedoch nicht für eine Dauertherapie geeignet. Sie sollte so kurz wie möglich dauern, längstens jedoch zwei Wochen. Denn mit Benzodiazepinen kann man zwar gut ein- und durchschlafen, sie beeinträchtigen aber auch die Qualität des Schlafes und damit die nötige Erholung. Zudem gewöhnt sich der Körper sehr schnell an die zusätzliche Schlafhilfe, sodass er davon abhängig wird.Benzodiazepine sind damit nur zur kurzfristigen Überbrückung unruhiger und schlafloser Phasen geeignet. Auf Dauer sollten die zugrundelegenden Ursachen, wie Sorgen, Ängste und Depressionen oder andere Impulse wie Licht, Kälte und Schmerzen behoben werden.Weiterlesen:Anwendungsgebiete

Anwendungsgebiete

  • Angst-, Erregungs- und Spannungszustände
  • Schlafstörungen

Packungsgrößen

  • 20 Tbl. (N2) 10
  • 50 Tbl. (N3) 10
  • 20 Tbl. (N2) 20
  • 50 Tbl. (N3) 20

Warnhinweise!

  • Nur zur kurzfristigen Anwendung!
  • Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
  • Das Medikament darf wegen der Gefahr einer akuten Verschlechterung des Gesundheitszustands nicht plötzlich abgesetzt werden.
  • Die Einnahme dieses Medikaments über mehrere Wochen und Monate kann zu Abhängigkeit führen. Nach plötzlichem Absetzen treten möglicherweise Entzugserscheinungen mit Schlafstörungen, Unruhe, Angst, Zittern, Schwitzen und erhöhter Krampfbereitschaft auf.

Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?

  • Alkohol-, Medikamenten- und Drogenentzug
  • Erkrankung der Nerven, die sich in Bewegungsstörungen äußert (Ataxie)
  • Krankhafte Muskelschwäche (Myasthenia gravis)
  • Kurzes, wiederholtes Aussetzen der Atmung während des Schlafes (Schlafapnoe)
  • Vorsicht bei älteren Patienten
  • Vorsicht bei Depressionen
  • Vorsicht bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Vorsicht bei Leber- und Nierenfunktionsstörungen
  • Vorsicht bei Lungenerkrankungen

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Während der Schwangerschaft sollte das Medikament möglichst nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unbedingt erforderlich.
  • Ist die Anwendung des Medikaments während der Stillzeit unvermeidlich, sollten Sie abstillen bzw. sich von Ihrem Arzt über mögliche Risiken aufklären lassen.

Nebenwirkungen

Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

  • Bei Langzeiteinnahme kann sich eine Abhängigkeit von dem Medikament entwickeln. Da sich der Körper an den Wirkstoff gewöhnt (Toleranzentwicklung), lässt die Wirkung mit der Zeit nach.
  • Muskelerschlaffung, dadurch Sturzgefahr bei älteren Patienten möglich
  • Hang-over-Effekte, wie Tagesmüdigkeit, verlängerte Reaktionszeit, Konzentrationsstörungen (Gelegentlich)

Wechselwirkungen

Oxazepam verstärkt die Wirkung von anderen Medikamenten, die ebenfalls einen hemmenden Einfluss auf das Gehirn haben, wie z.B. Psychopharmaka, bestimmte Schmerzmittel (Opiate), Antihistaminika gegen Allergien.Vorsicht bei Kombination von Oxazepam und Bluthochdruckmitteln und Medikamenten gegen Diabetes. Hier sind Art und Umfang von Wechselwirkungen nicht sicher vorhersehbar.


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