Vagifem - Patienteninformationen, Beschreibung, Dosierung und Richtungen.

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«Vagifem»

Vagifem
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Vagifem


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Was ist Vagifem und wofür wird es angewendet?
Vagifem enthält das weibliche Geschlechtshormon Estradiol. Dies ist mit dem in den Eierstöcken der Frau gebildeten Estradiol identisch und wird als natürliches Estrogen klassifiziert.
Vagifem wird verschrieben, um die Beschwerden in der Scheide wie Trockenheit oder Reizerscheinungen zu lindern oder zu beseitigen. In der medizinischen Fachsprache wird diese Erkrankung als atrophische Kolpitis bezeichnet. Sie wird verursacht durch einen Mangel an dem weiblichen Geschlechtshormon Estrogen, z. B bei Frauen nach der letzten Periodenblutung (Menopause).
Erfahrungen in der Behandlung von Frauen, die älter als 65 Jahre sind, liegen nur begrenzt vor.
Vagifem darf nicht angewendet werden bei
- bekanntem bestehenden oder früher aufgetretenem Brustkrebs bzw. einem entsprechenden Verdacht;
- bekannten anderen Tumoren, deren Wachstum durch Zufuhr bestimmter weiblicher Geschlechtshormone (Estrogene) angeregt wird (v. a. Krebs der Gebärmutterschleimhaut) oder einem entsprechenden Verdacht;
- Blutungen aus der Scheide, deren Ursache vom Arzt nicht geklärt ist;
- unbehandelter übermäßiger Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie);
- bestehenden oder früher aufgetretenen venösen thromboembolischen Erkrankungen (Blutgerinnselbildung in den tiefen Venen, Lungenembolie);
- bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem Hilfsstoff;
- Porphyrie (Stoffwechselerkrankung mit Störung der Bildung des roten Blutfarbstoffes).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Vagifem ist erforderlich
Die Anwendung von Vagifem sollte nur zur Behandlung solcher Beschwerden begonnen werden, welche die Lebensqualität beeinträchtigen. In jedem Fall sollte Ihr Arzt ein Mal jährlich eine sorgfältige Abschätzung von Nutzen und Risiken der Behandlung vornehmen. Die Behandlung sollte nur so lange fortgeführt werden, wie der Nutzen die Risiken überwiegt.
Medizinische Untersuchung/Kontrolluntersuchungen
Vor Beginn bzw. Wiederaufnahme einer Hormonersatztherapie sollte eine vollständige Erfassung aller wichtigen Krankheiten in Ihrer Vorgeschichte sowie bei nahen Verwandten durchgeführt werden. Die ärztliche Untersuchung (einschließlich Unterleib und Brust) sollte sich an dieser Erfassung der Krankengeschichten sowie den Gegenanzeigen und Warnhinweisen für dieses Arzneimittel orientieren. Während der Behandlung sollten regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden, die sich in Häufigkeit und Art nach Ihrer persönlichen Gesundheitssituation richten. Ihr Arzt sollte Ihnen erläutern, welche Veränderungen z. B. unerwartete Blutungen aus der Scheide oder Veränderungen Ihrer Brüste, Sie ihm mitteilen müssen. Die Untersuchungen, u. a. Röntgenaufnahmen der Brüste (Mammographie), sollten entsprechend der gegenwärtig üblichen Vorsorgepraxis und vor dem Hintergrund Ihrer persönlichen Gesundheitssituation durchgeführt werden.
Situationen, die eine besondere ärztliche Überwachung erfordern
Eine engmaschige Überwachung Ihres Gesundheitszustandes ist erforderlich, wenn bei Ihnen eine der folgenden Situationen oder Erkrankungen vorliegt oder früher vorlag bzw. sich während einer Schwangerschaft oder einer zurückliegenden Hormonbehandlung verschlechtert hat. Dies gilt auch für den Fall, dass eine der nachfolgend genannten Erkrankungen im Laufe der aktuellen Behandlungen mit Vagifem auftritt bzw. sich verschlechtert.
Folgende Erkrankungen bzw. Risikofaktoren sind zu beachten:
gutartige Geschwulst in der Muskelschicht der Gebärmutter (Uterusmyom) oder Ansiedlung von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter (Endometriose);
in der Vergangenheit aufgetretene Blutgerinnsel in den Gefäßen (Thromboembolien) oder entsprechende Risikofaktoren hierfür (siehe unten);
Risikofaktoren für estrogenabhängige Krebserkrankungen, z. B. Auftreten von Brustkrebs bei nahen Blutsverwandten (z. B. Mutter, Großmutter, Schwestern);
Bluthochdruck;
Lebererkrankungen (z. B. gutartige Lebergeschwulst - Leberadenom);
Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) mit oder ohne Beteiligung der Gefäße;
Gallensteinerkrankungen;
Migräne oder (schwere) Kopfschmerzen;
Schmetterlingsflechte (systemischer Lupus erythematodes, eine bestimmte Autoimmunerkrankung);
übermäßige Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie) in der Vorgeschichte;
Krampfanfälle (Epilepsie);
Asthma;
Versteifung der Verbindungen zwischen den Gehörknöchelchen (Otosklerose).
Aufgrund der lokalen Anwendung und der niedrigen Estrogendosis von Vagifem ist ein Wiederauftreten oder eine Verschlimmerung der oben erwähnten Erkrankungen weniger wahrscheinlich als bei einer systemischen (auf den ganzen Körper wirkenden) Estrogentherapie.
Gründe für einen sofortigen Therapieabbruch
Die Therapie muss bei Auftreten von Gegenanzeigen sowie in den folgenden Situationen abgebrochen werden:
- Gelbsucht oder Verschlechterung der Leberfunktion;
- deutliche Erhöhung des Blutdrucks;
- neues Auftreten migräneartiger Kopfschmerzen;
- Schwangerschaft.
Übermäßige Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie)
Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn sie ungeklärte Vaginalblutungen haben. Anhaltende oder wieder auftretende Vaginalblutungen sollten abgeklärt werden.
Falls Sie eine intakte Gebärmutter haben und vorher nur Estrogene eingenommen haben, sollte Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Sie bezüglich einer möglichen Überstimulation der Gebärmutterschleimhaut untersuchen, bevor Sie die Vagifem-Therapie beginnen.
Studien haben gezeigt, dass Frauen, die Estrogene alleine eingenommen haben, ein größeres Risiko haben, Gebärmutterkrebs zu entwickeln. Dieses Risiko ist von der Behandlungsdauer und der Estrogendosis abhängig. Um die Gebärmutterschleimhaut davor zu schützen, wird gewöhnlich zusätzlich zur oralen Estrogentherapie ein Hormon gegeben, das Gestagen genannt wird. Da es sich bei Vagifem um eine niedrig dosierte, örtliche Behandlung handelt, wird die Zugabe eines Gestagens nicht empfohlen und das Auftreten der nachfolgend genannten Erkrankungen ist weniger wahrscheinlich als bei einer systemischen (auf den ganzen Körper wirkenden) Therapie.
Brustkrebs
Studien haben ein erhöhtes Brustkrebsrisiko bei Frauen gezeigt, die systemische (auf den ganzen Körper wirkende) Estrogen- oder Estrogen-Gestagen-Kombinationspräparate zur Hormonersatztherapie eingenommen haben.
Venöse Thromboembolien
Die systemische (auf den ganzen Körper wirkende) Anwendung von Arzneimitteln zum Hormonersatz ist im Vergleich zur Nichtanwendung mit einem zwei- bis dreifach erhöhten Risiko für Verschlüsse der tiefen Venen durch Blutgerinnsel (Thrombosen) verbunden, die sich unter Umständen lösen und in die Lunge gelangen können (Lungenembolie). Thrombosen und Lungenembolie werden als venöse thromboembolische Erkrankungen bezeichnet. Das Risiko für das Auftreten venöser thromboembolischer Erkrankungen ist insbesondere im ersten Jahr der Hormonersatzbehandlung erhöht.
Die Auswertung neuerer Studien, die das Risiko für solche venöse thromboembolische Erkrankungen untersuchten, führte zu folgenden Ergebnissen:
Alle Frauen haben ein altersabhängiges Grundrisiko, eine venöse thromboembolische Erkrankung zu erleiden. Innerhalb von 5 Jahren erkranken daran etwa 3 von 1.000 Frauen im Alter von 50 bis 59 Jahren, die keine Hormone anwenden. Bei Frauen dieser Altersgruppe, die eine systemische (auf den ganzen Körper wirkende) Hormonersatztherapie durchführen , sind es etwa 7 von 1.000 Frauen, d. h. es ist mit 4 zusätzlichen ällen zu rechnen.
Unter Frauen im Alter von 60 bis 69 Jahren, die keine Hormone anwenden, erleiden innerhalb von 5 Jahren 8 von 1.000 Frauen eine venöse thromboembolische Erkrankung. Bei 1.000 Frauen der gleichen Altersgruppe, die systemisch wirkende Hormone anwenden, ist mit etwa 17 ällen zu rechnen, d. h. es treten etwa 9 zusätzliche Fälle auf.
Allgemein anerkannte Risikofaktoren für die Entwicklung venöser thromboembolischer Erkrankungen sind:
venöse thromboembolische Erkrankungen in der eigenen Krankengeschichte bzw. eine entsprechende familiäre Belastung;
erhebliches Übergewicht (so genannter „Body Mass Index“ (BMI) über 30 kg/m2);
Schmetterlingsflechte (systemischer Lupus erythematodes, eine bestimmte Autoimmunerkrankung).
Über die Bedeutung von Krampfadern (Varizen) für das Auftreten einer venösen thromboembolischen Erkrankung besteht keine einheitliche Meinung.
Patientinnen mit venösen thromboembolischen Erkrankungen in der Vorgeschichte oder bekannter Neigung zur Bildung von inneren Blutgerinnseln (Thrombosen) haben ein erhöhtes Risiko, eine solche Erkrankung erneut zu erleiden. Eine Hormonersatzbehandlung kann dieses Risiko erhöhen.
Wenn bei Ihnen oder Ihren nahen Blutsverwandten Blutgerinnsel bzw. deren Verschleppung im Blutstrom (venöse thromboembolische Erkrankungen) oder wiederholte spontane Fehlgeburten aufgetreten sind, sollte geklärt werden, ob eine Neigung zu venösen thromboembolischen Erkrankungen vorliegt. Bis dahin bzw. bis zum Beginn einer Behandlung mit Mitteln zur Hemmung der Blutgerinnung dürfen Sie keine Hormonersatzpräparate anwenden. Sollten Sie bereits mit Gerinnungshemmern behandelt werden, sollte Ihr Arzt Nutzen und Risiko einer Hormonersatztherapie sorgfältig gegeneinander abwägen.
Das Risiko für venöse thromboembolische Erkrankungen kann bei längerer Ruhigstellung (z. B. Bettlägerigkeit, Bein im Gipsverband) sowie schwereren Verletzungen oder größeren Operationen vorübergehend erhöht sein. Bei Patientinnen, die eine Hormonersatztherapie durchführen, sollten, wie bei allen Patienten nach erfolgten Operationen, die Vorsorgemaßnahmen zur Verhinderung einer venösen thromboembolischen Erkrankung äußerst genau eingehalten werden.
Wenn bei Ihnen eine Operation geplant ist, informieren Sie Ihren Arzt. Wenn nach einer vorgesehenen Operation, vor allem bei Eingriffen in der Bauchregion oder orthopädischen Operationen an den Beinen, mit einer längeren Ruhigstellung zu rechnen ist, sollte erwogen werden, ob eine Unterbrechung der Hormonersatzbehandlung 4 bis 6 Wochen vor dem Eingriff möglich ist. Die Behandlung sollte ggf. erst wieder aufgenommen werden, wenn Ihre Bewegungsfähigkeit vollständig wiederhergestellt ist.
Falls bei Ihnen nach Beginn der Hormonersatztherapie Anzeichen einer venösen thromboembolischen Erkrankung auftreten bzw. ein Verdacht darauf besteht, muss die Behandlung mit Vagifem sofort abgebrochen werden. Wenn Sie bei sich mögliche Anzeichen für eine venöse thromboembolische Erkrankung bemerken (schmerzhafte Schwellung eines Beins, plötzlicher Schmerz im Brustkorb, Atemnot), müssen Sie umgehend Kontakt mit einem Arzt aufnehmen.
Schlaganfall
In einer großen klinischen Studie (WHI-Kombi-Studie) wurde ein erhöhtes Risiko für Schlaganfälle bei gesunden Frauen während einer systemischen Behandlung mit einer bestimmten Wirkstoffkombination (konjugierte Estrogene, fortlaufend kombiniert mit Medroxyprogesteronacetat) gefunden.
Demnach erleiden etwa 3 von 1.000 Frauen im Alter von 50 bis 59 Jahren, die keine Hormone anwenden, einen Schlaganfall innerhalb einer Zeitspanne von 5 Jahren bzw. etwa 11 von 1.000 Frauen im Alter von 60 bis 69 Jahren. Bei Frauen im Alter von 50 bis 59 Jahren, die diese Arzneimittel anwenden, tritt etwa 1 zusätzlicher Schlaganfall pro 1.000 Frauen auf. Bei Frauen im Alter von 60 bis 69 Jahren, die diese Arzneimittel anwenden, sind es etwa 4 zusätzliche älle pro 1.000 Frauen.
Es ist nicht bekannt, ob dieses erhöhte Risiko auch auf andere Hormonersatztherapie-Präparate zutrifft.
Eierstockkrebs
Es liegen Hinweise aus einigen epidemiologischen Studien vor, dass eine systemische Langzeitbehandlung über mindestens 5 bis 10 Jahre mit Estrogen allein (d. h. ohne Zusatz von Gestagen) bei Frauen mit entfernter Gebärmutter mit einem erhöhten Risiko für einen Eierstockkrebs verbunden ist. Ob dieses Risiko auch besteht, wenn zusätzlich zu dem Estrogen ein Gestagen angewendet wird, ist nicht geklärt.
Sonstige Erkrankungszustände
Patientinnen mit eingeschränkter Funktion der Niere oder des Herzens
Estrogene können eine Flüssigkeitsansammlung im Körper bewirken; daher sollten Sie, wenn bei Ihnen Herz- oder Nierenfunktionsstörungen vorliegen, sorgfältig beobachtet werden. Wenn Sie an einer schweren Nierenfunktionsstörung leiden, sollten Sie engmaschig überwacht werden, weil ein Anstieg der im Blut zirkulierenden Estrogene zu erwarten ist.
Hirnleistungsstörung (Demenz)
Es ist nicht schlüssig nachgewiesen, dass sich durch eine Hormonersatztherapie die geistigen ähigkeiten (Gedächtnis, Wahrnehmung, Denken, Lernen, Urteilsvermögen, Erinnerung etc.) verbessern. Aus einer großen Studie gibt es Hinweise auf ein erhöhtes Risiko einer Hirnleistungsstörung („wahrscheinliche Demenz“) bei Frauen, die nach dem 65. Lebensjahr eine systemische Hormonersatztherapie mit einer bestimmten Wirkstoffkombination (konjugierte equine Estrogene, fortlaufend kombiniert mit Medroxyprogesteronacetat) begonnen haben. Es ist nicht bekannt, ob diese Erkenntnisse auch für jüngere Frauen nach der letzten Regelblutung bzw. andere Hormonersatztherapie-Präparate gelten.
Bei Anwendung von Vagifem mit anderen Arzneimitteln:
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind nicht zu erwarten, da es sich bei Vagifem um eine niedrig dosierte lokale Therapie handelt.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Schwangerschaft
Sie dürfen Vagifem in der Schwangerschaft nicht anwenden. Wenn Sie während der Behandlung mit Vagifem schwanger werden, sollte die Behandlung sofort abgebrochen werden.
Die meisten Beobachtungsstudien, die hinsichtlich einer unbeabsichtigten Aussetzung des ötus gegenüber Estrogenen von Bedeutung sind, zeigten beim Fötus keine Missbildungen oder Giftwirkungen.
Stillzeit
Sie dürfen Vagifem in der Stillzeit nicht anwenden.
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Vagifem hat keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen.
Hirnleistungsstörung (siehe Abschnitt „Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Vagifem ist erforderlich“)
* Frauen mit Gebärmutter
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Vagifem ANZUWENDEN?
Wenden Sie Vagifem immer genau nach der Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Sie können mit der Vagifem-Behandlung an jedem beliebigen Tag beginnen. Vagifem wird mit Hilfe des Applikators tief in die Scheide eingeführt.
Anfangsdosis: 1 Vaginaltablette täglich über 2 Wochen
Erhaltungsdosis: 1 Vaginaltablette 2 x wöchentlich
Wenn sich Ihre Symptome durch die Behandlung nach dreimonatiger Anwendung nicht gebessert haben oder wenn Sie die Behandlung schlecht vertragen, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
Zu Beginn und bei der Fortführung der Behandlung von Estrogenmangelbeschwerden wird Ihr Arzt Ihnen die niedrigste wirksame Dosis verordnen und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich halten.
Anweisungen für die Handhabung
Abb. 1:
Öffnen Sie die Blisterpackung am Kolbenende des Applikators durch Druck.
Abb. 2:
ühren Sie den Applikator in die Scheide ein, bis Sie einen leichten Widerstand spüren.
Abb. 3:
Um die Vaginaltablette freizusetzen, drücken Sie auf das Kolbenende bis ein Klick hörbar wird. Die Vaginaltablette haftet sofort an der Scheidenwand an. Sie fällt nicht heraus, wenn Sie aufstehen oder laufen.
Abb.4:
Der Applikator wird wieder herausgezogen und entsorgt.
Wenn Sie eine größere Menge Vagifem angewendet haben als Sie sollten
Wenn Sie mehr Vagifem angewendet haben als Sie sollten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Vagifem ist bestimmt zur intravaginalen, lokalen Anwendung. Die Estradioldosis ist so niedrig, dass eine beträchtliche Anzahl Tabletten versehentlich angewendet werden müsste, um eine Dosis zu erreichen, wie sie normalerweise in der oralen Therapie angewendet wird.
Wenn Sie die Anwendung von Vagifem vergessen haben
Holen Sie die vergessene Anwendung nach, sobald Sie es bemerken.
Sollten Sie allerdings erst bei der nächsten Anwendung merken, dass Sie eine Anwendung vergessen haben, fahren Sie mit der Anwendung fort, ohne die vergessene Anwendung nachzuholen.
Wenn Sie die Anwendung von Vagifem abbrechen
Wenn Sie aus irgendwelchen Gründen die Behandlung mit Vagifem abbrechen möchten, besprechen Sie diese Entscheidung mit Ihrem Arzt, damit dieser Ihnen die Auswirkungen des Abbruchs der Therapie erklärt und mit Ihnen andere Behandlungsmöglichkeiten bespricht.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Vagifem Nebenwirkungen haben.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig:mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig:weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich:weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten
Selten:weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
Sehr selten:weniger als 1 von 10.000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle

Folgende Nebenwirkungen können während der Behandlung mit Vagifem auftreten
Häufig können Pilzinfektion oder Entzündung in der Scheide, Kopfschmerzen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Unwohlsein, Blähungen, Verdauungsstörungen, Erbrechen, Blutungen aus der Scheide, Ausfluss, Vaginalbeschwerden, Flüssigkeitsansammlungen in der Brust, Vergrößerung der Brust, Schmerzen in der Brust oder Empfindlichkeit der Brust, Flüssigkeitsansammlungen in den Armen oder Beinen auftreten.
Sehr selten kann es zu Brustkrebs, Krebs der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumkarzinom), Allergien (Hypersensibilität), Wassereinlagerung (Flüssigkeitsretention), Schlaflosigkeit, Depressionen, Verschlechterung von Migräne, tiefen Venenentzündungen in Verbindung mit einer Thrombose (Blutgerinnsel), Durchfall, Nesselsucht, Hautausschlag, Juckreiz in der Scheide, Endometriumhyperplasie (krankhaftes Wachstum der Gebärmutterschleimhaut), Reizungen oder Schmerzen in der Scheide, schmerzhaftem Scheidenkrampf (Vaginismus) oder Geschwüren in der Scheide, Gewichtszunahme, Erhöhung des Estrogens im Blut kommen.
Weitere unerwünschte Arzneimittelwirkungen wurden im Zusammenhang mit anderen Estrogenbehandlungen genannt:
unregelmäßige Vaginalblutungen*
Verschlechterung von Migräne
Schlaganfall
Schwindel
Haarausfall
erhöhter Blutdruck
Herzinfarkt, Herzschwäche
Erkrankungen der Gallenblase
bräunliche Hautpigmentierungen (Chloasma), verschiedene Hautkrankheiten mit Blasen- und Knötchenbildung oder Einblutungen in die Haut (Erythema multiforme, Erythema nodosum, vaskuläre Purpura) und Jucken
Infektionen in der Scheide
Größenwachstum von Uterusmyomen* (gutartige Geschwülste der Gebärmutterschleimhaut)
Epilepsie
Libidoveränderungen
Asthma

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Bewahren Sie Vagifem nicht über 25 C auf! Nicht im Kühlschrank aufbewahren. Das Behältnis im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Sie dürfen Vagifem nach dem auf der Faltschachtel angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Zusätzliche Informationen

Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben
Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Vagifem 25 µg Vaginaltabletten
Estradiol
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.
• Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
• Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
• Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.
• Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Was müssen Sie vor der ANWENDUNG von Vagifem
beachten?


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