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«valprodura® 150 mg/-300 mg/-600 mg magensaftresistente Filmtabletten»

Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Valproinsäure wird zur Behandlung von Epilepsie eingesetzt. Die Epilepsie (Fallsucht, Krampfleiden) ist eine Funktionsstörung des Gehirns, ausgelöst durch Nervenzellen, die unkontrolliert Impulse abfeuern. Im normalen Gehirnstoffwechsel hemmt die Gamma-Aminobuttersäure (GABA) eine übermäßige Erregbarkeit der Nervenzellen. Die GABA wird normalerweise im Gehirnstoffwechsel je nach Bedarf auf- oder abgebaut.Valproinsäure ist ein Anti-Epileptikum. Sie blockiert den Abbau der GABA. Dadurch erhöht sich die Konzentration von GABA im Gehirn und die Nervenzellen können nicht mehr so leicht erregt werden. Dadurch reduziert sich die Häufigkeit epileptischer Anfälle.Valproinsäure wird bei verschiedenen Arten der Epilepsie eingesetzt, oftmals als Mittel der ersten Wahl, auf Grund ihrer vergleichsweise guten Verträglichkeit.Weiterlesen:Anwendungsgebiete

Anwendungsgebiete

  • Epilepsie

Packungsgrößen

  • 50 Filmtbl. (N1) 150 mg
  • 100 Filmtbl. (N2) 150 mg
  • 200 Filmtbl. (N3) 150 mg
  • 50 Filmtbl. (N1) 300 mg
  • 100 Filmtbl. (N2) 300 mg
  • 200 Filmtbl. (N3) 300 mg
  • 50 Filmtbl. (N1) 600 mg
  • 100 Filmtbl. (N2) 600 mg
  • 200 Filmtbl. (N3) 600 mg

Warnhinweise!

  • Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
  • Grundsätzlich sollten Antiepileptika nicht plötzlich abgesetzt werden, da sonst ein erhöhtes Risiko von Krampfanfällen besteht.
  • Bei Kindern und Jugendlichen sind vor und während der Therapie die Blutgerinnung, die Leberwerte und die Leberfunktion regelmässig zu überwachen.

Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?

  • Angeborene oder erworbene Störung der Produktion des roten Blutfarbstoffs (Porphyrie)
  • Ganzkörperlicher Lupus erythematodes. Das Immunsystem richtet sich dabei gegen den eigenen Körper (Autoimmunkrankheit).
  • Schwer wiegende Leber- und Bauchspeicheldrüsenfunktionsstörungen

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Während bestimmter Phasen der Schwangerschaft sollte das Medikament nur angewendet werden, wenn Ihr Arzt dies für dringend erforderlich hält. Halten Sie daher vor der Anwendung des Medikaments Rücksprache mit Ihrem Arzt.
  • Während der Stillzeit sollte das Medikament möglichst nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unbedingt erforderlich.

Nebenwirkungen

Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

  • Blutbildveränderungen (Gelegentlich)
  • Halluzinationen (Gelegentlich)
  • Haarausfall (Gelegentlich)
  • Geringerer Appetit, aber auch gesteigerter Appetit (Gelegentlich)
  • Müdigkeit, Zittern, Empfindungsstörungen (Gelegentlich)
  • Gewichtszunahme, aber auch Gewichtsabnahme (Gelegentlich)
  • Kopfschmerzen (Selten)
  • Wasseransammlung in den Knöcheln und Beinen (Ödeme) (Selten)
  • Magen-Darm-Beschwerden (Selten)
  • Verwirrtheitszustände (Selten)
  • Schwere, eventuell lebensbedrohliche Leberfunktionsstörungen (Selten)
  • Störung der Blutgerinnung (Selten)

Wechselwirkungen

Zusammen mit anderen Anti-Epileptika kann es zu Wirkungsbeeinträchtigungen oder Wirkungsverstärkungen kommen.Durch die gleichzeitige Einnahme von beruhigenden Medikamenten (Barbiturate), Medikamenten gegen Depressionen und anderen Psychopharmaka (Neuroleptika) können verstärkt Müdigkeit und Benommenheit auftreten.Gerinnungshemmende Medikamente und Acetylsalicylsäure rufen eine erhöhte Blutungsneigung hervor.


Bewertungen «valprodura® 150 mg/-300 mg/-600 mg magensaftresistente Filmtabletten»